Erfahrungen mit OpenInfra und Internetnord

  • Ich wollte nur erwähnt haben, dass der PON-Kostenvorteil nicht beim Endkunden ankommt, sondern nur die Marge des Unternehmens erhöht. Deshalb hat sich diese Technik durchgesetzt.

    Zur Abwechslung stimme ich Dir mal uneingeschraenkt zu. Der Grund warum wir die PtMP-Gruetze bekommen, ist weil der Staat es versaeumt hat da Vorgaben zu machen die wettbewerbsdienlich sind, die privaten ISPs machen hat was in der Wirtschaft als klever gilt und optimieren ihre Kosten und Kontrolle.

    Mein Punkt is PtMP Netz gegen PtP, nicht PON gegen AON, weil man auf einem PtP Netz natuerlich ein PON implementieren kann... d.h. man kann eine zukunftsfaehige Netzstruktur durchaus mit niedrigeren Betriebskosten kombinieren.

  • Wuerde das nicht so ernst nehmen... je nach dem wie man den Stromverbrauch berechnet, ist AON sogar guenstiger als PON... und die Stromkosten machen nur einen kleinen Teil der Betriebskosten aus...

    Das stimmt aber nur bei einem sehr sehr kleinen PoP. Bei den Üblichen 4-8 Slot Chassis, die gut und gerne auch mal >4000 Teilnehmer versorgen ist es das genaue Gegenteil. Da kommt das Gutachten, Pro-PtMP hin oder her, auch ganz gut an unsere Praxiserfahrungen ran.


    Der PtMP-Ausbau ist vornehmlich wegen der fehlenden Akzeptanz in Kommunen/Städten geschuldet, Garagengroße PoPs (oder noch größere Bauten) in zentralen Lagen zu dulden. Bei AON müsste man mehr PoPs setzen, die allesamt natürlich auch einen Stromanschluss (der ja schon pauschal Geld kostet, ohne das Strom drüber fließt) benötigen. Evtl. würde das auch zu einer komplexeren Trassenplanung oder Mehrbedarf an Trassen führen, was natürlich auch Preistreiber ist.

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  • Lese ich da nicht.

    Das ist aber die einzige Variante um im selben PON Baum mehrere ISPs mit eigener Technik zu realisieren, dass man theoretisch jeden einzelnen PON Baum einem anderen ISP zuordnen kann hat IMHO mit OpenAccess wenig zu tun...

    Aber ich vermute ich missverstehe Dich, darum moechte ich Dich bitten zu beschreiben/zitieren wie die Studie Deiner Interpretation nach Layer-0/1 OpenAccess ueber ein PtMP Netz zu realisieren gedenkt?

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  • dass man theoretisch jeden einzelnen PON Baum einem anderen ISP zuordnen kann hat IMHO mit OpenAccess wenig zu tun

    Doch, darauf geht die Studie ein. Dafür gibt es reichlich Reservefasern.

    Aber wer soll sich das ans Bein binden? Die Provider sind doch froh, den Bitstream an einigen wenigen BNG-Standorten übernehmen zu können. Wo sollen die denn da einen Vorteil in der Access-Ebene ausspielen?

  • Das stimmt aber nur bei einem sehr sehr kleinen PoP. Bei den Üblichen 4-8 Slot Chassis, die gut und gerne auch mal >4000 Teilnehmer versorgen ist es das genaue Gegenteil. Da kommt das Gutachten, Pro-PtMP hin oder her, auch ganz gut an unsere Praxiserfahrungen ran.

    Roger. Welche Groessenordnung hat den der Stromverbrauch an den Betriebskosten (ganz grob)?

    Zitat

    Der PtMP-Ausbau ist vornehmlich wegen der fehlenden Akzeptanz in Kommunen/Städten geschuldet, Garagengroße PoPs (oder noch größere Bauten) in zentralen Lagen zu dulden.

    Ich haette mir ja gewuenscht, dass man die PtP Struktur bis in to alten Vermittlungsstellen zieht, da muesste eigentlich genuegend PLatz sein, da stand ja mal die analoge Vermittlungstechnik... Aber vielleicht bin ich da zu optimistisch, und die gehoeren ja IMHO auch der Telekom und helfen daher anderen ausbauenden ISPs nur bedingt weiter.

  • Dann ist die Frage, was die Studie wert ist, wenn sie relevante Kostenaspekte vernachlässigt.

    Die Kostensituation im Tiefbau wäre nicht besser, sondern eher noch schlechter für AON, wie kingpin42 angedeutet hat.

    Von daher ist es legitim, den Aspekt auszuklammern.

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  • die gehoeren ja IMHO auch der Telekom und helfen daher anderen ausbauenden ISPs nur bedingt weiter

    Ich korrigiere mal: "bedingt gar nicht weiter".

    Natürlich hätte man sich ein kommunales, passives Leerrohrsystem überlegen können. Aber da sind wir uns doch wohl einig, dass der Zug abgefahren ist, oder?

  • Von daher ist es legitim, den Aspekt auszuklammern.

    Aber nur wenn man den Unterschied groesser aussehen lassen will als er effektiv sein wird. Aber das ist nicht das erste mal, dass wir bei der Bewertung einer Studie auseinanderliegen, und wird sicher nicht das letzte mal sein ;) (und wer von uns jeweils naeher an der tieferen Wahrheit liegt ist IMHO auch unklar)

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  • Bitte in der Studie nachlesen. Auch in PON lässt sich Faserzugriff realisieren.

    Als möglicher Netzbetreiber/ISP wüsste ich aber nicht, ob das sinnvoll ist. Da scheint mir ein L2BSA deutlich einfacher und günstiger realisierbar zu sein.

    Es geht darum, dass du das als Netzbetreiber ja gar nicht willst.

  • Es gibt in Deutschland weit ueber hundert ISPs

    Und wie viele davon würden auf einem passiven Zugangsnetz aktive Komponenten in jedes Dorf stellen? Wie viele Mobilfunknetze haben wir noch gleich? 3,1? Ich zähle mal die 1&1-Katastrophe großzügig als 0,1 mit.

    Die Zahl ist völlig irrelevant. Ich behaupte mal, dass BSA überhaupt erst nennenswert Wettbewerb ermöglicht.

  • Es geht darum, dass du das als Netzbetreiber ja gar nicht willst.

    Also ich denke, dass jeder Netzbetreiber ein ureigenes Interesse hat, sein Netz möglichst hoch auszulasten. Und das erreichst du mit einem größeren Angebot an ISPs auf dem Netz.

    Selbst unser lokaler Betreiber hat das bereits in Aussicht gestellt. Die Frage ist nur, ob die überhaupt jemanden finden, der sich in das Netz einklinken möchte. Wahrscheinlicher ist, dass die ihr Netz in den nächsten Jahren verkaufen werden.

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  • Also ich denke, dass jeder Netzbetreiber ein ureigenes Interesse hat, sein Netz möglichst hoch auszulasten. Und das erreichst du mit einem größeren Angebot an ISPs auf dem Netz.

    Ja aber nicht mit Wettbewerb durch einen anderen Netzbetreiber, sondern als alleiniger Vorleistungsverkäufer.

  • anderen Netzbetreiber

    Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Nach meiner Auffassung sollte man (Zugangs-) Netz- und Internet-Provider trennen.

    Ich sehe nicht, wo die ISPs größeres Interesse haben, den Layer 1 selbst zu betreiben. Das ist ein sehr großer (finanzieller) Aufwand, verglichen mit der Übernahme im Layer 2 oder gar erst im Layer 3.

    Und jetzt geh ich noch ein bisschen an die Sonne..

  • Und wie viele davon würden auf einem passiven Zugangsnetz aktive Komponenten in jedes Dorf stellen?

    Weiss ich nicht, es ist allerding IMHO wettbewerbspolitisch aeusserst brisant da einen Grenzwert niedriger als alle Interessierten zu ziehen, und die Obergrenze dafuer ist halt die Zahl der existierenden ISP... Ziel ist ja so viele Anbieter wie moeglich an den Start zu bringen, zumindest ist das die Rhetorik, auch wenn in der Praxis erkennbar ein Oligopol gefoerdert wird.

    Die Zahl ist völlig irrelevant. Ich behaupte mal, dass BSA überhaupt erst nennenswert Wettbewerb ermöglicht.

    Jain, ja BSA ist deutlich besser als gar nichts und fuer viele ISP mag das attraktiv sein. ABER gerade in den Faellen wo ein ISP sein Segment in Ueberlast faehrt (Hallo Vodafone) haengen BSA Reseller dann voll mit drin.

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  • Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Nach meiner Auffassung sollte man (Zugangs-) Netz- und Internet-Provider trennen.

    Das waere eine gute Idee (gewesen, der Drops ist IMHO leider bereits gelutscht).

    Ich sehe nicht, wo die ISPs größeres Interesse haben, den Layer 1 selbst zu betreiben. Das ist ein sehr großer (finanzieller) Aufwand, verglichen mit der Übernahme im Layer 2 oder gar erst im Layer 3.

    Du ignorierst den Kontroll-Aspekt und natuerlich steigen die Preise der Vorprodukte da mit an mit einer Staffelung der Art L0 < L1 < L2 < L3.

  • Ich haette mir ja gewuenscht, dass man die PtP Struktur bis in to alten Vermittlungsstellen zieht, da muesste eigentlich genuegend PLatz sein, da stand ja mal die analoge Vermittlungstechnik... Aber vielleicht bin ich da zu optimistisch, und die gehoeren ja IMHO auch der Telekom und helfen daher anderen ausbauenden ISPs nur bedingt weiter.

    Da bist Du nicht nur zu optimistisch, sondern auch weg von der Realität.

    Leider ist das Angebot nicht mehr verfügbar, aber die Adresse ist ja angegeben:

    https://www.immobilienscout24.de/expose/154566695#/

    Da war nur noch ein Container in Garagengröße für die Telekom-Technik vorgegeben, der Rest stand für den Käufer für Wohnungsbau zur Verfügung.