Erfahrungen mit OpenInfra und Internetnord

  • Hast du eine andere Telekom? :D

    Ich bekomme als kleinstes GF nur 150/75 zu 44,95 € angeboten
    und 50/20 DSL kostet für den hiesigen Standort 42,95 €

    Du vergleichst Listenpreise. Bei der Telekom sind die Listenpreise reguliert.

    Du bekommst aber bei der Telekom 407,96 € Gutschrift für einen Vertragsabschluss (bei den größeren Produkten entsprechend mehr). Von den 42,95 € (+ 69,95 € Bereitsstellungspreis) ziehst du also 407,96 / 24 = 17 € wieder ab und kommst auf 25,95 € monatlich für DSL 50/20. Für den FTTH 150/75 gibt es 419,96 € zurück, macht dann 17,50 € Rabatt auf den Listenpreis und ergibt 27,45 € Monatsentgelt. Da kannst du jetzt auf telekom.de gehen und das im Webshop genau so buchen. Gehst du zu Vermittlern, wird es noch weniger.

    IN liegt da mit dem kleinsten Produkt mal eben 100 % drüber. Das kauft keiner, wenn er nicht ganz dringend muss.

  • Am Beispielgebiet sind die Unterschiede demnach signifikant.

    Weil die den Loewenanteil, den Tiefbau ausklammern:

    Zitat

    Das Einsparungspotential bei PON pro Gebäude von ca. 50 % (siehe Tabelle 8) erscheint auf den ersten Blick recht hoch. Die Vermutung liegt nahe, dass sich dieser Kostenvorteil von PON bei der Berücksichtigung der Tiefbaukosten reduzieren wird

    In der Tat... Tiefbau macht ueber den Daumen >= 75% der Ausbaukosten auf...

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  • Die 10% Unterschied für den Ausbau erscheinen mir durchaus realistisch. Wenn der Graben am Straßenrand mal ausgehoben ist, spielen die Anzahl der Kabelrohre und darin enthaltenen Fasern preislich keine große Rolle mehr.

    Allerdings sind die Betriebskosten in meinen Augen das Entscheidende. Da spielt eine passive Technologie wie GPON, XGS-PON und Nachfolger ihre Vorteile (weniger Strombedarf/Teilnehmer und leichte Erweiterung, vor allem Inhouse) aus.

  • Weil die den Loewenanteil, den Tiefbau ausklammern:

    Das habe ich auch gelesen und bin über die Höhe der Einsparung erstaunt.

    Noch signifikanter sind die Einsparungen bei den Energiekosten, die hätte ich ebenfalls nicht so hoch eingeschätzt.

    Damit dürfte unabhängig von deinem zweiten Punkt klar sein, dass es weltweit keinen Endkundenmarkt für aktive Netze mehr gibt, respektive geben wird. Ist zwar etwas schade, da AON für den Kunden einfacher zu handhaben ist, aber gut verschmerzbar.

  • Sofern die Studie repräsentativ für D ist, deutet dies zumindest die Marschrichtung an: Weg vom Ausbau von AON-Topologien, hin zu GPON.

    Unter diesem Hintergrund wird nun auch verständlich(er), dass Deutsche Glasfaser den Ausbau in Richtung Mini-/Mikro-PoPs verschiebt und nicht mehr, wie bei mir, das GPON-Netz in AON-Topologie baut. Hierbei sind die optischen Splitter erst im PoP zu finden und nicht bereits in den Distribution Points (wie beispielsweise bei Deutscher Telekom).

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  • Sofern die Studie repräsentativ für D ist, deutet dies zumindest die Marschrichtung an: Weg vom Ausbau von AON-Topologien, hin zu GPON.

    Was aber Probleme gibt, wenn man an symetrische Übertragungsraten will. PON sind doch eher für die überwiegend konsumierenden Anschlüsse gedacht und weniger für den gleichmäßig bidirektionalen Datenaustausch.

  • Am Ende geht es darum, mit dem Netz Gewinn zu machen. Passive Netze erlauben den Rauswurf von Wettbewerb auf der dunklen Faser und gleichzeitig niedrigere Netzkosten.

    Für den Endkunden ergibt sich dabei kein (Preis-)Vorteil. Weshalb diese sich ja auch regelmäßig die Frage stellen, ob und warum sie die Produkte überhaupt brauchen.

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  • Passive Netze erlauben den Rauswurf von Wettbewerb

    Bitte in der Studie nachlesen. Auch in PON lässt sich Faserzugriff realisieren.

    Als möglicher Netzbetreiber/ISP wüsste ich aber nicht, ob das sinnvoll ist. Da scheint mir ein L2BSA deutlich einfacher und günstiger realisierbar zu sein.

  • Da es keine gesetzliche Regulierung für Glasfasernetzt bis zum Teilnehmer (FTTH) gibt, erübrigt sich alle Diskussion hierüber.

    Bei der CuDA ist es anders, da hier Deutsche Telekom das bestehende Netz zugesprochen bekommen und damit als Monopolist die Hände auf der Infrastruktur hat.

    Man wird in der Zukunft sehen, wie sich der FTTH-Markt in D entwickelt. Zumindest hat sich die Bundesnetzagentur die Möglichkeit zur Regulierung offen gehalten. Zunächst und aktuell wird jedoch darauf verzichtet.

    Ob man etwas braucht oder nicht, ist immer die Frage eines individuellen Bedürfnisses. Wir haben einen FTTH-Ansvhluss gebraucht, um unsere Bedürfnisse zu decken. Der Nachbar (Künstler) ist mit seinem 16 Mbps ADSL Anschluss zufrieden, es sei ihm gegönnt.

  • Dann ist XGS-PON (10 Gbps symmetrisches PON) für dich kein Standard? Jetzt lassen wir mal die Diskussion, ob 10 oder 8,x Gbps. Wichtig ist das "S".

    Und die nächste Generation mit 50G symmetrisch ist auch bereits in der praktischen Erprobung, natürlich nicht in Deutschland.

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  • Bitte in der Studie nachlesen. Auch in PON lässt sich Faserzugriff realisieren.

    Auf welche Faser soll da wo zugegriffen werden?

    Ich wollte nur erwähnt haben, dass der PON-Kostenvorteil nicht beim Endkunden ankommt, sondern nur die Marge des Unternehmens erhöht. Deshalb hat sich diese Technik durchgesetzt.

    Die Studie hat meines Erachtens eine dramatische Schwachstelle: Sie ignoriert Wartungs- und Service-Kosten komplett. Das ist ein erheblicher Kostennachteil von PON.

    Die fallen ja im Privatkundengeschäft nicht an. Wenn es ein Problem gibt, fallen die Anschlüsse halt für ein paar Monate aus. Das stört keinen in DE, denn Glasfaserinternet ist ein reiner Luxusdienst. Zur "erschwinglichen Grundversorgung" ist laut Bundesnetzagentur Star Link bestimmt.

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  • Sie ignoriert Wartungs- und Service-Kosten komplett

    Das stand ja auch nicht im Fokus. Tiefbau ja auch nicht.

    Da diese Kalkulation bei den Anbietern natürlich gemacht wird, überwiegen weiterhin die Vorteile, sonst hätte sich AON behaupten können. Wird aber aus dem Markt gedrängt.

  • Damit dürfte unabhängig von deinem zweiten Punkt klar sein, dass es weltweit keinen Endkundenmarkt für aktive Netze mehr gibt, respektive geben wird. Ist zwar etwas schade, da AON für den Kunden einfacher zu handhaben ist, aber gut verschmerzbar.

    Wuerde das nicht so ernst nehmen... je nach dem wie man den Stromverbrauch berechnet, ist AON sogar guenstiger als PON... und die Stromkosten machen nur einen kleinen Teil der Betriebskosten aus...

    Was das Ostalb-Gutachten angeht, das ist IMHO klar als Pro-PtMP Gutachten in AUftrag gegeben worden, und halt auch so geliefert worden. Das macht das Gutachten nicht schlecht, oder unehrlich, aber halt auch nicht vollstaendig objektiv.

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  • Bitte in der Studie nachlesen. Auch in PON lässt sich Faserzugriff realisieren.

    Theoretisch sicherlich, aber WDM durch unterschiedliche Betreiber im selben PON-Baum ist IMHO im Massenmarkt ein komplett unrealistisches Szenario. Wie gesagt, diese Studie hatte IMHO den Auftrag PON/PtMP als Sieger da stehen zu lassen... das nehme ich persoenlich nicht zu ernst.

  • Und die nächste Generation mit 50G symmetrisch ist auch bereits in der praktischen Erprobung, natürlich nicht in Deutschland.

    25G und 50G sind in Feld-Tests, Early-Bird-Deployment, 100G wird entwickelt. Und ich wette z.B. zumindest die Telekom hat das alles bereits in ihren Testlabors...