Erfahrungen mit OpenInfra und Internetnord

  • Phino ich verwechsel das hier nicht.

    Ich bezog mich auf VDSL Anschlüsse im letzten Beispiel um es nicht unnötig kompliziert zumachen.

    Wir können das Beispiel aber gerne auch mit Glasfaser machen. Wechsel ich von Telekom zu Vodafone gebe ich mein Glasfaser Modem 2 oder mein Miet Router ab und bekomme ein neues Gerät von Vodafone. Der Infrastruktur Anbieter beläst bei Privatkunden Tarifen selten Aktive Technik Vorort das ist bei GK gerne mal anders.

    Wie schon gesagt das CES HES Gerät gehört hier scheinbar immer OI. Wenn ich bei der Telekom nicht mehr bin sondern bei VF ist bei mir zuhause nichts mehr von der Telekom außer die Passive Infra. Und sollte der OpenAccess Glasfaser Entwurf so kommen wie die Telekom ihn Kritisiert. Wäre genau das, dass der CES HES von OI immer bleibt kein OpenAccess mehr laut Regelung. Wir warten also wie schon gesagt ab, da wir beide eh nicht entscheiden was am Ende OpenAccess Glasfaser in Zukunft bedeutet.

    Gruß Mike

    Bei VDSL hat der Netzbetreiber nie ein Modem gestellt. Warum? Weil die DSL-Technik immer dieselbe ist und eine Identifizierung über die Einwahl (PPPoE) erfolgte. Der Standard ist, dass ein DSL-Modem im Router verbaut ist. Es gibt aber auch einzelne DSL-Modem (Vigor 165...), dies kommen aber eigentlich nur im professionellen Bereich zum Einsatz.

    Bei Kabelanschlüssen sieht es schon wieder anders aus. Hier wird grundsätzlich ein Modem oder Modem/Router vom Netzbetreiber gestellt. Hintergrund: Es handelt sich um eine Sharemedium. Dies bedeutet, dass auf jeder Leitung eines Hauses alle Daten aller Beteiligter fließen und anhand der MAC des Modems, der den dir zustehende Datenstrom herausgefiltert und du nicht in den der anderen schauen kannst.

    Bei Glasfaseranschlüssen gibt es verschiedene Übertragungstechnologie.
    So nutzen die Telekom (fast immer), VF, DG, 1&1, DNS:NET, aber auch die meisten anderen die Technik GPON.
    GPON funktioniert wie Kabelanschlüsse, es sind auf einer Faser die Datenströme von bis zu 32/64 Teilnehmer. Die Identifizierung des Teilnehmers und die entsprechende Verschlüsselung erfolgt anhand der Modem-ID des ONT. Es muss also dafür gesorgt werden, dass der Netzbetreiber in seiner Infrastruktur die Modem-ID hinterlegt ist, sonst gibt es keine Verbindung. Außerdem können die GF-Netze auch unterschiedliche technische Eckdaten haben (Übertragung der Lichtfrequenz, GPON oder XGS-PON). Die passiert am einfachsten mit dem Versenden des netzbetreibereigenen ONT.
    Dies ist der Grund, warum bei GPON-Netze immer der ONT getauscht wird, weil es zu fehlerträchtig wären auch noch die Modem-ID von einem zum anderen Netzbetreiber zu übertragen. Hier müsste der Verbraucher tätig werden. So gibt es unterschiedliche Schreibweisen(Hex/ASCI) und die ID kann 12 oder 16-stellig sein. Der Supportaufwand würde extrem steigen und Geld kosten.
    Bei der Technologie AON, die z. B. OI nutzt, ist es viel einfacher.

    Hier hat jeder Teilnehmer aus dem PoP eine einzelne Faser und wird darüber identifiziert. An die Glasfaser wird nur ein einfacher Medienwandler gesetzt. Dieser muss nur gewechselt werden, wenn er kaputtgeht oder er aufgrund der technologischen Entwicklung überholt ist. Dabei ist es dann ganz egal, wer der Netzbetreiber ist oder wird.

    AON ist die deutlich teurer Technik für den Netzbetreiber in der Aufbauphase und stromintensiver im Betrieb.
    Der große Vorteil von AON ist, dass sich Teilnehmer die verfügbare Bandbreite nicht teilen – anders als bei passiven Glasfasernetzwerken GPON. Auf einer GPON-Leitung teilen sich 32/64 Teilnehmer 10 GB download und 2,5 GB upload. Bei AON stehen hier bis 10 GB/sec die Übertragung als synchron zur Verfügung pro Teilnehmer.

    Daraus ergibt sich, warum die Netzbetreiber mit GPON-Netzen immer den ONT (z.B. Glasfaser Modem 2) tauschen werden, was bei einem AON-Netz nicht notwendig ist.

    Ein Grund ist wohl auch, dass es sich aus Kostengründen ein Tausch des Medienwandlers nicht lohnt. Für mich als Endkunde kostet ein SPF-GPON-Modul ab 45 €, ein SFP-AON-Modul ca. 15 €. Dies wird für die Provider-Geräte ähnlich sein.

    Was mit dem Router passiert, ist dabei völlig belanglos. ;)

    Unter dem Begriff Open Access wird im Allgemeinen verstanden, dass ein Netzbetreiber verschiedene ISP ermöglicht, verschiedene Dienstleistungen über sein Netz anzubieten, noch ein Grund, dass der Medienwandler von OI nicht getauscht wird. Diese Dienstleistungen erfolgen in einer höheren Netzwerkschicht und haben mit der Netzwerkstruktur nichts zu tun.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (14. Juli 2023 um 10:24)

  • Und sollte der OpenAccess Glasfaser Entwurf so kommen wie die Telekom ihn Kritisiert.

    Welcher Entwurf? Hast Du eine Quelle?

    Aktuell ist "Open Access" nicht mehr als eine Absichtserklärung der Glasfaserinfrastrukturanbieter Diensteanbieter auf die Faser zu lassen. Freilich zu den Konditionen, die der Infrastrukturanbieter vorschreibt. Da es nicht absehbar ist, wann und ob überhaupt die BNetzA den Glasfasermarkt zu regulieren gedenkt, ist "Open Access" nicht mehr als ein Marketigwort im Bullshit Bingo.

    Der einzige Anbieter, der das in D wirklich realisiert ist OpenInfra und jeder kann sich glücklich schätzen an dieser Infrastruktur angeschlossen zu sein und zwischen den Diensteanbietern (Internetaccess, Telefonie) frei und beliebig wählen zu können.

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  • Welcher Entwurf? Hast Du eine Quelle?

    Aktuell ist "Open Access" nicht mehr als eine Absichtserklärung der Glasfaserinfrastrukturanbieter Diensteanbieter auf die Faser zu lassen. Freilich zu den Konditionen, die der Infrastrukturanbieter vorschreibt. Da es nicht absehbar ist, wann und ob überhaupt die BNetzA den Glasfasermarkt zu regulieren gedenkt, ist "Open Access" nicht mehr als ein Marketigwort im Bullshit Bingo.

    Der einzige Anbieter, der das in D wirklich realisiert ist OpenInfra und jeder kann sich glücklich schätzen an dieser Infrastruktur angeschlossen zu sein und zwischen den Diensteanbietern (Internetaccess, Telefonie) frei und beliebig wählen zu können.

    Westenergie Breitband/EON auch.

  • Bei VDSL hat der Netzbetreiber nie ein Modem gestellt. Warum? Weil die DSL-Technik immer dieselbe ist und eine Identifizierung über die Einwahl (PPPoE) erfolgte.

    Das marktmächtige Unternehmen Deutsche Telekom hat diese Vorgehensweise als Ex-Monopolist zum Standard erhoben und damit kam keiner der Mitbewerber an der DTAG vorbei. Wie war das noch mit der "letzten Meile"?

    Hier wird grundsätzlich ein Modem oder Modem/Router vom Netzbetreiber gestellt.

    Und hier greift endlich und glücklicherweise das im Dezember 2021 rechtswirksam gewordenen TKG an, das den Providern verbietet bestimmte Endgeräte zu verlangen. Lediglich ein Angebot Providerendgeräte zur Verfügung zu stellen, ohne Verpflichtung diese zu nutzen, ist statthaft. Der Netzabschlusspunkt ist passiv, sprich: hierfür wird kein Stromanschluss benötigt. Ein ONT/Router/Modem - gleich ob VDSL, Kabel, FTTH - benötigt immer einen Stromanschluss und ist daher ein Endgerät.

    Im vorliegenden Fall ist die CES HES... Hardware eine Kombination aus HÜP (der als Netzbestandteil unter Hoheit des Providers steht, da dieser passiv ist) und ONT. Den ONT kann und darf ich ablehnen. Aus rein praktischen Gründen des Schutzes vor Beschädigung und Verschmutzung der Stecker bzw. Faser sollte der aktive Anteil an dem Ort erbleiben wo er ist. Es besteht jedoch die Möglichkeit an dem HÜP-Anteil ein anderes Endgerät mittels Steckverbindung anzuschließen.

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  • Das passt nicht, da sind Westenergie und EON fest verbandelt. Einfach schon daran zu sehen, wenn du bei Westenergie auf Internet/Störungen im Footer klickst, landest du immer bei E.ON

    Was soll daran nicht passen ? EON ist der Mutterkonzern, Westenergie Breitband betreibt den FTTH-Ausbau und die bestehenden DSL-Netze.

  • Und hier greift endlich und glücklicherweise das im Dezember 2021 rechtswirksam gewordenen TKG an, das den Providern verbietet bestimmte Endgeräte zu verlangen. Lediglich ein Angebot Providerendgeräte zur Verfügung zu stellen, ohne Verpflichtung diese zu nutzen, ist statthaft. Der Netzabschlusspunkt ist passiv, sprich: hierfür wird kein Stromanschluss benötigt. Ein ONT/Router/Modem - gleich ob VDSL, Kabel, FTTH - benötigt immer einen Stromanschluss und ist daher ein Endgerät.

    Du hast meine Ausführungen nicht im Kontext zu dem Text von mike gesetzt. Er hat sich ja gerade darüber beschwert, dass er bei jeden Wechsel des Anbieters das »Modem« tauschen müsse.
    Ich habe ihm erklärt, warum dies grundsätzlich passiert. Ich habe nie gesagt, dass es passieren muss.
    Und gerade bei GF gibt es so extrem viele Fallstricke, wie ja hier immer wieder zu lesen ist, von Mitgliedern die überhaupt bereit sind sich in die Materie einzuarbeiten. Die 100.000ende von Nutzer interessiert es so gar nicht. Sie stecken die Geräte an und es muss funktionieren, wenn nicht »Hotline«.
    Endgerätefreiheit hin oder her, wenn diese Nutzer jetzt auch noch dem neuen Betreiber die Modem-ID, die bei jeden Hersteller anders geschrieben wird, übermittel soll, ist das Chaos vorprogrammiert.

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  • Das marktmächtige Unternehmen Deutsche Telekom hat diese Vorgehensweise als Ex-Monopolist zum Standard erhoben und damit kam keiner der Mitbewerber an der DTAG vorbei. Wie war das noch mit der "letzten Meile"?

    Gerade bei DSL gibt es die letzte Meile und dass Provider ihre eigene Technik einsetzen.
    Bei uns hat DNS:NET komplett die letzte Meile übernommen und versorgt sie aus dem eigen Glasfaser-Netz.

  • Endgerätefreiheit hin oder her, wenn diese Nutzer jetzt auch noch dem neuen Betreiber die Modem-ID, die bei jeden Hersteller anders geschrieben wird, übermittel soll, ist das Chaos vorprogrammiert.

    Die ITU-T sieht nun einmal die Authentifizierung via ID als eine der Möglichkeiten vor und viele Ausrüster, die nicht nur Equipment in D verkaufen, haben das als den Standard implementiert. Da beisst die Maus keinen Faden ab.

    Was mich allerdings ärgerlich macht, ist das keine kundenfreundliche Provisionierung des kundeneigenen Endgerätes im Gf-Umfeld möglich ist. Hier ist die Telekom der Klassenprimus und immerhin gibt es bei Deutsche Glasfaser im Kundenportal die Möglichkeit den ONT zu deprovisionieren, wenn man eine 5530 oder 5590 direkt an der Faser nutzen/provisionieren möchte. Warum jedoch die Beschränkung auf lediglich zwei Router und nicht einen anderen ONT, beispielsweise den von der Telekom?

    Hat denn jemand der Mitleser schon einmal (erfolgreich) ein anderes Endgerät als eine Glasfaser-FRITZ!Box in dem DG Kundenportal provisionieren können und nicht nur lediglich eine geclonte Hardware angeschlossen?

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  • Du hast auf die Ausführungen von HubeBube zu OpenAccess geantwortet.
    Die haben kein OpenAccess und werben auch nicht damit.

    Das ist jetzt zwar alles OT, aber das stimmt nicht.

    Westenergie Breitband FTTH Netze sind OpenAccess, und es gibt bereits mehrere Anbieter auf den Leitungen, siehe https://eon-highspeed.com/faqs/

    Hier stehen ein paar Partner: https://www.westconnect.de/partner/

    eifel-dsl lässt sich auch bei EON/Westconnect Anschlüssen buchen.

    Ich würde mir das ja nicht aus den Fingern saugen, wenn ich es nicht genau wüsste.

  • Aktuell ist "Open Access" nicht mehr als eine Absichtserklärung der Glasfaserinfrastrukturanbieter Diensteanbieter auf die Faser zu lassen.

    Genau das ist es leider nicht.

    Andere Diensteanbieter auf die Faser zu lassen wollen sie genau verhindern.

    Aktuell ist Open-Access BitStream

    Ich als Infrastrukturbetreiber verkaufe euch ein Layer2/3 Produkt als WhiteLabel das ihr dann unter eurem Namen an eure Endkunden weiterverkaufen könnt.

    Ich der Infrastrukturbetreiber bestimme die Hardware Plattform, die Geschwindigkeit und den Minimalen Preis.

    Andere ISP sind reine Wiederverkäufer meiner Produkte und keine Konkurrenten.

    Wenn ich ihnen nur z.b. max GPON 1000/200 für 50€ verkaufe, kann kein ISP egal wie viele es auch sein mögen 1000/1000mbit für 40€ verkaufen.

    Weil ICH als Infrastrukturbetreiber weder das Produkt verkaufe noch den Preis ermögliche.

    Bei Layer1 Access wäre dies aber ohne weiteres möglich.

  • Ich hätte evtl. ergänzen sollen, das dies nicht im juristischen Sinne gemeint ist, sondern volkstümelnd. Bei letzterem ist die Bedeutung der Begrifflichkeit "Absichtserklärung" negativ besezt. Etwa in dem Sinne von ein Vorhaben anzudeuten, ohne es jemals enrnsthaft zu realisieren.

    Allerdings geht das doch wohl aus dem Kontext der folgenden Sätze hervor oder etwa nicht?

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  • Das ist jetzt zwar alles OT, aber das stimmt nicht.

    Westenergie Breitband FTTH Netze sind OpenAccess, und es gibt bereits mehrere Anbieter auf den Leitungen, siehe https://eon-highspeed.com/faqs/

    Hier stehen ein paar Partner: https://www.westconnect.de/partner/

    eifel-dsl lässt sich auch bei EON/Westconnect Anschlüssen buchen.

    Ich würde mir das ja nicht aus den Fingern saugen, wenn ich es nicht genau wüsste.

    Da hast du vollkommen recht.
    Ich sitze vor einem Monitor vom 2560 Auflösung und das Menü schafft es nicht den Tab "Partner" mir zu präsentieren. Rechts rausgeschoben und nicht umgebrochen. Ich hatte sonst gesucht und nichts gefunden zu dem Thema. :(
    Ich habe auch keine technischen Dokumente bei https://www.westconnect.de gefunden, dass man sie bei e.on suchen muss, darauf bin ich nicht darauf gekommen.
    Was dann aber weiterhin verblüffend ist, dass man beim Melden einer Störung immer bei e.on landet.

  • Keine PPPoE-Authentifizierung?

    Jaein. In Bereichen wo sie schon lange DSL-Angeboten hatten natürlich PPPoE, auch in Netzen (Neubauviertel in Falkensee) in dem sie das Gebiet erschlossen haben per Koaxial-Kabel und nicht die Telekom. Wir, nur in unserer Straße, hatten auf Kupfer DHCP. Jetzt haben wir wie alle PPPoE bei Glasfaser mit dieser Kennung: dsl123456@dnsnet. Alte Zöpfe schneidet man nicht einfach so ab. ;)
    Ich glaube, es hängt mit ihrem Buchhaltungssystem zusammen, die Zahlenkombi ist meine Vertragsnummer. ;(

  • Genau das meinte ich mit von der Telekom als Standard erhoben. Große Teile des Auslands benutzen PPTP, in D hat die Telekom jedoch dirigiert und nun ist hier PPPoE der Standard. Das PPTP seit etlichen Jahren als unsicher und angreifbar gilt, steht auf einem anderen Blatt.

    Point-to-Point Tunneling Protocol – Wikipedia

    Das erklärt aber auch wiederum, warum beispielsweise die älteren Amazon eero Router erst spät, wenn überhaupt eine PPPoE Implementierung erhalten haben, der internationale Markt tanzt nicht nach den Regeln der DTAG.

    Um den Bogen wieder zu GF zu schlagen: Authentifizierungsmechanismen gibt es viele und wenn der marktmächtige Majorplayer auf einmal (weil der dem Glasfaserzug hinterherläuft) nicht mehr dominiert, dann herrscht Diversität.

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  • Aggregiert wird in jedem Netz. Beim AON aktiv im Switch, bei GPON ist der Name Programm. P für passiv.