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Die Zukunft des FTTH Netzes, und generelle Diskussion

  • pufferueberlauf
  • 17. Oktober 2026 um 14:39
  • pufferueberlauf
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    • 17. Oktober 2026 um 22:43
    • #41
    Zitat von BlackMage2

    es gibt Gebiete mit viel Nachfrage und Gebiete mit wenig Nachfrage,

    Na ja, die Rosinenpickerei die der Telekom vorgeworfen wird ist ja weniger Berlin statt Rosdorf, sondern, in Rosdorf nur den direkten Ortskern und nicht den ganzen Ort. Das waere beim lokalen Versorger anders. Aber ja, ohne Ausgleichsmechanismus wuerde das zu unterschiedlichen Vorleistungspreisen fuehren, aber genau das passiert bei unserem aktuellen Ausbau ja auch, nur halt aktuell mit mehr Rosinenpickerei.

  • BlackMage2
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    • 17. Oktober 2026 um 22:44
    • #42
    Zitat von pufferueberlauf

    Das ist halt besonders kacke bei uns weil wir einerseits vergoldeten Edeltiefbau wollen, andererseits beim Bau der letzten zwei Netze am falschen Ende gespart haben und auf billigere Erdkabel gesetzt haben statt mehrfachnutzbare passive Kabelverlegungsinfrastrukturen zu verlegen.

    Du hast die Ironie also auch erkannt? :)

  • pufferueberlauf
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    • 17. Oktober 2026 um 22:50
    • #43

    Nun ja, Hand aufs Herz die wenigsten anderen Laender in der EU haben in den 90ern "mal eben" ein neues Zugangsnetz fuer 15 Millionen Bewohner "aus dem Hut gezaubert"...

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  • BlackMage2
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    • 17. Oktober 2026 um 22:53
    • #44
    Zitat von pufferueberlauf

    Natuerlich haben auch die bei Null% FTTH angefangen...

    aber wesentlich früher und da waren die Kosten halt auch nicht wesentlich anders

    und die meisten anderen Zugangsnetze hatten wohl mehrfachnutzbare passive Kabelverlegungsinfrastrukturen?

    was in den 90ern mal war interessiert heute keinen mehr

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (17. Oktober 2026 um 23:01)

  • pufferueberlauf
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    • 17. Oktober 2026 um 23:08
    • #45
    Zitat von BlackMage2

    aber wesentlich früher und da waren die Kosten halt auch nicht wesentlich anders

    ??? Natuerlich waren die Kosten vor dem Inflationsschub seit Covid niedriger und die Finanzierungskosten geringen (wegen niedrigerer oder gar negativer Zinsen). Das ist im Nachhinen gesehen ein klarer Vorteil, aber hinterher ist man immer schlauer.

    Zitat von BlackMage2

    und die meisten anderen Zugangsnetze hatten wohl mehrfachnutzbare passive Kabelverlegungsinfrastrukturen?

    Unklar, ich weiss das nur von Frankreich und der Schweiz, und halt ueberall da wo es noch Masten gab... ich erinnere mich noch (meine ich zumindest) als Kind in der Kleinstadt, da kam der Strom oft noch vom Mast und ging dann am Giebel ins Haus, heute stehen da keine Masten mehr...

    Zitat von BlackMage2

    was in den 90ern mal war interessiert heute keinen mehr

    Sollte aber, weil das ein Teil der Vorgeschichte ist der mMn. mit erklaert warum der FTTH-Ausbau in D erst spaeter losging als in anderen Laendern (aber das ist nur ein Teil der Geschichte).

  • BlackMage2
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    • 17. Oktober 2026 um 23:25
    • #46
    Zitat von pufferueberlauf

    Sollte aber, weil das ein Teil der Vorgeschichte ist der mMn. mit erklaert warum der FTTH-Ausbau in D erst spaeter losging als in anderen Laendern (aber das ist nur ein Teil der Geschichte).

    meines Erachtens war das einfach falscher Stolz(man wollte nicht eingestehen das die DSL-TK Infrastruktur veraltet ist) und hat es einfach immer weiter aufgeschoben und ist währenddessen bei der Vereinheitlichung beim Glasfasermarkt steckengeblieben

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  • mbo77
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    • 17. Oktober 2026 um 23:45
    • #47

    Die Telekom hat zu sehr ähnlichen Zeiten wie in Europa 2011 mit dem Glasfaserausbau angefangen.

    Auf Basis der Erfahrung in den Pilotstädten und privatwirtschaftlicher Erwägungen gab es dann aber einen Kurswechsel. Mit dem gleichen Euro hat man sehr viel mehr Haushalte auf 100 - 250 Mbps bringen können, weil FTTC je Anschluss erheblich günstiger ist. Um mehrere Faktoren günstiger.

    Insbesondere CDU und FDP haben gezielt auf die Privatwirtschaft gesetzt. Dann darf man sich nicht beschweren, wenn ein absolutes Schwergewicht wie Vodafone nach seinen eigenen Interessen handelt.

  • HubeBube
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    • 18. Oktober 2026 um 00:24
    • #48
    Zitat von pufferueberlauf

    Umstellung "analoger" papier-lastiger Prozess in digitale(re weniger papier-lastige) Prozesse, nicht mehr und nicht weniger.

    Da fallen mir gerade die Worte von Linus Neumann von vor ein paar Wochen ein: "Digitale Transformation bedeutet keinesfalls die Umwandlung eines Papierformulares in ein PDF."

    Es krankt in meinen Augen in D daran, dass eine ordnende (keine diktatorische!) Hand verbindliche Schnittstellen vorgibt. Soll doch jedes Bundesland seinen eigenen Softwarestack betreiben, für den verpflichtenden Datenaustausch bundesweit sind die Schnittstellenbeschreibungen einzuhalten.

    Denke ich an 2020 zurück, durften, aus Datenschutzgründen, die Gesundheitsämter nicht die Daten der Meldeämter einsehen. Die Notwendigkeit hierfür war die besonders gefährdete Personengruppe ab 60 Jahren vorrangig eine Coronaimpfung zukommen zu lassen. Datenschutz vor Menschenleben, so kann es ja nicht gewollt sein. Mit Aufwändigen statistischen Methoden wurde dann das Alter anhand des Vornamens geschätzt/ermittelt. So hat dann der zweijährige Rudolf die Einladung zur Impfung erhalten...

    In Österreich gibt es beispielsweise eine Art Clearingstelle, die für den sicheren und "datenminimalistischen" Austausch zwischen Berechtigten sorgt. Kleines Land und deutlich weniger Einwohner als in D. Das EUID-Wallet hat man dort auch bereits seit Dezember 2023 im Produktivbetrieb. Mal sehen, was aus unserem d-you wird.

    Über dessen Namen habe ich lange gerätselt. Im angloamerikanischen Sprachraum wird EUID vereinfacht wie der Vorname in einem Songtitel der Beatles ausgesprochen. Man hat hierzulande dann die beiden Silben vertauscht, Jude wollte man wohl nicht?

    Die GDPR ist auch nur deshalb fast unverändert in nationales Recht (als DSGVO) überführt worden, weil D die dazu notwendigen Frist nicht eingehalten hat. Eigentlich war dieser Mechanismus wegen der Kurzlebigkeit italienischer Regierungen eingeführt worden: die waren nie so lange regierungsfähig, dass Rechtsverordnungen umgesetzt werden konnten. Btw. die Regierung Meloni hat diesbezüglich einen Zeitrekord aufgestellt: 4 Jahre regierungsfähig.

    Ja, man kann viel beklagen und bejammern, das ist wohl symptomatisch für die Deutschen. Dennoch wollte ich in keinem anderen Land der Welt leben. Noch nicht und ich hoffe, das es auch niemals hierzu kommt.

  • pufferueberlauf
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    • 18. Oktober 2026 um 08:33
    • #49
    Zitat von HubeBube

    Da fallen mir gerade die Worte von Linus Neumann von vor ein paar Wochen ein: "Digitale Transformation bedeutet keinesfalls die Umwandlung eines Papierformulares in ein PDF."

    Zumindest nutzt der einen etwas anderen Begriff als Digitalisierung... aber auch das schwingt mit, dass er sich da ein grosses Reformpacket vorstellt, ueber das es im Detail keinen Konsens geben duerfte.

    Aber auch da sehe ich scheitern voraus...

    Das heisst nicht, dass eine Hinterfragung so mancher Prozesse nicht sinnvoll waere, Du hast ja gute Brispiele gebracht.

    Die sollte man mMn. aber Stueck fuer Stueck angehen, dann hat man die Chance auch mal "zu gewinnen". Wenn man alles in ein grosses ueberfrachtetes Reformprojekt steckt, sehe ich nicht wie man davon genug umsetzen koennen wird um am Ende das Gefuehl zu haben nicht gescheitert zu sein.

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  • HubeBube
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    • 18. Oktober 2026 um 09:21
    • #50
    Zitat von pufferueberlauf

    Die sollte man mMn. aber Stueck fuer Stueck angehen, dann hat man die Chance auch mal "zu gewinnen". Wenn man alles in ein grosses ueberfrachtetes Reformprojekt steckt, sehe ich nicht wie man davon genug umsetzen koennen wird um am Ende das Gefuehl zu haben nicht gescheitert zu sein.

    Das sind aber doch alles keine neuen Erkenntnisse!

    Es ist eher klassisches Projektmanagement, leider jedoch im politischen Umfeld. Dazu kann ich sagen, dass dort gerne Projekte für die eigene, politische Karriere gestartet werden. Lediglich vordergründig zum Nutzen der Partei/Behörde/NGO. Großprojekte in diesem Umfeld können daher meiner Meinung nach gar nicht erfolgreich sein.

    Erfolgsversprechender erscheint mir daher die Aufteilung in kleinere und eigenständige Projekte (keine Teil-/Unterprojekte!), deren Ergebnise jedoch miteinander gekoppelt werden. Freilich ist das höherer Koordinierungsaufwand, ich erinnere jedoch an die "Unix-Philosophie": tue nur eine Sache, diese jedoch gut.

    Zu kleinteilig darf natürlich auch nicht geplant sein, das versteht sich von selbst. Leider neigt der Deutsche auch hierzu. Ich erinnere an die Einführung des Katalysators bei Kfz in D. Der Gesetzgeber, unter Einflussnahme der Lobbyisten, hat zwingend den geregelten 3-Wege-Katalysator zur Erreichung der Grenzwerte vorgeschrieben. Wie vielfältig wären wohl die Lösungen gewesen, wenn lediglich die Grenzwerte vorgeschrieben worden wären und nicht die Technik zur Erreichung dieser? Ich glaube an die Innovationskraft in D, man muss sie nur zulassen.

    Aber warum schreibe ich so viel, in dieser Sache gehen unsere Meinungen nicht auseinander.

  • BlackMage2
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    • 18. Oktober 2026 um 10:51
    • #51
    Zitat von HubeBube

    Da fallen mir gerade die Worte von Linus Neumann von vor ein paar Wochen ein: "Digitale Transformation bedeutet keinesfalls die Umwandlung eines Papierformulares in ein PDF."

    Das wäre ja wohl auch ein totaler Skandal im Bundesbezirk! :P

    aber gibt ja aktuell nicht mal ein einfaches Verfahren was auch digital rechtssicher ist.

    das ist auch unter anderem darauf zurückzuführen das der Ursprungsgesetzestext immer nur verändert und nicht wirklich neu aufgelegt wurde.

  • pufferueberlauf
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    • 18. Oktober 2026 um 13:20
    • #52
    Zitat von BlackMage2

    meines Erachtens war das einfach falscher Stolz(man wollte nicht eingestehen das die DSL-TK Infrastruktur veraltet ist) und hat es einfach immer weiter aufgeschoben

    Jain, die selbe Geschichte wid beim G->XGS Uebergang, aktive Technik wird ein ISP mindestens so lange betreiben wollen, bis sie sich bezahlt gemacht hat, idealerweise noch etwas laenger...

    Zitat von BlackMage2

    und ist währenddessen bei der Vereinheitlichung beim Glasfasermarkt steckengeblieben

    Unklar was Dj hief meinst?

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  • BlackMage2
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    • 18. Oktober 2026 um 13:39
    • #53
    Zitat von pufferueberlauf

    Jain, die selbe Geschichte wid beim G->XGS Uebergang, aktive Technik wird ein ISP mindestens so lange betreiben wollen, bis sie sich bezahlt gemacht hat, idealerweise noch etwas laenger...

    Unklar was Dj hief meinst?

    in unterschiedlichen Regionen ist der Glasfaserpreis sehr unterschiedlich. Das ist sehr individuell, bei GPON und XGS-PON ist der Preis ja sehr einheitlich, aber bei AON unterscheiden sich die Preise stark.

    mit der gegebenen Nachfrage dürfte in den wenigsten Regionen GPON auf XGS-PON geupgradet werden, aber es wird aufjedenfall irgendwann kommen

    naja es ist schwierig alle Glasfaserausbauten "über einen Kamm zu scheren", AON eignet sich vorallem für kleinere Gebiete bei geringer Dichte weil da bei jedem Anschluss die komplette Bandbreite zur Verfügung steht, aber dafür sind die Ausbaukosten auch höher weil da gesamt mehr Leitungen verlegt werden müssen

    einige Bauweisen bzw. Zugangstechniken sind halt teurer im Bau oder im Betrieb

    Deswegen ist es auch so schwierig da einen einheitlichen Preis festzulegen

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (18. Oktober 2026 um 13:45)

  • pufferueberlauf
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    • 18. Oktober 2026 um 13:54
    • #54
    Zitat von BlackMage2

    in unterschiedlichen Regionen ist der Glasfaserpreis sehr unterschiedlich.

    Haengt halt auch von den lokalen Ausbaukosten ab...

    Zitat von BlackMage2

    Das ist sehr individuell, bei GPON und XGS-PON ist der Preis ja sehr einheitlich, aber bei AON unterscheiden sich die Preise stark.

    Wo wird denn grossartig AON im Massenmarkt angeboten?

    Zitat von BlackMage2

    mit der gegebenen Nachfrage dürfte in den wenigsten Regionen GPON auf XGS-PON geupgradet werden, aber es wird aufjedenfall irgendwann kommen

    Vermutlich werden wohl die meisten GPON Netze mittelfristig die aktive Technik ertuechtigen und aktuell ist xgspon wohl die Technik der Wahl fuer den Messenmarkt. Haengt halt auch vom Timing ab, so ist eine Ertuechtigung in den naechsten 5 Jahren vermutlich xgs, aber keine Ahnung was in 10 Jahren sein wird.

    Zitat von BlackMage2

    naja es ist schwierig alle Glasfaserausbauten "über einen Kamm zu scheren",

    Genau, nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Kosten...

    Zitat von BlackMage2

    AON eignet sich vorallem für kleinere Gebiete weil da bei jedem Anschluss die komplette Bandbreite zur Verfügung steht, aber dafür sind die Ausbaukosten auch höher weil da gesamt mehr Leitungen verlegt werden müssen

    Hatten wir schon mehrfsch besprochen, fuer ausbauende ISPs ist P2MP das attraktivere Paket...

    Zitat von BlackMage2

    einige Bauweisen bzw. Zugangstechniken sind halt teurer im Bau oder im Betrieb

    Ja, aber es ist mMn. ein Fehler P2P mit AON gleichzusetzen...

    Zitat von BlackMage2

    Deswegen ist es auch so schwierig da einen einheitlichen Preis festzulegen

    Ist halt ein Mischkalkulationsproblem... das jeder ISP individuell loest, es gibt ja keine Einheitspreise fuer alle ISP.

  • BlackMage2
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    • 18. Oktober 2026 um 14:08
    • #55
    Zitat von pufferueberlauf

    Wo wird denn grossartig AON im Massenmarkt angeboten?

    im Massenmarkt gar nicht. nur bei regionalen Netzen lokal.

    Zitat von pufferueberlauf

    Ja, aber es ist mMn. ein Fehler P2P mit AON gleichzusetzen...

    aber irgendwo muss man das zusammenfassen um eine einheitlichen Preis festzulegen, der alle Kosten mit einkalkuliert und trotzdem deckend ist

    Zitat von pufferueberlauf

    Ist halt ein Mischkalkulationsproblem... das jeder ISP individuell loest, es gibt ja keine Einheitspreise fuer alle ISP.

    wie gesagt, das ist das Problem

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  • BlackMage2
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    • 18. Oktober 2026 um 14:15
    • #56
    Zitat von pufferueberlauf

    Hatten wir schon mehrfsch besprochen, fuer ausbauende ISPs ist P2MP das attraktivere Paket...

    wieso ist P2MP attraktiver für ISPs? ich denke nicht das die Anbieter glücklich darüber sind das sie sich nur virtuell einmieten können. die sind an die Hardware gebunden die der Netzbetreiber zur Verfügung stellt

    bei P2P könnte der ISP ja einfach die dedizierte Faser direkt zum Kunden leiten

    klar P2MP ist das günstigste für den Netzbetreiber, aber da wird die physikalische Faser ja auch einfach nur geteilt

  • pufferueberlauf
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    • 18. Oktober 2026 um 14:48
    • #57
    Zitat von BlackMage2

    aber irgendwo muss man das zusammenfassen um eine einheitlichen Preis festzulegen, der alle Kosten mit einkalkuliert und trotzdem deckend ist

    Warum? Es wird kein Einheitsnetz mit Einheitspreis geben, zumindest nicht ausserhalb individueller ISP Netze. Da isg nichts festzulegrn, Wettbewerb insbesondere Preiswettbewerb ist europaeidches Ziel fuer den TK Markt... und bei Vorleistungspreisen will dir BNetzA ja auch der unterschiedlichen Kostenstruktur unterschiedlicher Vorleister Rechnung tragen.

    Zitat von BlackMage2

    wieso ist P2MP attraktiver für ISPs?

    Muss ich das wirklich wiederholen?

    Zum einen ist es etwas billiger, weniger Faserkilometer, weniger oder kleinere PoPs. Zum Anderen gilt, eine Faser die nicht verlegt wurde muss ein ISP auch nicht dunkel an Mitbewerber vermieten muessen...d.h. der ausbauendd ISB behaelt mehr Kontrolle.

    Und da aktuell fast alle Massenmarkt-ISP auf PONs setzen passt die physische Netzstruktur auch zur Technik.

    Zitat von BlackMage2

    ich denke nicht das die Anbieter glücklich darüber sind das sie sich nur virtuell einmieten können. die sind an die Hardware gebunden die der Netzbetreiber zur Verfügung stellt

    Als Abnehmer moegen ISP P2P bevorzugen, als Ausbauer halt nicht... sonst wuerden sie das bauen, macht aber (fast?) keiner...

    Zitat von BlackMage2

    bei P2P könnte der ISP ja einfach die dedizierte Faser direkt zum Kunden leiten

    Das ist kein Geheimnis...

  • Elemir
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    • 18. Oktober 2026 um 17:10
    • #58
    Zitat von pufferueberlauf

    Als Abnehmer moegen ISP P2P bevorzugen, als Ausbauer halt nicht... sonst wuerden sie das bauen, macht aber (fast?) keiner...

    Selbst das bezweifle ich, Bitstream abzunehmen ist viel einfacher als in jedem POP bundesweit eigene Infrastruktur für vielleicht ein oder zwei Kunden pro POP bereitzustellen.

    Zitat von HubeBube

    Da fallen mir gerade die Worte von Linus Neumann von vor ein paar Wochen ein: "Digitale Transformation bedeutet keinesfalls die Umwandlung eines Papierformulares in ein PDF."

    ...

    In Österreich gibt es beispielsweise eine Art Clearingstelle, die für den sicheren und "datenminimalistischen" Austausch zwischen Berechtigten sorgt. Kleines Land und deutlich weniger Einwohner als in D. Das EUID-Wallet hat man dort auch bereits seit Dezember 2023 im Produktivbetrieb. Mal sehen, was aus unserem d-you wird.

    Das ist nur, was man "von vorne" und "von außen" sieht. Hinter den ulissen sieht es in den Digitalisierungs-Musterländern auch nicht mehr so gut aus, wie man es uns darstellen will - ich weiß nicht, wer hier das Interesse hat, immer so zu tun, als sein es woanders immer besser als hier.

    In Finnland ist alles voll durchdigitalisiert. Angeblich. Aber wehe, ich komme da als Deutscher mit meinen deutschen ePA und muss dort etwas mit den Behörden erledigen. Die Anmeldung mit deutschen ePA funktioniert wunderbar (so schlecht kann das also nicht gelöst sein, wenn ich mich damit in FI bei Behörde anmelden kann), kann den ganzen Prozess auch durchziehen, bis ganz zum Ende. Dann heißt es, das gibt es nur für finnische Einwohner. Als Ausländer solle ich bitte folgende Formulare ausfüllen und ausgefüllt einsenden. Darauf kam dann noch, dass der folgende Prozess noch nicht digitalisiert wäre und dafür jemand in das Archiv gehen müsse. Das würde etwas dauern.


    Das erzählt einem hier aber keiner, hier heißt es immer, das wäre Musterland, wo alles voll durchdigitalisiert wäre.


    Das andere Thema ist dann, dass manche Prozesse nur digital gehen, und man das manuell nicht antriggern kann. Dumm, wenn der Trigger dafür aus einer deutschen Behörde kommen muss, die das aber wegen anderer Rechtslage (nicht wegen fehlender Digitalisierung) nicht antriggern kann.

    Da waren dann die Botschaft als auch die zuständigen Ämter hiilflos.


    Soviel dazu, dass wir Schlusslicht wären. Schlusslicht ist da offensichtlich nicht immer das Schlechteste.

    Japan nutzt übrigens in der Verwaltung auch noch Fax-Geräte, die sind da digitalisierungmäßig ungefähr auf unserem Stand. Ist das jetzt auch ein schlechtes Land?

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  • pufferueberlauf
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    • 18. Oktober 2026 um 17:59
    • #59
    Zitat von Elemir

    Selbst das bezweifle ich, Bitstream abzunehmen ist viel einfacher als in jedem POP bundesweit eigene Infrastruktur für vielleicht ein oder zwei Kunden pro POP bereitzustellen.

    Na ja, das ist die Theorie hinter unserer TK Markt Privatisierung, dass Mitbewerber successive mehr und mehr Leistungen selber erbringen. Bei BSA sieht man das auch mit einem Zug hin zu L2 BSA. Das Problem mit L1 Zugang ist halt, das gibt es bei gerade mal bei einem kleinen Teil der Anschluesse/PoPs und diese Zahl wird auch nicht grossartig anwachsen... da koennte man den Markt besser organisieren wenn man denn wollte. Besser in dem Sinne, dass haerterer Wettbewerb ermoeglicht wuerde.

  • Sowieso
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    • 18. Oktober 2026 um 18:14
    • #60
    Zitat von HubeBube

    Es krankt in meinen Augen in D daran, dass eine ordnende (keine diktatorische!) Hand verbindliche Schnittstellen vorgibt. Soll doch jedes Bundesland seinen eigenen Softwarestack betreiben, für den verpflichtenden Datenaustausch bundesweit sind die Schnittstellenbeschreibungen einzuhalten.

    Stimmt, aber da gibt es mittlerweile zumindest gute Bestrebungen zur Vereinheitlichung un. Standardisierung, Stichwort Deutschlandstack und verwandte Projekte. Mal sehen was daraus wird...

    Zitat von HubeBube

    Das EUID-Wallet hat man dort auch bereits seit Dezember 2023 im Produktivbetrieb. Mal sehen, was aus unserem d-you wird.

    Genau genommen hat man dort mit "ID Austria" eine digitale Identitätsapp. Die EUDI-Wallet wurde in ihrem Funktionsumfang erst ab der "eIDAS 2.0"-Verordnung im Mai 2024 festgelegt. Dafür muss die österreichische Lösung auch erst umgebaut werden. Stand März 2026 gab es da noch Zweifel ob man das rechtzeitig schafft.

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