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Telekom Konkurrenten wollen "Fairplay-Vereinbarung" / Open Access

  • Silverio
  • 7. August 2026 um 08:16
  • pufferueberlauf
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    • 11. September 2026 um 00:19
    • #461
    Zitat von mbo77

    Keiner käme auf die Idee, abgelene Haushalte zu erschließen.

    Aber genau das war doch Dein Vorschlag, abgelegenere laendliche Gegenden per Mobilfunk zu versorgen, wie passt das damit zusammen, dass solche Gegenden auch fuer Mobilfunk unattraktiv sind und vermutlich nur mit Sub 1 GHz Frequenzen mit grossen Zellen erschlossen werden?

    Na ja, da darf jeder seine eigene Position zu haben.

    Zitat von mbo77

    Und wenn man ein bisschen die Augen offen hat, findet man viele Hinweise dass Kunden mit Mobilfunk und Satellit ausreichend versorgt sind. Das wird sich in den Zahlen sicherlich bald klarer erkennen lassen.

    Wie stellt man denn fest ob andere ausreichend versorgt sind? Wenn jemand der z.B. 1 Gbps Kabel buchen kann aber freiwillig bei DSL16 bleibt, dann bin ich gerne bereit zu akzeptieren, dass sich der Anschluss wohl mit 16 Mbps ausreichend versorgt fuehlt. Aber was mache ich mit jemand der ueber Mobilfunk am Land mit Glueck noch 10% seines Mobilfunktarifs geliefert bekommt, und damit das maximal verfuegbarf bucht?

  • Funker
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    • 11. September 2026 um 03:29
    • #462
    Zitat von mbo77

    Eure Schlussfolgerung hat den Mangel, dass ihr nicht ausreichend die fortlaufende Verbesserung der Dichte des Netzes und der Kapazität der Zellen skaliert.

    Den Bandbreitenbedarf wird sich zudem nicht im gleichen Maße entwickeln, da der bisherige Treiber "Multimedia" seine Kraft verlieren wird, da Sättigung eintritt. Magenta TV ist bereits die App im Telekom-Netz, die den meisten Traffic generiert. Das nimmt noch zu, skaliert aber nur noch begrenzt. Viele schauen bereits gar keine Fernsehprogramme mehr, sondern sind seit Jahren Netflix-Konsumschafe. Nicht, dass RTL irgendein besseres Niveau bieten würde, aber an der Stelle wurde bereits stark geschliffen.

    Die Anekdote unseres Dorfes, in dem zwei Tage lang das Gf-Netz ausgefallen ist und mein Backup einwandfrei funktioniert hat, zeigt, dass diese eine konkrete Situation ausreichend Reserven gehabt hat. Das bestätigt mich, dass es geht.

    Das ist praktisch dieselbe Diskussion wie Kabel-TV vs. geostationärer Satellit in den 1990ern. Letzterer könne das Breitbandkabel keinesfalls ersetzen, weil ja viel zu wetterabhängig hieß es. Am Ende hat sich das kabelgebundene Angebot nur als Zwangsabo über die Betriebskosten halten können.

    Was dann bei den Technikforen-Kollegen mit ihren "mission-critical" Gigabit-Glasfaseranschlüssen vergessen wird: Kaum ein Haushalt ist Geschäftskunde mit Geschäftskundenbedürfnissen: So, dann fällt MagentaTV halt mal aus, weil die Gewitterwolke da ist? Na und? Davon geht die Welt nicht unter. Und die Geschäftskunden bleiben Telekom-DSL treu, wie man ja weiß, bloß keine Experimente.

    Und in der Tat ist dann irgendwann der Deckel bei 1,x Streams pro Haushalt erreicht, weil die Anzahl der Eyeballs nicht mehr zu-, sondern abnimmt. Und schon aus wirtschaftlichem Interesse der Streaminganbieter heraus wird der Traffic dafür langfristig auch abnehmen durch Verbesserungen bei Kompressionsverfahren. Da sie die erwartbaren Fortschritte beim Thema AI-Upscaling noch nicht mal eingepreist: Warum sollte ein LEO-Netzwerk aus zehntausend Satelliten über dünn besiedelten Gebieten das nicht locker schaffen?

    Auch bei Unterhaltungssoftware, wo anders als beim Streaming ganze Blurays durchs Netz geschoben werden, ergibt sich die Sättigung beim möglichen Output der Industrie (höchstens jährlich 100 GB pro großem Produzent, in der Regel aber nur alle paar Jahre) multipliziert mit der Finanzkraft der Kunden; Die Inhalte-Kosten liegen bei 1 € pro Gigabyte, der durchschnittliche Kunde füllt die Festplatte der Konsole während der Lebensdauer etwa zur Hälfte. Deshalb ist das gegenüber Video-Streaming traffic-technisch immer noch ziemlich unbedeutend.

    Das heißt, selbst wenn jetzt also diesen Herbst mit "GTA" mal wieder ein Härtetest-Event ansteht, an dem erwartbar alle Netzbetreiber außer die Telekom scheitern werden (die Distribution auf Bluray eingestellt, es wird von erwartbaren Millionen Kunden komplett heruntergeladen), erwarte ich die Engpässe eher bei den typischerweise unterdimensionierten CDNs der Konsolenbetreiber, denn die legen diese nämlich auch nur auf die durchschnittliche Last aus, und in dicht besiedelten Gebieten bei den Endkunden-WLANs. Denn die begrenzten Kapazitäten auf 2,4 und 5 GHz bestimmen dort den Gesamtdurchsatz, die Quote der Verkabelung bis zum Endgerät wird in Technikforenkreisen typischerweise maßlos überschätzt. Nein, die meisten "PlayStations" haben immer noch kein Kabel in der LAN-Buchse. Das zur Verfügung stehende per Allgemeinverfügung zugeteilte Frequenzspektrum von 80+160+160+80 MHz wird daher vielerorts die Grenze setzen, nicht der leitungsgebundene Backhaul!

    Für die Haushalte stellt sich dann immer noch die Frage, ob sie bereit sind, viele Milliarden zu investieren, damit einmal pro Jahrzehnt ein paar von ihnen alle gleichzeitig den Download starten können. Es ist am Ende bloß Entertainment, davon bleibt der Kühlschrank nicht leer. Die Zahlungsbereitschaft ist nicht so hoch.

    Die Investorenträume gehen ja schon weiter in die Richtung, dass künftig von fast jedem Haushalt zusätzlich zum Gigabit-Anschluss und Streaming-Abos auch noch alle möglichen AI-LLM-Chatbot-Abos gebucht werden. Auch dort werden noch einige mit ihren Erwartungen auf die Nase fallen.

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    mbo77
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    • 11. September 2026 um 04:55
    • #463
    Zitat von pufferueberlauf

    abgelegenere laendliche Gegenden per Mobilfunk zu versorgen

    Ich meine natürlich Glasfaser.

    Für Mobilfunk existieren regulatorische Verpflichtungen.

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  • pufferueberlauf
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    • 11. September 2026 um 06:59
    • #464
    Zitat von mbo77

    Für Mobilfunk existieren regulatorische Verpflichtungen.

    Laut BNetzA:

    Die aktuellen Auflagen verpflichten die Netzbetreiber unter anderem zur Erreichung folgender Ziele:

    • eine Versorgung von bundesweit mindestens 99,5 Prozent der Fläche mit mindestens 50 Mbit/s ab 2030,
    • eine Versorgung in jedem Bundesland von mindestens 99 Prozent der Haushalte in dünn besiedelten Gemeinden mit mindestens 100 Mbit/s ab 2029,
    • eine Versorgung aller Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s ab 2029,
    • eine Versorgung aller Landes- und Staatsstraßen sowie Binnenwasserstraßen des Kernnetzes des Bundes mit mindestens 50 Mbit/s ab 2029 und
    • eine Versorgung aller Kreisstraßen mit mindestens 50 Mbit/s ab 2030.

    Die in den Versorgungsauflagen festgelegte Bandbreite gilt im Antennensektor und im Freien (Outdoor). Sie wird nicht pro Nutzer garantiert. Die Bundesnetzagentur macht den Netzbetreibern grundsätzlich keine Vorgaben, wie diese Ziele technisch umgesetzt werden.


    Das ist in Deinen Augen ein adaequater Festnetzersatz? Oder meinst Du die Mobilfunkanbieter, werden aus Herzensguete?, die Versorgungsauflagen massiv uebererfuellen? Wenn ja, warum sollten die das tun?

  • HubeBube
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    • 11. September 2026 um 07:01
    • #465
    Zitat von Funker

    Das ist praktisch dieselbe Diskussion wie Kabel-TV , dann fällt MagentaTV halt mal aus, weil die Gewitterwolke da ist? Na und? Davon geht die Welt nicht unter.

    Auch hier ist meine Erfahrung eine andere. Wenn die Fußballübertragung via Satellit wegen schlechtem Wetter ausfällt, dann sehe ich immer noch im Streaming via Glasfaseranschluss MagentaTV bis Deutsche Glasfaser.

  • pufferueberlauf
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    • 11. September 2026 um 07:11
    • #466

    Na ja, das Nebenkostenprivileg ist ja abgeschafft, und Kabelfernsehen immer noch mit Abstand auf dem 2. Platz hinter Satellit bei der Nutzung. Aber das ist mMn. auch egal fuer die egentliche Diskussion, weil es die Frage Internetzugang auf dem Land nur bedingt betrifft, an den Standorten um die es hier geht liegt vermutlich meist gar kein Kabel... (nur ca. 70% der Haushalte sind mit Breitbandkabel erschlossen).

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    mbo77
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    • 11. September 2026 um 07:32
    • #467
    Zitat von pufferueberlauf

    Laut BNetzA:

    Die aktuellen Auflagen verpflichten die Netzbetreiber unter anderem zur Erreichung folgender Ziele:

    • eine Versorgung von bundesweit mindestens 99,5 Prozent der Fläche mit mindestens 50 Mbit/s ab 2030,
    • eine Versorgung in jedem Bundesland von mindestens 99 Prozent der Haushalte in dünn besiedelten Gemeinden mit mindestens 100 Mbit/s ab 2029,
    • eine Versorgung aller Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s ab 2029,
    • eine Versorgung aller Landes- und Staatsstraßen sowie Binnenwasserstraßen des Kernnetzes des Bundes mit mindestens 50 Mbit/s ab 2029 und
    • eine Versorgung aller Kreisstraßen mit mindestens 50 Mbit/s ab 2030.

    Die in den Versorgungsauflagen festgelegte Bandbreite gilt im Antennensektor und im Freien (Outdoor). Sie wird nicht pro Nutzer garantiert. Die Bundesnetzagentur macht den Netzbetreibern grundsätzlich keine Vorgaben, wie diese Ziele technisch umgesetzt werden.


    Das ist in Deinen Augen ein adaequater Festnetzersatz? Oder meinst Du die Mobilfunkanbieter, werden aus Herzensguete?, die Versorgungsauflagen massiv uebererfuellen? Wenn ja, warum sollten die das tun?

    Ja, der ist für mich ausreichend.

    Wir müssen lernen, mit dem demographischen Wandel umzugehen. Satelliteninternet existiert und wird auch in Europa ausgebaut. Das ergänzt die letzten 1%.

    Und ich erkenne leider wieder einmal keinen Mehrwert im weiteren Austausch. Wir haben uns dazu ausgetauscht und ich verstehe deine Sicht. Ich sehe einen anderen Ansatz.

  • pufferueberlauf
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    • 11. September 2026 um 08:30
    • #468
    Zitat von mbo77

    Ja, der ist für mich ausreichend.

    Fuer andere... selber hast Du meine ich deutlich mehr Kapazitaet und Absicherung mit FailOver ins Mobilnetz. Kann man machen, allgemeindienlich ist das halt weniger.

    Zitat von mbo77

    Wir müssen lernen, mit dem demographischen Wandel umzugehen. Satelliteninternet existiert und wird auch in Europa ausgebaut. Das ergänzt die letzten 1%.

    Nun ja, lass uns mal ueberschlagen:

    Bevoelkerungsdichte in den abgelegenen Regionen (siehe hier), wenn ich da mal zufaellig aus den dunkelblauen Regionen auswaehle wuerde ich sagen 20/Km^2 ist eine akzeptable konservative Schaetzung fuer die am wenigsten dichten Gebiete.

    Haushaltsdichte: durchschnittliche Haushaltsgroesse in Deutschland gerundet 2 Personen

    Starlink-Zellgroesse: Hexagone mit Radius etwa 15km -> Flaeche: 2.598 * 15^2 = 584.55 km^2

    Anzahl Haushalte pro Zelle: (2.598 15^2) 20 / 2 = 5845.5, bzw. bei halber Dichte: (2.598 * 15^2) * 10 / 2 = 2922.75...

    Starlink-Brutto-Kapazitaet pro Zelle (geschätzt, Equivalent Power Flux-Density (EPFD) limitiert, Annahme V2 Satelliten): 20 Gbps

    20000 / 2922.75 = 6.8 Mbps

    20000 / 5845.5 = 3.4 Mbps

    Ich wuerde mal sagen, das ist eher mau, wenn wir damit alle versorgen wollen... insbesondere da Bebauung im Aussenbereich streng limitiert ist und ueberwiegend Land- und Forstwirtschaft betrifft (Aussenbereich betrifft geschaetzt maximal 1-2% also genau das was wir gerade diskutieren), aber das hatten wir ja schon geklaert, auf Landwirte bist Du nicht gut zu sprechen und bist nicht boese wenn die kein gutes Festnetz haben...

    ALLERDINGS kann man bei Landwirten durchaus auch anders argumentieren, da mag Starklink mit Dishy auf Traktor/Maehdrescher tatsaechlich eine gute Idee sein, oder auch Mobilfunk, da es auch um mobilen Einsatz "auf dem Feld" geht

  • pufferueberlauf
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    • 11. September 2026 um 08:31
    • #469
    Zitat von mbo77

    Und ich erkenne leider wieder einmal keinen Mehrwert im weiteren Austausch. Wir haben uns dazu ausgetauscht und ich verstehe deine Sicht. Ich sehe einen anderen Ansatz.

    Ja, das ist ein Muster bei uns. Lass mich meine Frage wiederholen, was machst Du beruflich (bzw. was hast Du gemacht)?

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    • 11. September 2026 um 09:34
    • #470

    Mir ein Rätsel, welche Rolle das spielt. Und dabei werde ich es belassen.

    Die Abgrenzung ist mir auch zu wild. Wie viele davon sind bereits mit Glasfaser versorgt?

    Zudem: wie sieht es mit der effektiven Bandbreite Ende-zu-Ende aus? Du betrachtest worst case die letzte Meile. Wie viel Bandbreite haben zum Beispiel DG-Kunden an wichtigen Peeringpunkten? Wie ist die Bandbreite je Segment und PoP?

    Weiterhin ignorierst du den abflachenden Zuwachs an konsumierter Bandbreite. Dem gegenüber nimmt die Kapazität im Mobilfunk und Satellit weiter zu.

    Ich interpoliere hier lediglich Daten und Beobachtungen.

    Als Anekdote: mit sehr viel Geld wird nun ein Haushalt gefördert, der 600 Mbps via 5G täglich nutzt. Der Haushalt wundert sich und hat aus seiner Sicht gar keinen Bedarf für Glasfaser.

  • Phino
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    • 11. September 2026 um 09:44
    • #471
    Zitat von HubeBube

    Auch hier ist meine Erfahrung eine andere. Wenn die Fußballübertragung via Satellit wegen schlechtem Wetter ausfällt, dann sehe ich immer noch im Streaming via Glasfaseranschluss MagentaTV bis Deutsche Glasfaser.

    Ich habe seit 6 Jahren SAT im Haus. Wir hatten bisher zwei Mal Ausfälle auf Grund schlechtem Wetter. Ich habe mir allerdings auch eine 120 cm gesetzt, die hat reichlich Schlechtwetter Reserve. Die waren aber immer nur so kurz, dass ich es nicht geschaft habe umzuschalten zu einer App und den passenden Sender.

    Jedenfalls ist die Nutzung von SAT immer noch das schnellste und komfortabelste, da kommt keine dieser tv-Apps mit. Vorallem weil man da sich immer noch irgendwelche Werbekram ansehen muss bis man im gewünschten Sender ist. Beim TV und SAT drücke ich einfach die Zahl des Sendeplatzes auf der Fernbedienung, das Gerät schaltet sich ein und Sekunden später läuft der richtige Sender. Umschalten auch deutlich schneller. Und als Vergleich habe ich den aktuellen tv-Stick von Amazon mit Magenta-TV und Waipu-TV im Büro am Monitor.

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    • 11. September 2026 um 09:55
    • #472

    Ich muss ehrlicherweise sagen, dass meine Kombination DVB-S, tvheadend und Kodi komfortabel und zügig ist.

    Aber Umschalten in MagentaTV ist sehr schnell. Da haben die einen guten Job gemacht.

    Zur WM übrigens eine Wohltat, die Spiele in UHD zu sehen. Im Gegensatz zu 720p.

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  • pufferueberlauf
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    • 11. September 2026 um 09:56
    • #473

    Du extrapolierst meiner Meinung nach, da es um Aussagen ueber die Zukunft geht.

    Zitat von mbo77

    Die Abgrenzung ist mir auch zu wild. Wie viele davon sind bereits mit Glasfaser versorgt?

    Mei, der Ball liegt in Deiner Haelfte, schaetz das doch mal ab, basierend auf echten Daten...

    Zitat von mbo77

    Zudem: wie sieht es mit der effektiven Bandbreite Ende-zu-Ende aus? Du betrachtest worst case die letzte Meile. Wie viel Bandbreite haben zum Beispiel DG-Kunden an wichtigen Peeringpunkten? Wie ist die Bandbreite je Segment und PoP?

    Na ja, das Zugangsnetz ist ein strukturelles Problem, das Peering verschiedener Anbieter weniger, gerade wenn wir von Anbietern sprechen die Reseller mit eigenem Peering zulassen. Das ist ein bisschen eine Nebelkerze wenn wir ueber den Ausbau von Infrastruktur fuer die naechsten Dekaden sprechen.

    Zitat von mbo77

    Weiterhin ignorierst du den abflachenden Zuwachs an konsumierter Bandbreite. Dem gegenüber nimmt die Kapazität im Mobilfunk und Satellit weiter zu.

    Da gibt es nur wenige belastbare Zahlen zu, der monatliche Datenumsatz ist hier mMn. kein geeignetes Mass, sondern es geht um die mittlere Kapazitaetsnutzung in der Spitzenlastzeit, dazu gibt es mWn. nur wenig Studien (Preseem zeigt das in ihren Network Reports, aber ueberwiegebd fuer WISP Netzwerke) und ich habe da noch keine Zeitreihe gesehen. Woher speist sich Deine Ueberzeugung, der Zuwachs an Kapazitaetsnutzung flache ab oder waere bereits flach?

    Und woher kommt die Idee die Kapazitaet in den auf dem Land ueblichen grossen Zellen wuerde signifikant zunehmen? Welchen Groessenordnung an Zuwachs erwartest Du und basierend auf welchem Ansatz (mehr Spdktrum, oder mehr kleinere Zellen).


    Was die Frage nach Deinem Beruf angeht, die eigene professionelle Ausrichtung hat mMn. schon einen Einfluss auf die Weltsicht, oder die Weltsicht beeinflusst die Berufswahl. Aber ist natuerlich Dein Recht das ungesagt zu lassen.

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    • 11. September 2026 um 11:00
    • #474

    Du steigst da (leider wie immer) viel zu tief ab.

    Dies ist auch recht sinnlos, da wir nur Zaungast bei dieser Entwicklung sind.

    Ich habe nur die Schwächen deiner Annahmen gezeigt. Die sind ausschließlich so gewählt, dein Narrativ zu stützen. Widersprüchliche Hinweise ignorierst oder verdrehst du. Meinen Hinweis E2E ist da so ein Beispiel.

    blackmage ist echt der bessere Kandidat, wiederkehrende Endlosdiskussionen zu führen. So hat hier jeder seine Rolle.

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    • 11. September 2026 um 11:09
    • #475
    Zitat von mbo77

    blackmage ist echt der bessere Kandidat, wiederkehrende Endlosdiskussionen zu führen. So hat hier jeder seine Rolle.

    Tut mir leid, wenn ich immer wieder dieselben Probleme anspreche, die ja anscheinend keiner lösen will..

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    • 11. September 2026 um 11:31
    • #476
    Zitat von mbo77

    Du steigst da (leider wie immer) viel zu tief ab.

    Dies ist auch recht sinnlos, da wir nur Zaungast bei dieser Entwicklung sind.

    Mei, entweder basieren wir Diskussionen auf Daten und erklaeren unsere Interpretationen dieser Daten, oder wir belassen es bei Bauchgefuehl, aber dann eruebrigt sich eine Diskussion. Anders gesagt, wenn Du sagst "nimmt die Kapazität im Mobilfunk und Satellit weiter zu" dann ist das fuer mich erst mal nur eine (Dir zustehende) Meinung, aber wenn Du das mit Daten untermauerst, dann wird das erst interessant fuer das Forum. Aehnlich zu Deiner Position bezueglich der Kapazitaetsnutzung, mit (relevanten) Daten wird das diskutabel.

    Das wir persoenlich die Entwicklung kaum beeinflussen koennen ist wohl richtig, aber das ist fuer mich kein Grund nicht verstehen zu wollen was passiert und was vermutlich geschehen wird.

    Zitat von mbo77

    Ich habe nur die Schwächen deiner Annahmen gezeigt. Die sind ausschließlich so gewählt, dein Narrativ zu stützen.

    Weiss nicht, hast Du meine Erlaeuterung zu Starlink/Mobilfunk fuer Landwirte gelesen? Da komme ich zu einem Schluss, der das was Du als mein Narrativ bezeichnest gar nicht unterstuetzt, und mir faellt da gar kein Zacken aus der Krone. Ich erkenne mich in Deiner Beschreibung auch nicht wieder, bin immer bereit die Realitaet anzuerkennen, aber ich habe halt (aehnlich wie Du) bestimmte Anforderungen an die Belastbarkeit der Daten die meine Interpretation aendern koennen. Und zwar weil ich mich nicht erst seit heute mit diesem Themenkomplex beschäftige und daher bereits einiges Vorwissen mitbringe, das ich nicht einfach vergessen will.

    Zitat von mbo77

    Widersprüchliche Hinweise ignorierst oder verdrehst du.

    Nun mal halblang, was verdrehe ich/habe ich verdreht?

    Zitat von mbo77

    Meinen Hinweis E2E ist da so ein Beispiel.

    Welchen Hinweis mit E2E? Du hast da ein paar offene Fragen gestellt und keine Daten dazu geliefert, klassische Nebelkerzen, "und wer denkt an die Kinder"? Wir koennen das gerne diskutieren, aber dann musst Du da auch ein konsistenten explizites Argument liefern. Wenn Du mehr erwartest als die Antwort die ich dazu gegeben habe "Na ja, das Zugangsnetz ist ein strukturelles Problem, das Peering verschiedener Anbieter weniger, gerade wenn wir von Anbietern sprechen die Reseller mit eigenem Peering zulassen." Aber ich ergaenze das gerne, wenn schon das Zugangsnetz ein unterdimensionierter Flaschenhals ist, dann ist der Rest den Netzwerkpfades eher irrelevant, insbesondere da dieser i.d.R. nicht in Stein gemeisselt ist und z.B. durch die Wahl des ISPs beeinflusst werden kann. Was gefaellt Dir an dieser Antwort nicht, dass Du es fuer ignorieren oder verdrehen bewertest?

    Zitat von mbo77

    blackmage ist echt der bessere Kandidat, wiederkehrende Endlosdiskussionen zu führen. So hat hier jeder seine Rolle.

    Zum einen ist das unnoetig, zum anderen steht es Dir frei einfach nicht zu antworten wenn Du eine Diskussion fuer nicht zielfuehrend haeltst. ABER selber fleissig endlos-diskutieren und mit dem Finger auf andere zu zeigen ist mMn. kein sonderlich hoefliches Verhalten.

  • Funker
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    • 11. September 2026 um 12:10
    • #477
    Zitat von HubeBube

    Auch hier ist meine Erfahrung eine andere. Wenn die Fußballübertragung via Satellit wegen schlechtem Wetter ausfällt, dann sehe ich immer noch im Streaming via Glasfaseranschluss MagentaTV bis Deutsche Glasfaser.

    Es ist die Frage, ob der Endkunde wegen irgendwelcher Feierabend-Unterhaltung (also "Fußballübertragung") bereit ist, Milliarden für Tiefbau aufzuwenden, um unabhängig von der Gewitterwolke zu werden. Denn der muss ja den ganzen Spaß bezahlen.

    Das war nämlich beim Breitbandkabelnetz schon nicht Fall, sonst wären ja 100 % der Haushalte damit erschlossen und DSL gar kein Thema mehr..

    Irgendwelches Gerede von "allgemeindienlich" ist im Kontext privater Netzinfrastrukturen erstmal unsinnig. Die sind nicht "allgemeindienlich", sondern exklusiv den Eigentümern dienlich. Auch ein geförderter Einfamilienhaus-Neubau (diese Förderung wurde übrigens abgeschafft) war nie allgemeindienlich.

  • Funker
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    • 11. September 2026 um 12:16
    • #478
    Zitat von mbo77

    Zudem: wie sieht es mit der effektiven Bandbreite Ende-zu-Ende aus? Du betrachtest worst case die letzte Meile. Wie viel Bandbreite haben zum Beispiel DG-Kunden an wichtigen Peeringpunkten? Wie ist die Bandbreite je Segment und PoP?

    Natürlich ist dort drastisch überbucht. Die Zahlen auf der letzten Meile dienen erstmal nur dem Abkassieren. Vor allem des Fördermittelgebers.

    Zitat von mbo77

    Weiterhin ignorierst du den abflachenden Zuwachs an konsumierter Bandbreite. Dem gegenüber nimmt die Kapazität im Mobilfunk und Satellit weiter zu.

    Ich interpoliere hier lediglich Daten und Beobachtungen.

    Als Anekdote: mit sehr viel Geld wird nun ein Haushalt gefördert, der 600 Mbps via 5G täglich nutzt. Der Haushalt wundert sich und hat aus seiner Sicht gar keinen Bedarf für Glasfaser.

    Was könnte man für dieses Geld bei 5G und Sat zubauen, was allen nützt, statt nur einem Haushalt und dem Eigentümer der Leitung zu diesem Haushalt?

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  • Online
    mbo77
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    • 11. September 2026 um 12:30
    • #479
    Zitat von Funker

    Was könnte man für dieses Geld bei 5G und Sat zubauen, was allen nützt, statt nur einem Haushalt und dem Eigentümer der Leitung zu diesem Haushalt?

    Dazu habe ich keine Zahlen. Ich bezweifle aber, dass der Steuerzahler da 10000 Euro je Haushalt zuschießt.

  • pufferueberlauf
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    • 11. September 2026 um 14:01
    • #480
    Zitat von Funker

    Es ist die Frage, ob der Endkunde wegen irgendwelcher Feierabend-Unterhaltung (also "Fußballübertragung") bereit ist, Milliarden für Tiefbau aufzuwenden, um unabhängig von der Gewitterwolke zu werden. Denn der muss ja den ganzen Spaß bezahlen.

    Ein Endkunde muss auch nicht Milliarden zahlen... daher ist diese Sichtweise etwas absurd.

    Zitat von Funker

    Das war nämlich beim Breitbandkabelnetz schon nicht Fall, sonst wären ja 100 % der Haushalte damit erschlossen und DSL gar kein Thema mehr..

    Da fing das ueber ja schon an, weil wir weder bei der Kupferdoppelader, noch beim Breitbandkabel and die Zukunft gedacht haben und statt mit Kabelschaechten und Kanaelen die Tiefbaukosten langfristig sinnvoll nutzbar gemacht haetten, haben wir das Zeig einfach so eingebuddelt und duerfen fuer die Folgenetze meist neuen Tiefbau durchfuehren, und der ist nicht wirklich billiger geworden. In Frankreich, wo es wohl viele Kabelschaechte und Rohre gab kostet der FTTH Ausbau im Mittel wohl 600 Euro, bei uns 3000-4000 Euro. Aber ja, lass uns auch diesmal wieder nur ei9n pomadiges Minimum bauen, und die Probleme bei den kommenfden Generationen abladen.

    Zitat von Funker

    Irgendwelches Gerede von "allgemeindienlich" ist im Kontext privater Netzinfrastrukturen erstmal unsinnig.

    Das kannst Du gerne so sehen, aber das ist halt auch nur eine Meinung, uder deren Sinn/Unsinn ich hier nicht weiter sinnieren will.

    Zitat von Funker

    Die sind nicht "allgemeindienlich", sondern exklusiv den Eigentümern dienlich. Auch ein geförderter Einfamilienhaus-Neubau (diese Förderung wurde übrigens abgeschafft) war nie allgemeindienlich.

    Sehe ich anders Infrastruktur halte ich fuer allgemeindienlich, selbst wenn man deren Bau in privatwirtschaftliche Haende legt.

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