Wissenschaftler (im Bereich Neurobiologie)
Spannend! Total Off-Topic, aber kann in der Neurochirurgie schon Telemedizin sinnvoll eingesetzt werden? Wäre ja ein realer Anwendungsfall für zuverlässige Verbindungen auch für abgelegene Kliniken.
Wissenschaftler (im Bereich Neurobiologie)
Spannend! Total Off-Topic, aber kann in der Neurochirurgie schon Telemedizin sinnvoll eingesetzt werden? Wäre ja ein realer Anwendungsfall für zuverlässige Verbindungen auch für abgelegene Kliniken.
Spannend! Total Off-Topic, aber kann in der Neurochirurgie schon Telemedizin sinnvoll eingesetzt werden?
Ist nicht mein Fachgebiet, aber ich wuerde so etwas wie Steuerung chirurgischer Roboter nicht ueber das oeffentliche Internet laufen lassen, wenn es sich irgendwie vermeiden laesst (wegen Jitter und (D)DOS Empfundlichkeit). Ansonsten sehe ich bei Telemedizin hauptsaechliche Sprechstunden als quantitativ relevant an (aber wie gesagt, ich bin kein Mediziner und spekuliere daher), und die sollten passabel auch ueber das Internet funktionieren (mit Ausnahmen, wenn das Internet gar zu holprig ist, oder wenn wir von Therapie-Sitzungen sprechen, nicht von einfachen Sprechstunden).
Die letze Almhuette/Milchkanne wird von der Foerderung bestimmt nicht erreicht werden aber das Ziel ist, keine Rosinenpickerei und auch keine selektive Bestrafung der Landwirte
Aber komplett aussen vor passiert eben auch nicht. Hängt doch immer von den Umständen ab:
Doch, um diese letzten verstreuten Gehöfte geht es leider.
Ich bin kein Fan von Urbanisierung. Aber was meinst, was für Probleme gerade im Osten auf uns zurollen?
Deutschland schrumpft und wir werden Ortschaften aufgeben müssen.
Das ist eigentlich jedem klar, der Bevölkerungsstatistik lesen kann. Dazu müssen auch keine großartigen Prognosen erstellt werden, denn Dörfler über 50 bekommen keine Kinder mehr, auch nicht rückwirkend in die Vergangenheit.
Und genau deshalb ist jetzt schon bekannt, wie viele Menschen in 30 Jahren im Durchschnitt in einer typischen 50-Seelen-Ortschaft wohnen werden: Null.
Genauso überholt ist die Annahme junge Landwirte wollten (!) am Ende der Welt in irgendeinem abgelegenen Gehöft hausen wie einst im Mittelalter, nur weil sie beruflich landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften. Auch diese werden schön im Speckgürtel einer größeren Stadt wohnen, wie das die zuständigen jüngeren Pfarrer irgendwelcher Dorfkirchen längst tun (weil es dort nämlich es Kinderarzt, Kindergarten und Grundschule gibt), während das "Pfarrhaus" neben dem Hühnerstall längst leer steht. Deren "Residenzpflicht" wurde nicht ohne Grund aufgehoben. Auch der "Landarzt" ist ebenso längst weg.
Wenn dann Pressemeldungen die romantische Fantasie einer wegen der Glasfaser florierenden Wirtschaft irgendwo im Nirgendwo abseits der typischen von Arbeitnehmern und Kunden gut aus den Städten erreichbaren Gewerbegebiete zeichnen, wird es lächerlich. Im Outback wird bald fast niemand mehr wohnen und arbeiten. Außer Leuten, die dort hin müssen. Übrigens: Auch landwirtschaftliches Gerät hat einen Motor und kann dort hinfahren.
Der Oberseener Hof im genannten Fall mit dem Aero-Club Schotten ist ja auch so ein Beispiel für die "abgelegene Milchkanne". Was mich in diesem Sachverhalt besonders schockiert:
ZitatWarum hat die Telekom nicht den viel kürzeren, nur rund zwei Kilometer langen Verlegeweg nach Altenhain im Kreis Gießen gewählt?
Die Trasse von Betzenrod zum Oberseener Hof misst dagegen acht Kilometer. Die Erklärung ist nach Mitteilung der Telekompressestelle einfach.
»Der Oberseener Hof gehört zwar politisch zum Kreis Gießen, nutzt aber die Schottener Vorwahl. Deshalb wurde der Anschluss über Schotten umgesetzt.« Die Pressesprecherin verweist dabei auf »technische Gründe« und »den Zusammenhang mit der bestehenden Netzstruktur«.
Das will Eckstein nicht nachvollziehen. »Ich glaubte bisher, dass das Telefonnetz der Telekom mittlerweile digitalisiert ist und gebräuchliche Protokolle für den Datenverkehr verwendet werden.«
Damit hab ich allerdings auch gerechnet. Telefonnummern sind virtuell, ob das jetzt über Vermittlungsstelle A oder B läuft, scheint nicht egal zu sein. Vorwahltechnisch hängen Schotten und Laubach anscheinend sogar am selben BNG.
Wie unflexibel kann eine Infrastruktur sein ...?
Ein Mitbewerber hätte bestimmt keine 6 km Umweg gelegt, sondern den direkten Weg gewählt. Prähistorische Vermittlungszonen scheinen bei der Telekom noch sehr relevant zu sein.
Ein Mitbewerber hätte bestimmt keine 6 km Umweg gelegt, sondern den direkten Weg gewählt.
Allerdings hat sich Scheins kein Mitbewerber gefunden der die Telekom unterboten hat (bei der notwendigen Deckungssumme der Wirtschaftlichkeitsluecke,. denn dieses Foerdermodell erwarte ich da)... ist natuerlich doof fuer das Flugfeld... in 7 Jahren geht das gefeoerderte Netz vermutlich ins Eigentum der Telekom, dann sollten die nochmal nachfragen und auf die nahe Muffe hinweisen...
Auch diese werden schön im Speckgürtel einer größeren Stadt wohnen, wie das die zuständigen jüngeren Pfarrer irgendwelcher Dorfkirchen längst tun (weil es dort nämlich es Kinderarzt, Kindergarten und Grundschule gibt), während das "Pfarrhaus" neben dem Hühnerstall längst leer steht. Deren "Residenzpflicht" wurde nicht ohne Grund aufgehoben. Auch der "Landarzt" ist ebenso längst weg
Wie willst du denn die Grenze ziehen? Sehr viele Dörfer bzw. Gemeinden ohne Stadtrecht haben die genannten Einrichtungen ebenfalls, und wenn es 2, 3 oder meinetwegen 5 km dorthin sind, hast du selbst in Dörfern mit 50 Einwohnern noch Zuzug. Ich sage nicht dass es keine verwaisten Ortschaften mehr geben wird - die hat es immer gegeben - aber wer bezahlt das feine demografische Aufdröseln nach "Zukunftsfähigkeit"? Und wenn man sich irrt muss nachgebessert werden, damit werden die Kosten wieder in die Zukunft geschoben.
Wie willst du denn die Grenze ziehen?
Ich bin nicht dafür zuständig irgendwelche Grenzen zu ziehen. Die Jüngeren ziehen von alleine weg, weil keine Rente automatisch auf die Dorfsparkasse fließt, sondern Bildungsstätte und Arbeitsplatz erreicht werden müssen. Der Rest erreicht irgendwann ein Alter, wo Dorfromantik medizinisch nicht mehr darstellbar ist und zieht in die Einrichtung, die sich wenig überraschend dann nicht auf dem Dorf befindet, sondern ebenso dort wo auch die Pflegekräfte den Arbeitsplatz erreichen können, weil sie dort nicht übernachten wollen.
Als Ergebnis sind die abgelegenen Ortschaften irgendwann leer, ob mit oder ohne Glasfaser. Ist nichts Neues, das kann man sich in Japan bereits ansehen.
Daher brauchen wir im ländlichen Bereich umgehend ganz viele 5G/6G/7G Basisstaionen mit Glasfaser angebunden, damit die landwirtschaftlichen Geräte ud Fuhrpark vollautomatisch die landwirtschaftlichen Flächen zur Erzeugung unserer veganen Nahrungsmittel ferngesteuert und automatisiert erzeugen können. Denn die Bauern wohnen ja nicht mehr auf dem Land, sondern im städtischen Speckgürtel. Nutzvieh zu versorgen entfällt einfach da sich das Viehzeug nun mal partout nicht automatisierungsgerecht verhalten will.
Das ist eigentlich jedem klar, der Bevölkerungsstatistik lesen kann. Dazu müssen auch keine großartigen Prognosen erstellt werden, denn Dörfler über 50 bekommen keine Kinder mehr, auch nicht rückwirkend in die Vergangenheit.
Und genau deshalb ist jetzt schon bekannt, wie viele Menschen in 30 Jahren im Durchschnitt in einer typischen 50-Seelen-Ortschaft wohnen werden: Null.
Da sehe ich in einigen Ortschaften eine Rolle rückwärts. So bei meiner Verwandtschaft. Lausitz/Luckau. Dort im Umland sind reichlich kleine Dörfer. Da ist es so, dass die Kids(35-45) wieder zurück ziehen und dort neu bauen.
250 Einwohner. Gearbeitet wird neben Landwirtschaft im Spreewald und z.B Tropical Islands.
Das gleiche in den Umfeld von Magdeburg. Da ist ehemaliger Nachbar, aus Bolivien und ITler bei einer Bank, hingezogen. Haben Glasfaser in Walternienburg (450 Einwohner).
Phino, Du kannst doch so eine herrliche Schwarzmalerei und Untergangsphantasie nicht mit so etwas profanem wie Datenpunkten "kaputt" machen. ![]()
Da sehe ich in einigen Ortschaften eine Rolle rückwärts. So bei meiner Verwandtschaft. Lausitz/Luckau. Dort im Umland sind reichlich kleine Dörfer. Da ist es so, dass die Kids(35-45) wieder zurück ziehen und dort neu bauen.
Ja, Anekdoten sind schön. Hier mal eine Statistik:
In den roten Landkreisen ist man gerade ganz stolz drauf, alles mit Glasfaser zupflastern zu können, auf Kosten der dort nicht lebenden Steuerzahler: mit kilometerweise Tiefbau pro Haushalt (!) für vier- bis fünfstellige Förderbeträgen, während Berlin-Mitte weiterhin keine Glasfaser hat.
Das hat nichts mit sinnvoller Ressourcenverwendung zu tun. Das ist schlicht Verschwendung.
Hier mal eine Statistik:
Du hast die Studie gekauft und gelesen? Oder nur die oeffentlich zugaengliche Prognose/Vorhersage?
Der Kicker mit Prognosen ist, die sind notorisch schwer, gerade wenn sie die Zukunft betreffen... da kommt es dann immer auf die Annahmen an wie nachvollziehbar die Prognose ist, annahmen die ich im oeffentlichen Teil gar nicht wirklich aufgelistet gefunden habe...
Das hat nichts mit sinnvoller Ressourcenverwendung zu tun. Das ist schlicht Verschwendung.
Dein gutes Recht diese Meinung zu haben. Und mein Recht das anders zu sehen. Wenn wir eine Entvoelkerung des Landes vegmeiden wollen, macht es halg mehr Sinn die Lebensbedingungen auf dem Land nicht hinter denen in den Staedten zurueckfallen zu lassen.
halg
...halt...
Funker zwei Punkte:
Studien der Bertelsmann Stiftung traue ich nicht über den Weg, die sind nach meinen Erfahrungen Recht tendenziös. Nicht umsonst heißt es bei Berichterstattung immer " ...die der CDU nahestehenden Stiftung".
Und zum Gebiet Berlin-Mitte kann icht nur sagen, dass die Telekom ohne besonderes Aufheben einfach so alle Straßenzüge in Hansaviertel und Moabit( die mir bekannte Hälfte von Berlin-Mitte) mit Glasfaser versehen hat und die Hausverwaltung angeschrieben sowie die Bewohner per Flyer dies bekannt gegeben hat. Unser Liegenschaft (WEG Solinger Str.) mit 55 Einheiten ist seit über 2 Jahren aktiv angeschlossen. War ein hilfreiches Argument als ich die Wohnung meiner Mutter vor einem halben Jahr verkauft habe.
Studien der Bertelsmann Stiftung traue ich nicht über den Weg, die sind nach meinen Erfahrungen Recht tendenziös. Nicht umsonst heißt es bei Berichterstattung immer " ...die der CDU nahestehenden Stiftung".
Gut moeglich (gerade bei Prognosen sind ja die Annahmen sehr wichtig) aber ich wertte das weiss keiner von uns hier im Forum, weil wir die Studie nicht gelesen haben duerften, sondern nur die Zusammenfassung (wegen Zahl-Schranke).
Warum 5G oder weiteres? Um die Bandbreite, die für Mobilität benötigt wird, zu schmälern?
Einfach mal weiterdenken.
Gab gerade ein Heise-Video zu dem Themenkomplex:
Glasfaserausbau – Darum sind 5G, LTE und Starlink (keine) Alternativen
Interessanterweise kommen die Heisianer zu aehnlichen Schluessen wie ich*: fuer einzelne Nutzer brauchbar auch als Dauerloesung, davon dauerhaften Festnetzersatz fuer die Masse der Nutzer zuerwarten ist etwas optimistisch. Und, passend zu diesem Thread, giesst er am Ende noch etwas Sprit ins Feuer:
Nichtsdestotrotz, wir finden langfristig sollten alle Siedlungen ab Dorfgröße Glasfaseranschluss bekommen, damit auch der ländliche Raum telekommunikationstechnisch gut für die Zukunft gerüstet ist. Ob abgelegene Einzelgebäude oder Weiler mit Hilfe von staatlicher Förderung angeschlossen werden sollten, darüber dürft ihr in den Kommentaren diskutieren.
*) Und auch die Kapazitaetsabschaetzungen fuer Funkzellen ist aehnlich (na ja, aehnliche Groesenordnung).
Eure Schlussfolgerung hat den Mangel, dass ihr nicht ausreichend die fortlaufende Verbesserung der Dichte des Netzes und der Kapazität der Zellen skaliert.
Den Bandbreitenbedarf wird sich zudem nicht im gleichen Maße entwickeln, da der bisherige Treiber "Multimedia" seine Kraft verlieren wird, da Sättigung eintritt. Magenta TV ist bereits die App im Telekom-Netz, die den meisten Traffic generiert. Das nimmt noch zu, skaliert aber nur noch begrenzt. Viele schauen bereits gar keine Fernsehprogramme mehr, sondern sind seit Jahren Netflix-Konsumschafe. Nicht, dass RTL irgendein besseres Niveau bieten würde, aber an der Stelle wurde bereits stark geschliffen.
Die Anekdote unseres Dorfes, in dem zwei Tage lang das Gf-Netz ausgefallen ist und mein Backup einwandfrei funktioniert hat, zeigt, dass diese eine konkrete Situation ausreichend Reserven gehabt hat. Das bestätigt mich, dass es geht.
Eure Schlussfolgerung hat den Mangel, dass ihr nicht ausreichend die fortlaufende Verbesserung der Dichte des Netzes und der Kapazität der Zellen skaliert.
Das ist der springende Punkt, die Mobilfunkbetreiber sind recht vorsichtig damit die Dichte der Antennenstandorte zu verbessern (weil das bedeutet mehr kleinere Zellen zu betreiben, wird auch im Video erlauetert). Und was die Kapazitaet angeht, die haengt primaer von der Frequenzzuteilung ab, mit dem grossen Haken dass die hohen Frequenzbereiche in denen viele MHz nutzbar waeren halt hoher Daempfung unterliegen und damit auch wieder mehr und kleinere Zellen brauchen, die aktuell niemand in der Form baut.
Wie der Autor sein Video einleitet, wenn Mobilfunk tatsaechlich billiger und effizienter waere als Festnetz, warum bauen dann die drei grossen Mobilfunkbetreiber alle selber (teilweise nur als JV) FTTH aus? Sind die zu doof ihr Glueck mit beiden Haenden zu packen, oder unter der Knute von EU und Regierung, oder verstehen die ihre eigenen Zahlen und ihr Potential nicht richtig?
Die bauen natürlich in den lukrativen Gebieten aus. Aber weshalb sollten die Geld versenken, wo es sich nicht rechnet?
Keiner käme auf die Idee, abgelene Haushalte zu erschließen.
Und wenn man ein bisschen die Augen offen hat, findet man viele Hinweise dass Kunden mit Mobilfunk und Satellit ausreichend versorgt sind. Das wird sich in den Zahlen sicherlich bald klarer erkennen lassen.
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