Seit fast zwei Jahren haben wir hier Glasfaser (AON) von htp und das läuft standardmäßig mit DS-Lite. Angeschlossen habe ich ein FritzBox 4060 am ONT. Hinter der Fritz hängt ein Netzwerk mit TP-Link Omada SDN.
Mittlerweile steigen die Anforderungen und ich möchte mit mit VLANs etc. beschäftigen.
Omada Router mit DS-Lite Support gibt es nicht. Daher bin ich am Überlegen den Anschluss auf Dual Stack umzustellen, das geht ja wie ich verstanden habe über das Kundenportal. Meine Frage: Was passiert denn danach? Dauert die Umstellung lange? Erkennt die FRITZ!box mit dem Profil die Umstellung automatisch?
htp - Ist Umstellung auf Dual Stack sinnvoll
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Warum hast du eine Fritz!Box und den Omada Router hintereinander? Wegen DS-Lite?
Also dann würde ichs schon umstellen und die FB weg lassen.
Die Umstellung sollte sofort funktionieren. Allerdings musst du schon die FB/den Omada neu einrichten. Es wird dabei ja meistens die Verbindung über IPv4 und nicht über IPv6 aufgebaut, das muss der Router wissen. Es kann auch sein, dass es ein anderes VLAN ist. Sollten sie dir aber mitteilen. -
Die Umstellung passiert bei der nächsten Einwahl nach Umstellung.
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Phino Das ist habe ich nicht gut beschrieben. Aktuell hängt hinter der Fritz kein weiterer Router nur die ganzen Omada Komponenten mit dem notwendigen Controller. Wenn ich jetzt z. B. VLAN einrichten möchte, müsste ich mir einen Omada-Router suchen. Dieser würde dann die FritzBox (Telefonie nutze ich nicht) ersetzen. Da die Omada Geräte wohl keine Probleme mit Dual Stack haben, war ich am Überlegen, ob die Umstellung sinnvoll wäre, da die meisten Einschränkungen wohl mit DS-Lite zusammenhängen.
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ConiKost Ok, also stellt man im Portal um auf Dual Stack und erst bei dem nächsten Neuverbinden durch die FritzBox wird das aktiv? Erkennt die FritzBox dass dann automatisch oder muss man dann noch etwas umstellen? Bei der ersten Einrichtung musste ich ja nur das Profil auswählen und den Rest hat die FRITZ!box alleine gemacht.
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Gibt es denn generell Nachteile, bei der Umstellung auf Dual Stack?
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Wenn Du von DS-Lite als Basis kommst, hat die Umstellung auf DS nur Vorteile: IPv4 wird nicht mehr durch IPv6 getunnelt. Beide Stacks existieren parallel zueinander und sind nicht mehr verschachtelt.
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Die Nachteile bei vollem DualStack liegen auf ISP Seite, der ISP muss fuer jeden Kunden mit vollem DualStack (mindestens) eine der knappen (sproch teuren) IPv4 Adressen reservieren, waehrend bei IPv4-CG-NAT (was auch fuer DS-lite gilt) eine solche IPv4 Adresse gleichzeitig fuer mehrere Kunden verwendet werden kann. Grosse alte ISP wie die Telekom haben oft grosse IPv4 Bestaende und nutzen daher im Festnetz vollen DualStack (das erspart auch die Kosten fuer CG-NAT Gateways) aber im Mobilfunk nutzt auch die Telekom gerne Uebergangstechnologien mit CG-NAT statt vollem DualStack.
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Die Nachteile bei vollem DualStack liegen auf ISP Seite, der ISP muss fuer jeden Kunden mit vollem DualStack (mindestens) eine der knappen (sproch teuren) IPv4 Adressen reservieren, waehrend bei IPv4-CG-NAT (was auch fuer DS-lite gilt) eine solche IPv4 Adresse gleichzeitig fuer mehrere Kunden verwendet werden kann.
Veto: DualStack heißt nicht automatisch, dass man eine öffentliche IPv4-Adresse bekommt, es kann auch eine nicht-öffentliche (z.B. aus 100.64.0.0/10) hinter einem CGNAT sein (wie bei DG-Anschlüssen). DS-Lite ist nicht die einzige Zugangsart, die CGNAT nutzt. Bei DS-Lite ist CGNAT allerdings prinzipiell zwingend als "Teilfunktion" des sog. AFTR.
Aber ja, die meisten Leute deuten "DualStack" falsch und implizieren damit fälschlicherweise, zwingend eine öffentliche IPv4-Adresse zu erhalten (kann, muss aber nicht).
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Erkennt die FRITZ!box mit dem Profil die Umstellung automatisch?
Hat denn die Fritzbox ein ISP-Profil für "htp"?
Und selbst wenn, wird dieses wohl nur den Standardfall "DS-Lite" abbilden. Ich denke daher, du wirst ab Umstellung nur noch IPv6 haben (weil für IPv4 ja DS-Lite im Profil konfiguriert ist, was nun nicht mehr richtig ist). Du wirst deine FB dann also manuell ohne Nutzung eines vorgefertigten Profils nachkonfigurieren müssen.
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DualStack heißt nicht automatisch, dass man eine öffentliche IPv4-Adresse bekommt, es kann auch eine nicht-öffentliche (z.B. aus 100.64.0.0/10) hinter einem CGNAT sein (wie bei DG-Anschlüssen).
Das ist nicht was ich mit vollem DualStack meine... aber gut das ist nicht klar definiert und ich werde das in Zukunft explizit erwaehnen, daher Danke.
DS-Lite ist nicht die einzige Zugangsart, die CGNAT nutzt.
Das hatte ich nicht implizieren wollen.
Aber ja, die meisten Leute deuten "DualStack" falsch und implizieren damit fälschlicherweise, zwingend eine öffentliche IPv4-Adresse zu erhalten (kann, muss aber nicht).
Etwas unklar, haengt von der genauen Definition die man fuer DualStack verwendet (die IETF hilft nicht das zu klaeren)... ist aber auch egal was ich da denke die Frage ist eher was htp unter DualStack versteht.
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DualStack heißt lediglich, IPv4 und IPv6 als vollständige Protokoll-Stacks parallel im System zu haben. Es gibt keinen "vollen" (oder daraus folgenden "halben") DualStack. Ich suche mal nach einer RFC-Definition und ergänze sie hier...
Über die Art (insbesondere) der IPv4-Adressierung ist damit nichts gesagt.
Dem OP geht es ja auch nur darum, DualStack für sein künftiges Omada-Gateway (im Tauch gegen die aktuelle FB) zu fahren unter der Annahme, dass dieses DS-Lite nicht beherrscht. Ob die IPv4-Adresse dabei öffentlich ist oder nicht, spielt vermutlich nur eine nachgelagerte Rolle.
Nachtrag:
Das DS-Lite-RFC (RFC6333) erwähnt in der Terminology-Section 3: "Dual-stack is defined in [RFC4213]"
In RFC4213 steht schon im Abstract; "Dual stack implies providing complete implementations of both versions of the Internet Protocol (IPv4 and IPv6), ...". Weitere Details dann in Section 2 mit der Überschrift: "Dual IP Layer Operation".
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Hat denn die Fritzbox ein ISP-Profil für "htp"?
Ja, ich kann bei Zugangsart zwischen htp All IP Fiber und htp NGN fiber auswählen.
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Dem OP geht es ja auch nur darum, DualStack für sein künftiges Omada-Gateway (im Tauch gegen die aktuelle FB) zu fahren unter der Annahme, dass dieses DS-Lite nicht beherrscht. Ob die IPv4-Adresse dabei öffentlich ist oder nicht, spielt vermutlich nur eine nachgelagerte Rolle.
Genau, ich erhoffe mir einfach eine höhere Akzeptanz/Kompatibilität zu den nicht-FritzBox Routern, wenn mein Anschluss über Dual Stack läuft.
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Und selbst wenn, wird dieses wohl nur den Standardfall "DS-Lite" abbilden. Ich denke daher, du wirst ab Umstellung nur noch IPv6 haben (weil für IPv4 ja DS-Lite im Profil konfiguriert ist, was nun nicht mehr richtig ist).
Nein, das ist nicht so. Der Haken DS Lite ist bei der Fritz!Box nicht destruktiv. Kriegt man Dual Stack vom Provider, funktioniert dies trotz gesetzten Hakens. Es erzeugt nur die Meldung "Got no AFTR" im Log.
Sonst hätten millionen 1&1-Kunden das Problem, die ja wegen Telekom WIA zwischen "kann auf keinen Fall DS Lite kriegen" und "kann vielleicht DS Lite kriegen" zweigeteilt sind und trotzdem das gleiche Anbieterprofil in der Fritz!Box nutzen. Gilt soweit ich weiß auch für Vodafone.
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Nein, das ist nicht so. Der Haken DS Lite ist bei der Fritz!Box nicht destruktiv. Kriegt man Dual Stack vom Provider, funktioniert dies trotz gesetzten Hakens. Es erzeugt nur die Meldung "Got no AFTR" im Log.
Ok, danke für die Info!
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Phino Das ist habe ich nicht gut beschrieben. Aktuell hängt hinter der Fritz kein weiterer Router nur die ganzen Omada Komponenten mit dem notwendigen Controller. Wenn ich jetzt z. B. VLAN einrichten möchte, müsste ich mir einen Omada-Router suchen. Dieser würde dann die FritzBox (Telefonie nutze ich nicht) ersetzen. Da die Omada Geräte wohl keine Probleme mit Dual Stack haben, war ich am Überlegen, ob die Umstellung sinnvoll wäre, da die meisten Einschränkungen wohl mit DS-Lite zusammenhängen.
Dual-Stack ist für jeden Router die simpelste Funktion, weil IPv4 und IPv6 voneinander getrennt sind. Zum ersten Verbindungsaufbau wird meistens IPv4 genutzt. IPv6 kommt nur zum Tragen, wenn es im Router aktiviert ist.
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Hat denn die Fritzbox ein ISP-Profil für "htp"?
Die "DSL-Fritzboxen" ja. Die Fiber-Fritzboxen nicht.
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