Verkabelung über Coax: Symarix Modem oder Devolo Giga Bridge?

  • Hallo zusammen,
    mein Glasfaseranschluss (Deutsche Glasfaser) wird demnächst bei mir auch im Haus verlegt (Kabel in der Straße und bis zur Einfahrt liegt schon mal).
    Im Keller habe ich auch noch eine alte Antennenleitung/ Coax entdeckt, mit welcher ich die Verkabelung bis zu mir in den 1. Stock realisieren kann.
    Nun bin ich mir nicht ganz sicher, welche Lösung ich hierfür verwenden soll.

    • 2 Symarix Modems oder die
    • Devolo Giga Bridge

    Der Verbindungsweg wäre ONT(Keller) > Ethernet-Kabel > Modem/Bridge > Coaxkabel > Modem/Bridge > Fritzbox - richtig?
    Gehen überhaupt beide Lösungen, so wie ich das umsetzen möchte bzw. welches würdet ihr bevorzugen?

    Ach ja - Danke schon mal für gutgemeinte Ratschläge, doch eine Ethernetleitung durch's Haus zu legen...ist aber nicht realisierbar ;)

  • Funktioniert grundsätzlich.

    Wichtig ist, dass du noch genau schaust, dass es keine Abzweigung/Offene Enden bei der Koaxialkabel gibt. Es ist natürlich auch ein Frage der Leitungsqualität. Koaxialkabel aus den 60er/70er sind da sehr bescheiden hinsichtlich Schirmung etc. Dann darf man da keine Wunder erwarten.

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  • Ach ja - Danke schon mal für gutgemeinte Ratschläge, doch eine Ethernetleitung durch's Haus zu legen...ist aber nicht realisierbar

    Wenn es Dein Eigentum ist, ist es auch machbar. Nicht immer einfach, aber es ist!
    Habe ich vor über 20 Jahren mit meiner Immobilie gemacht. Komplettes Netzwerk in Leerrohren verlegt. Man kanndas schon.

    Einmal editiert, zuletzt von Schnurz (7. Mai 2026 um 20:12)

  • Wenn es Dein Eigentum ist, ist es auch machbar. Nicht immer einfach, aber es ist!
    Habe ich vor über 20 Jahren mit meiner Immobilie gemacht. Komplettes Netzwerk in Leerrohren verlegt. Man kanndas schon.

    Machbar ist es - aber ich möchte einfach nicht die Mauern und Böden von 2 Stockwerken auffräsen/ durchbohren, um Leerrohre zu verlegen (Ob darin nun Ethernet oder Glasfaser liegt, ist erst mal zweitrangig)
    Ich weiß, dass dies in der Theorie die beste Möglichkeit ist - der Aufwand ist jedoch für mich im Moment nicht abbild- und umsetzbar. Punkt.

    Einmal editiert, zuletzt von Chriz (8. Mai 2026 um 07:31)

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  • Funktioniert grundsätzlich.

    Wichtig ist, dass du noch genau schaust, dass es keine Abzweigung/Offene Enden bei der Koaxialkabel gibt. Es ist natürlich auch ein Frage der Leitungsqualität. Koaxialkabel aus den 60er/70er sind da sehr bescheiden hinsichtlich Schirmung etc. Dann darf man da keine Wunder erwarten.

    Das Haus ist in den 70ern gebaut worden. Die Dachantenne, welche einst daran angeschlossen war, ist inzwischen auch nicht mehr existent. Was genau meinst Du mit "offene Enden"? Das Kabel verläuft durch's EG bis zu mir im 1.OG. Im EG ist in der Wand auch noch ein Anschluss, der aber nicht mehr genutzt wird.

  • Im EG ist in der Wand auch noch ein Anschluss, der aber nicht mehr genutzt wird.

    Genau das wäre ein "offenes Ende" bzw. die Dose in der Leitung die das Signal stören könnte. Diese Dose solltest du wenn möglich entfernen und das Kabel dort mit einem passenden Verbinder "durchverbinden"

  • Früher wurden alte Koax‑Kabelanlagen oft in einer Baum-Topologie verlegt, also in einer Art „Stamm mit Ästen“.
    Das bedeutet:

    • Es gab ein durchgehendes Koaxkabel, das von Dose zu Dose im Haus weitergeführt wurde (durchgeschleift).
    • An diesem einen Kabel wurden die Fernseh- bzw. Kabelfernsehsignale einfach parallel angeschlossen.
    • So musste man nicht von einem zentralen Punkt (z.B. Keller oder Dachboden) für jedes Zimmer ein eigenes Kabel legen (keine Sternverkabelung).
    • Das war billiger und einfacher, weil man nur ein Kabel durchs Haus ziehen und an jeder Stelle eine weitere Dose anhängen konnte.

    Deshalb ist es jetzt wichtig, dass du prüfst, ob zwischen deinem Startpunkt im Keller und deinem Endpunkt im 1. Stock das Koaxkabel tatsächlich am Stück durchläuft – also ohne Unterbrechungen.
    Es sollten keine alten TV‑Dosen mehr dazwischen hängen, z.B. irgendwo im Erdgeschoss, an denen das Signal noch abzweigt oder durchgeschleift wird. Nur wenn das Kabel wirklich durchgehend und ohne solche Altinstallationen ist, eignet es sich sauber für die neue Nutzung.

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  • Danke für die Hinweise. Hilft mir schon mal weiter.
    Gibt es eine Methode, wie ich das prüfen kann?

    Das Verbinden der Anschlüsse im EG bekomme ich wohl hin.

  • Im Erdgeschoss die Dose öffnen und schauen ob da mehr als zwei Kabel ankommen oder nur zwei. Wenn es nur zwei sind sollten die direkt per Kupplung miteinander verbunden werden. Wenn es drei sind musst du halt schauen welches kommende und welches abgehende das richtig Kabel ist. Wenn du das nicht "ausklingeln"* kannst müsstest du es durch ausprobieren herausfinden.

    Notfalls würde ich die Adapter bei Amazon bestellen und ausprobieren ob eine Verbindung zustande kommt. Ich habe gehört man kann da bei Amazon Käufe ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen rückabwickeln.


    *Das "Ausklingen" (Durchklingeln) von Leitungen ist eine Methode, um Kabelenden zu identifizieren oder Durchgang zu prüfen. Mit einem Kabelsucher oder Durchgangsprüfer (z.B. Multimeter) wird ein Signal auf eine Ader gegeben, das am anderen Ende akustisch oder optisch empfangen wird, um Kabelverläufe auch hinter Wänden zu verfolgen.

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  • Bei einer derartigen alten Verkabelung sollten auch die beiden Endpunkte neue Dosen erhalten. Hintergrund ist, das damals die Dosen nur für niedrige Fernsehfrequenz ausgelegt waren. Somit haben sie bei den hohen Frequenzen, die die vorgesehene Hardware nutzen wird, eine unnötige hohe Dämpfung. Schon dein alten Leitung dämpfen stärker als die heutigen Koaxialkabel.

    Ist ähnlich wie von Cat. 5 zu Cat. 7.

    Und auf eine sauberes Auflegen der Schirmung achten, da verirren sich gerne mal Adern.

  • Sorry dass ich noch so spät darauf antworte, aber ich habe es in einem identischen Fall anders gemacht:

    Router (Fritzbox) in den Keller und das interne Netzwerk dann über die Koax-Umsetzer (bei mir: Gigacopper) in das Haus. Vorteil: auch da uns gab es eine Dose im EG und eine Dose im OG, statt die Dose im EG abzuklemmen kam dort aber auch ein Koax-Umsetzer dran. Somit gibt es im EG und im OG einen Anschluss, an dem dann jeweils Fritzboxen im Client-Modus als WLAN-APs hängen. Zusätzlich hängt das (analoge) Telefon an der Fritzbox im OG, wenn alle im Mesh betrieben werden kein Problem.

    So habe ich nicht die Dose im EG abklemmen müssen, sondern konnte die stattdessen zur Verbesserung der WLAN-Abdeckung verwenden.

    Nachteil: man braucht einen Adapter und zwei Fritzboxen (oder ähnliches) mehr, spart sich aber wieder ggf nötige WLAN-Repeater ein.


    Geht natürlich nur, wenn die Adapter mehr als nur Point-to-point können. Die Gigacopper und WIMRE auch die Devolos können das.