LWL für LAN im Außenbereich?

  • Doch. Wenn der Abstand zwischen den beiden Stellen (Wohngebäude und Gartenhaus) groß genug ist (hier etwa 20 Meter), und die Anlage im Gartenhaus einen eigenen Potentialausgleich (Staberder) bekommt. Dann können zwischen dem Erdpotential Haus und dem Erdpotential Gartenhaus Unterschiede auftreten und damit Ausgleichsströme fließen. Ebenso wie zwischen zwei Wohnhäusern.

    Dies erscheint etwas weit von der Realität entfernt eine Gartenhaus, Poolhaus, Garage oder Carport mit eigenen Staberder. Auch bei einer Wallbox macht man das doch nicht wenn die 20 Meter weg hängt vom Haus. ;)

  • Gartenhaus, Poolhaus

    Bei einem Pool würde ich schon versuchen das Erdpotential so nah und mit geringstem Widerstand zu generieren. Da kann ein Staberder in der Nähe eher von Vorteil sein. Über die Strecke zum Wohnhaus hast du dann aber ggf. einen Potentialunterschied und daher möglicherweise Ausgleichsströme.

  • Bei einem Pool würde ich schon versuchen das Erdpotential so nah und mit geringstem Widerstand zu generieren. Da kann ein Staberder in der Nähe eher von Vorteil sein.

    Ich verstehe immer noch nicht was das bringen soll, außer das man die beschriebenen Probleme mit evtl. Ausgleichsströmen damit heraufbeschwört.

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  • Noch Mal zur Verdeutlichung, welche Rollenware ich meine: PE Rohr 32 mm PE100, blau oder Schwarz-Blau PN10, 32mm HD

    Danke, ja ich denke so eins wird es. Wir haben davon auch noch irgendwo, allerdings in schwarz, das ist innen sehr glatt und ich bekam sogar einen SC-Stecker durch (habe vorbereitend für FTTH vor einiger Zeit davon ein Stück Richtung Dachboden gelegt, auch wenn ich wahrscheinlich einen anderen Weg nehmen werde wenn es soweit ist). Vielleicht ist noch genug da. Ansonsten das 32er, macht es wahrscheinlich auch einfacher. Kriegt man ggf. auch das Stromkabel mit durch.

  • Mein Papa und mein Bruder haben nun dieses Kabel, 40 m OS2 LC Duplex [Anzeige] in ein HT-Rohr DN 40 gelegt. Wenn ich MC220L nehme, geht dann auch dieses Modul - oder welchen Vorteil hab ich bei dem verlinkten Kabel mit BiDi? Ich müsste die Stecker dafür auftrennen. Zwei separate Strecken brauche ich nicht (es sei denn man kann auch noch Audio analog oder SPDIF übertragen).

    Ich überlege, hausseits statt des Medienkonverters einen Mikrotik hEX S einzusetzen. Dann ist nicht direkt das gesamte Heimnetz in den Außenbereich exponiert, auch wenn das hier im Dorf nicht so kritisch sein dürfte. Geht damit auch das o. g. SFP-Modul in der "Generic"-Ausführung?

    TP-Link MC220L bei Amazon ca. 16 Euro/Stk.
    BiDi SFP Modul bei FS Germany ca. 12 Euro/Stk.

  • oder welchen Vorteil hab ich bei dem verlinkten Kabel mit BiDi?

    Mit BiDi reicht eine Faser fuer beide Richtungen, d.h. Dein Duplex-Kabel erlaubt dann zwei unabhaengige Links/Verbindungen... wenn Du nur eine brauchst wuerde ich die Entscheidung vom Preis abhaengig machen... Ach, ja, bei BiDi muss man, meine ich, immer passende Modulpaare kaufen, jeweils mit "invertierter" Sende- und Empfangsfrequenz, so dass die miteinander "sprechen" koennen, bzw. dass die ihre gegenseitigen Sendungen auch sehen koennen.

    Das Kabel duertfte LC/UPC sein, d.h. Du solltest ein Modul mit LC/UPC auswaehlen, Dein verlinktes Modul duerfte passen.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (19. April 2026 um 13:33)

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  • Bidi-Module kauft man am besten direkt im Set, aber wichtig ist vor allem, dass die Frequenzen (auf dem verlinkten Modul stehen 1310nm) angegeben zusammen passen. Eigentlich kenne ich es auch nur so, dass Transmit- und Receive-Frequenzen angegeben werden, das Gegenstück muss die gleichen Frequenzen nutzen nur umgekehrt (das die Gegenstelle eben empfängt, was vom anderen Modul gesendet wird und dementsprechend auch umgekehrt.
    Wie weit die Frequenzen eine Rolle spielen beim Kabel ist mir weniger bekannt. Ich nutze Bidi-Module, dementsprechend Single-Mode GF-Kabel für den Bereich 1310-1350 was auch bei GPON genutzt wird. Zumindest das verlinkte Kabel hat in der Beschreibung 850nm stehen.
    Auf die richtigen Stecker achten, GPON nutzt üblicherweise LC-APC Stecker (also die typischen grünen), das verlinkte Kabel nutzt LC-UPC (blaue Stecker, auch wenn es da nur um 8° Unterschied geht). Ich habe mich für Bidi, ähnlichen Wellenlängen wie bei einem GPON-Modem und LC-APC Steckern entschieden, weil ich für die Verbindung zum Nachbarn das bereits verlegte GF-Kabel der Telekom benutzt habe. Man kann es auch andersrum vorteilhaft sehen: sollten wir die Netze wieder trennen, kann er darüber wieder einen GF-Vertrag bei einem Provider abschliessen (also zumindest mit den aktuell verwendeten GPON-Modulen).

    Telekom Glasfaser 300 über Fritzbox 5690pro

  • Das funktioniert alles, danke noch mal für die ganzen Tipps!

    Schon cool, dass man das alles für unter 100 € bekommt.

    Erster Versuch mit iperf3 (default) stabile 1-Gbps-Verbindung, bzw. mehr als ~940 Mbps netto kommt ja auch mit reinem Twisted-Pair nicht zustande. Aber ist für die SFP-Module heute ja auch gar kein Problem mehr.


  • Wieviel Netto vom Brutto bleibt, haengt halt von der tatsaechlichen Paketgroesse ab und vom Overhead pro Paket... (und auf welcher Ebene/OSI-Schicht man das Netto misst). ca. 940 ist ein guter Richtwert fuer TCP-Durchsatz auf Gigabitethernet mit MTU1500/MSS1460.

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