Erfahrungsbericht SFP-Modul mit Fritzbox 5690 Pro, 2025-11

  • Hallo zusammen,

    gerne beschreibe ich hier meine Erfahrungen mit einem zweiten DG 1000/500 Anschluss am Gf-TA und einer eigenen Fritzbox 5690 Pro samt dem mitgelieferten SFP-Modul.

    Letzte Woche war der zweite Techniker da und hat ein zweites, neueres ONT angebracht und dieses am Gf-TA in der zweiten Buchse. Ich will aber wegen dem Ping und der allgemein besseren Leistung die Direktverbindung vom Gf-TA zur Fritzbox 5690 Pro.

    Folgende Vorteile gibt es im Betrieb mit dem SFP-Modul:

    01. Strom einsparen durch Wegfall ONT

    02. Mehr Leistung, besserer Ping, weniger Jitter. Insgesamt schwierig zu messen aber es ist so. Die höhere Leistung kommt durch die direkte Umwandlung im SFP-Modul des Lichts. Es wird die weitere LAN-Verbindung vom ONT zur Fritzbox-WAN eingespart.

    Der Weg über den ONT am WAN ist einfach überflüssig. Es kommt vom Gf-TA zum ONT, dort dann per RJ-45 in den Ethernet-Switch, an dem die anderen LAN-Buchsen hängen und dieser Switch muss dann geteilt mit den anderen LAN-Buchsen über die Backplane zum Prozessor. Per Modem-Verbindung und das ist die SFP-Buchse hat man einen Direktdraht zum Prozessor und spart sich das lästige Umwandeln in RJ-45 und Dauerswitching mit den LAN-Buchsen über die Backplane.

    03. Die WAN-Buchse praktisch aller Fritzboxen sind geteilt (shared) mit den LAN-Buchsen. Wird das WAN voll ausgeschöpft, bspw. die 1G voll im Download, dann bleiben nur noch wenige Mbit übrig für das LAN. Mit der SFP-Anbindung kann das volle GF genutzt werden und gleichzeitig das volle LAN. Mit DSL geht das auch. SFP plus LAN, DSL plus LAN sind getrennt. WAN und LAN sind geteilt.

    04. Die WAN-Buchse ist die einzige 2,5G-Buchse. Jetzt da die frei wird, kann man dort, wie bei DSL, einen 2,5G-Switch anschließen und das ganze Netzwerk zu 2,5G wechseln. Man kann es auch weiterhin als weitere 1G-LAN-Buchse benutzen

    Als Nachteile gibt es praktisch nur den erweiterten, einmaligen Einrichtungsaufwand. Sowohl auf der Fritzbox in der Aktivierung als auch im Haus/Wohnung bei der Verlegung der LC/APC-Panzerkabel. Die alten Telefon/LAN-Kabel gehen raus und neue LC/APC-Panzerkabel kommen dort rein.

    Da die Frage immer wieder aufkommt beschreibe ich hier nochmal den ganzen Ablauf:

    01. Wie oben beschrieben war der Techniker da, hat ein ONT am Gf-TA installiert, diesen ONT dann selbst aktiviert, etwas warten lassen und schon lief der Anschluss. Genauso war es bei mir, ich habe hier einen fertigen ONT-Anschluss gehabt.

    02. Dann habe ich die Fritzbox 5690 Pro ausgepackt, dort das GPON-SFP-Modul rausgenommen, die Klappe dort geschlossen gelassen. Anschließend habe ich das beiliegende LC/APC-Kabel genommen und dort vorne den grünen Schutz-Pin entfernt, dieses Ende habe ich in das SFP-Modul gesteckt. Das SFP-Modul dann in die Fritzbox. Anschließend bin ich mit dem Kabel, der Fritzbox zum Gf-TA gegangen. Dort habe ich das alte LC/APC-Kabel vom ONT entfernt. Der Gf-TA hat schwer sichtbare Klappen, die man nach unten aufklappen muss und nach Aufklappung steckt man von unten filigran das LC/APC-Kabel rein. Wie in der Anleitung beschrieben muss alles stehen und fertig sein und dann erst die Fritzbox ans Stromnetz gesteckt werden.

    03. Ich habe dann die Standard-Adresse der Fritzbox aufgerufen, der Einrichtungsassistent hat richtigerweise den Gf-Anschluss erkannt. Ich muss nur zwei Klicks klicken, die weitere Einrichtung habe ich einfach übersprungen. Es läuft ja ohne Aktivierung nicht, das kann man nur überspringen.

    04. Anschließend habe ich einige Minuten, es müssten so ~5 gewesen sein, gewartet und habe dann die Webseite http://activation.deutsche-glasfaser.de aufgerufen. Ja es ist noch http, eventuell mit dem Browser aufpassen, die nehmen standardmäßig https oder eine Suchmaschine. Das schlägt fehl, es muss die Webseite direkt per http aufgerufen werden.

    05. Dort habe ich den Code aus dem Kundenportal eingegeben. Den habe ich mir in weiser Voraussicht rauskopiert und dann einfach eingefügt. Im nächsten Schritt wurden meine Kundendaten richtig gezogen und unten rechts habe ich auf Reaktivieren geklickt. Ich habe nirgends angerufen und niemandem die Modem-ID der Fritzbox oder des SFP-Moduls mitgeteit. Danach war der Anschluss fertig. Ich habe einige Minuten gewartet, dann ging es immer noch nicht. Ich habe dann in Internet > Verbindungsdetails die Verbindung neu verbunden.

    06. Anschließend ging alles und ich konnte entsprechend Webseiten aufrufen.

    Mit dem Notizbuch, Windows 10 und den Standard-Einstellungen in dem Netzwerk-Adapter Intel 219V hatte ich deutlich schlechtere Werte in der Leistung, zusammen mit grottig-schlechten Pings. Man sieht es hier. Es sind nur 300/200 und ein Ping von 405 steht da für den Download.

    Im offiziellen Speedtest, bzw. den Servern von der DG dazu, sieht es besser aus. Beim Download werden ~800 Mbit erreicht, es fehlen 150 Mbit. Im Upload sieht es erneut katastrophal aus und es werden nur 300 Mbit statt glatt 500 Mbit erreicht:

    Mit der Linux Live-Distro Knoppix wurden dann die vollen 950/510 erreicht mit entsprechend den gleichem 16er Ping.

    07. Am Standrechner anschlossen habe ich dann ein sehr gutes Ergebnis erhalten. Am besten den offiziellen Speedtest von der DG benutzen: https://www.deutsche-glasfaser.de/service/speedtest

    Am Standrechner zeigt auch der Speedtest.net dann die volle Leistung:

    08. Bei meinem Anschluss bin ich mit einem Modell von Nokia und einer 2,5G/1,25G-Verbindung verbunden:

    09. Insgesamt bin ich nun zufrieden, muss aber noch so einiges erledigen. Nun wie gesagt das LC/APC-Panzerkabel in die Wände legen, dieses am Gf-TA anschließen, dann die Fritzbox hoch, dort das Panzerkabel am anderen Ende anschließen. Wenn alles läuft können die Switches dran und die Rechner laufen. Dann das gleiche nochmal an Anschluss-1. Das ist auch ein 1000/500, auch von der DG, an dem alten Nokia-ONT und ebenfalls an einer Fritzbox 5690 Pro.

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro

    6 Mal editiert, zuletzt von Konrad (11. November 2025 um 18:35)

  • 02. Mehr Leistung, besserer Ping, weniger Jitter. Insgesamt schwierig zu messen aber es ist so. Die höhere Leistung kommt durch die direkte Umwandlung im SFP-Modul des Lichts. Es wird die weitere LAN-Verbindung vom ONT zur Fritzbox-WAN eingespart.

    Ich wage zu bezweifeln, dass sich das messbar oder spürbar niederschlägt.

    03. Die WAN-Buchse praktisch aller Fritzboxen sind geteilt (shared) mit den LAN-Buchsen. Wird das WAN voll ausgeschöpft, bspw. die 1G voll im Download, dann bleiben nur noch wenige Mbit übrig für das LAN.

    Das ist vollkommener Unfug. Wer auch immer dir das eingeredet hat: Glaube ihm nie wieder was.

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  • Ich wage zu bezweifeln, dass sich das messbar oder spürbar niederschlägt.

    Genau, das ist in der Tat schwer zu bemessen.

    Das ist vollkommener Unfug. Wer auch immer dir das eingeredet hat: Glaube ihm nie wieder was.

    Nein, das ist definitiv wahr, zu 100%. Es steht auch so, unter anderem bei Geizhals:

    Da steht, dass das LAN mit dem einen RJ-45 2,5G geteilt ist. Bei Vollauslastung bricht die LAN-Leistung ein. Man kann unter anderem, je nachdem was man macht, keinen Datentransfer mit einer ordentlichen Datenrate tätigen. Für viele Workloads ist dann das ganze Netzwerk mit dem ONT bei Vollauslastung nicht mehr zu gebrauchen.

    Ich hole Popcorn

    Hm, was ist so spannend? ^^

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro

  • Da steht, dass das LAN mit dem einen RJ-45 2,5G geteilt ist.

    Nein, das bedeutet, dass du den Anschluss je nach Konfiguration als LAN oder als WAN benutzen kannst. Das hat NICHTS damit zu tun, dass die Bandbreite geteilt ist. Deine Aussage, dass bei hoher Auslastung fürs WAN nur wenige MBit/s fürs LAN übrig bleiben, ist und bleibt hanebüchener Unsinn. Wäre dem so, bekäme man bei einer Fritzbox, die den Anschluss als WAN Anschluss nutzt, ja immer maximal die Hälfte der Bandbreite hin, was nachweislich (auch durch Berichte in diesem Forum) nicht stimmt.

    Solche Gerüchte bekommt man nur schwer wieder aus dem Internet raus, wenn ein Idiot sie erst mal verbreitet hat. Deshalb editiere das am besten direkt wieder. Das ist wirklich und ausschließlich Unfug.

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  • Das ist kein Unsinn. Fritz hat zwischen der WAN-Buchse und den vier LAN-Buchsen keinen weiteren Switch eingefügt. Den Switch gibts es nur zwischen SFP und LAN+WAN sowie DSL und LAN+WAN. Das ist dann auch das Standardvorgehen, sonst wären die Fritzboxen noch viel teurer. Aber ich kann nochmal bei Fritz (früher AVM) nachfragen.

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro

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  • Konrad, tu dir den Gefallen, und stelle die Diskussion ein. Du blamierst dich gerade bis auf die Knochen.

    Fritz hat zwischen der WAN-Buchse und den vier LAN-Buchsen keinen weiteren Switch eingefügt.

    Das IST ein Switch, da muss keiner eingefügt werden. Und die Backplane des Switches hat nur 1 GBit/s, oder wie stellst du dir das vor? Dann müssten sich ja auch die LAN Anschlüsse untereinander die Bandbreite teilen. Um das Abtrennen des WAN Ports kümmert sich einfach ein port-based VLAN.

    Den Switch gibts es nur zwischen SFP und LAN+WAN sowie DSL und LAN+WAN.

    Nein, da gibt es keinen Switch, das sind dedizierte LAN Anschlüsse der verbauten Controller.

    Aber ich kann nochmal bei Fritz (früher AVM) nachfragen.

    Oh bitte, nein. Die Leute haben wahrhaftig Wichtigeres zu tun.

  • Die Aussagen sind wie gesagt zu richtig. Es gibt in der Fritzbox nur einen Ethernet-Switch, die WAN- und die LAN-Buchsen hängen alle an diesem einen Switch. Die Bandbreite wird sich geteilt. Bei Vollausleistung der WAN-Leistung bleibt nichts mehr für das LAN übrig. Daher am besten direkt an der Modem-Verbindung der SFP-Buchse anschließen. Schaue dann in den ChatGPT-Anhang, dort ist es beschrieben.

  • Nur dass ChatGPT keine Ahnung von Switch Backplanes hat, deren Kapazität ist deutlich höher, üblicherweise über 10 GBit/s. Ansonsten hast du gerade mit ChatGPT bewiesen, dass du Unsinn erzählt hast.

    Zitat

    Der Switch-Chip im Router hat meist eine interne Gesamtbandbreite, z. B. 2,5 Gbit/s oder 5 Gbit/s, die zwischen allen Ports dynamisch genutzt wird.

    Wenn also:

    am WAN-Port 1 Gbit/s Volllast anliegt (z. B. vom ONT bei 1000/500 Mbit/s), und gleichzeitig mehrere LAN-Geräte aktiv sind, dann wird die Backplane-Bandbreite und CPU-/SoC-Leistung zum limitierenden Faktor.

    Aber auch nur, wenn die Backplane die Gesamt-Rate der LAN Anschlüsse nicht eh übersteigt.

    Wie gesagt, schau die einfach die Berichte hier im Forum an, wenn du mir nicht glaubst. Oder messe es selber an deinem System.

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  • Dass dort 10G Backplanes verbaut sind, bspw. bei der 5690 Pro oder der 4060 weißt du doch auch nicht. Es steht nirgends geschrieben oder ist öffentlich dokumentiert.

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro

  • Wenn du es nicht besser weißt, dann solltest du nicht KI halluzinieren lassen, sondern dich auf Fakten berufen.

    Danach kannst du mit empirischen Beobachtungen punkten. Ansonsten reichen mir schon anekdotische Erfahrungswerte.

    Und die zeigen keinerlei Probleme mit den Backplanes.

    Dass du dich auf den Bart gepackt hast, zeigt ja schon, dass du die Konfiguration LAN/WAN-Port missverstanden hast. Danach hast du verzweifelt versucht, dein Halbwissen zu retten.

    Nichts gegen gesundes Selbstbewusstsein. Aber kritisches Reflektieren hat noch nie geschadet.

  • Siehe hier:

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    Demnach hängt der 2.5 GBit/s Anschluss mit einem QCA8081 Phy direkt an einem Transceiver der CPU, während die 4x 1 GBit/s LAN Anschlüsse über einen QCA8075 versorgt werden, der einen 6.75 GBit/s Uplink zur CPU hat (Datenblatt).

    Damit sind deine Aussagen direkt in mehrfacher Hinsicht wiederlegt:

    • LAN und WAN müssen sich keinen Switch teilen, sondern die WAN Schnittstelle ist separat angebunden, genau wie das SFP Modul
    • Die Anbindung der 4 LAN Ports überschreitet die Kapazität deutlich, so dass alle Ports dauerhaft mit voller Geschwindigkeit versorgt werden können.

    Ich hoffe, damit ist nun endgültig klar, was für ein grandioser Unsinn in deinen Beiträgen steht.

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  • Hier noch ein Update zu dem Speedtest mit dem Notizbuch:

    Es ist immer noch so, dass bei Speedtest.net am Akku nur 300/300 mit katastrophalen Pings erreicht werden. Heftig wer hätte sich das Denken können.

    Im offiziellen Speedtest, bzw. den Servern von der DG dazu sieht es besser aus. Beim Download werden ~800 Mbit erreicht, es fehlen 150 Mbit. Im Upload sieht es erneut katastrophal aus und es werden nur 300 Mbit statt glatt 500 erreicht:

    Ich teste mal die Tage, hoffentlich morgen das gleiche Notizbuch an der Steckdose. Es sollte, wie gesagt, eine Art Energiesparmodus sein. Hoffentlich werden da 1000/500 annähernd erreicht. Eigentlich ist es ein leistungsstarker Prozessor für Notizbücher. Es könnten noch Probleme mit dem Intel-Adapter sein. Allerdings wäre das natürlich richtig heftig und dann leider nicht zu ändern, da fest verbaut und ein zweiter Adapter kann nicht verbaut werden.

    1000/500 Mbit, Deutsche Glasfaser, GPON-SFP-Modul, Fritzbox 5690 Pro

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  • Die Anbindung der 4 LAN Ports überschreitet die Kapazität deutlich, so dass alle Ports dauerhaft mit voller Geschwindigkeit versorgt werden können.

    Achtung! Vorsicht: 4 LAN-Ports a 1GBit/s benötigen im Full Duplex insgesamt mindestens eine Backplane von 8GBit/s (2x1GBit/s x 4) für volle Leistung. Besser wären 8,5GBit/s