Deutsche Glasfaser, Nokia Nokia GPON ONT G-010G-R, Fritzbox 7590: keine Telefonie per Fritzfon seit drei Jahren, immer schwankende Leistung der Internetverbindung

  • Ich bin gerade nochmal die verschiedenen Reiter der Fritzboxeinstellungen durchgegangen und mir sind da ein paar Details aufgefallen.

    Bei den Zugangsdaten stand der Anschluss nicht auf "ONT" sondern auf "externes Modem oder Router" was nach meinem laienhaften Verständnis aber nicht richtig ist. Eine Umstellung auf "ONT" brachte aber keine Änderung.

    Auf dem Reiter IPv6 habe ich von nativ IPv4 auf nativ IPv6 umgestellt, auch ohne Änderung.

    Ist das nun merkwürdig oder denke ich das nur?


  • Wenn ich das Modem tauschen soll, kann das nur über einen lokalen IT-Service passieren, denn ich traue mir das aktuell nicht zu und DG wird dafür keinen Techniker schicken. Bestenfalls misst dir Technik der DG die Leitung von außen bis zum Modem und da bis dahin für DG vielleicht alles normal aussieht wird evtl. auch nichts unternommen.

    Das ist nicht mehr als ein Fernseher anschließen, alles Steckverbinder. Sieht man ja schön auf deinem letzten Bild. Dazu braucht man keinen Techniker.

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  • Das ist nicht mehr als ein Fernseher anschließen, alles Steckverbinder. Sieht man ja schön auf deinem letzten Bild. Dazu braucht man keinen Techniker.

    Danke für den Hinweis. Das Modem muss man aber erst einmal haben. Per Google-Suche habe ich bisher keinen Shop gefunden, wo man es denn bestellen könnte.

  • https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/nokia-gpon-ont-g-010g-r-1g/3137221027-168-1532

    Einen Versuch ist's wert. Dann hast du auch gleich ein Reserve-Schaltnetzteil; diese Wandwarzen gehen nach ein paar Jahren Dauerbetrieb auch gerne mal kaputt.

    Außer dem Umklemmen der Steckverbindung weiß ich aber nicht ob DG Kenntnis der Lower-MAC des ONT haben muss.
    Technisch dürfte auch ein anderes GPON-ONT funktionieren, ich habe jedoch mal gehört dass DG nicht unbedingt alle zulässt. Insbesondere in Verbindung mit Mietrouter könnte das OLT da auf ein bestimmtes Gerät warten, zwecks Fehlerdiagnose.

  • https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/noki…221027-168-1532

    Einen Versuch ist's wert. Dann hast du auch gleich ein Reserve-Schaltnetzteil; diese Wandwarzen gehen nach ein paar Jahren Dauerbetrieb auch gerne mal kaputt.

    Außer dem Umklemmen der Steckverbindung weiß ich aber nicht ob DG Kenntnis der Lower-MAC des ONT haben muss.
    Technisch dürfte auch ein anderes GPON-ONT funktionieren, ich habe jedoch mal gehört dass DG nicht unbedingt alle zulässt. Insbesondere in Verbindung mit Mietrouter könnte das OLT da auf ein bestimmtes Gerät warten, zwecks Fehlerdiagnose.

    Danke dir. Die Anzeige kenne ich, aber da muss ich dann darauf vertrauen, dass die Teile wirklich neu sind - ich denke mal drüber nach. Meine Bedenken mögen jetzt übertrieben scheinen, denn ich kaufe sonst auch gerne auf Kleinanzeigen. In diesem Fall fühle ich mich aber schon wie das gebrannte Kind ...

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  • Auf dem Reiter IPv6 habe ich von nativ IPv4 auf nativ IPv6 umgestellt, auch ohne Änderung.

    Stell es bitte wieder auf "nativ IPv4" zurück - mit beiden Einstellungen bekommst du zwar IPv4 und IPv6, mit "nativ IPv4" geht der Verbindungsaufbau erfahrungsgemäß bei DG aber deutlich schneller (erst IPv4, dann IPv6) als mit "nativ IPv6" (erst IPv6, dann IPv4).

  • Bei den Zugangsdaten stand der Anschluss nicht auf "ONT" sondern auf "externes Modem oder Router" was nach meinem laienhaften Verständnis aber nicht richtig ist. Eine Umstellung auf "ONT" brachte aber keine Änderung.

    Nach meinem Verständnis ist der Unterschied hier nur, ob das externe Modem am WAN-Port oder am LAN1-Port hängt. Wenn dein ONT am WAN-Port hängt (so sollte es sein), dann wäre die "ONT"-Einstellung aus meiner Sicht richtig. Es würde mich dann allerdings wundern, warum der Internetzugang mit der anderen Einstellung überhaupt gelingen konnte.

  • Danke für den Hinweis. Das Modem muss man aber erst einmal haben. Per Google-Suche habe ich bisher keinen Shop gefunden, wo man es denn bestellen könnte.

    Und du hast das Modem damals selber gekauft?

    Eigentlich ist es doch das typische von deinem Provider. Da müsste der dir doch ein neues liefern.

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  • Und du hast das Modem damals selber gekauft?

    Eigentlich ist es doch das typische von deinem Provider. Da müsste der dir doch ein neues liefern.

    Du bist nicht zufällig Kunde der Deutschen Glasfaser? Müsste hilft hier leider nicht, wenn man keinen direkten Draht zu der entscheidenden Stelle bekommt. Ich habe eben wieder mit dem Support telefoniert, um zu erfahren, ob und wann der Technikservice denn wohl gedenkt das Problem zu lösen. Ich spreche jeden Tag mit einem anderen Mitarbeiter und was diese mit meinen Informationen machen, kann ich nicht beurteilen. Da kann man zwar Wünsche äußern, könnte diese aber evtl. ebensogut auf einen Zettel schreiben und mit einem gasgefüllten Luftballon versenden...

    Welche FRITZ!OS-Version hat deine Box eigentlich? Aktuell wäre 8.20.

    Die Fritzbox sagt sie sei aktuell mit FritzOS 8.02

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  • Super! Da du eh auf den ONT warten musst: Wär das nix, direkt auch für nen Zehner einen USB-Ethernet-Adapter zu bestellen? Für den lästigen Test direkt am ONT. Vllt. hast du auch eine Docking-Station für das Laptop für Home-Office, damit ginge es auch.

  • Super! Da du eh auf den ONT warten musst: Wär das nix, direkt auch für nen Zehner einen USB-Ethernet-Adapter zu bestellen? Für den lästigen Test direkt am ONT. Vllt. hast du auch eine Docking-Station für das Laptop für Home-Office, damit ginge es auch.

    Dockingstation ist vorhanden, welcher Powershell Befehl soll dann benutzt werden?

  • Ich werde mir nun ein neues Modem über Kleinanzeigen bestellen und das dann montieren.

    Ich denke mal, so einfach austauschen ist nicht. Der neue ONT wird eine andere Modem-ID haben (weiß nicht, ob die am Gehäuse klebt), die du zuvor bei DG melden musst. Und ob DG einen ONT-Wechsel bei Mietrouter akzeptiert, sei mal dahin gestellt.

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  • Ich denke mal, so einfach austauschen ist nicht. Der neue ONT wird eine andere Modem-ID haben (weiß nicht, ob die am Gehäuse klebt), die du zuvor bei DG melden musst. Und ob DG einen ONT-Wechsel bei Mietrouter akzeptiert, sei mal dahin gestellt.

    Versuch macht kluch - weitere Untätigkeit mit Hoffnung auf die DG führt offensichtlich zu gar nichts.

  • Dockingstation ist vorhanden, welcher Powershell Befehl soll dann benutzt werden?

    :thumbup: Die hat ja sicherlich eine LAN-Buchse.

    Derselbe PowerShell-Befehl wie vorher. Wenn das Modem OK ist, sollte bei "Link Speed" der Wert 1000/1000 auftauchen.

    Falls PowerShell auf dem Dienstlaptop gesperrt ist:

    Windows 10 / 11:
    Windows-Taste > "netzwerkeigenschaften anzeigen" eingeben > ENTER > dort den Wert bei "Verbindungsgeschwindigkeit (Empfang/Übertragung)" gucken

  • Ich habe die Powershell-Abfragen gerade mit dem Laptop gemacht.

    Setup für die Ergebnisse im Anhang ist folgendes:

    Das erste Ergebnis zeigt die Leistung von 1Gbps des Laptops an der LAN-Leitung die sonst am Desktop hängt. Hier muss ich ergänzen, dass ich Idiot (!) offensichtlich nicht gerafft habe, dass der Adapter, den ich zwischen LAN-Kabel und Desktop benutzt habe, die Drosselung auf 100 Mbps verursacht hat. Benutzt habe ich den, weil ich ich bis vor kurzem Arbeitslaptop und Privatdesktop in einem Zimmer nebeneinander stehen hatte. Das LAN-Kabel musste also immer zwischen den beiden hin- und hergesteckt (Arbeitszeit und Freizeit) werden. Da der Stecker des LAN-Kabels eine Gummi-Wölbung über der Steckersicherung hat, war der Stecker nur mühsam aus den Rechnerbuchsen zu entfernen. Zudem hatte ich Bedenken, dass die Buchsen der Rechner darunter leiden und irgendwann defekt sind. Also habe ich mir diesen Adapter besorgt, der einen "normalen" Stecker hat und einfacher und schonender aus den Rechnerbuchsen zu entfernen war. Die extreme Drosselung der Leistung war mir nicht aufgefallen, weil ja beide Rechner ähnlich langsam waren. Wie blöd kann man sein ... ?

    Nun kann ich auch die Breitbandmessreihe am Desktoprechner machen, die ersten 3 Messungen habe ich schon gemacht. Das Ergebnis ist aber immer noch wie die Browsermessung des Laptops im Anhang. Der Adapter war also nicht dafür verantwortlich, dass nur knapp unter 100 Mbps am Desktop ankommen.

    Das zweite Ergebnis zeigt die 100 Mbps, als der Laptop an der LAN-Leitung hängt, die vom Modem kommt und sonst in den WAN-Eingang der Fritzbox geht.

    Was soll man den jetzt diesen Ergebnissen entnehmen? Warum kann das Laptop, dass an dem normalen Setup über Modem und Fritzbox hängt ein Ethernet-Potential von 1 Gbps angeben und direkt am Modem nur 100 Mbps?

    Ich wiederhole den Test am Modem morgen nochmal mit einem neuen noch zu erwerbenden kurzen LAN-Kabel, um das bisher unauffällige alte LAN-Kabel sicher als Fehlerquelle auszuschließen. Ich hatte das Setup zwar schon mit einem neuen 25 m LAN-Kabel zwischen Modem und Fritzbox getestet, aber sicher ist sicher.

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  • Tja, Du hast keinen normalen Adapter verwendet, sondern einen dieser Adapter die aus Kabeln mit 8 Adern (1 Gbps) sozusagen zwei Kabel mit 4 Adern (2 x 100 Mbps) machen. Das ist ja auch gut aus dem Schaltbild zu erkennen.

    Im Nachhinein ist man immer schlauer! Wichtig ist das Sammeln von Erkenntnis und ich glaube Du kennst nun des Unterschied zwischen Fast Ethernet und Gigabit Ethernet Kabeln.

    Wiederhole bitte den Test ohne diesen Adapter und schau noch einmal in die Einstellungen des Adapters Autobegotiation bzw. 1000 Mbps Full Duplex.

  • Also habe ich mir diesen Adapter besorgt, der einen "normalen" Stecker hat und einfacher und schonender aus den Rechnerbuchsen zu entfernen war. Die extreme Drosselung der Leistung war mir nicht aufgefallen, weil ja beide Rechner ähnlich langsam waren. Wie blöd kann man sein ... ?

    Das zweite Ergebnis zeigt die 100 Mbps, als der Laptop an der LAN-Leitung hängt, die vom Modem kommt und sonst in den WAN-Eingang der Fritzbox geht.

    Was soll man den jetzt diesen Ergebnissen entnehmen?

    Sei nicht zu streng mit dir, jeder sucht mal an der falschen Stelle! Oder übersieht das Offensichtliche.
    Hier kann man schön erkennen, warum man Ethernet heutzutage nicht mehr passiv aufteilt sondern aktive Sterntopologien aufbaut.

    Zitat

    Warum kann das Laptop, dass an dem normalen Setup über Modem und Fritzbox hängt ein Ethernet-Potential von 1 Gbps angeben und direkt am Modem nur 100 Mbps?

    Das hängt damit ebenfalls zusammen: Zwischen Fritzbox und Laptop wird die mögliche Geschwindigkeit ausgehandelt, in dem Fall 1000 Mbps, also Gigabit Ethernet.
    Was WAN-seitig an der Fritzbox hängt, ist für das Netzwerk irrelevant. Es könnte ja auch ein total langsamer "Dorf-DSL-"-Anschluss mit 0,384 Mbps sein - das Heimnetzwerk, also das LAN von FB zu Laptop, würde trotzdem 1 Gbps zur Verfügung stellen können.

    Mögliche Ursache (Ferndiagnose nach wie vor schwierig!): Modem ist defekt und stellt nur noch max. Fast Ethernet zur Verfügung; d. h. 100 Mbps.