Lünecom-Glasfaser (als Nachfolger von LilaConnect) / Technische Eigenschaften?

  • Hallo zusammen,

    wir werden wohl demnächst von unserem aktuellen GF-Provider (Lila Connect) auf Lünecom "zwangsumgestellt", da die Lünecom sowohl Leitung als auch Provider-Betrieb von Lila Connect übernehmen wird).

    Um mich schon mal etwas darauf vorbereiten zu können, würde ich gerne etwas mehr über die Technik bei der Lünecom erfahren. Hier im Forum konnte ich schon lesen, dass die Lünecom AON verwendet. Bei der Lila Connect ist es derzeit GPON, das würde also höchstwahrscheinlich bei uns umgestellt.

    Weiterhin würde mich interessieren: Was nutzt die Lünecom? IPv4? IPv6? "Richtigen" Dual-Stack oder DS-Lite? Bei Lila Connect ist es aktuell (quasi luxusmäßig :)) reines IPv4 mit öffentlicher IPv4-Adresse. IP wird nie geändert.

    Ich nutze aktuell ein Unifi UXG Fiber, dort aber den RJ45-Port als WAN-Port zum ONT der Lila Connect. Zukünftig würde ich dann via SFP-Modul direkt an den APL gehen.

    Die Schnittstellenbeschreibung der Lünecom habe ich gelesen, aber die o. g. Fragen konnte ich dort zumindest nicht rauslesen.

    Vielleicht gibt es hier ja einige Lünecom-GF-User, die mir ein paar Infos geben könnten!

    Danke & Gruß,

    JD

  • Ich glaube, das wird schwer, hier einen Nutzer zu finden. Lünecom verwendet standardmäßig Dual Stack mit CG-NAT. Eine öffentliche IPv4-Adresse bekommt man gegen Aufpreis.

    Ich würde nicht davon ausgehen, dass du auf AON umgestellt wirst.

  • Danke für die Rückmeldung. Ich hatte hier im Forum mit dem Suchbegriff "Lünecom" schon einige Treffer gehabt. Insofern war die leise Hoffnung, dass hier auch aktive Lünecom-GF-User mitlesen und ggf. antworten könnten.

    Was AON/GPON angeht: Ist das (Insider)Wissen, wenn du davon ausgehst, dass das nicht umgestellt wird? Oder mehr so aus der Kategorie Bauchgefühl?

    Das hat halt Auswirkungen darauf, was ich noch so an Equipment bräuchte. Den derzeitigen ONT kann ich definitiv nicht weiternutzen, das hat Lünecom schon allen Lilaconnect-Nutzern schriftlich mitgeteilt. Das lässt mich eben doch vermuten, dass sie auf AON umstellen.

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  • jaydee73 25. August 2025 um 20:36

    Hat den Titel des Themas von „Lünecom-Glasfaser / Technische Eigenschaften?“ zu „Lünecom-Glasfaser (als Nachfolger von LilaConnect) / Technische Eigenschaften?“ geändert.
  • Danke für die Rückmeldung. Ich hatte hier im Forum mit dem Suchbegriff "Lünecom" schon einige Treffer gehabt. Insofern war die leise Hoffnung, dass hier auch aktive Lünecom-GF-User mitlesen und ggf. antworten könnten.

    Was AON/GPON angeht: Ist das (Insider)Wissen, wenn du davon ausgehst, dass das nicht umgestellt wird? Oder mehr so aus der Kategorie Bauchgefühl?

    Das hat halt Auswirkungen darauf, was ich noch so an Equipment bräuchte. Den derzeitigen ONT kann ich definitiv nicht weiternutzen, das hat Lünecom schon allen Lilaconnect-Nutzern schriftlich mitgeteilt. Das lässt mich eben doch vermuten, dass sie auf AON umstellen.

    Das ist kein Bauchgefühl.
    Wenn fremde Netze eingekauft/übernommen werden, lässt man die alte Technik laufen (Never change the runnig system) ;). Eine Umstellung von GPON auf AON im Nachgang ist ein Millionengrab, da ist es wahrscheinlicher, dass es irgendwann auf XGSPON umstellt wird.
    Bei AON ist halt eine deutlich andere Infrastruktur notwendig, inklusiv Leitungswege.

  • Wenn fremde Netze eingekauft/übernommen werden, lässt man die alte Technik laufen (Never change the runnig system)

    Kenne ich anderst herum. Hier in der Region wurde das Netz der Stadtwerke Bad Nauheim durch die Yplay Germany übernommen. Dort wurden alle Anschlüsse von AON auf GPON umgestellt. Das hat ordentlich geholpert, war aber wohl unumgänglich weil die vorhandenen aktiven Komponenten schon über 10 Jahre alt waren. Bei den Kunden waren überwiegend noch uralte Fritzbox5490 im Einsatz, =Odas Netz war quasi komplett "out of support"

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  • AON, also PtP Netzstruktur kann man relativ einfach als PON betreiben, einfach einen Splitter am Standort des Switches dazwischenbauen und den an einen OLT anschliessen, andersrum, also AON ueber PON Netz ist oft schwieriger. Wenn das Netz in PtMP Struktur gebaut wurde und die Splitter nicht in einer Betriebsstelle stehen muss man neue Fasern einziehen, oder Splitter (im Feld) durch aktive Verstaerker ersetzen, beides vergleichsweise aufwendig und teuer.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (26. August 2025 um 10:59)

  • Kenne ich anderst herum. Hier in der Region wurde das Netz der Stadtwerke Bad Nauheim durch die Yplay Germany übernommen. Dort wurden alle Anschlüsse von AON auf GPON umgestellt. Das hat ordentlich geholpert, war aber wohl unumgänglich weil die vorhandenen aktiven Komponenten schon über 10 Jahre alt waren. Bei den Kunden waren überwiegend noch uralte Fritzbox5490 im Einsatz, =Odas Netz war quasi komplett "out of support"

    Dann war das Netz, aber sehr billig und die hatten kein Geld. Aber von AON auf GPON ist einfach und günstig. Sie hätten ja auch AON nur mit neuer Technik ausstatten können, wäre aber sicher teurer gekommen.

  • Hui, da ist ja nun doch einiges an Feedback gekommen. Vielen Dank an alle!

    Ja, grundsätzlich scheint es wirtschaftlich eher fragwürdig, dass das von GPON auf AON umgestellt wird. Dem stimme ich durchaus zu.

    Wobei, durch die Tatsache, dass sie schriftlich (und damit offiziell) angekündigt haben, dass der vorhandene Lilaconnect-ONT in jedem Fall nach der Umstellung nicht mehr zum Einsatz kommen kann/darf, muss ja aber doch irgendwas umgestellt werden, oder interpretiere ich das falsch? Wenn sie das GPON-Netz einfach weiter betreiben würden, wäre das Rausoperieren der ONTs bei den Kunden ja nicht notwendig.

    Ich hatte jetzt gedacht, dass sie ihr gesamtes Netz aus Gründen der einfachen Managebarkeit lieber komplett auf einer Technologie (=AON) haben möchten und daher das Lilaconnect GPON-Netz auch umstellen (weil der Rest des Lünecom-Netzes halt AON ist). Aber ja, sie werden mit ziemlicher Sicherheit vermeiden wollen, auch an die Leitungswege ran zu müssen.

    Weiterhin habe ich mal (telefonisch) von einem Lünecom-Mitarbeiter auf meine Frage zu AON die Info erhalten, dass sie das Netz umstellen. Aber das war halt nur telefonisch und ich will nicht ausschließen, dass der Mitarbeiter überhaupt nicht gewusst hat, wovon da geredet wird. :)

    Letztendlich aber alles Glaskugelleserei. Wir hier schon gesagt wurde: Warte einfach ab. ;)

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  • Wenn LilaConnect GFTAs mit integriertem ONT gesetzt hatten, ist es auch möglich, dass Sie einfach nur auf einen passiven GFTA umrüsten wollen, um hier gesetzkonform zu sein. Die EWE hat das im eigenausgebauten AON Netz auch bereits hinter sich gebracht.

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  • Eine Anmerkung dann vielleicht doch noch, da ich das nicht einschätzen kann: Hier im Forum gab es bzgl. Lünecom ja mehrfach die Aussage, dass sie ja eine so vorbildliche Schnittstellenbeschreibung haben, so dass jeder "bring-my-own-Router"-User weiß, was darf und was nicht.

    In besagter Beschreibung sprechen sie von einem Modul nach Standard 1000BASE-BX10-U. Ist das dann ein untrüglicher Hinweis, dass bei Lünecom immer AON genutzt wird? Oder kann man das nicht 1:1 schlussfolgern? Worauf will ich hinaus? Wenn sie hier bei uns eben nicht auf AON umstellen würden, müssten sie die allgemeingültige Schnittstellenbeschreibung dann ja auch anpassen.

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  • Ich hatte jetzt gedacht, dass sie ihr gesamtes Netz aus Gründen der einfachen Managebarkeit lieber komplett auf einer Technologie (=AON) haben möchten und daher das Lilaconnect GPON-Netz auch umstellen (weil der Rest des Lünecom-Netzes halt AON ist). Aber ja, sie werden mit ziemlicher Sicherheit vermeiden wollen, auch an die Leitungswege ran zu müssen.

    Weiterhin habe ich mal (telefonisch) von einem Lünecom-Mitarbeiter auf meine Frage zu AON die Info erhalten, dass sie das Netz umstellen. Aber das war halt nur telefonisch und ich will nicht ausschließen, dass der Mitarbeiter überhaupt nicht gewusst hat, wovon da geredet wird. :)

    Letztendlich aber alles Glaskugelleserei. Wir hier schon gesagt wurde: Warte einfach ab. ;)

    Wenn das Netz so alt ist, ist natürlich eine Renovierung angesagt. Ich vermute aber, dass sie bei dieser Gelegenheit eher von GPON auf XGSPON hochrüsten werden, damit brauchen sie nur wenige Teile auszutauschen.

  • Haengt halt von der Netzstruktur ab. Die DG hat bisher in PtP Struktur gebaut und darueber initial AON geschaltet, spaeter aber mit Splittern im PoP auf PON umgeschwenkt. Wenn die LilaConnect ihr Netz ebenfalls in PtP Struktur gebaut haben sollte, waere ein Wechsel auf AON durchaus eine Option...

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  • Haengt halt von der Netzstruktur ab. Die DG hat bisher in PtP Struktur gebaut und darueber initial AON geschaltet, spaeter aber mit Splittern im PoP auf PON umgeschwenkt. Wenn die LilaConnect ihr Netz ebenfalls in PtP Struktur gebaut haben sollte, waere ein Wechsel auf AON durchaus eine Option...

    Theoretisch ja. Der Markt konsolidiert sich aber weltweit zu PON.

    Das ist nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich.

  • Ich bin nicht sicher ob sich die LueneCom da mehr an internationalen ISP ausrichtet oder am Wunsch das eigene Netz halbwegs homogen zu halten.

    Auch wenn es die Sache nicht abschliessend klaert* hier ein Punkt aus der FAQ der LilaConnect:

    Zitat

    Wofür steht FTTH?

    FTTH steht für „Fiber To The Home“ – Glasfaser bis nach Hause. Hierbei wird das Glasfaserkabel bis in den Keller oder z. B. auch in den Anschlussraum eines Einfamilienhauses geführt und von dort bei Mehrfamilienhäusern bis zum Teilnehmeranschluss in die Wohnung. Mit entsprechenden Endgeräten können Übertragungsgeschwindigkeiten von 1000 Mbit/s und darüber hinaus erreicht werden. Bei uns gibt es nur echtes FTTH, und „Punkt-zu-Punkt“ – nicht Glasfaser bis zum Flaschenhals.

    *) Ist ja leider nicht unmoeglich, dass FAQs nicht 100% korrekt formuliert sind, bzw. wer weiss warum Punkt-zu-Punkt in Anfuehrungszeichen gesetzt wurde.