Benötige ich G.Fast für einen Anschluss über Lan/Ethernet?

  • Hallo,

    wir haben einen Glasfaseranschluss per FTTB ins Haus (Keller) bekommen. Von da aus haben wir ein Netzwerkkabel (Cat7) angeschlossen und dieses läuft nun ein Stockwerk höher in unsere Uralt-Fritzbox.

    Da ich die Fritzbox upgraden möchte, ist jetzt meine frage, ob ich G.Fast benötige, da meiner Recherche nach G.Fast nur notwendig ist wenn die Verbindung vom Glasfaseranschluss im Keller zum Router über Kupfer/Telefonkabel erfolgt.

    Also einfach gesagt, muss der neue Router G.Fast unterstützen oder reicht es wenn er ich einfach das LAN-Kabel anstecken kann?

  • flo0193847 23. August 2025 um 14:41

    Hat den Titel des Themas von „Benötige ich G.Fast für einen Anschluss über Lan/Etherner?“ zu „Benötige ich G.Fast für einen Anschluss über Lan/Ethernet?“ geändert.
  • Hallo,

    wir haben einen Glasfaseranschluss per FTTB ins Haus (Keller) bekommen. Von da aus haben wir ein Netzwerkkabel (Cat7) angeschlossen und dieses läuft nun ein Stockwerk höher in unsere Uralt-Fritzbox.

    Da ich die Fritzbox upgraden möchte, ist jetzt meine frage, ob ich G.Fast benötige, da meiner Recherche nach G.Fast nur notwendig ist wenn die Verbindung vom Glasfaseranschluss im Keller zum Router über Kupfer/Telefonkabel erfolgt.

    Also einfach gesagt, muss der neue Router G.Fast unterstützen oder reicht es wenn er ich einfach das LAN-Kabel anstecken kann?

    Mach mal ein Foto von der Box im Keller. Hat diese eine Stromversorgung? ist es ein EFH?
    Dann ist es ein ONT/Glasfasermodem. Dies wirft dann direkt Ethernet aus. Dies wäre der Standard.
    Da kannst du jeden Router nehmen, der als WAN-Anschluss Ethernet hat. Was vermutlich 99 % aller Router sind.

    G.Fast ist ein Ableger von DSL, er wird häufig in größeren MFH eingesetzt, wenn Telefon-/CAT-Kabel vorhanden sind und der Aufwand zu hoch ist für jede Wohnung eine Glasfaserleitung zu legen. Dann müsste aber größere Technik hinter deinem Glasfaserhausanschluss verbaut sein, wenn es ein MFH ist

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (24. August 2025 um 12:58)

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  • Nicht ganz, bei FTTB und vielen Teilnehmer in Gebäuden mit vorhanden LAN-Kabel wird es häufig eingesetzt. Erspart Bautätigkeiten.

    FTTB-Ausbau mit G.fast | Stiegeler

    Na gut, aber von der Verwendung von Telefonkabeln hat der OP nichts gesagt:

    Von da aus haben wir ein Netzwerkkabel (Cat7) angeschlossen und dieses läuft nun ein Stockwerk höher in unsere Uralt-Fritzbox.

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  • Unten im Keller das GF Modem und oben die uralt FRITZ!Box verbunden mit dem CAT7 Kabel welches im Keller beim GF-Modem endet…..
    Wenn das so richtig ist, einfach nur oben die neue Fritze dran, konfigurieren und gut ist. Oder hat deine uralt Fritz g-fast? Denke nicht, aber selbst wenn CAT7 vollbelegt ist perfekt.

  • wir haben einen Glasfaseranschluss per FTTB ins Haus (Keller) bekommen. Von da aus haben wir ein Netzwerkkabel (Cat7) angeschlossen und dieses läuft nun ein Stockwerk höher in unsere Uralt-Fritzbox.

    Ist das ein Ein- oder ein Mehrfamilienhaus? Und was genau wurde am Hausübergabepunkt (HÜP) im Keller angeschlossen?

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit entweder ein Medienconverter fuer AON oder, IMHO am wahrscheinlichsten, ein ONT fuer GPON oder XGSPON, in beiden Faellen "sprechen" diese Geraete auf der Endkundenseite fast immer Ethernet, d.h. Du kannst dann einen beliebigen Router anschliessen der WAN per Ethernet kann (z.B. viele halbwegs aktuelle Fritzboxen).

    Wenn im Keller ein DPU haengt (G.fast, oder VDSL), dann brauchst Du auch einen Router (oder ein bridged Modem) das ebenfalls G.fast oder VDSL "sprechen" kann. Das ist allerdings bei EFH extrem unueblich und wird gerade mal bei MFH gemacht (die meisten DPU haben wohl 8 oder 16 Ports und waeren eine Verschwendung fuer ein EFH).

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (24. August 2025 um 19:07)

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  • Also G.fast ist eine Technik im DSL-Bereich, das hat mit deiner Fragestellung so gar nichts zu tun.

    Jain, G.fast wird schon auch von ISPs fuer FTTB verwendet (z.B. bei NetCologne und wohl auch bei der Telekom) allerdings meist/nur? in MFHs Ja, das ist letztlich eine Spielart von DSL aber nur fuer kurze Strecken.

  • Wenn im Keller ein DPU haengt (G.fast, oder VDSL), dann brauchst Du auch einen Router (oder ein bridged Modem) das ebenfalls G.fast oder VDSL "sprechen" kann. Das ist allerdings bei EFH extrem unueblich und wird gerade mal bei MFH gemacht (die meisten DPU haben wohl 8 oder 16 Ports und waeren eine Verschwendung fuer ein EFH).

    Jain, G.fast wird schon auch von ISPs fuer FTTB verwendet (z.B. bei NetCologne und wohl auch bei der Telekom) allerdings meist/nur? in MFHs Ja, das ist letztlich eine Spielart von DSL aber nur fuer kurze Strecken.

    Danke für die Erläuterung - jetzt habe ich's auch begriffen. Hatte diese Inhouse-"Verteilvariante" nicht im Blick bzw. nicht aus der ursprünglichen Fragestellung darauf geschlossen.

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  • DPU steht fuer Distribution Point Unit, und scheint generell fuer G.fast "DSLAMs" verwendet zu werden also die Upstream Seite eines G-fast Links, zumindest wenn mehrere Ports im Spiel sind (genutzt oder ungenutzt). Ob Inhaus-DSLAMs fuer VDSL2 (z.B. genutzt von NetCologne und M-Net) auch als DPUs bezeichnet werden weiss ich nicht ganz genau. Mein Bauchgefuehl ist, dass Deine Definition korrekt ist.

  • Da nochmal weiter in die Zukunft gefragt: Wenn man in einem MFH mit FTTB+DPU künftig/nachträglich Glasfasern (in Ablösung von Telefon-Leitungen) bis in die Wohnungen verlegt, durch was müsste dann die DPU ersetzt werden?

    1. Wäre das dann ein (aktiver?) optischer Verteiler, der die Datenströme der einzelnen Wohnungsanschlüsse wie zuvor die DPU auf die (eine) Uplink-Glasfaser des FTTB-Anschlusses multiplext?
    2. Oder schießt man nachträglich pro Wohneinheit weitere Glasfasern "in das Haus", so dass jede Wohneinheit einen "echten"/dedizierten FTTH-Anschluss erhält?
    3. Oder kann es auch eine Mischung aus 1. und 2. sein - Variante 2. dann nur für Wohnungsbesitzer, die ihren Vertrag explizit auf FTTH umstellen?
  • Also zu erst mal vorweg, ich habe keine direkte Erfahrung (weder betreibe ich einen ISP noch arbeite ich fuer einen solchen) und kann daher nur Spekulationen anbieten.

    Da nochmal weiter in die Zukunft gefragt: Wenn man in einem MFH mit FTTB+DPU künftig/nachträglich Glasfasern (in Ablösung von Telefon-Leitungen) bis in die Wohnungen verlegt, durch was müsste dann die DPU ersetzt werden?

    Das haengt davon ab was man moechte und ob man einen ISP finder der da mitspielt, prinzipiell gibt es viele Varianten.

    Wäre das dann ein (aktiver?) optischer Verteiler, der die Datenströme der einzelnen Wohnungsanschlüsse wie zuvor die DPU auf die (eine) Uplink-Glasfaser des FTTB-Anschlusses multiplext?

    Das ist eine Option, also fuer AON waere das ein Switch im Keller bei den PONs dann eher ein passiver Splitter. Wenn der ausbauende ISP nicht schon Vorsorge getroffen hat und ausreichend viele Fasern fuer alle WEs bis zu seinem naechsten Verteiler eingezogen hat. Die Telekom, wenn ich das recht erinnere, baut in MFHs selber abhaengig von deren Groesse Splitter ein, d.h. bei grossen MFH kommen wohl oft mehrere kleinere Splitter im Haus zum Einsatz.

    Oder schießt man nachträglich pro Wohneinheit weitere Glasfasern "in das Haus", so dass jede Wohneinheit einen "echten"/dedizierten FTTH-Anschluss erhält?

    Auch das mag sein, aber das ist IMHO nicht sonderlich attraktiv, weil auch Einblasen Geld kostet (bzw. Arbeitszeit) ich wuerde von einem halbwegs kompetenten ISP erwarten, dass der immer ausreichend viele Fasern legt (wie viele das sind haengt davon ab ob der i.d.R. noch Splitter im Haus einsetzt oder nicht).

    Oder kann es auch eine Mischung aus 1. und 2. sein - Variante 2. dann nur für Wohnungsbesitzer, die ihren Vertrag explizit auf FTTH umstellen?

    Auch das ist moeglich, haengt halt vom ISP ab. Wenn der ISP die inhaus Netzebene4 auf eigene Kosten ausbaut, wuerde ich erwarten, dass der alles oder nichts macht, einfach weil das effizienter ist als im selben Haus mit X WEs x-mal einzelne Fasern durchs Treppenhaus zu legen.


    Wie gesagt ist alles Spekulation meinerseits.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (24. August 2025 um 18:28)

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  • Die Telekom, wenn ich das recht erinnere, baut in MFHs selber abhaengig von deren Groesse Splitter ein, d.h. bei grossen MFH kommen wohl oft mehrere kleinere Splitter im Haus zum Einsatz.

    So ist es. Mir ist es von einem MFH mit 14 Parteien bekannt. Da diese Immobilie nur mit einem Gf-Kabel mit weniger Fasern "angefahren" wird, bleibt auch gar nichts anderes übrig. Vor allem, wenn jede Wohnung mit mehreren Fasern versorgt wird.