Maximale Vertragsdauer auf zwei Jahre begrenzt, inkl. Ausbau

  • Mein ISP hat sich das sehr "elegant" aus dem Problem gewunden. Die haben die Auftragsbestätigung einfach erst kurz vor Inbetriebnahme geschickt, also 2,5a nach meinem Auftragswunsch.

  • Ich hatte es schon im "Mainzer Thread" geschrieben. Es wird spannend wie nun die GF-Ausbauer agieren. Evtl. auch gar nicht, siehe die Misere (bis von wenigen Ausnahmen abgesehen) um nicht vorhandene GF-Tas/Glasfaser-Dosen oder missachtete Endgerätewahlfreiheit. Getreu dem Motto: wer sich nicht meldet, ist mit dem Ist-Zustand zufrieden.

    Evtl. kann es die bereits skizzierte Lösung werden: kostenpflichtiger Vorvertrag + Gutschrift in Höhe des Vorvertrages bei Abschluss eines TK-Vertrages mit 24 Monaten Laufzeit oder eine sinngemäße Konstruktion.

    Ich finde es unzumutbar bei eigenwirtschaftlichem Ausbau durch einen Gf-Provider, dass dieser das Risiko vollumfänglich trägt, wenn Kunden abspringen. Damit befördert man das Rosinenpicken der DTAG in neue Höhen. Der deutsche Michel würde sofort von seinem Vorvertrag bei einem Alternativanbieter zurücktreten, falls die Telekom die Ausbauidee anreißt und damit jede Wirtschaftlichkeitsberechnung durch einen Mitbewerber zu nichte machen.

    Ein anderes Thema sind natürlich die Wartezeiten von Vorvertrag bis TK-Vertrag/Anschlussaktivierung. Hier muss ein gerüttelt Maß Vernunft walten und der Vorvertrag bereits eine in Jahren befristete Maximalgültigkeit beinhalten. Wird diese Zeit überschritten läuft der Vertrag stillschweigend aus/beendet sich. 0,5 Jahre sind zu kurz, 5 Jahre jedoch zu lang.

  • Mein ISP hat sich das sehr "elegant" aus dem Problem gewunden. Die haben die Auftragsbestätigung einfach erst kurz vor Inbetriebnahme geschickt, also 2,5a nach meinem Auftragswunsch.

    So war es bei Deutscher Glasfaser auch. Zuerst die Auftragseingangsbestätigung und 2 Wochen vor Anschlussaktivierung kam die Auftragsbestätigung mit den Zugangsdaten via Postbrief. Zwischen Auftragseingangsbestätigung und Auftragsbestätigung lagen 18 Monate, das ist nun aber schon knapp 6 Jahre her.

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  • Damit befördert man das Rosinenpicken der DTAG in neue Höhen. Der deutsche Michel würde sofort von seinem Vorvertrag bei einem Alternativanbieter zurücktreten, falls die Telekom die Ausbauidee anreißt und damit jede Wirtschaftlichkeitsberechnung durch einen Mitbewerber zu nichte machen.

    Anstatt hier die Kunden unredlich zu verunglimpfen, sollte eine ernsthafte Betrachtung erfolgen, wie der schlechteste ISP überhaupt in der Lage ist, Kundenvertrauen zu gewinnen.

    Aber was interessiere ich mich für die reale Situation, wenn wir auch einfach die Augen verschließen können.

  • So war es bei Deutscher Glasfaser auch. Zuerst die Auftragseingangsbestätigung und 2 Wochen vor Anschlussaktivierung kam die Auftragsbestätigung mit den Zugangsdaten via Postbrief.

    Richtig elegant ist das aber auch nicht, weil ja durch den späten Vertragsabschluss (Annahme durch DG) das Widerrufsrecht auch erst spät beginnt.

    Beim mir kam die Bestätigung 1 Jahr nach Bestellung und 9 Monate vor Aktivierung.

  • Anstatt hier die Kunden unredlich zu verunglimpfen, sollte eine ernsthafte Betrachtung erfolgen, wie der schlechteste ISP überhaupt in der Lage ist, Kundenvertrauen zu gewinnen.

    Aber was interessiere ich mich für die reale Situation, wenn wir auch einfach die Augen verschließen können.

    Ich will ja nicht an die Diskussion über die"Connect" Metriken erinnern. Wie ermittelst Du den überhaupt schlechtesten ISP? Ich nehme an, dass Du denjenigen meinst dessen zweiter Buchstabe des Kürzels das G ist.

    Trustpilot ist da ganz anderer Meinung:

    Deutsche Glasfaser: 3,8 von 5 (https://de.trustpilot.com/review/www.deutsche-glasfaser.de)

    Deutsche Telekom AG: 1,5 von 5 (https://de.trustpilot.com/review/www.telekom.de)

    Alles ist relativ...

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  • Während der langen Wartezeit empfand ich als größtes Problem, die mangelnde bzw. nicht existente Informationshgabe des ISPs, wie er die Bauabschnitte in unserer Stadt plant und wann unsere Wohnstraße bzw. unser Wohnviertel an der Reihe ist. Hier könnte der ISP deutlich besser werden.

    Man unterhält sich ja mit Freunden/Bekannten in der Stadt und hört dann, dass der Anschluß in anderen Straßen schon hergestellt ist, man selber wartet aber einfach nur weiter und hat keine Ahnung, ob es noch 1 Woche, 1 Monat oder 1 Jahr dauert.

    Ich denke, der ISP hat ja für den Ausbau einer Stadt einen konkreten Zeitplan, wann welche Straßen an der Reihe bzw. geplant sind. Diese Info an die Neukunden zu verteilen, wäre schonmal ein erster Schritt zur Besserung.

    Ich kenne zB Leute, deren Aktivierung nun schon fast 2 Jahren rum sind, während wir gerade noch im Jahr 1 laufen. Diese Unwissenheit empfand ich am frustrierendsten.

    • ex DGN (Purtel) 600/300 - T-SVDSL 250/40
    • ex ONT Nokia G-010G-R - Zyxel VMG3006-D70A
    • Router: PC Engines APU.4B4 - OPNsense
    • WiFi/DECT: Fritz!Box 7530 AX / Fritz!Box 7490 / Fritz!Repeater 1200 AX
  • Ich denke, der ISP hat ja für den Ausbau einer Stadt einen konkreten Zeitplan, wann welche Straßen an der Reihe bzw. geplant sind. Diese Info an die Neukunden zu verteilen, wäre schonmal ein erster Schritt zur Besserung.

    Bei uns im Dorf war es so, dass wenn Zeitpläne für die nächsten 3-4 Wochen im Amtsblatt veröffentlich wurden, diese nur eine ganz grobe Orientierung mit Abweichungen in alle Richtungen (örtlich und zeitlich) aufwiesen. Monate oder gar ein Jahr im Vorraus wird der Bauablauf wohl nicht exakt geplant.

    Die Frustration kann ich aber verstehen.

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  • Während der langen Wartezeit empfand ich als größtes Problem, die mangelnde bzw. nicht existente Informationshgabe des ISPs, wie er die Bauabschnitte in unserer Stadt plant und wann unsere Wohnstraße bzw. unser Wohnviertel an der Reihe ist. Hier könnte der ISP deutlich besser werden.

    Da stimme ich mit dir überein. Auch die Monate zwischen Ende der Nachfragebündelung und Beginn des Ausbaus könnten zum Vorteil der Vertrauensbildung mit regelmäßigen Infos in der lokalen Zeitung angereichert werden.

  • Ich will ja nicht an die Diskussion über die"Connect" Metriken erinnern. Wie ermittelst Du den überhaupt schlechtesten ISP? Ich nehme an, dass Du denjenigen meinst dessen zweiter Buchstabe des Kürzels das G ist.

    Ich reagiere, wie man erahnen kann, relativ allergisch, wenn Mitmenschen als dumm abstempelt werden (der sogenannte deutsche Michel ist extrem abwertend), wenn die vermeintlichen Experten deren Entscheidungen nicht nachvollziehen können. Ein Markt (Anbieter wie Konsumenten) ist komplex und jeder Kunde trifft subjektive Entscheidungen.

    Zu einer Entscheidung gehören sehr viele Aspekte, u.a.

    • Interessiert es die Kunden überhaupt nicht, ob IPv6 funktioniert oder überhaupt zugewiesen wurde.
    • Ob die Ladezeit einer Webseite (CloudFlare Free Tier) 0,5 oder 1,0 Sekunden dauert.
    • Ob die Latenz zu einem Server in London 30 oder 40 ms beträgt.

    - Unzählige andere Aspekte, die hier (auch von mir) rauf und runter diskutiert werden, aber allesamt eher unter der Kategorie "Tech-Porn" laufen. Zum Beispiel, ob ein Kunde max 940 oder 1000 Mbps im Downstream erreicht. Das spielt in der Realität nicht mal auf Platz 50 eine Rolle für den Allerweltskonsumenten.

    Was ihn aber interessiert:

    • Bisherige Erfahrung mit dem Anbieter
    • Allgemeines Ansehen des Anbieters
    • Bündelangebote
    • Preis
    • Vertrauenswürdigkeit
    • Zuverlässigkeit
    • Testergebnisse

    Und ja, in der breiten Masse sind Testergebnisse von Connect und umlaut Crowdsourcing für mich eine Datenbasis, mit der man arbeiten kann. Dazu müsste man sich aber auch mit der Methode und den Daten dort beschäftigen. Wie die Daten erhoben werden, was passive und aktive Daten sind, etc. Vor allem gilt für mich, die Sicht der Normalkunden einzunehmen.

    Ihr könnt mir gleich gerne zum 100. Mal im Detail erklären, weshalb diese Methode einen speziellen Aspekt, den ihr unfassbar wichtig findet, nicht zu 100% abdeckt.

    Andererseits sollte die Frage mal ehrlich formuliert werden, wieso der Wettbewerb sich dermaßen ins Hemd macht. Da pickt die Telekom plötzlich Rosinen, bei anderen Unternehmen ist es aber völlig akzeptabel, wenn die sich erstmal 60% des Kuchens garantieren lassen, bevor sie die "Kunden" jahrelang hinhalten. Das ist natürlich überhaupt kein Rosinenpicken.

    Noch nie standen die Chancen in Deutschland für weitere Wettbewerber so gut wie jetzt, in den Markt einzusteigen. Denn sie würden nicht in Konkurrenz Kupfer gegen Kupfer stehen, sondern hätten mit Glasfaser einen Riesenvorteil. Da muss man sich schon fragen, was da nicht passt. Die Leidensgeschichten lesen wir hier jeden Tag - man ahnt, woran es liegt.

  • Da hast Du ja weit ausgeholt. Die Begrifflichkeit des deutschen Michels hat durchaus unterschiedliche Bedeutung, ist heute negativ konnotiert, das war jedoch nicht immer so.

    Dennoch verwende ich diese Begrifflichkeit im Sinne des verschlafenen, nicht vorwärts gerichteten Denkens. Positiv ausgedrückt: wertebewahrend konservativ.

    Und, um nun den zentralen Punkt aufzugreifen und nicht aus dem Auge zu verlieren. Die vielen Presseberichte, dass ein Auftreten der Telekom als Gf-Ausbauwilliger einen erheblichen Anteil von potentiellen Teilnehmern abhält bei einem Mitbewerber zu unterschreiben ist kein Hirngespinst von Techniknerds. Das ist von Seiten der Telekom kalkulierter FUD. Insofern kann ich keine Verunglimpfung in #82 erkennen, sondern das deutliche Hinweisen auf das Verhalten von Menschen, die solche Marketingtechniken nicht durchschauen.

    2 Mal editiert, zuletzt von HubeBube (9. Januar 2026 um 18:59)

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  • Jetzt lassen wir mal die persönlichen Befindlichkeiten/Sticheleien beiseite. Hier hat jeder das Recht auf seine Meinung, so lange man diese nicht als absolut darstellt und anderen bei deren Problemen hilft.

  • Und ja, in der breiten Masse sind Testergebnisse von Connect und umlaut Crowdsourcing für mich eine Datenbasis, mit der man arbeiten kann.

    Dann erklaere bitte wie diese Crowdsourcing Daten, insbesondere die passiven zu interpretieren sind und warum die Connect diese fuer ihren Festnetztest nicht mehr verwendet...

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  • Dann erklaere bitte wie diese Crowdsourcing Daten, insbesondere die passiven zu interpretieren sind und warum die Connect diese fuer ihren Festnetztest nicht mehr verwendet...

    Nein, ich gehe hier nicht weiter offtopic, das hat HubeBube bereits entgleisen lassen.

    Und deine Fragen sind bei umlaut nachzulesen. Wir drehen uns da ewig im Kreis.

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  • Ich wette ein guter Teil der Telekomkunden sind seit der Privatisierung dort und haben nie ernsthaft die Angebote der Mitbewerber betrachtet oder andere ISPs ausprobiert. Daraus auf die relative Qualitaet der Telekom zu schliessen ist wenig sinnvoll, weil man dazu annehmen muesste die Wahl der Telekom waere bewusste und informierte Entscheidung...

    Das ist ein weiterer Grund fuer die Ineffizienz unseres TK Marktes, mangelnde Information und Preissensibilitaet bei weiten Teilen der Kunden...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (12. Januar 2026 um 23:04)