Heidelberger Umfrage zeigt: Jeder zweite Deutsche will kein Glasfaser-Internet

  • Ich mache mir eine Statistik so wie sie mir gefällt...

    Frage ich 1000 über 75-jähruge Personen, dann bin ich mir sicher, das die Ablehnungsquoten deutlich über 90% liegt.

    Zentral ist dieser Satz:

    Zitat

    Etwa die Hälfte der Befragten gab zwar an, gerne zu Glasfaser wechseln zu wollen, einen Vertrag würden dann aber doch nicht alle unterschreiben. Rund ein Drittel der Menschen mit positiver Einstellung zu Glasfaser sagten, die Tarife seien ihnen zu teuer. Insgesamt würden also 53 Prozent der Befragten gerade keinen Glasfaser-Vertrag unterschreiben.

    Typisch deutsch: Die Angst vor dem Neuen/Unbekannten.

    Wie wäre wohl das Ergebnis, wenn gefragt worden wäre "Würden Sie rechtzeitig vor der Abschaltung des Internetzugangs über VDSL auf einen Glasfaseranschluss wechseln oder können sie auf einen Internetzugang über Telefondraht verzichten?"

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  • Die meiste Leute wollen preiswertes Internet und denen ist völlig Latte, ob es per Klingeldraht, Kabel, Glasfaser, Funk oder Satellit kommt. Wieso sollen die mehr zahlen wenn sie die zusätzliche Bandbreite nicht brauchen? Ich bin selbst kurz vom Kündigen nach fast drei Jahren erfolglosen Warten und Inhaltsloses Aussagen der Kundendienst. Glasfaser ist bereits angeschlossen, wenn in ein Paar Jahren Kupfer oder sogar HFC abgeschaltet wird, sind die Glasfaserleitungen hoffentlich von einem seriösen Anbieter übernommen worden.

  • Das ist der Lauf der Zeit: Fortschreitende Verdummung durch Absenkung von Anforderungen.

    Welcher Führerscheinneuling weiß denn, dass ein Fahrzeug neben dem Kraftstoff auch noch Schmierstoff benötigt?

    Die Sucheliste von Google ist nicht identisch mit der URL-Zeile des Browsers, usw.

  • Ich bin selbst kurz vom Kündigen nach fast drei Jahren erfolglosen Warten und Inhaltsloses Aussagen der Kundendienst.

    Du bist leider einer der Sonder-/Spezialfälle, die, so bedauerlich diese auch im Einzelfalle sind, nicht dem Regelfall entsprechen.

    Auch wenn es nicht hilft, ein Arbeitskollegen wartet auch seit mehreren Jahren auf den Ausbau durch GVG/Teranet. Er nimmts aber gelassen, da die VDSL Anbindung ausreichend ist.

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  • Das ist der Lauf der Zeit: Fortschreitende Verdummung durch Absenkung von Anforderungen.

    Welcher Führerscheinneuling weiß denn, dass ein Fahrzeug neben dem Kraftstoff auch noch Schmierstoff benötigt?

    Die Sucheliste von Google ist nicht identisch mit der URL-Zeile des Browsers, usw.

    Man kann es Verdummung nennen, man kann es Spezialisierung nennen. In der Realität ist es vermutlich ein Bisschen beides.

    Ich habe den Beispiel mit dem Trinkwasser bereits gemacht: ein altes Eisenrohr wurde durch Kunsstoffrohr ersetzt. Wir müssten die Rechnung bezahlen, an der Wasseruhr kommt aber das, was uns interessiert: Trinkwasser. Wie die Stadtwerke das Rohrnetz gestalten ist deren Sache. Strom und Gas laufen genauso. Nur mit Internet wird von jedem Endbenutzer erwartet, dass er sich mit verschiedenen Technologien auskennt.

    Du bist leider einer der Sonder-/Spezialfälle, die, so bedauerlich diese auch im Einzelfalle sind, nicht dem Regelfall entsprechen.

    Das Netz ist nach kurzen Recherche nirgendwo in dem Landkreis Limburg-Weilburg aktiv. Also ein komplettes Einzelfall bin ich nicht. Was besonders schade ist, ist das das Ausbau selbst eigentlich super gelaufen sei.

    Auch wenn es nicht hilft, ein Arbeitskollegen wartet auch seit mehreren Jahren auf den Ausbau durch GVG/Teranet. Er nimmts aber gelassen, da die VDSL Anbindung ausreichend ist.

    Ich könnte es theoretisch auch gelassen nehmen: unser Preis nach ende der Befristung ist eigentlich sehr gut. Nur denke ich mir: will ich wirklich für etwas so wichtiges (überwiegend Home Office, etc.) mich auf eine Firma verlassen, die bisher auf Verzögerungen ausschließlich mit Straußentaktik reagiert? So lange es keine Störungen gibt, wird alles schön sein mit dem sechsfachen Upload von jetzt und ein Ticken mehr Download. Kommt aber eine, habe ich vermutlich wochenlang kein Internet und am Telefon kriege ich nur dumme, inhaltslose und vorgefertigte Bitten um Geduld. Das Vertrauen ist durch DGN verspielt worden.

  • Ich möchte jetzt keine Vergleiche überstrapazieren, jedoch ist die Wasseruhr vergleichbar mit Gf-TA/TAE-Dose, für alles was danach kommt bist Du selbst verantwortlich. Wenn Du keine Wasserrohres im Haus verlegen kannst, inkl. Der Armaturen am Ende, dann musst Du jemanden beauftragen der dies kann. In der Analogie zum Internetzugang meinen jedoch viele Laien sie beherrschen die Technik, beklagen und schreien, wenn es nicht so funktioniert wie gewünscht, jedoch zu geizig das TK-/IT-Unternehmen für die korrekte Funktionsweise zu beauftragen.

    Das Netz ist nach kurzen Recherche nirgendwo in dem Landkreis Limburg-Weilburg aktiv. Also ein komplettes Einzelfall bin ich nicht. Was besonders schade ist, ist das das Ausbau selbst eigentlich super gelaufen sei.

    Nicht das Netz, sondern ein TK-Providernetz. Meines Wissens funktioniert das Netz von Deutsche Glasfaser in Nieder- und Oberselters, letzteres Bad Camberg er Stadtteil, sehr gut.

    will ich wirklich für etwas so wichtiges (überwiegend Home Office, etc.) mich auf eine Firma verlassen, die bisher auf Verzögerungen ausschließlich mit Straußentaktik reagiert? ... am Telefon kriege ich nur dumme, inhaltslose und vorgefertigte Bitten um Geduld. Das Vertrauen ist durch DGN verspielt worden.

    Ich habe vor langer Zeit geschrieben, das ich mir mit der Vorstellung schwer tue, dass ein Gebiet, welches von Deutscher Glasfaser und/oder Telekom nicht erschlossen werden konnte (aus welchen Gründen auch immer) von Deutsche Giganetz ausgebaut wird. Zu diesen Zeiten war jedoch auch noch "Homes Passed" der Schlüssel zur Bank. In Kelkheim am Taunus baut DGN schon gefühlt seit 4 Jahren aus, ich kenne jedoch nicht den aktuellen Stand.

    Wichtig ist jedoch, das Du auf der Roadmap stehst, der Ausbau erfolgte sicher noch. Wie einige hier auch hielte ich es für einen großen Fehler zu kündigen. Wer sollte danach ausbauen wollen?

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  • Noch besser, den Kunden Geld dafuer geben FTTH zu nutzen...

    Das mit "billiger" ist fuer mich als Kunde ein Wunsch den ich wohl Teile, aber wenn ich mir die Investitionen ansehe die der FTTH Ausbau kostet bin ich nicht sicher wie ein ISP das kurzmittelfristig guenstiger anbieten kann als DSL auf bereits "abgeschriebener" Infrastruktur. Weil FTTH im Betrieb wohl niedrigere Kosten verursacht kann sich das langfristig aendern. Ich erwarte jedoch, dass dieses Problem des Preisgefaelles mittelfristig von den ISPs so geloest wird, dass die DSL Tarife teurer werden statt dass die FTTH Tarife billiger werden. In etwa so hat es die Telekom gemacht, erst die DSL Tarife angehoben und dananch neue FTTH-Tarife angeboten die teilweise guenstiger sind als die neuen DSL Tarife.


    Was Bandbreitendeckelung angeht, so wird die IMHO bleiben. Der Festnetzkunde hat Zugangskapazitaet als Preisdifferenzierungsmerkmal akzeptiert und deshalb duerften ISPs das nicht ohne besseren Ersatz ausgeben (und besser fuer einen ISPs heisst, mehr Ueberschuss). Sieht man im Festnetz allerdings europaweit, dass teurere Tarife mehr Kapazitaet mitbringen. Allerdings nimmt der Grenznutzen zusaetzlicher Kapazitaet fuer die uebliche Nutzungen schnell ab, so dass der Preis pro Bit/Sekunde nur sub-linear mit der Kapazitaet ansteigt.


    Aber mal etwas polemisches, fuer die uebliche interaktive Nutzung (Browsing, Social-Media, ein bisschen Video-Streaming) sind 1000 Mbps Internetzugangskapazitaet kaum spuerbar besser als 100 Mbps...

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (2. November 2024 um 21:34)

  • Ich möchte jetzt keine Vergleiche überstrapazieren, jedoch ist die Wasseruhr vergleichbar mit Gf-TA/TAE-Dose, für alles was danach kommt bist Du selbst verantwortlich. Wenn Du keine Wasserrohres im Haus verlegen kannst, inkl. Der Armaturen am Ende, dann musst Du jemanden beauftragen der dies kann. In der Analogie zum Internetzugang meinen jedoch viele Laien sie beherrschen die Technik, beklagen und schreien, wenn es nicht so funktioniert wie gewünscht, jedoch zu geizig das TK-/IT-Unternehmen für die korrekte Funktionsweise zu beauftragen.

    Das stimmt. Wie Internet an Gf-TA/TAE/Antennenanlage kommt, dürfte mir aber egal sein. Besser noch, es gäbe eine einheitliche Schnittstelle. Träumen darf man ;)

    Nicht das Netz, sondern ein TK-Providernetz. Meines Wissens funktioniert das Netz von Deutsche Glasfaser in Nieder- und Oberselters, letzteres Bad Camberg er Stadtteil, sehr gut.

    Das DGN Netz habe ich gemeint. Man darf sich gerne durch die Links durchklicken:

    Deutsche GigaNetz macht Tempo für Glasfaser-Internet im Landkreis Limburg-Weilburg
    Erste Kommunen sind bereits am Netz | Breitbandausbau soll bis Mitte 2025 abgeschlossen sein Mit einem Investitionsvolumen von weit über 100 Mio. Euro in den…
    www.deutsche-giganetz.de

    DG läuft nicht nur in Oberselters, sondern auch in den Ortsteilen Erbach und Würges. Nur DGN kriegt es nicht gebacken.

    Ich habe vor langer Zeit geschrieben, das ich mir mit der Vorstellung schwer tue, dass ein Gebiet, welches von Deutscher Glasfaser und/oder Telekom nicht erschlossen werden konnte (aus welchen Gründen auch immer) von Deutsche Giganetz ausgebaut wird. Zu diesen Zeiten war jedoch auch noch "Homes Passed" der Schlüssel zur Bank. In Kelkheim am Taunus baut DGN schon gefühlt seit 4 Jahren aus, ich kenne jedoch nicht den aktuellen Stand.

    Das dümmste ist: das Ortsnetz ist eigentlich Ausgebaut, nur der POP hängt in der Luft (wenn man den inoffiziell kursierenden Infos glaubt). Da frage ich mich, wie blöd sind die Planer bei der DGN eigentlich? In der Ortsnetz muss man vielleicht schauen, welchen Straßenzug man anschließt und welchen nicht. Dass aber der POP angebunden werden muss, war von Vorne klar. Es ist auch nur eine GF-Strecke diesen Anzubinden. Wieso wurde das nicht am Anfang gemacht? Jetzt sind die meisten Kosten versunken, nur abrechnen darf DGN noch nicht. Wenn die bald nicht aus der Pötte kommen, kann es durchaus passieren, dass der Anzahl von noch aktiven Verträgen zurück unter ursprünglich angepeilte 40 % rutscht.

    Wichtig ist jedoch, das Du auf der Roadmap stehst, der Ausbau erfolgte sicher noch. Wie einige hier auch hielte ich es für einen großen Fehler zu kündigen. Wer sollte danach ausbauen wollen?

    Meine Verbindung zum POP steht. Was soll passieren wenn ich kündige? Kappen die mir die Leitung? Das wäre interessant: für POP mit Rest der Welt zu verbinden keine Kapazitäten, sich an kündigenden Kunden zu rächen schon? Oder bin ich der Kipppunkt ab dem sich das Ortsnetz nicht mehr wirtschaftlich betreiben lässt und der POP wird deshalb gar nicht mehr angebunden? Ich glaube so viel Macht habe ich nicht.

  • Das dümmste ist: das Ortsnetz ist eigentlich Ausgebaut, nur der POP hängt in der Luft (wenn man den inoffiziell kursierenden Infos glaubt). Da frage ich mich, wie blöd sind die Planer bei der DGN eigentlich?

    In einem benachbarten Ortsteil von mir wurde der Standort des PoPs auf Begehren von Bürgern verlegt. Glücklicherweise noch rechtzeitig vor Ausbaubeginn.

    Wurden evtl. bei euch ähnliche Interessen wahrgenommen? Öffentlich kommuniziert wurde das bei uns nicht. Gerade in ländlichen Gebieten stellt man doch keinem Ortsvorsteher, Magistratsmitglied oder sonstigem Influencer eine PoP-Garage vor die Haustür...

    Wenn das nach der Netzplanung geschieht, ist das je nach Lage maximal unglücklich und kann die Aktivierung deutlich verzögern.

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  • Ich habe bei dem Folgenden an dich gedacht. Ist zwar ein anderer Landkreis, jedoch kann man es keinem verübeln auf GF zu verzichten, wenn der Ausbau nicht voran geht.

    Ich habe die Hoffnung, dass mit stetiger Konsolidierung der Ausbau schneller vorankommt.

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  • Das ist der Lauf der Zeit: Fortschreitende Verdummung durch Absenkung von Anforderungen.

    Welcher Führerscheinneuling weiß denn, dass ein Fahrzeug neben dem Kraftstoff auch noch Schmierstoff benötigt?

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    Sehr schlechter Vergleich 😂 😂 😂

    Die Führerscheinprüfung waren noch nie so anspruchsvoll wie heute.

    Und Schmierstoffe???? Die Fahrschule hier im Ort hat e-Autos.

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  • Ja, mittlerweile verändert sich die Technologie, jedoch werden auch in e-Autos Schmierstoffe benötigt und das klassische Schaltgetriebe wird in 10 Jahren im Massenmarkt stark rückläufig sein.

    Allerdings sagen mir Fahrlehrer auch, das die Durchfallquoten bei der theoretischen Prüfung zu einem sehr hohen Anteil auf mangelnder Vorbereitung basiert. Männer bestehen diese Prüfung im ersten Anlauf deutlich weniger als Frauen.

  • Die Aussage des Fahrlehrers kann ich nur bedingt so sehen. Hast du dir mal die über 1000 Fragen angeschaut. Es gibt 5 % Fragen die keinen rechtlichen Hintergrund haben, sondern aus dem politischen Schönsprech des Umweltbereiches stammen. Dann gibt es nochmals 5 % von Fragen, die so in sich gedoppelt sind, dass sie zu Verwechselungen bei den Antworten führen. Ein Auswendiglernen der 1000 Fragen ist so nicht möglich. Ich habe mich aus gegeben Anlass (Enkelkind) mit dem Thema auseinandergesetzt. Da ich in jungen Jahren eine verkehrsrechtliche Ausbildung genossen habe und in dem Umfeld auch über 10 Jahre gearbeitet habe, bin ich von der Sinnhaftigkeit eines nicht unerheblichen Teil der Fragen nicht überzeugt. Ich sehe darin mittlerweile eher eine Gelddruckmaschine für die Fahrschulen. Die durchschnittlichen Kosten für einen Führerschein B liegen im ländlichen Havelland bei 3.500 €, in Berlin noch höher.

  • Ich habe bei dem Folgenden an dich gedacht. Ist zwar ein anderer Landkreis, jedoch kann man es keinem verübeln auf GF zu verzichten, wenn der Ausbau nicht voran geht.

    Ich habe die Hoffnung, dass mit stetiger Konsolidierung der Ausbau schneller vorankommt.

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    Das ist alles irgendwie traurig/seltsam/sinnbefreit... Im Namen eines m.M.n. missverstandenes Wettbewerbs werden unzählige Minianbieter gefördert, obwohl man vermutlich eine bestimmte Größe braucht um als ISP wirtschaftlich agieren zu können.

    Die DSLAMs wird man irgendwann nicht am Leben halten können. Telekom hätte die CuDA Leitungen mit Glasfaser dann sowieso ersetzten müssen. Hat man diesen Theater mit mini-ISPs und Überbau wirklich gebraucht?

    In der Schweiz, wo ich vor 2020 einige Jahre gewohnt habe, hat Swisscom irgendwann einfach Glasfaser in die Wohnung gelegt, obwohl ich Internetvertrag mit UPC über Kabel hatte. Es war zwar ein MFH und auch ein Großstadt (Basel), aber im Endeffekt wurde es nicht zum Problem des Endkunden gemacht, wie Internet ins Haus kommt.

    1und1 als vierte Mobilfunkanbieter lässt grüßen: noch kein 5G SA, kaum eigene Antennen und nicht funktionierende WiFi Calling und VoLTE auf älteren Geräten weil neues Netz. Ob man Dutzende Reseller mit Hunderten Marken braucht bin ich mir auch nicht sicher.

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