Verbindung GPON zu Fritzbox 5590 nicht möglich -> AVM Schuld?

  • Moin Leute!

    Ich stecke bei meinem Glasfaser-Setup fest und benötige eure Erfahrungswerte.

    Mein ISP (PYUR) hat gestern mein ONT abgebaut bzw. die Glasfaser direkt mit meiner privaten Fritzbox 5590 verbunden. Es wurde auch direkt die Modem-ID hinterlegt. Da die Aktivierung ein paar Stunden dauern kann, ist der Techniker vor erfolgreichem Verbindungsversuch wieder losgedüst.

    Leider kam es nie zu einem erfolgreichen Aufbau der Internetverbindung. Mein Router kommt nicht über den Status "Die Internetverbindung wird hergestellt" bzw. dem Ereignis "Glasfaserverbindung Synchronisierung beginnt (Training)" hinaus. Das ganze läuft bereits seit über 24h. Neustarts, Neuverkabelung etc. waren ohne Erfolg.

    Mein ISP verweigert mir jede weitere Hilfe, da ich ja ein Eigengerät nutze. Man hat die Modem-ID registriert, mehr mache man nicht. Von dort ist keinerlei Support mehr zu erwarten. Dass das Netz bzw. der Anschluss das Problem sein könnte, wurde pauschal abgelehnt. Alle Werte seien wohl in Ordnung. Ich solle mich daher an AVM wenden.

    Macht das bei besagtem Status Sinn? Kann das wirklich auf das Modem zurückzuführen sein?

    Zu den Glasfaser-Werten konnte ich folgendes herausfinden:

    • Empfangsleistung: Der Rx-Wert (Empfangsleistung) liegt bei -19,5 dBm, was im Bereich für eine funktionierende Glasfaserverbindung liegt (typischerweise zwischen -15 dBm und -25 dBm). Dein Signal ist also stark genug.
    • Sendeleistung (Tx): Die Sendeleistung liegt bei 2,4 dBm, was ebenfalls innerhalb der normalen Werte für Glasfaser-Sendeleistungen liegt.
    • PON-Status: Der PON-Status zeigt O5 – Operation, was bedeutet, dass die optische Verbindung auf der physikalischen Ebene betriebsbereit ist. Dies deutet darauf hin, dass die optische Verbindung selbst stabil und korrekt ist.


    Lassen sich für geschulte Augen irgendwelche Ansätze erkennen, wo der Hund begraben liegen könnte oder ist es wahrscheinlicher, dass PYUR da irgendwas versemmelt hat?

    Ganz lieben Dank im Voraus für eure Zeit. :):thumbup:


  • Starcook 10. Oktober 2024 um 22:22

    Hat den Titel des Themas von „Verbindung GPON zu Fritzbox 5590 nicht möglich -> AMV Schuld?“ zu „Verbindung GPON zu Fritzbox 5590 nicht möglich -> AVM Schuld?“ geändert.
  • Willkommen im Forum!

    Wie ich schon x-mal hier im Forum geschrieben habe: Im GPON können sehr viele Merkmale des Endgerätes für das erfolgreiche Onboarding verwendet werden, viel mehr als MAC-Adresse und Serial/Modem-ID.

    Die Anzeige von Training und der OS von 5 der FB deutet darauf hin, das die Basisfunktionalität gegeben ist. Danach kommt OMCI ins Spiel und damit die Managed Entities (ME).

    Letztlich muss PYUR dein Endgerät provisionieren, also ja die haben nun den Ball. Du kannst freundlich mal auf TKG §73 hinweisen und gleich die BNetzA einschalten, sofern Du schriftlich die Aussage nach dem Motto: kundeneigenes Endgerät = kein Support erhalten hast. Die BNetzA hat ein Onlineportal, da kommst Du mit dem Stichwort Routerfr* weiter. Hier im Forum wird an vielen Stellen auf dieses Portal verwiesen. Benutze die Suche, um diese zu finden.

    AVM kannst Du natürlich auch mit ins Boot nehmen. Allerdings wird aus Berlin die Info kommen, das alles ordnungsgemäß in der Fritze funktioniert.

    Ist PYUR nicht der Gf-Provider, der nur eine CGNAT IPv4 anbietet und sonst nichts?

  • Servus HubeBube!

    Von "Provisionierung" habe ich schon öfter gelesen, kann mir auf technischer Ebene darunter aber nicht allzu viel vorstellen. Das macht ein Gespräch mit der Glasfaserabteilung etwas schwierig. Dort wurde mir nur immer wieder gesagt, die Modem-ID ist im System (wo auch immer) eingetragen und dass die Werte bis zur Dose 1A sind.

    Heute Morgen hatte ich eine Dame am Telefon, die meinte, sie würde meine Fritzbox mal anpingen, damit sie sich verbinden kann. Keine Ahnung, was genau sie damit meinte. Brachte ja ebenfalls nichts. Ich werde den dann morgen nochmals auf den Senkel gehen.

    Zu deiner Frage: PYUR Glasfaser ist CGNAT-only, ja. Aber eine native IPv6 gibt es auch dazu. Etwas verbuggt und dynamisch, aber wenigstens das.

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  • Provisioniert im GPON bedeutet, dass dein Endgerät an der Glasfaser mit seinen spezifischen Merkmalen in der Providerinfrastruktur bekannt sein muß. Andernfalls kommst Du über die Trainingsphase nicht hinaus.

    Bei dem Provisionierungsvorgang liest der Provider die Daten aus, vergleicht sie mit den bei sich hinterlegten Daten. Falls dies übereinstimt bist Du drin, andernfalls nicht.

  • Wenn der Supporter mir also wieder vorliest, dass die Modem-ID korrekt hinterlegt sei, kann ich anbringen, dass es damit noch nicht getan ist? Weil der Provisionierungsprozess darüber hinausgeht?

    Verrückt. Mein Nachbar hat dasselbe machen lassen, dem wurde seine Fritzbox direkt live am Telefon freigeschaltet. Das hatte nur wenige Minuten gedauert.

    Bundesnetzagentur habe ich eingeschaltet. Kann ja nicht schaden.

  • Das einzige, was du noch versuchen könntest, ist ein Reset auf Werkseinstellungen und ein frischer Versuch. Aber ich stimme HubeBube zu, im Moment sieht das eher so aus, als ob da was auf Seiten des Providers korrigiert werden muss.

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  • Hast Du bei den Zugangsdaten - Reiter iPv6 Native IPv6 Anbindung verwenden aktiv?

    Darunter ein Haken bei OPv4-Anbindung über DS-Lite und darunter AFTR automatisch über DHCPv6 ermitteln?

  • Ja, hab ich vorhin auch schon mal gedacht, ob man da noch irgendwas machen kann. Aber für mich sieht das so aus, als ob der Verbindungsaufbau schon vor der IP-Aushandlung scheitert.

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    Darunter ein Haken bei OPv4-Anbindung über DS-Lite und darunter AFTR automatisch über DHCPv6 ermitteln?

    Die Einstellungen der Fritzbox sind definitiv korrekt. Ich hab die sicherheitshalber noch mal mit meinem Nachbarn verglichen, der ebenfalls ohne ONT am Netz ist.

  • Da sich kein PYUR-Verantwortlicher zurückgemeldet hatte, habe ich mein Glück erneut versucht.

    Auch dieses Mal war man der Meinung, alles richtig gemacht zu haben. Die Provisionierung sei vollständig durchlaufen worden. Keinerlei Vorschläge, wie man meine seit nunmehr drei Tage tote Leitung wieder zum Leben erwecken könnte.

    Jetzt kommt aber der Knaller: Der Supporter gab mir seine top secret Telefonnummer der "Experten", die sonst eigentlich nicht ausgegeben wird. Ich dachte schon, ich bekomme endlich mal einen echten Profi von PYUR ans Ohr. Quasi einen Verantwortlichen im Fachbereich. Aber Fehlanzeige, das war einfach mal der Telefon-Support von AVM. Mehr kann man seinen Kunden nicht für dumm verkaufen.

    Bei AVM und vor allem beim Telefon-Support, konnte man natürlich nicht viel machen, außer Support-Daten anzufordern und weiterzugeben.

    Das ist m. E. schon fast ein Fall für den Verbraucherschutz.

    Einmal editiert, zuletzt von Starcook (11. Oktober 2024 um 16:40)

  • Ich finds echt großartig, wie die ISPs mit ihren Kunden umgehen. Bisher dachte ich, dies sei nur bei der DG der Fall, aber anscheinend kann man deren Inkompetenz noch überbieten.

    Wenn das wirklich so gelaufen ist, wie von dir beschrieben und der „Service“-Mitarbeiter nicht erwähnt hat, dass er dir nun eine Nummer von AVM gibt, wäre das beinahe ein Abmahnungsgrund (im arbeitsrechtlichen Sinne).

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  • Frohe Kunde!

    Nach unzähligen Unwilligen beim Glasfasersupport sowie der Störungshotline ist die Fritzbox nun doch erfolgreich in Betrieb!

    Wie das? Facebook. Klinkt komisch - is' aber so! :)

    Ich hatte mich entsinnt, bereits früher kompetente Unterstützung vom Socialmedia/Suppoort-Team auf Facebook erhalten zu haben. Die Glasfaser-Thematik hielt ich allerdings für zu spezifisch, als dass man dort andere Möglichkeiten hat als der Support.

    Falsch gedacht!

    Kurz nach meiner "Verzweiflungs"-Nachricht hat man sich wohl die Verbindung angeguckt, den Fehler identifiziert (fehlerhafte Provisionierung) und siehe da... wenige Augenblicke später lief alles.

    Hätten die Damen und Herren des Supports denselben Weg gewählt, hätte ich mir teils unterirdische Telefonate sparen können. Ebenso die Beschwerde bei der Bundesnetzagentur sowie den AVM-Support samt Übermittlung von s. g. Support- sowie Glasfaser-Diagnose-Daten. Von den Stunden an Internetrecherche mal ganz zu schweigen.

    Ich kann euch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Facebookchats nur wärmstens ans Herz legen. Die sind ein echter Lichtblick am PYUR-Horizont.

  • Ich finds echt großartig, wie die ISPs mit ihren Kunden umgehen. Bisher dachte ich, dies sei nur bei der DG der Fall, aber anscheinend kann man deren Inkompetenz noch überbieten.

    Wenn das wirklich so gelaufen ist, wie von dir beschrieben und der „Service“-Mitarbeiter nicht erwähnt hat, dass er dir nun eine Nummer von AVM gibt, wäre das beinahe ein Abmahnungsgrund (im arbeitsrechtlichen Sinne).

    Ja, dass das die AVM-Hotline ist, hat er definitiv nicht erwähnt. Ich war total hoffnungsvoll, als ich die Nummer eingetippt habe. Da PYUR wie auch AVM ihren Sitz in Berlin haben, war die Vorwahl auch identisch. Erst die Warteschleife hat mich dann erleuchtet. Das war son richtiger Tritt ins Gesicht.