Bei (neuen) 1&1 Glasfasertarifen kein Over-Provisioning mehr?

  • Du hast aber auch mehr Upload als vereinbart und ehrlich gesagt - genau da hab ich bei mir auch erwartet. Zumindest dass ich Netto am PC genau die 150 erreiche. Upload ist in meinem Fall sowieso wichtiger als Download. Ich hab mir die GF vor allem geholt, weil ich Grafiker im Homeoffice bin und ständig fertige Gestaltungen und Videos hoch laden muss.

    Mhh, ich habe viel mit Bildbearbeitung zu tun. Da kam mir ein Tarif mit 150 Upload gar nicht in den Sinn. Ich hatte ja vorher schon bei VDSL 250/100 MB/s, dre Glasfaseranschluss sollte sich ja lohnen. Von 250/100 auf 1000/500 MB7s für 7 € mehr beim selben Netzbetreiber/ISP.

  • Wie ist der Router angebunden? Der SFP Slot bei Unifi kann doch meist nur 1G oder 10G. Oder per 2,5G Modem?

    Seit längerem schon nur noch per SFP direkt. Ich bekomme seit ca. 3 Monate die 930-940 stabil, waren vorher 980 Mb/s, dafür hatte ich damals Upstream nur 450-470. Da habe ich jetzt halt 540-550. Da freue ich mich darüber und halte die Füße still. ;)
    Der ONT war nur im ersten halben Jahr dran in Richtung Port 8 (2,5 GB).
    Im ersten Jahr waren die täglichen Schwankungen extrem. Da hatten wir (im ganzen Ort) Abends teilweise nur 10 MB down zw. 18 und 22 Uhr. Wie umgeschaltet, nur Sonntagabend nicht. ^^
    Hat 4 Wochen gedauert bis DNS:NET es im Griff hatten.

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  • Natürlich findet sich die.

    TKG § 57 (4) 1

    "Abweichungen bei der Geschwindigkeit ... die durch einen von der Bundesnetzagentur bereitgestellten oder von ihr oder einem von ihr beauftragten Dritten zertifizierten Überwachungsmechanismus ermittelt wurden"

    Somit gilt eindeutig der Zahlenwert, welcher gegen die Server der BNetzA gemessen wird, und das ist Netto.

    Wie du aus der Formulierung darauf schließt, dass Netto-Werte die Grundlage sind, wird sich mir nie erschließen.

    Das Messverfahren der Breitbandmessung wird durch die Bundesnetzagentur hier konkretisiert. Gemessen werden demnach die TCP-Nutzdaten. Und die MTU ist ja immerhin Teil des Messprotokolls, sodass sich entsprechende Fehlkonfigurationen erkennen lassen.

    Ich garantiere dir, dass ich auf Basis dieses Dokumentes nur durch Änderung der Windows Parameter an einem 100 MBit/s DSL Anschluss eine Geschwindigkeitsmessung mit maximal 8 MBit/s durch das BNetzA Tool hinbekomme, ohne dass das Tool das merkt - und auf der physikalischen Verbindung laufen dabei die von der Telekom versprochenen 116 MBit/s (oder was auch immer die da überprovisioniert einstellen).

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  • Ich kenne keinerlei Profile, die das auf Basis von SVVDSL etc. hergeben würden.

    MHH. Also sie haben mir es so verkauft bei DNS:NET. Sie haben direkt vor uns, 50 m, ihren eigenen Kasten mit svdsl Technik, der mit GF angebunden war. Und meine Test haben dies bestätigt. Wenn ich nachschauen geht mit DSL-Profil 35b angeblich 300/150 MBit. Standard wurde damals 250/50 verkauft. Mittlerweile kannst du in unserer Straße kein VDSL mehr kaufen. Nur noch DSL von der Telekom mit 16 MB/s (6 MB tatsächlich) oder GF.

  • Wie du aus der Formulierung darauf schließt, dass Netto-Werte die Grundlage sind, wird sich mir nie erschließen.

    Grundlage ist das, was die Server als Geschwindigkeit messen und anzeigen. Ich meine, das ist Netto, weil sie nichts anderes messen können, aber wenn Du meinst, das wäre Brutto, umso besser, dann ist ja Dein Wunsch erfüllt und Brutto die Grundlage.

  • Wenn ich nachschauen geht mit DSL-Profil 35b angeblich 300/150 MBit

    Wo schaust du das? Im normalen 35b Profil hat der Upstream nur ziemlich genau 5 MHz Bandbreite, damit gehen schon in der Theorie im Labor nur 70 Mbit/s netto. Also um 60 Mbit/s brutto zu erreichen, muss die Vermittlungsstelle schon fast im Modem eingebaut sein :)

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  • Wo schaust du das? Im normalen 35b Profil hat der Upstream nur ziemlich genau 5 MHz Bandbreite, damit gehen schon in der Theorie im Labor nur 70 Mbit/s netto. Also um 60 Mbit/s brutto zu erreichen, muss die Vermittlungsstelle schon fast im Modem eingebaut sein :)

    Wikipedia

    Supervectoring (DSL-Profil 35b) weitet die am Endanschluss verwendete Bandbreite von 17 MHz auf 35 MHz aus. Die Vectoring-Technik, mit der das sogenannte Übersprechen mit anderen Festnetzteilnehmern verringert wird, ist ebenfalls vorhanden und wurde durch Supervectoring optimiert.

    Mit dieser Technik ist nach Aussage des Herstellers Huawei eine Downstream-Rate von bis zu 300 Mbit/s innerhalb eines Radius von 300 Metern möglich. Vectoring ist eine Technik, bei der die bestehenden Kupferleitungen vom Kabelverzweiger bis zum Hausanschluss weiterverwendet werden können.

  • MHH. Also sie haben mir es so verkauft bei DNS:NET. Sie haben direkt vor uns, 50 m, ihren eigenen Kasten mit svdsl Technik, der mit GF angebunden war. Und meine Test haben dies bestätigt. Wenn ich nachschauen geht mit DSL-Profil 35b angeblich 300/150 MBit. Standard wurde damals 250/50 verkauft. Mittlerweile kannst du in unserer Straße kein VDSL mehr kaufen. Nur noch DSL von der Telekom mit 16 MB/s (6 MB tatsächlich) oder GF.

    Nicht, dass es viel Relevanz hätte, aber wenn du dazu noch was findest, wäre es zumindest technisch spannend.

    https://www.dns-net.de/hubfs/Rechtliches/dnsnet-produktuebersicht.pdf

    Oder war das was mit g.fast?

  • Ich wollt's jetzt auch nicht breittreten, aber selbst mit Supervectoring Bonding, also zwei Amtsleitungen sind nur etwas über 100 Mbit/s Upstream mit Profil 35b praktisch möglich. Es kommt ja bei 35b gar keine weitere Bandbreite für den Upstream gegenüber 17a hinzu. Also wenn DNS:NET wirklich so ein VDSL-Produkt hatte, dann wäre ich an der Technik auch sehr interessiert.

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  • Ich wollt's jetzt auch nicht breittreten, aber selbst mit Supervectoring Bonding, also zwei Amtsleitungen sind nur etwas über 100 Mbit/s Upstream mit Profil 35b praktisch möglich. Es kommt ja bei 35b gar keine weitere Bandbreite für den Upstream gegenüber 17a hinzu. Also wenn DNS:NET wirklich so ein VDSL-Produkt hatte, dann wäre ich an der Technik auch sehr interessiert.

    Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich damals beim vigor extra eine andere Firmware eingespielt habe. Die hatten ja 3 unterschiedliche auf ihrer Webseite. Das war noch zu USG Pro Zeiten vor ü 3 Jahren. :/

  • Ich meine, das ist Netto, weil sie nichts anderes messen können,

    Natürlich kannst du mehr messen, als die reine Transport Layer Netto Rate. Das Paket kommt ja vollständig am Server an, inkl. TCP und IP Header. Zählst du die mit, ist es nicht mehr Netto. Und es ist ein erheblich belastbarerer Wert, als der reine TCP Payload Wert - weil nämlich Werte wie Payload Size, MSS, MTU etc. einfach überhaupt keine Rolle mehr spielen. Inkl. Header überträgt man nämlich die erwähnten 116 MBit/s (oder die 300/150 MBit/s bei 1&1). Auf jeden Fall. Auch wenn man nur 1 Byte Payload mit mindestens 20 Byte TCP Header und 20 Byte IPv4 Header bzw. 40 Byte IPv6 Header sendet. Dann überträgt man (bei IPv6) 61 Byte für 1 Byte Payload. Da bleiben bei einer BNetzA Messung dann ziemlich genau 1,9 MBit/s übrig von den 116 MBit/s PPPOE Rate. Der Provider macht alles richtig, und die Messung fliegt ihm trotzdem um die Ohren. Ja, ist die Schuld des Kunden, aber die Arbeit hat der Provider trotzdem mit der Beschwerde. Und das BNetzA Tool merkt einfach gar nichts davon.

    Wird so langsam klar, warum auch der Kunde von der Messung auf dem PPPOE bzw. Ethernet Kanal mehr hätte? Ja, die Anzeige seiner Downloadrate passt dann nicht mehr zur gekauften Internetgeschwindigkeit, weil ja der Overhead abgeht. Da aber eh 9 von 10 Leute Bit und Byte nicht auseinanderhalten können, würde sich die Anzahl der Fragen diesbezüglich kaum ändern.

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  • Natürlich kannst du mehr messen, als die reine Transport Layer Netto Rate. Das Paket kommt ja vollständig am Server an, inkl. TCP und IP Header. Zählst du die mit, ist es nicht mehr Netto. Und es ist ein erheblich belastbarerer Wert, als der reine TCP Payload Wert - weil nämlich Werte wie Payload Size, MSS, MTU etc. einfach überhaupt keine Rolle mehr spielen. Inkl. Header überträgt man nämlich die erwähnten 116 MBit/s (oder die 300/150 MBit/s bei 1&1). Auf jeden Fall.

    Dann haben wir aber ein anderes Problem: dann ist der Messwert vom OP erst recht zu klein. Die Unterstellung war ja, dass der zu niedrige angezeigte Messwert ein Nettowert wäre, während der Bruttowert ja wg. Overhead dem vertragsgemäßen Wert entsprechen würde. Wenn Du jetzt meinst, der Messwert sei nicht der Nettowert, sondern etwas höheres, dann fällt Deine Argumentation, dass der OP brutto ja das Bestellte erhalten würde, in sich zusammen.

  • Wenn Du jetzt meinst, der Messwert sei nicht der Nettowert,

    Nein, das meine ich nicht. Der angezeigte Wert ist ein Nettowert. Und genau deshalb kann es zur Brutto Rate passen.

    Ich muss noch mal schauen, es gab ein Windows Tool, das zeigt Brutto Werte an. Vielleicht war es der Task-Manager. Da könnte man es dann leicht sehen.

  • Natürlich kannst du mehr messen, als die reine Transport Layer Netto Rate. Das Paket kommt ja vollständig am Server an, inkl. TCP und IP Header. Zählst du die mit, ist es nicht mehr Netto. Und es ist ein erheblich belastbarerer Wert, als der reine TCP Payload Wert - weil nämlich Werte wie Payload Size, MSS, MTU etc. einfach überhaupt keine Rolle mehr spielen. Inkl. Header überträgt man nämlich die erwähnten 116 MBit/s (oder die 300/150 MBit/s bei 1&1). Auf jeden Fall. Auch wenn man nur 1 Byte Payload mit mindestens 20 Byte TCP Header und 20 Byte IPv4 Header bzw. 40 Byte IPv6 Header sendet. Dann überträgt man (bei IPv6) 61 Byte für 1 Byte Payload. Da bleiben bei einer BNetzA Messung dann ziemlich genau 1,9 MBit/s übrig von den 116 MBit/s PPPOE Rate. Der Provider macht alles richtig, und die Messung fliegt ihm trotzdem um die Ohren. Ja, ist die Schuld des Kunden, aber die Arbeit hat der Provider trotzdem mit der Beschwerde. Und das BNetzA Tool merkt einfach gar nichts davon.

    Wird so langsam klar, warum auch der Kunde von der Messung auf dem PPPOE bzw. Ethernet Kanal mehr hätte? Ja, die Anzeige seiner Downloadrate passt dann nicht mehr zur gekauften Internetgeschwindigkeit, weil ja der Overhead abgeht. Da aber eh 9 von 10 Leute Bit und Byte nicht auseinanderhalten können, würde sich die Anzahl der Fragen diesbezüglich kaum ändern.

    Ich erinnere mal an.

    mbo77
    23. September 2024 um 20:56

    Was ist denn daran nicht zu verstehen?

    "Verfügbar" und "nachvollziehbar" - da ist überhaupt kein Platz für Interpretation.

    Und die gelebte Praxis bestätigt dies ja.

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  • Warum liest du das nicht wenigstens mal?

    Die entscheidenden Punkte sind fett hervorgehoben.

    Was ist denn wohl für einen Verbraucher transparent und vergleichbar?

    Und was teilt die App der Messkampagne dem Verbraucher mit? Richtig - die ihm verfügbare Bandbreite, also die Bandbreite, über die er verfügen kann und die er transparent und verständlich nachvollziehen kann.

    Und mit welchen Werten weißt die App den Verstoß aus? Richtig - mit genau diesen Werten.

    Wenn also ein Anbieter als minimum 150 Mbps angibt, wird die App einen Verstoß bei 149 Mbps anzeigen.

    Willst du weiter Fantasiebedenken formulieren?