Belegung der Pins des Wan Kabels aus Glasfasermodem?

  • Guten Tag an die Community


    Nachdem der Hausbesitzer unseres EFH sich entschieden hat kostenlos den Glasfaserausbau der Telekom in Anspruch zu nehmen frage ich mich wie ich am einfachsten verfahren kann.


    Leitungen will ich keine neuen durchs Haus ziehen, deshalb der Gedanke das Kabel des Postanschlusses, (sind 2 dünne Drähte die in den 1.Stock laufen) mit dem Wan Kabel(8Pins) des Glasfasermodems kurzzuschließen. Bei 100 Mbit Glasfasergeschwindigkeit sollte es kaum Einbußen geben.

    Die 2 Drähte enden in einer TAE Dose; weiter über ein DSL Kabel zur Fritzbox 7430.


    Nun weiß ich aber nicht an welchem der 8 Pins(Drähte) das Signal aus dem Glasfasermodem (Telekom) anliegt.

    Werden vom Modem alle Adernpaare mit dem Signal versorgt?


    Vielen Dank für euren Rat!

  • Dazu braucht es kostspielige Extrahardware, die einige hundert Mbps über Klingeldraht schafft.

    Aber das ist eigentlich Sache des Besitzers . Da solltet ihr erstmal konkrete Vorschläge abwarten.

  • Eine Klingelleitung als Daten Kabel zu missbrauchen funktioniert auf kurzen Wegen mit Einschränkungen.

    Es müssen 4 Adern vorhanden sein. Damit sind dann standardisierte 100 MBIT möglich. Angeschlossen wird nach Vorgabe auf beiden Seiten identisch (1:1). Die Pin 1,2,3 und 6 in einer Ethernet Dose. Kostengünstige Übergangslösung.

    Bei 2 Adern müsste aus dem GF Signal Ethernet erst ein DSL Signal gemacht werden. Ist teuer. da DSL eine Begrenzung bei 250 Mbit hat. Allerdings sinken dann auch die sehr gute performenswerte der Glasfaser. Einen Glasfaseranschluss,egal, dass jetzt nur ein kleiner Tarif gebucht ist, derart zu kastrieren, ist sinnfrei.

    Einzige zielführende Lösung kann nur sein ein Verlegekabel zu nutzen. Übergangsweise freiliegend, später unter Putz.

    Stellt sich aber die Frage warum nicht die Telekom den Anschluss in die Wohnung legt, dies ist bei denen doch im kostenfreien Anschluss enthalten wenn man einen Vertrag macht.

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  • Pilarius

    schau mal nach, ob nicht doch 4 Drähte in einem Kabel vorhanden sind. Diese sind dann paarig verseilt, allerdings mit einer viel größeren Schlagweite als bei Netzwerkkabeln. Damit konnte ich 100MB/s über 50m übertragen. Die Steckerbelegung kann ich bei Bedarf raussuchen.

  • Keine Ahnung, ob es auch auf DSL basierende Lösungen gibt. Aber die Endkundenprodukte, die angeboten werden, arbeiten nach G.hn.

    Zum Beispiel diese Produkte: https://www.gigacopper.net/wp/glasfaser-w…infamilienhaus/

    Oder von Devolo: https://business.devolo.de/giga-bridge-phoneline

    Ist aber kostspielig und auch nur eine halbgare Lösung.

    Am besten wäre es, wenn die Telekom die Gf-Dose direkt bei dir in der Wohneinheit installiert. Dazu würde ich erst mal abwarten, wie der konkrete Vorschlag aussieht.

  • Vielleicht nur zur Info, die 7430 hat schon kein Gigabit Ethernet, ist also bei der Ausnutzung von überprovisioniertem Glasfaser 100 (welches nicht mehr bestellbar ist, es gibt neue Tarife) der Telekom schon ein Flaschenhals. Wobei das Wifi 4 ein weiterer Flaschenhals ist, denn darüber dürften mit den meisten Geräten und Gegebenheiten auch 100 Mbit/s netto schwierig werden. Will sagen: Wenn man sämtliche Mühen und Kosten scheuen möchte, würde ich den 50 Mbit/s Tarif buchen (bloß nicht bei der Telekom, sondern bei 1&1), der passt auch besser zum Router und zur Verkabelung. Der 50er Tarif wird auf 59 Mbit/s netto überprovisioniert. Auf die Beschaltung von acht Klingeldrähten kann man dann auch getrost verzichten.

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  • Einzige zielführende Lösung kann nur sein ein Verlegekabel zu nutzen. Übergangsweise freiliegend, später unter Putz.

    Falsch. Nicht unter Putz sondern in einem Leerrohr unter Putz. Das ist die einzig vernüntige Lösung, denn da kann man auch ein Glasfaserkabel einziehen.

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  • Da geht es eher um bis zu 1,5 Gbps und die Bandbreite müssen sich Down- und Upload aufteilen.

    Ist zwar eine Lösung, aber ich würde mir immer erst die Alternativen ansehen, bevor ich zu so einem Notnagel greife.

  • Stellt sich aber die Frage warum nicht die Telekom den Anschluss in die Wohnung legt, dies ist bei denen doch im kostenfreien Anschluss enthalten wenn man einen Vertrag macht.

    Im EFH (Einfamilienhaus) verlegt die Telekom kostenfrei nur bis zu 20m in vorbereitete Kabelwege.

    Einmal editiert, zuletzt von Selektiv (20. Juli 2024 um 17:22)

  • Im EFH (Einfamilienhaus) verlegt die Telekom kostenfrei nur bis zu 20m in vorbereitete Kabelwege.

    Da hast du Recht. Bei mir hat sich Mieter eingebrannt, was irgendwie immer bei mir MFH ist.

    Fragt sich allerdings warum er nicht beimder Begehung dabei war und die Möglichkeiten schon damals abgeklopft hat. :(

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  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

    Hat mir geholfen eine Entscheidung zu finden!

    Den ganz einfachen Weg, wie anfangs vermutet, gibt es eben nicht.

    Ist aber nicht weiter schlimm.

    Viele Grüße

    Pilarius


    P.S. Der Hausbesitzer ist krankheitsbedingt nicht mehr ansprechbar und konnte auch keine Vorbereitungen treffen, deshalb lag es nun an mir eine Lösung zu finden.

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