(Gelöst) Deutsche Glasfaser - Extrem langsame Downloadgeschwindigkeit

  • Auch an die mindestens 60 Minuten Wartezeit nach dem Ausschalten der DG Mietbox denken, bevor die 7580 angeschlossen wird. Die für die Einrichtung in diesem Fall notwendigen VLAN-IDs findest Du in diesem Thread: Übersicht VLAN-IDs und Einwahlkonfigurationen verschiedener Anbieter

    Auch beim Wechsel zurück von 7580 auf die Mietfritze ist abermals die Wartezeit von mindestens einer Stunde zu beachten!

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  • Ich konnte erst heute die Verbindung mit einer anderen Fritzbox testen (FB7580).

    Ich bin vorgegangen wie hier im Forum beschrieben und konnte mit der FB7580 auch problemlos eine Internetverbindung aufbauen.

    Die Speedtests (Bundesnetzagentur, Ookla, Chip) mit Desktop PC und Notebook brachten aber die gleichen Ergebnisse wie mit FB7590: Download viel zu langsam mit ca. 20 Mbit/s, Upload normal mit ca. 190 Mbit/s.

    Ich werde jetzt morgen abwarten, ob die DG sich meldet. Wenn nicht werde ich über das Kundenportal mitteilen, dass ich noch eine Woche auf die Beseitigung der Störung warte und danach einen DSL Vertrag abschließen werde mit Beauftragung den Vertrag bei DG zu kündigen und die Festnetznummer zu portieren.

    Vor Glasfaser war ich Kunde bei 1&1 und hatte eine Verbindungsgeschwindigkeit von ca. 80 Mbit/s. Bei mir verfügbar ist aber auch DSL 250 von 1&1, das werde ich nehmen.

  • Ich würde mich in Geduld üben und die Störung beseitigen lassen. Hattest du schon mal Supervectoring? Wenn vorher nur 80 Mbit/s ankommen, wirst du mit Supervectoring wahrscheinlich auch nur an die 200 Mbit/s bekommen und solche Anschlüsse sind leider relativ anfällig für Störungen. Da würde ich lieber einen temporär langsamen Download in Kauf nehmen, anstatt wegen Resyncs bei VDSL immer wieder drei Minuten offline zu sein, weil irgendein schlecht entstörtes Schaltnetzteil beim Nachbarn zur Prime Time in die Telefonleitung einstrahlt.

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  • Kann auch sein, ich hab beides schon gesehen. Bei dickerem Aderdurchmesser mit langer Leitung kann man durch SVVDSL schon deutlich mehr rausholen, bei dünnerem Kupfer aber gern auch enttäuschend wenig.

  • Natürlich würde ich lieber bei Glasfaser bleiben. Wenn DG mitteilt, dass sie 3 Wochen brauchen, ist das auch ok, bin im Juli sowieso 2 Wochen im Urlaub. Aber sich gar nicht melden geht gar nicht.

    Ist ja auch nicht die erste lange Störung. Letztes Jahr waren hier alle 3 Tage ohne Internet.

    Klar, DSL ist langsamer, aber 100 Mbit reichen mir. Und Störungen bei DSL waren ein paar Stunden, nie über Tage. Da ich sehr nahe am DSL - Verteiler wohne, in einer Gegend mit Einfamilienhäusern und >50% zu DG gewechselt sind, denke ich, dass ich >100 Mbit/s erreichen werde.

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  • Das meinte ich nicht. Ich meinte, dass sich wenn du sicher Supervectoring (250 Mbit/s) bestellen willst, häufiger Störungen haben könntest, als du von früher gewohnt bist. Und mit 20 Mbit/s kann man immer noch was machen, aber bei einer VDSL-Störung kann man halt minutenlang gar nichts machen. Bei jedem Schlauckauf der DSL-Leitung bist du offline.

    Ich würde da hart bleiben und per Messkampagne mit der Breitbandmessung die Sache regeln lassen, irgendwann beheben sie den Engpass und dann willst du definitiv kein VDSL.

  • DLMttH

    Ist vielleicht wirklich sinnvoll. Mit den 20 Mbit/s kann ich normal im Internet surfen, TV sehen und auch HD streamen.

    Ich habe jetzt mal die Messkampagne der Bundesnetzagentur gestartet. Wenn ich TKG §57 richtig verstehe, kann ich dann fordern, dass DG bei 20 bis 40 Mbit/s statt der vertraglichen 400 Mbit/s auch nur maximal 10% des Tarifes abbucht, bis die Störung beseitigt ist.

  • So leicht ist das nicht. Der Preis des 100er Tarifs wird wohl zum Vergleich herangezogen und dein Upload ist kaum beeinträchtigt. Ich weiß nicht, ob oder in welcher Gewichtung der Upload in die Rechnung einfließt, aber es ist unwahrscheinlich, dass du weniger als die Hälfte des Normalpreises zahlen musst.

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  • DLMttH

    Auf der Seite der Verbraucherzentrale kann man seine Vertragsdaten sowie die in der Meßkampagne mit der Desktop App der Bundesnetzagentur ermittelten Daten eingeben.

    Dann wird die Minderung berechnet und ein Anschreiben generiert, das man zusammen mit dem PDF Protokoll der Messungen an DG schickt.

    Maßgebend ist mein vertraglicher Tarif (DG Classic 400) und nicht der Tarif für 100 Mbit/s. Wieso auch? Dass der Upload in Ordnung ist, spielt anscheinend keine Rolle.

    Mit den von mir versuchsweise eingegebenen Daten wird eine Minderung von ca. 46 € berechnet, also bräuchte ich nur noch 3 € zu bezahlen, mit Sicherheit aber weniger als die Hälfte.

  • Hier ein Auszug aus der Verfügung der Bundesnetzagentur:

    "Eine erhebliche, kontinuierliche oder regelmäßig wiederkehrende Abweichung bei der Geschwindigkeit liegt bei Festnetz-Internetzugängen im Down- und Upload vor, wenn

    1. nicht an mindestens zwei von drei Messtagen jeweils mindestens einmal 90 Prozent der vertraglich vereinbarten maximalen Geschwindigkeit erreicht werden oder

    2. die normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit nicht in 90 Prozent der Messungen erreicht wird oder

    3. an mindestens zwei von drei Messtagen jeweils mindestens einmal die minimale Geschwindigkeit unterschritten wird"

    Wer den kompletten Text lesen möchte:

    https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Breitband/Breitbandgeschwindigkeiten/Allgemeinverfuegung_neu.pdf?__blob=publicationFile&v=1

  • Mein letzter Kenntnisstand war, dass Download und Upload getrennt voneinander bemessen werden und der Preis eines kleineren, passenden Tarifs falls verfügbar als Vergleichsbasis genommen werden kann. Das führte in vielen Fällen dazu, dass die Minderung nur 5€ betrug, da die tatsächlichen Messergebnisse etwa der Datenrate in einer 5€ günstigeren Tarifstufe entsprochen haben. Kann sein, dass sich was geändert hat oder ich es falsch verstanden habe.

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  • Wenn nicht werde ich über das Kundenportal mitteilen, dass ich noch eine Woche auf die Beseitigung der Störung warte und danach einen DSL Vertrag abschließen werde mit Beauftragung den Vertrag bei DG zu kündigen und die Festnetznummer zu portieren.

    Ich glaube nicht, dass es so einfach ist. Eine außerordentliche Kündigung wird der neue Provider nicht ausführen können. Die Provider können nur eine fristgerechte Kündigung bei einem Providerwechsel übernehmen. Du wirst sehr wahrscheinlich die außerordentliche Kündigung mit den Argumenten der BNA selber aussprechen müssen. Natürlich mußt du auch eine Frist zur Nachbesserung einhalten. Wennn ich mich nicht irre, sind das 10 Arbeitstage. Ob es vllt. sogar zwei Nachbesserungen sein müssen, habe ich nur gerüchteweise gehört.

    Die Festnetzrufnummern können aber vom neuen Provider mit einem Portierungsauftrag portiert werden. Der vorherige Provider nimmt bei Verzögerungen die Rufnummer/n für 3-6 Monate (Je nach Provider) in Quarantäne und die Rufnummer/n können dann in der Zeit mit entsprechender Legitimation nachträglich vom neuen Provider portiert werden. Erst nach Ablauf der Quarantänezeit werden die Rufnummern in den öffentlichen Block zurückgeführt und werden ggf. auch an die BNA als Block zurückgegeben und sind erst dann nicht mehr portierbar.

    Ich würde auch empfehlen, erst einmal eine Frist zur Nachbesserung setzen. Hier würde ich auf Grund der trägen Supportabarbeitung vllt. zwei Wochen vorschlagen. Natürlich alle Aktionen in der Schriftform., ersatzweise per E-mail für die Nachbesserung.
    Hinweis: Ich bin kein Jurist und meine Vorschläge basieren nur auf Erfahrungswerte als kleiner Moderator in einem kürzlich geschlossenem Form ;)

  • Moin,

    oh, hatte ich wohl überlesen. Einen Monat würde ich dann auch für eine Nachbesserung als Frist setzen, damit kann man m. M. noch mit geringem Datendurchsatz leben. Aber diese Frist sollte schon mit Nachdruck und Hinweis auf BNA gesetzt werden.

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  • Danke für die Hinweise.

    Ja, die Kündigungsfrist ist ein Monat zum Monatsende, da ich aus der Mindestvertragslaufzeit raus bin.

    Ich werde jetzt erstmal die Meßkampagne der Bundesnetzagentur durchführen und dann per Einschreiben eine entsprechende Tarifminderung fordern.

  • Eine Frage zum Vectoring bei DSL 250 MBit/s:

    Bei mir wird sogenanntes Glasfaser-DSL angeboten, d.h. Glasfaser bis zum Verteilerkasten, dann mit Kupfer ins Haus. Ist hier auch mit Aussetzern der Verbindung zu rechnen?