33818 - Leopoldshöhe (Ortsteile)

  • Egal welcher Anbieter zum Zug kommt, dass wird noch Jahre dauern, bevor dein Anschluss läuft. Hier im Forum findest du sicherlich ein paar Vergleichswerte. Bei mir hat die DG rund 2 Jahre gebraucht vom Abschluss der Nachfragebündelung bis zum laufenden Anschluss.

    In der Zwischenzeit schau dir mal Starlink an. Das dürfte mit 50 Euro preislich im Rahmen deines Telekom-Anschlusses liegen, du bekommst dafür aber rund 200 Mbit, 10 Upload und nen Ping von 40-50. Monatlich kündbar und 30 Tage testbar.

    Zum Thema, dass zwei Anbieter bei dir bündeln: Ich würde auch vermuten, dass am Ende nur ein Anbieter ausbaut. Und dieser Anbieter wird sich sicherlich bemühen auch noch die Haushalte "einzusammeln", die beim anderen Anbieter unterschrieben haben und alle die noch gezögert haben, weil der Ausbau ja noch nicht fest beschlossen war. Insofern denke ich, dass du entweder bei beiden unterschreiben kannst oder etwas die Augen aufhältst welcher Anbieter nun wirklich ausbaut und dich dann zeitnah bei diesem meldest.

    Und irgendwann dann nicht mehr, wenn das Kupfer abgeschaltet wird ...

    Ich weiß, dass dies gerne von Fans der Glasfaser geschrieben wird, aber sein wir mal ehrlich: Warum sollte die Telekom die Kupfer in Gebieten abschalten, in denen die Konkurrenz Glas ausgebaut hat?

    Die Investitionen in Vectoring sind getätigt, jetzt ist jeder Euro der reinkommt und über den Wartungskosten liegt Gewinn. Das ist ne Cash-Cow, die dazu noch quasi keinen Management-Fokus braucht.

    Erst wenn so wenig Nutzer auf der Kupfer sind, dass die Wartungskosten höher sind als die Umsätze, wird die Telekom ein Interesse an der Abschaltung haben. Und mal schauen, was die Telekom und andere DSL-Anbieter sich bis dahin noch einfallen lassen, um ihre DSL-Anschlüsse aufzuwerten, z. B. Hybrid-Angebote mit 5G mit kombinierten Bandbreiten von über 250 Mbit/s. Und selbst wenn sich die Wartung von Vectoring irgendwann nicht mehr lohnt, kann man immer noch die Kupfer zum Hauptverteiler durchbinden und den Kunden dann 5G (6G?) mit einer Basis-DSL-Leitung anbieten.

    Zudem gibt es zumindest viele in meinem Bekanntenkreis die einfach den Glasfaseranschluss wollten und nach 24 Monaten wieder zu DSL wechseln werden. Dazu noch all die Haushalte, die gar nicht erst abgeschlossen haben. Je nach Ausbaugebiet, sind das ja bis zu 60%. Da hängen also noch richtig viele Kunden an der Kupfer.

    Kennt jemand Zahlen wie viele Haushalte in Vecotring-Gebieten dauerhaft bei Glasfaser bleiben und wie das dann, sagen wir 3 Jahre nach Abschluss des Ausbaus, bezogen auf die Haushalte eines Ortes aussieht?

    In Gebieten in denen die Telekom selbst ausgebaut hat, sieht es freilich anders aus. Dort hat die Telekom natürlich den Anreiz die Kunden auf die Glasfaser zu migrieren. Wobei auch hier die Frage ist wie viele Kunden bereit sind den Anschluss aus eigener Tasche zu bezahlen und wie viel Geld die Telekom bereit ist auf den Tisch zu legen, um einen bestehenden DSL-Kunden auf einen Glasfaser-Kunden umzustellen. Das ist ja bekanntlich ein teurer Spaß. Mittlerweile gibt es ja auch immer mehr Angebote über 5G, d. h. wenn die Telekom einem Kupfer-Kunden die Pistole auf die Brust setzt (Zahl Glas-Anschluss oder verliere Kupfer), verlieren sie sicher einige Kunden ans 5G-Netz der Konkurrenz. (Plus die schlechte Presse, wenn Oma Erna der Telefonanschluss abgeschaltet wird.)

    Fazit: Denke Kupfer und Glas werden noch viele Jahre parallel betrieben und wer weiß, wie die Welt bis dahin aussieht (Stichwort 6G, Starlink-Weiterentwicklung). Wer weiß beispielsweise ob wir in 20 Jahren nicht in jedem Gerät ein Mobilfunk-Chip haben und stationäre Internet-Anschluss nur noch ein Thema für Orte wie Großraumbüros etc. ist, wo dann die Glasfaser Mini-Mobilfunkzellen speißt.

    12 Mal editiert, zuletzt von GroBaer (12. Mai 2024 um 11:33)

  • Zu den hybriden Angeboten kann ich nur sagen: gerade dann, wenn man den "Wireless"-Teil benötigt, ist man nicht nicht allein und teilt sich mit vielen anderen die verfügbare Bandbreite.

    Ich hatte hier wegen eines Faserbruches der Glasfaser einen mehrwöchigen Ausfall und konnte gut mit einem LTE-Router auskommen. Unglücklicherweise gab es in dieser Zeit einen halbtäglichen Ausfall des Glasfasernetzes. In dieser Zeit wurde aus einem 50/10er LTE-Tarif ein nicht mehr nutzbarer...

    Die Luftschnittstelle ist fein, wenn diese nur wenige nutzen. Sobald diese den normalen Internetaccess für viele darstellt, ist die nicht mehr nutzbar. Dies wird auch bei 5G so sein.

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  • Ja, das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Hatte 2 Jahre lang LTE als DSL-Ersatz von o2 und es hat sehr gut funktioniert (ca. 100/20 bei nem Ping von 30). Hatte in den Zeit keinen einzigen Ausfälle. Bin dann auf Glas von DG umgestiegen, als der Anschluss fertig war. Als es dann einige Ausfälle mit der DG gab, war dann teilweise das Handynetz im Ort platt, weil wohl zu viele ihre Hotspot angemacht haben.

    Und ja, ein Umstellen eines gesamten Ortes auf Mobilfunk-basierte Anschlüsse wird nicht funktionieren. Aber offenbar ist man in der Kapazität schon so weit, dass beispielsweise o2 ihre DSL-Tarife zu den selben Konditionen auch als reine 5G-Lösung anbietet.

    Ich denke man kann gespannt sein, wie das weitergeht. Wir erinnern uns sicherlich noch vor 20 Jahren, als man zum Telefonieren wenn möglich das Festnetz genommen hat. Jetzt wird ja quasi nur noch das Handy zum telefonieren genutzt. Und noch vor kurzem haben Gäste oft nach dem WLAN-Passwort gefragt. Mittlerweile sind die Volumen in den Tarif so hoch, dass ich eigentlich nicht mehr gefragt werde und auch wenn ich zu Besuch bei anderen bin, mir das WLAN nicht mehr geben lasse. Und preislich fallen die Preise für Flats immer weiter und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis man selbstverständlich eine Internet-Flat auf dem Handy hat, wie es jetzt auch selbstverständlich ist, dass man eine Telefonie-Flat auf dem Handy hat.

    Und gerade bei den Hybrid-Tarifen ist es ja auch so, dass nur die "Spitzen" über den Mobilfunk gehen und die Masse der Daten über die Leitung. Aber ja: Hybride-Tarife als Ausfallsicherung funktionieren nur solange, wie keine Störung im gesamten Ort vorliegt.

  • Die Luftschnittstelle ist fein, wenn diese nur wenige nutzen. Sobald diese den normalen Internetaccess für viele darstellt, ist die nicht mehr nutzbar. Dies wird auch bei 5G so sein.

    Das vergessen halt viele. Ist ja bei WLAN prinzipiell nicht anders.

  • Und bei Glasfaser ja in der Regel auch. Vergessen halt viele ;)

    Merke: Es kommt weniger darauf an ob es ein Shared Medium ist, sondern eben auf das Verhältnis von angeschlossenen Nutzern, deren Traffic und der Kapazität.

    Und offenbar stimmt dieses Verhältnis zunehmend im Mobilfunknnetz. Ich habe eine Übersicht aus 2018 gelesen, wo es in Europa einen Internetanschluss über 4G/5G für unter 30€ gibt. Das waren schon damals rund 10 Länder.

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  • Ab einem bestimmten Punkt immer, ja. Deshalb macht der Begriff nur Sinn, wenn wir über die letzte Meile sprechen. Und bei Glasfaser wird mittlerweile eben fast nur GPON gebaut, deshalb ist Glasfaser in der Regel ein Shared Medium.

    Entsprechend ist DSL die einzige Anschlussart das kein Shared Medium ist - und eben die seltenen AON-Glasfaseranschlüsse.

  • Aber die gesamte Diskussion ist doch getrieben von dem Negativbeispiel HFC.

    Dort ist die Überbuchung so stark, dass das Medium zum Problem wurde.

    Die Situation bei PON ist damit überhaupt nicht vergleichbar. Dazu gab es hier bereits Statistiken, wie wenig ein Segment ausgelastet ist. Hier rückt also wieder viel mehr die gesamte Kette in Vordergrund. Und da sehe ich AON in keinem nennenswerten Vorteil, denn ab PoP spielt der Uplink und das weitere Netz die Musik.

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  • Yep, jeder Nutzer einer Glasfaserfritze kann zumindest die Auslastung des Downloads im entsprechenden Segment als Summenparameter ansehen und bis jetzt habe ich nur Auslastungen gesehen, die noch sehr viel Luft nach oben haben. Damit meine ich nicht nur neue GPON Netze, sondern auch welche, die seit mehreren Jahren in Betrieb sind.

  • Es dürfte egal sein ob AON, GPON, DSL oder wie besonders oft verschriehen Kabel.

    Ab dem ersten Verzweigerpunkt des Anbieters ist jedes Medium shared. Die Anbindung an den dicken Backbone läuft am Straßenrand eben auch nur mit geschätzten 2,5 oder 10 GBit. Wenn da 30 Kunden dranhängen geht das sicherlich im Schnitt gut, wenn es 200 sind wird es sicher regelmäßig eng.

    Die Luft-Schnittstelle wir bei Wifi/LTE/5G ist noch was ganz anderes.

    DLS mit 5G Hybrid geht ganz gut, das Problem besteht i.d.R. dann, wenn viele kleine Dateien geladen werden (vergleichbar wie im lokalen Netz). Dabei wird für die kleinen Dateien der 5G Teil eben nicht genutzt.

    Einfaches Beispiel: Linux Updates per pacman/yay. Die großen Pakete kommen gut, der Kleinkram dauert gefühlt ewig. Das nerft schon.

    Steam Downloads gehen zeitweise hervorragend, manchmal wie per Brieftaube. Kannte ich vom Kabelanschluß so nicht, das war immer wirklich zügig, netto begrenzte tatsächlich das lokale LAN mit Gbit (940 Mbit effektiv).

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  • Aber nicht so wie bei GPON. Da geht das Teilen viel früher los .


    Vor- und Nachteile eines Active Optical Networks

    Passive und aktive optische Netze grenzen sich durch ihre Technik deutlich voneinander ab und haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Während passive Technik günstiger ist und weniger Installationsaufwand verursacht, bietet aktive Technik mehr Flexibilität. Die Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten sind bei aktiven Komponenten zwar höher, doch stellt das AON mehr Möglichkeiten zur Realisierung individueller Netzwerkstrukturen zur Verfügung.

    Ein Nachteil aktiver optischer Netze ist die größere Fehler- und Störanfälligkeit der Komponenten. Sie sind öfters von Ausfällen betroffen als passive Komponenten und häufiger zu ersetzen. Da in einem aktiven Netz dedizierte P2P-Verbindungen bereitgestellt werden, stehen dem Teilnehmer dedizierte Bandbreiten zur Verfügung, die nicht mit anderen zu teilen sind. Darüber hinaus lassen sich durch den Einsatz aktiver Technik optische Signale aufbereiten und verstärken. Größere Entfernungen zwischen den Teilnehmern und ihren zentralen Anschlussports werden möglich. Theoretisch ist die Ausdehnung des AONs geographisch nicht begrenzt.

  • Bleiben wir mal grob bei zwei Teilen der Kette: Der runter zum Kunden (AON/PON) und vom PoP weiter in das Weitverkehrsnetz.

    Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass der zweite Teil deutlich früher überbucht ist. Das war bei HFC noch der erste Teil und daher kommt vermutlich dieser Mythos.

    Und was meinst du jetzt mit Rechenzentrum? Das liest sich so, als ob du das RZ meinst, wo der Zielserver steht.

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  • Nur hast du keine exklusive Leitung bis zum "Rechenzentrum" deines Providers. Um Verwirrung zu vermeiden, sind Begriffe wie PoP oder Technikgebäude geläufig. Lediglich zu dem hat man die Leitung bei AON exklusiv.

    Die Überbuchung wird ab dem Gebäude stärker ausgeprägt sein als im PON-Anteil. Und im weiteren Peering dann sowieso.

    Von daher spielt AON de facto keinerlei Vorteil aus.

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  • Mathematik lügt nicht.

    Und vor kurzem waren hier Auslastungsdiagramne von GPON-Segmenten. Die laufen bereits unausgelastet. XGS-PON gibt es heute schon und in anderen Ländern erweitert man Richtung 40/50G.

    Also in der Gesamtschau ist die Teilung des Stückes bei PON ohne Relevanz.

    Aber das Thema hatten wir gefühlt auch schon 10x.

  • Aber die GPON werden viel schneller und früher überbucht. In Österreich gab es da letztes Jahr schon genug Probleme. Und da dürfen nur noch 16 Leute auf eine Leitung. Was hier in DE gerne das doppelte, wenn nicht dreifache ist.

    Aber soll mir auch total egal sein. Da es wird in DE auch vieles schöngeredet.