Beste Verkabelung für 1und1 mit bestehender Fritzbox oder doch alles neu?

  • Hallo,

    ich versuche mich schon seit einigen Tagen in das Thema Glasfaser einzulesen, aber habe doch immer wieder neue Fragen und Unklarheiten. Hier mal meine Situation.

    Wir ziehen in ein Haus in München, dass bereits ein Leerrohr für Glasfaser im Keller hat. Bei den meisten Anbietern ist auch ein Glasfaseranschluss verfügbar. Bisher hatten wir Internet von Vodafone über Kabel mit einer selbst gekauften Fritzbox 6490 ohne Providerbindung (Artikel Nr. 2000 2778).

    Ich möchte 4 Zimmer mit Ethernetkabel versorgen und auf allen Stockwerken Wlan haben. Dafür brauche ich vstl. zwei Wlan Router.

    Das beste Angebot erscheint mir bisher 250 MBit von 1und1 für 44,99. Meine Frage ist jetzt, wie die beste Verkabelung wäre und ob es sinnvoll ist, die Fritzbox irgendwie weiterzuverwenden. Soweit ich es verstehe, kann ich die Fritzbox nicht direkt weiterverwenden, da sie kein PPPoE kann. Leider ist mir auch nicht ganz klar, ob man jetzt einen ONT von 1und1 bekommt, oder nicht.

    Wie wäre jetzt die beste Vorgehensweise?

    - 1und1 Glasfaser ohne Router bestellen
    - Telekom Glasfasermodem 2 kaufen und im Keller an die Glasfaser anschließen
    - Ethernet Kabel vom Glasfaser Modem ins Erdgeschoss und da eine Fritzbox die PPPoE kann anschließen (z.B. 7530 AX)
    - Von der Fritzbox aus 3 Zimmer mit Ethernet versorgen
    - Ethernet Kabel vom letzten Anschluss der Fritzbox ins Obergeschoss
    - Daran die alte Fritzbox 6490 anschließen und letztes Zimmer mit Ethernet versorgen

    Wo könnte man optimieren. Gernell möchte ich so wenig Geräte wie möglich betreiben. Zum wegen dem Stromverbrauch, aber auch wegen der Ausfallwahrscheinlichkeit und Wartungsaufwand.

    Ich bin auch nicht an Fritzboxen gebunden. Bin generell auch Fan von OSS Lösungen, solange sie ich selbst updaten können. Ich möchte aber nicht unbemerkt unsichere Hardware betreiben und habe keinen Nerv da ständig nachzuschauen und manuell upzudaten. Daher scheidet sowas wie OpenWRT imho für mich aus...

    Eine Fritzbox mit direktem Glasfaseranschluss scheidet für mich imho auch aus, da ich dann ja Wlan im Keller hätte, da bräuchte ich dann insgesamt vmtl. 3 Wlan Boxen...

    Viele Grüße und vorab schonmal vielen Dank!
    Fabian

  • Willkommen im Forum!

    Zunächst einmal die Frage: Bist Du in der Immobilie Mieter oder Eigentümer?

    Aus deinen Sicherheitsbedenken und Komfortwünschen heraus ist sicherlich das AVM Universum, vor allem in D, eine sehr gute Wahl.

    Für die WLAN Abdeckung benötigst Du nicht mehrere FRITZ!Boxen, wobei es natürlich aus Nachhaltigkeitsgründen Sinn macht die 6490 zu integrieren, sondern AVM bietet auch Repeater an (1200 AX, 3000 AX, 6000), die sehr gut auch als Access Point genutzt werden können.

  • HubeBube Danke für die Antwort! Passen denn die anderen Annahmen? Das ich ein Glasfaser Modem kaufen muss und die Art der Verteilung?

    Am liebsten würde ich einen Router einsetzen, von dem aus ich alle Ethernetdosen versorgen kann. Die Fritzboxen sind ja doch mit der Menge an Ausgängen sehr limitiert.

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  • Oh, sorry. Hab deine Frage nach Mieter oder Eigentümer übersehen. Mir war die Wichtigkeit im Bezug auf die Umsetzung hier nicht klar. Also Kabel kann ich hier beliebig verlegen, wenn es darum geht?

  • Ja, darum ging es.

    Für dein Szenario gäbe es noch eine alternative Möglichkeit:

    • Verlegung eines fertig konfektionierten (Stecker an beiden Enden) Glasfaserkabels von Gf-TA im Keller (?) ins EG. Das ist der gleiche Aufwand wie die Verlegung eines Ethernetkabels.
    • Im EG wird an das Gf-Kabel eine FRITZ!Box 5590 angeschlossen (4 x LAN Anschlüsse).
    • Nun wie von dir beschrieben die Ethernet-Verkabelung.
    • Die vorhandene FB 6490 als Mesh Repeater einrichten, https://avm.de/service/wissen…ter-einrichten/

    Eine Lösung mit Glasfaser Modem 2 im Keller und weiter via Ethernet an eine FB 4060 hat den Nachteil, das eine 4060 nur drei LAN-Anschlüsse zur Verfügung stellt.

    Zur ONT-Frage: 1&1 stellt ein ONT nur dann zur Verfügung, wenn Du einen 1&1 VDSL-Homeserver weiterhin betreiben möchtest. Das war mal ein Glasfaser Modem 2, mittlerweile ist es ein Genexis Fiber Twist G2110C-DIY.

    Da bei dir der Gf-Anschluss noch nicht gebaut wurde: Evtl. verlegt auch das ausbauende Unternehmen ein Gf-Kabel vom HÜP im Keller zu der zu montierenden Gf-TA im EG?

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  • von dem aus ich alle Ethernetdosen versorgen kann

    Das ist, nach dem Hinweis , das Du Kabel selber legen kannst, der erste wichtige Hinweis!

    Sind den Netzwerkdosen schon in der Wohneinheit vorhanden und wo sind diese Verbindungen (Leerrohre, LAN-Kabel) zusammengeführt. Als wo ist der mögliche Sternpunkt (Multimediaverteiler)? Welche Art von Signalversorgung führt denn von extern (Glasfaser, Leerrohr, LAN-Kabel, Telefonkabel) führt dann in diesen möglichen Verteiler?

    Netzwerkdosen aus eine zentralen Verteiler versorgt man über einen Switch. Der wird am Router angeschlossen und verteilt dann an den weiteren Anschlüssen an die anderen Netzwerkdosen (bidirektional).

    Einmal editiert, zuletzt von Schnurz (28. April 2024 um 21:47)

  • Hallo,

    Danke für die Tipps. Ich denke ich werde jetzt den Weg gehen und eine Glasfaser vom Keller ins Erdgeschoss verlegen. Dann macht auch eine Fritzbox mit Glasfasermodem wieder Sinn. Wollte die halt nur nicht im Keller anschließen und dann schlechtes Wlan wegen der Dämpfung haben.

    Im Erdgeschoss kommt dann noch ein Switch dran und von da aus in alle Zimmer und meine alte Fritzbox als Repeater im Obergeschoss.

    Offen wäre noch die Wahl der Glasfaser Fritzbox. Die 5530 kostet ~180 Euro und ist nach 3 Jahren billiger als mieten. Die 5590 kostet 250 Euro und wäre nach 3,5 Jahren billiger als mieten.
    Allerdings sehe ich kaum Vorteile der 5590. Ich brauch vmtl. schnell eh mehr als die 5 Anschlüsse (z.B. 4 Zimmer + Repeater + Reserve). Und als Mediaserver würde ich mir irgendwann lieber mal ein vernünftiges NAS hinstellen.

    Super verwirrend ist dann noch die Wahl des Kabels. Ich finde dazu: https://avm.de/service/wissen…l-benotige-ich/

    D.h. ich muss jetzt erst auf den Anschluss warten, damit ich weiß, welchen Stecker und Schliff ich am Gf-TA brauche? An der Fritzbox wäre das laut Angaben eines Händlers wohl SFP AON Modul und dann bräuchte ich wohl den LC/APC Stecker.

    Habt ihr da irgendwelche Empfehlungen bezüglich dem Kabel bzw. einen guten Händler?

    Vielen Dank,
    Fabian

  • Gerne wird hier im Forum FS.com empfohlen. Ich habe dort selbst schon gekauft, das läuft alles gut. Hier kannst Du das gewünschte Kabel inkl. Stecker konfigurieren: https://www.fs.com/de/products/12285.html

    LC/APC ist für das AON und GPON Modul passend. Beide Module sind sowohl bei einer 5590 als auch einer 5530 beigelegt.

    Im Prinzip ist es auch wurscht, ob Du eine 5590 oder 5530 wählst. Der Glasfaserteil beider Boxen ist identisch. Im WLAN ist eine 5590 zwar besser, da Du jedoch mit AVM Repeatern, die via Ethernet an den Gf-Router angeschlossen sind, arbeiten möchtest, spielt das wiederum keine Rolle. Wenn Du keine USB-Ports benötigst und sowieso einen an der FB angeschlossenem Switch verwendest, dann kannst Du ruhig das günstigere Modell verwenden. Aber bitte beachten: der AVM Mesh Master ist die 55x0, schaltest Du da das WLAN ab, dann gilt das für das gesamte AVM Mesh! LAN 1 einer 55x0 ist übrigens ein 2,5 Gbps Port, schließt Du dort einen multigigabit Switch an, könntest Du von dieser höheren Bandbreite im LAN profitieren.

    Letztlich ist es jedoch deine Entscheidung welche der beiden Boxen Du verwendest. Zum aktuellen Zeitpunkt würde ich auch nicht auf eine 5690 warten, sofern Du kein WiFi 6E oder 7 benötigst. Bei den beiden neuen Glasfaserboxen kannst Du nicht die SFP+ Module tauschen, bei der 55x0er Serie hingegen schon und da wärst Du auch für einen XGS-PON Zugang gerüstet. Das entsprechende Modul von AVM bezogen kostet ca. 75€, eine neue Box ist für XGS-PON daher nicht notwendig.

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  • Dann häng ich meine Warnung nochmal hinten dran, kauf bei dem Preisunterschied auf keinen Fall eine 5530, auch wenn sie jetzt gerade deinen Anforderungen genügt. Wenn du irgendwann doch mal potentes VPN möchtest, beißt du dir in den Hintern. Die 5590 rechnet mehr als 10x schneller.

    Verstehe auch nicht, warum man die Leute so ins Messer laufen lassen möchte.

  • Ahh ohje, Danke für die Warnung. Das rechtfertigt dann wohl auch den Preisunterschied.

    Wenn die billigere Fritzbox doch nicht so zukunftssicher ist, dann kommt eventuell doch wieder die Variante mit Glasfaser Modem und Router ins Spiel.

    Irgendwelche Empfehlungen für einen guten Router mit Firewall + VPN Funktionalität?

  • Ich würde erst mal abwarten, ob eint ONT geliefert wird, dann brauchst du das Glasfasermodem 2 nicht.

    Eine gebrauchte Fritz!Box 7520, 7530 oder 7530 AX schadet auf jeden Fall nicht, dann hast du für 20-70€ (nicht mehr zahlen) einen flotten Grundstein. Weitere Anschaffungen würde ich erst machen, wenn der Rest deines Plans nicht zur gewünschten WLAN-Abdeckung führt.

    Jedoch würde ich den 500er Tarif bei 1&1 bestellen. Die Leistung des 250ers ist bis auf wenige Prozent deckungsgleich zum VDSL und einen entsprechenden Tarif bekommt man bei Drillisch schon für 35€ dauerhaft, da sind 45 MIR zu teuer.

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  • Hat da der Abverkauf schon angefangen um Platz für das neue Modell zu machen?

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
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