Drei oder 32 ist so ziemlich egal ... Da merkste nix von!
pufferueberlauf Ich habe ebenfalls Telekom über Glasfaser Nordwest.
Drei oder 32 ist so ziemlich egal ... Da merkste nix von!
pufferueberlauf Ich habe ebenfalls Telekom über Glasfaser Nordwest.
Der von mir gezeigte Screenshot in #57 stammt von Deutscher Glasfaser mit Nokia OLT.
Und nein - 3ms Roundtrip und am besten 10GIG für Script-Kiddys, Computer-Nerds oder Profi-E-Sports Spieler sind kein Mainstream-Markt!
Das ist in anderen Ländern durch aus Mainstream, das gibt es schon ab 20€. Da brauchst keine anderen "Tarife" mehr.
Das sind allerdings auch die Länder, in denen Glasfaserleitungen ungefragt in 3m Höhe auf die Fassade gedengelt werden! Das kostet keine 70 kEuo pro km wie die bei uns gewohnte Verlegung unter den Granitplatten auf der Kö ...
Die Investitionen sind einfach zu hoch, als dass man nur auf den Verdacht hin, das irgendein Haus unter vielen einen AON-Bedarf hat, alles auf AON-Basis aufbaut und auch noch den lfd. Betrieb finanziert! Alleine schon Platzbedarf und Stromverbrauch sind viel zu hoch.
Die Schaetzungen fuer die Mehrkosten (Betriebskosten) AON gegenueber PON liegen bei 10-30%.
Du kannst alles durch 32 teilen, vor allem Platz und Enrgie! Steigende Bandbreitenbedarfe für die Zukunft werden durch XGS mit 10GBit abgefrühstückt.
Jein, die ONTs verbrauchen eher mehr Strom als einfachere Medienkonverter/SFP Module fuer AON, allerdings spart der ISP etwas Strom weil ein OLT halt weniger braucht als 32-64 individuelle Optiken, aber wenn mann das durchrechnet:
Stellt mann fest, dass bezogen aufs Bit Gigabit AON effizienter ist als GPON oder XGSPON... Und der Mehrverbrauch von G-AON gegenueber G-PON liegt auch schlimmstenfalls bei 30%...
Mein Argument fuer ein PtP Netz ist halt, dass das zukunftsfester ist bei relativ geringen Mehrkosten, mit PON spart mann IMHO an der falschen Stelle, auf Kosten der Zukunft. Aber mir ist klar, dass meine Meinung da nichts bewegen wird, der Drops ist erstmal gelutscht und es wird auf ueberwiegend PON rauslaufen. (Was die Betriebskosten angeht, wie die DG gezeigt hat kann mann problemlos auf PtP Infrastruktur ein PON fahren, andersrum, also AON auf PtMP Infrastruktur ist kaum moeglich.)
<Goldwaage>
XGSPON ist eigentlich nicht 10Gbps:
ZitatAlles anzeigenXGS-PON
T-REC-G.9807.1-201606-I!!PDF-E.pdf
B.9.2.1 Line rate
The transmission line rate is a multiple of 8 kHz. The target standardized XGS-PON system supports
the following variant: XGS-PON with a downstream line rate of 9.95328 Gbit/s and an upstream line
rate of 9.95328 Gbit/s.C.10.1.3.1 Downstream FEC
C.10.1.3.1.1 Downstream FEC codeword
For 9.95328 Gbit/s nominal line rate, the downstream FEC code is RS(248, 216). Each downstream
PHY frame contains 627 FEC codewords. Each codeword is 248 bytes long. Within a codeword, 216
data bytes are followed by 32 parity bytes.C.10.1.3.2 Upstream FEC
C.10.1.3.2.1 Upstream FEC codeword
For 9.95328 Gbit/s, the upstream FEC code is RS(248, 216). The PSBu section is not included in the
FEC codeword. The first codeword in a PHY burst begins with the upstream FS header section. All
allocations of a particular ONU have the same FEC status. Contiguous allocations are encoded as a
single block of data, so that there is at most one shortened codeword at the end of the burst. For
9.95328 Gbit/s, the upstream FEC parity bytes insertion and payload reconstruction are shown in
Figures C.10.13 and C.10.14, respectively.
Also mit dem ueblichen FEC bleibt brutto bestenfalls
9.95328 * (216/248) = 8.66899 Gbps uebrig und davon muss mann dann noch den fixen Management-Traffic abziehen... (BWMap und aehnlich).
Aber hey, 8.6 Gbps sind immer noch eine Menge Holz und bis 32-64 Anschluesse 8.6 Gbps zuverlaessig in der Primetime saettigen werden wird noch viel Wasser den Rhein runterfliessen.
Das ist eine interessante Untersuchung! Allerdings scheint wohl die Elektrische Leistung bezogen auf das GBit/s für kaum einen der Netzbetreiber relevant zu sein. Sonst würde ja nur AON gebaut werden! (Fast) alle bauen nur GPON und die, die bisher AON bauen, wechseln auf GPON.
Ja, die 10-30% die heute gespart werden sind da relevanter als die > 30% die es in Zukunft kosten wird von PtMP auf PtP umzubauen... (und es gibt bestimmt auch ISP die 30% hoehere Kosten nicht stemmen koennten, das ist zwar IMHO erstaunlich wenig Aufpreis, aber auch das muss mann erstmal finanziert bekommen)
IMHO gibt es fuer ISPs allerdings noch einen weit gewichtigeren Grund PtMP zu bauen (also zusaetzlich zu gespartem Platz, Material und Strom). Wenn der Betreiber ein PON hat kann er kaum gezwungen werden Dark-Fiber an Mitbewerber vermieten zu muessen, (womit sich ein echter Technologiewettbewerb eruebrigt)... Das macht fuer jedes einzelne ausbauende Unternehmen viel Sinn, ist aber IMHO aus Endkundensicht unguenstig, weil wir eher mehr als weniger Wettbewerb braeuchten. (Aber ganz pragmatisch wird auch der IMHO zukuenftig haeufiger werdende "OpenAccess" ueber Bitstrom-Zugang fuer etwas mehr Wettbewerb sorgen...)
Wer ECHTEN Wettbewerb will, muss entweder den sogenannten "Überbau" tolerieren oder alle, also auch Netcologne, M-Net etc., Netze in eine Art Netzbetriebsgesellschaft überführen, die zu Planwirtschaftspreisen an die ISPs vermieten MUSS.
Das ist jetzt off-topic, aber ich sehe das Zugangsnetz als wichtige Infrastruktur für die Zukunft an, und hätte mir gewünscht, dass das Zugangsnetz auch als Infrastruktur gemeinschaftlich gebaut und organisiert würde. Machen wir beim Strassennetz ja auch, so dass alle Transporteure die gleichen Strassen zu gleichen Konditionen nutzen können.
Das Model Amsterdam (auch da nur teilweise realisiert) halte ich fuer eine gute Illustration wie so etwas funktionieren kann. Die Idee ist, das natuerliche Monopol des Zugangsnetzes anzuerkennen und es entsprechend zu betreiben (damit kann mann ineffizienten Ueberbau minimieren), und Wettbewerb dann bei den Internetzugangsdiensten zu organisieren (damit vermeidet mann Planwirtschaft und Oligopol-Preise)...
Das sind allerdings auch die Länder, in denen Glasfaserleitungen ungefragt in 3m Höhe auf die Fassade gedengelt werden! Das kostet keine 70 kEuo pro km wie die bei uns gewohnte Verlegung unter den Granitplatten auf der Kö ...
https://www.mallorcazeitung.es/aktuelles/2018…e-54145655.html
Ich hätte da diverse Fotos aus südeuropäischen Ländern.
Das ganze wird dann attraktiv, wenn so wie so schon Masten/Pfähle stehen, die mann mitbenutzen kann, aber das ist bei uns ja selten geworden... Masten aufstellen dürfte immer noch billiger sein als "echter" Tiefbau, aber IMHO braucht mann auch fuer Masten Baugenehmigungen und einen Bautrupp...
gponner Mir ging es eigentlich auch nur um die Aussage, dass jeder ONT in jedem Frame eine Sendegelegenheit bekommt. Und dafür finde ich den ITU-Recommendations keine Quelle. Der OLT kann die Upstream-Bursts innerhalb eines Frames beliebig verteilen, und muss dabei nicht alle ONTs (bzw. Alloc-IDs) berücksichtigen. Außerdem gibt es für jeden Frame eine neue BWmap, d.h. die Zuordnung kann sich auch ständig ändern.
Falls ich da was falsch verstanden habe, würde ich mich sehr freuen, wenn du mir sagst, wo genau der Fehler liegt.
Ich habe mir auch das Ericsson-Paper nochmal etwas genauer angeschaut: Da wurde angenommen, dass jeweils einmal pro Polling-Intervall innerhalb von einem einzigen Frame die Bandwidth-Reports von allen ONTs abgefragt werden. Konkrete Details zur Zuweisung in den restlichen Frames (in diesem Modell) gehen daraus aber nicht wirklich eindeutig hervor.
Dafür habe ich noch etwas mehr Lesestoff gefunden, wo auch neuere PON-Standards untersucht werden:
Kein Fehler! Meine Geschriebenes zu dem Thema ist ja nur eine sehr grobe und vereinfachte Zusammenfassung der Funktionsweise. Da gibt es natürlich eine große Bandbreite von möglichen "Fahrweisen" und Sonderfällen im Protokoll. Das Protokoll ist ja in den ITU Papers sehr gut und vollständig beschrieben - Details und Ausnahmen also dort nachlesen!
Kein ONU muss in jedem Frame Downstream-Daten bekommen, kein ONU muss in jedem Frame Upstream-Daten senden. Es kann passieren, dass ein ONU in einer Downstream-BWMap keinen Slot zugeteilt bekommt - dann muss er seinen Laser abschalten!
Es existieren ja noch viel mehr Randbedingungen! Z.B. muß der OLT ja dafür sorgen, dass sich neue ONUs synchronisieren können. Das kann der neue ONU NICHT alleine entscheiden. Er darf erstmal seinen Laser nicht einschalten und hört nur den Downstream ab. Der OLT muß nun in regelmäßigen Abständen eine Message für ein Quietwindow an alle ONUs senden. Dann haben alle aktiven ONUs ihren Laser für 250 μs abzuschalten. Der neu ONU bekommt das auch mit und kann seine Message loswerden. Bei meinem Anbieter passiert dass etwa alle 5 Sekunden. Es dauert nämlich max. 5 s bis zur Synchronisierung. Könnte man auch alle 100 ms machen - Aber ist das notwendig?
Die gute Ausnutzung und faire Verteilung hängt eben stark von der Parametrierung und den gewählten Bandbreitenzuteilungsverfahren ab. Wenn der ONU auch evtl. nicht 8000 mal pro Sekunde seine Daten loswerden kann so sicherlich 500 oder 1000 mal pro Sekunde! Immer noch im < 1 ms Bereich.
Diese notwendige enge Zusammenarbeit zwischen ONU und ONT ist der eigentliche Grund, warum einige Netzbetreiber "not amused" über die Routerfreiheit bei GPON sind. Wenn alle ONUs sich an die ITU-Richtlinien halten, läuft es wunderbar, ist irgendwo ein Scriptkiddy mit Open-WRT und evtl. umprogrammiertem GPON-SFP auf dem PON, kann dieser sofort lahmgelegt werden. Es reicht schon, den Sendelaser auf dem ONU einfach nicht auszuschalten ...
Diese notwendige enge Zusammenarbeit zwischen ONU und ONT ist der eigentliche Grund, warum einige Netzbetreiber "not amused" über die Routerfreiheit bei GPON sind. Wenn alle ONUs sich an die ITU-Richtlinien halten, läuft es wunderbar, ist irgendwo ein Scriptkiddy mit Open-WRT und evtl. umprogrammiertem GPON-SFP auf dem PON, kann dieser sofort lahmgelegt werden. Es reicht schon, den Sendelaser auf dem ONU einfach nicht auszuschalten ...
Wenn das so viele Schwierigkeiten bereitet und die ONTs nicht gegen Fehlprogrammierung gesichert sind, hätte sich der Netzbetreiber doch lieber für den einfacheren Betrieb mit AON entscheiden sollen und nicht darauf hoffen, das er alleine alle Komponennten der optischen Strecke kontrollieren kann.
sicherlich 500 oder 1000 mal pro Sekunde! Immer noch im < 1 ms Bereich.
Mmmh, 500 mal pro Sekunde macht 2ms Periode also müsste bei fixer 500Hz Zuteilung ein ONT im mittel 1ms auf einen Transmitslot warten... ich würde das pedantisch wohl als (~) 1ms Bereich bezeichnen, aber "<1ms" wäre mir etwas zu optimistisch ![]()
Diese notwendige enge Zusammenarbeit zwischen ONU und ONT ist der eigentliche Grund, warum einige Netzbetreiber "not amused" über die Routerfreiheit bei GPON sind. Wenn alle ONUs sich an die ITU-Richtlinien halten, läuft es wunderbar, ist irgendwo ein Scriptkiddy mit Open-WRT und evtl. umprogrammiertem GPON-SFP auf dem PON, kann dieser sofort lahmgelegt werden. Es reicht schon, den Sendelaser auf dem ONU einfach nicht auszuschalten ...
Das ist IMHO FUD, es gibt momentan keinen OpenSource GPON Stack und daher ist auch mit OpenWrt wenig zu reissen (Fun Fact: die ex Intel-Falcon SFP Module nutzen ein bastardisiertes aeltlichen OpenWrt als Basis-OS). Ich wette da geht es weniger um die Technik und mehr um die Wirtschaftlichkeit... wobei das IMHO eine Milchmädchenrechnung ist, wer sich komplett auf einen Anbieter versteift macht sich unnötig abhängig. Aber das ist ein anderes Thema ![]()
Nun ja, es gibt Anleitungen für diverse GPON-SFPs, um die Seriennummer zu manipulieren. Mit dem Wissen lassen sich bestimmt auch andere Parameter ändern. Da fehlen mir allerdings Werkzeuge und Erfahrungen, um das beurteilen zu können.
Was möglich ist, wird auch irgendwann mal gemacht ...
EDIT: Such mal im Netz nach "Hacking RTL960x"
Das gilt aber prinzipiell fuer alle Anschlusstechnologien, ich kann auch bei DSL die beiden Adern mit 220V versorgen... da ist PON jetzt keine Ausnahme... und wie Schnurz geschrieben hat, es gibt technische Wege solche Probleme zu minimieren, wenn ein ISP die Vorteile eines PONs moechte muss er halt auch die Nachteile/Herausforderungen in Kauf nehmen.
Oder er deklariert den ONT als aktives Netzbestandteil seines öffentlichen Telekommunikationsnetzes nach TKG 145 und muss dann halt fuer dessen Stromkosten aufkommen (und die Kosten um die Stromversorgung zu realisieren).
Da ist dann aber nur ein Anschluss hinüber!
Auf dem PON können bis zu 32/64 nicht mehr arbeiten. Und die Fehlersuche ist extrem schwierig, da das nur am Splitter, also in der Regel im Nvt erfolgen kann. Das gilt zumindest, wenn der PON nicht voll belegt ist. Ist er nur teilweise belegt, muss man rausfahren.
Die Fehlersuche ist da IMHO nicht extrem schwierig... zumindest nicht im Vergleich zur Suche nach Rueckwegstörern in einem DOCSIS Segment mit teilweise mehreren 100en Anschlüssen. Klar muss da wahrscheinlich ein Mitarbeiter raus ins Feld* (wenn sich das Problem nicht auch remote diagnostizieren lässt).
Ich sehe das so, ein PON hat Vor- und Nachteile und ein ISP der sich fuer PON entscheidet, muss dann auch mit beiden leben und die Konsequenzen seiner Wahl tragen. (Das Diagnoseproblem tritt übrigens nicht nur bei vorsätzlich manipulierten ONTs auf, sondern kann auch durch Soft- und Hardwaredefekte von Provider-ONTs entstehen)
*) Oder halt einfach in den PoP beim alten Ausbau Modell der DG. Es liegt da also auch am ISP wie hoch der Aufwand ist.
Da ist dann aber nur ein Anschluss hinüber!
Unklar ob eine Linecard den Schaden bei 220 Volt Ueberspannung auf einen Port reduzieren kann... das ist sehr spekulativ ![]()