Zu wenige wollen Glasfaser, Betreiber stoppt Netzausbau

  • Ich denke wenn die Städte und Gemeinden Ausbaugenehmigungen nur noch Stadt- bzw. Gemeindeweit vergeben, und nicht mehr auch für die lukrativen Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte, haben wir eine Chance Glasfaserausbau auch in der Fläche zu erleben, der sich eben über die Mischkalkulation rechnet.

    Aber auch das kann nach hinten losgehen.

    Ich kenne mehrere Fälle in meinem Landkreis, in denen die 40% Quoten in den kleinen Stadt bzw. Ortsteilen erreicht wurden, aber in der grossen "Kernstadt" war das Interesse sehr gering.
    Dadurch lag die Quote in der Mischkalkulation deutlich unter 40% und es wurde nicht gebaut.

  • Ist das nicht ein Problem, der vom Markt gelöst wird? Wenn aufgrund nutzbaren alternativen keine Interesse besteht, soll der Glasfaser Zug zurecht dort fahren, wo man nur ADSL kriegt. In solchen Gebieten sind Aufnahmequoten ziemlich sicher kein Problem.

  • Ist das nicht ein Problem, der vom Markt gelöst wird? Wenn aufgrund nutzbaren alternativen keine Interesse besteht, soll der Glasfaser Zug zurecht dort fahren, wo man nur ADSL kriegt. In solchen Gebieten sind Aufnahmequoten ziemlich sicher kein Problem.

    Wobei Gebiete in denen man nur ADSL bekommt in Deutschland mittlerweile recht selten sind. Das betrifft weniger als 5% der Haushalte, und diese sind zum großen Teil eher ländlich und relativ teuer auszubauen. Das ist ja der Grund warum sie noch "übrig" geblieben sind. Da wird auch viel ausgebaut, aber dann eben meist gefördert.

    Die große Masse des Ausbaus ist eigenwirtschaftlich und muss notgedrungen Gebiete ins Visier nehmen in denen es schon zumindest FTTC oder auch TV-Kabel gibt.

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  • Wenn aufgrund nutzbaren alternativen keine Interesse besteht, soll der Glasfaser Zug zurecht dort fahren, wo man nur ADSL kriegt. In solchen Gebieten sind Aufnahmequoten ziemlich sicher kein Problem.

    Genau das habe ich eigentlich in meinem Post beschrieben.
    In den Stadteilen gibt es nur Breitband über ADSL (evtl mit 4G-Hybrid) oder überlastetes Vodafone Kabel. Dort war man dankbar über die Glasfaser Angebote und es gab hohe Quoten.

    In der Kernstadt gibt es jetzt schon VDSL250 und auch performantes Vodafone Kabel, darum besteht dort kein Interesse. In der GF Vorvermarktung gab das eine Quote von unter 10%.

    Durch die Mischkalkulation lag die Gesamtquote dann aber deutlich unter 40% und es wurde erstmal nicht gebaut.
    Auf Intervention der Stadt wurde dann die Vorvermarktung mehrfach verlängert und nach über einem Jahr hatte man dann mit ach und Krach eine Gesamtquote von 30% und es wurde gebaut.

  • Wobei Gebiete in denen man nur ADSL bekommt in Deutschland mittlerweile recht selten sind. Das betrifft weniger als 5% der Haushalte, und diese sind zum großen Teil eher ländlich und relativ teuer auszubauen. Das ist ja der Grund warum sie noch "übrig" geblieben sind. Da wird auch viel ausgebaut, aber dann eben meist gefördert.

    Die große Masse des Ausbaus ist eigenwirtschaftlich und muss notgedrungen Gebiete ins Visier nehmen in denen es schon zumindest FTTC oder auch TV-Kabel gibt.

    Aber dann soll sich keine beschweren, wenn den Kunden es egal ist. Wenn ich bereits ein VW habe brauche ich ein Audi weniger als jemand, der nur zu Fuß unterwegs ist. Es ist nicht die Aufgabe der Anwohner den wenigen Power Usern ihre Hobby zu bezahlen.

    Als es bei uns losging, war ich vom Thema begeistert. Jetzt nervt es nur und ich würde am liebsten kündigen, da ich seit mehr als 2 Jahre im Vorvertrag stecke und niemand kann etwas belastbares sagen. Ich habe aber gerade genug andere Baustellen um noch mit DGN zu streiten.

  • Wobei Gebiete in denen man nur ADSL bekommt in Deutschland mittlerweile recht selten sind. Das betrifft weniger als 5% der Haushalte, und diese sind zum großen Teil eher ländlich und relativ teuer auszubauen. Das ist ja der Grund warum sie noch "übrig" geblieben sind. Da wird auch viel ausgebaut, aber dann eben meist gefördert.

    Das Problem sind aber nicht nur ADSL, sondern auch VDSL auf dem Land. Bei uns gab es VDSL, aber auf Grund der Entfernung und der alten Leitungen (Extreme Dämpfung nach längerem Regenfällen) lagen nur 6 - 12 MBit in unseren Bereich an. Und damit wird es deutlich mehr, wir liegen in einer Gemeinde mit 13.000 Einwohner.

    Gut, mittlerweile haben wir GF und der Ort ist flächendeckend erschlossen, wobei 3500 Anschlüsse tatsächlich gesetzt wurden und dies bei ca. 4500 Grundstücke im Ort. Aber hier war der Bedarf / Druck groß, in unserer Straße haben 24 von 27 Grundstücke einen Anschluss sich legen lassen.

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  • Das Problem sind aber nicht nur ADSL, sondern auch VDSL auf dem Land. Bei uns gab es VDSL, aber auf Grund der Entfernung und der alten Leitungen (Extreme Dämpfung nach längerem Regenfällen) lagen nur 6 - 12 MBit in unseren Bereich an. Und damit wird es deutlich mehr, wir liegen in einer Gemeinde mit 13.000 Einwohner.

    Die 5% beziehen sich auf die Definition von "weißen Flecken", also weniger als 30 Mbit/s im Download. Das ist im wesentlichen ADSL, vielleicht auch mal langsames VDSL. Da liegt ein Anschluss mit 6-12 Mbit/s komfortabel drunter. Und selbst wenn man da noch einen Statistikfehler aufschlägt: so langsame Anschlüsse sind in Deutschland mittlerweile eben ziemlich selten. Was eben bedeutet dass man den Großteil des Ausbaus nicht auf solche Gebiete ausrichten kann.

    Klar: Wenn in einem FTTC-Ausbaugebiet am Rand einige Bereiche mit besonders schlechten Anschlüssen liegen, ist das für den FTTH-Ausbau natürlich vorteilhaft. Wobei man als Anbieter dann trotzdem im Wesentlichen ein Gebiet mit Versorgung "besser als ADSL" ausbauen muss.

    Außer man baut natürlich nur diese Randgebiete aus. Aber das ist unwahrscheinlich dass das attraktiver ist...

  • Die 5% beziehen sich auf die Definition von "weißen Flecken", also weniger als 30 Mbit/s im Download. Das ist im wesentlichen ADSL, vielleicht auch mal langsames VDSL. Da liegt ein Anschluss mit 6-12 Mbit/s komfortabel drunter. Und selbst wenn man da noch einen Statistikfehler aufschlägt: so langsame Anschlüsse sind in Deutschland mittlerweile eben ziemlich selten. Was eben bedeutet dass man den Großteil des Ausbaus nicht auf solche Gebiete ausrichten kann.

    Hier mal die Karte von vor dem Mai 2023 in Brieselang (13.500 Einwohner, im Speckgürtel Berlin) bevor wir von DNS:NET Glasfaser im Ort erhalten haben.

  • Hier mal die Karte von vor dem Mai 2023 in Brieselang (13.500 Einwohner, im Speckgürtel Berlin) bevor wir von DNS:NET Glasfaser im Ort erhalten haben.

    Gemäß Breitandatlas (auf den ich mich ja beziehe) liegt in Brieselang die FTTC-Versorgung >= 30 Mbit/s bei 32%. Das kann laut Deinem Screenshot und der Telekom-Karte gut hinkommen. Dank FTTH-Ausbau liegt der Anteil >= 30 Mbit/s jetzt mittlerweile bei 97,4%.

    Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht worauf Du eigentlich hinaus willst. Meine Aussage war, dass man sich beim FTTH-Ausbau nicht auf Gebiete mit nur ADSL (oder <30 Mbit/s) konzentrieren kann (wie vorgeschlagen), weil das nur noch wenige Prozent der Haushalte betrifft, und diese meistens auch noch verstreut und/oder ländlich sind.

    Brieslang mag bis vor einem Jahr ein Beispiel gewesen sein für einen Ort in dem es noch einen größeren Cluster an unterversorgten Haushalten gab. Insofern nur folgerichtig dass der mittlerweile ausgebaut ist. Aber selbst wenn es noch 20 Brieslangs gibt ändert es nichts an der grundsätzlichen Aussage. Alleine schon wenn man bedenkt dass wir von einem jährlichen Ausbauvolumen von 4 Mio HH reden (10%), also doppelt so vielen Haushalten wie sich insgesamt noch in der Kategorie "<30 Mbit/s" befinden.

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  • Aber dann soll sich keine beschweren, wenn den Kunden es egal ist. Wenn ich bereits ein VW habe brauche ich ein Audi weniger als jemand, der nur zu Fuß unterwegs ist. Es ist nicht die Aufgabe der Anwohner den wenigen Power Usern ihre Hobby zu bezahlen.

    Gewagter Vergleich.

    Da der Ausbau i.r.R. für die Nutzer kostenneutral erfolgt (jetzt bitte keine 5€ p.M. Diskussion), ist es eher so, dass den 15-20% Glasfasernachfragern bei Nichtausbau die unbestrittene Zukunftstechnologie verwehrt wird. Das hat nix mit Hobby zu tun!

  • Gemäß Breitandatlas (auf den ich mich ja beziehe) liegt in Brieselang die FTTC-Versorgung >= 30 Mbit/s bei 32%. Das kann laut Deinem Screenshot und der Telekom-Karte gut hinkommen. Dank FTTH-Ausbau liegt der Anteil >= 30 Mbit/s jetzt mittlerweile bei 97,4%.

    Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht worauf Du eigentlich hinaus willst. Meine Aussage war, dass man sich beim FTTH-Ausbau nicht auf Gebiete mit nur ADSL (oder <30 Mbit/s) konzentrieren kann (wie vorgeschlagen), weil das nur noch wenige Prozent der Haushalte betrifft, und diese meistens auch noch verstreut und/oder ländlich sind.

    Brieslang mag bis vor einem Jahr ein Beispiel gewesen sein für einen Ort in dem es noch einen größeren Cluster an unterversorgten Haushalten gab. Insofern nur folgerichtig dass der mittlerweile ausgebaut ist. Aber selbst wenn es noch 20 Brieslangs gibt ändert es nichts an der grundsätzlichen Aussage. Alleine schon wenn man bedenkt dass wir von einem jährlichen Ausbauvolumen von 4 Mio HH reden (10%), also doppelt so vielen Haushalten wie sich insgesamt noch in der Kategorie "<30 Mbit/s" befinden.

    Was ich vergessen habe, es wurde von DNS:NET eigenwirtschaftlich ausgebaut.

    Und seit 3 Monaten wird nun noch von der Telekom subventioniert ausgebaut, weil wir ja vor 5 Jahren unterversorgt waren und Sie bauen überall nur bis zum Zaun, die Besitzer wollen nicht 2-mal buddeln lassen. Da haben wir die absolute Verschwendung von Steuergeldern.

  • Was ich vergessen habe, es wurde von DNS:NET eigenwirtschaftlich ausgebaut.

    Und seit 3 Monaten wird nun noch von der Telekom subventioniert ausgebaut, weil wir ja vor 5 Jahren unterversorgt waren und Sie bauen überall nur bis zum Zaun, die Besitzer wollen nicht 2-mal buddeln lassen. Da haben wir die absolute Verschwendung von Steuergeldern.

    Kann die Telekom kostengünstig / kostenfrei ihre Statistik mit weiteren Homes Passed "Anschlüssen" aufbessern.

    Und die gesamtdeutsche Statistik wird auch mit weiteren Anschlüssen gefüttert.

    Wartet ab, 2030 wird 100% Vollzug gemeldet und mindestens 1/3 des Landes fragt sich wo die Anschlüsse sein sollen. Unfassbar.

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  • Kann die Telekom kostengünstig / kostenfrei ihre Statistik mit weiteren Homes Passed "Anschlüssen" aufbessern.

    Auch bei einem geförderten Ausbau investieren die Anbieter ja auch eigenes Geld. Insofern ist es auch bei gefördertem Ausbau eher schlecht wenn die Fördergebiete während des Verfahrens von anderen ausgebaut werden. Manche Anbieter haben da auch schon Ausbaulose wieder zurück gegeben, weil sich das dann nicht mehr lohnte. Wobei in diesen Fällen dann natürlich ein signifikanter Teil der geförderten Adressen anderweitig erschlossen haben.

    Aber das Ausschreiben von Einzeladressen innerhalb geschlossener Ortschaften ist in der Tat meist eher witzlos. Hier sind es ja nur wenige, aber in diesem Thread über Dortmund erhält die DOKOM21 etwa 50 Mio Euro für den Ausbau zahlreicher quer über das Stadtgebiet verstreuter Adressen, von denen viele in den nächsten Jahren vermutlich durch den flächigen Ausbau der diversen dort aktiven Anbieter sowieso nochmal ausgebaut werden. Klar, auch hier ist der Grund wieder: das Förderverfahren wurde schon 2018 gestartet.

    Und die gesamtdeutsche Statistik wird auch mit weiteren Anschlüssen gefüttert.

    Zumindest für die Statistik wie viel Prozent der Haushalte "Homes Passed" ausgebaut sind wird sich nichts ändern.

  • Zumindest für die Statistik wie viel Prozent der Haushalte "Homes Passed" ausgebaut sind wird sich nichts ändern.

    Ich lese in den Statistiken immer nur "Anzahl der Anschlüsse" (alle Homes * Varianten), aber nie etwas von versorgten Adressen / Haushalten. Bei den ganzen Doppel- und Mehrfachausbauten wird die Schere irgendwann größer.

  • Wobei es aufschlussreicher ist "Homes connected" anzugeben. Würde man tatsächlich die Daten für verlässliche statistische Auswertung erheben, dann müssten immer drei Werte angegeben werden:

    1. Homes passed
    2. Homes connected
    3. Homes activated

    Nr. 1 ist nur für Investoren, deren KPIs schöngeredet werden. Ich vermute, es wird 2035 die Frage gestellt, woher nach Zahlen jede Immobilie einen Zugang zur Glasfaser hat, es jedoch Millionen von Haushalten gibt, die mangels Verfügbarkeit nicht angeschlossen werden können. So wie e16 es bereits geschrieben hat.

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  • Gewagter Vergleich.

    Da der Ausbau i.r.R. für die Nutzer kostenneutral erfolgt (jetzt bitte keine 5€ p.M. Diskussion), ist es eher so, dass den 15-20% Glasfasernachfragern bei Nichtausbau die unbestrittene Zukunftstechnologie verwehrt wird. Das hat nix mit Hobby zu tun!

    OK, dann machen wir VW und Tesla ;)

    Kostenneutral ist es nur was die monatliche Rechnung angeht oder wenn einem ein Router im Keller reicht und bereits eine passende Steckdose im Keller vorliegt. Sonst muss man zumindest Zeit und Eigenleistung investieren. In Mehrfamilienhäuser wird Innenausbau auch nicht umsonst gemacht so weit ich weiß.

    Dazu kommt die mangelhafte Professionalität vielen Anbietern was im Endeffekt eine Menge Zeit kostet.

    Lange Rede kurzer Sinn kann ich total nachvollziehen wenn jemand, der mit aktuellen Stand zufrieden ist, keine Lust auf den Theater hat.

  • Ich lese in den Statistiken immer nur "Anzahl der Anschlüsse" (alle Homes * Varianten), aber nie etwas von versorgten Adressen / Haushalten. Bei den ganzen Doppel- und Mehrfachausbauten wird die Schere irgendwann größer.

    Beim Breitbandatlas (und das ist die offizielle Statistik für die Versorgung in Deutschland) handelt es sich um eine Statistik, was an den xx Millionen Adresspunkten und den dahinter liegenden ca. 41 Mio Haushalten verfügbar ist. Wenn an einer Adresse FTTH verfügbar ist (= zumindest "Homes Passed") dann gilt diese und die zugehörigen Haushalte als versorgt. Gibt es jetzt ein zweites (oder drittes...) FTTH-Netz an der Adresse ändert das nichts am Status und an der Quote.

    Das gilt ja ebenso für die Verfügbarkeit der verschiedenen Geschwindigkeitsstufen laut Breitbandatlas. ">=50 Mbit/s" lag Mitte 2023 bei 95,9%. Da wird natürlich nicht doppelt oder dreifach gezählt, wenn ein Haushalte FTTC und/oder Kabel und/oder FTTB/H zur Auswahl hat. Dann wären es knapp 180%...

  • Um es aus meiner Sicht festzustellen, die ganze Sache mit den Subventionen, um somit den flächendeckenden Ausbau zu erreichen, ist weltfremd aufgebaut worden. Ob der Bürger nun per Kupfer oder GF sein Internetzugang bekommt, ist ihm egal.
    Also hätte man es doch einfach so gemacht: Für jeden neu erstellten Anschluss per GF gibt es Geld, gestaffelt nach den tatsächlichen, zum Zeitpunkt des Anschlusses vorhandene Geschwindigkeiten. Um so langsamer die Versorgung war, um so mehr Geld gibt es. Also einfach los bauen, abgerechnet wird danach, nicht mit großen Ausschreibungen. Wobei Homes connected meiner Meinung nach für die Förderung ausreicht, Homes activated freut den ISP und Home passed zählt nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Phino (20. Februar 2024 um 20:37)

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  • Wobei es aufschlussreicher ist "Homes connected" anzugeben. Würde man tatsächlich die Daten für verlässliche statistische Auswertung erheben, dann müssten immer drei Werte angegeben werden:

    1. Homes passed
    2. Homes connected
    3. Homes activated

    Nr. 1 ist nur für Investoren, deren KPIs schöngeredet werden.

    Investoren interessieren sich eher für die Kombination aus 1 und 3. Denn 3 definiert, wie lohnenswert die Investition war. Deswegen gibt es derzeit ja auch angeblich vermehrt kalte Füsse weil die Quote aus 3 zu 1 nicht so hoch ist wie erhofft.

  • Auch bei einem geförderten Ausbau investieren die Anbieter ja auch eigenes Geld. Insofern ist es auch bei gefördertem Ausbau eher schlecht wenn die Fördergebiete während des Verfahrens von anderen ausgebaut werden. Manche Anbieter haben da auch schon Ausbaulose wieder zurück gegeben, weil sich das dann nicht mehr lohnte. Wobei in diesen Fällen dann natürlich ein signifikanter Teil der geförderten Adressen anderweitig erschlossen haben.

    Aber das Ausschreiben von Einzeladressen innerhalb geschlossener Ortschaften ist in der Tat meist eher witzlos. Hier sind es ja nur wenige, aber in diesem Thread über Dortmund erhält die DOKOM21 etwa 50 Mio Euro für den Ausbau zahlreicher quer über das Stadtgebiet verstreuter Adressen, von denen viele in den nächsten Jahren vermutlich durch den flächigen Ausbau der diversen dort aktiven Anbieter sowieso nochmal ausgebaut werden. Klar, auch hier ist der Grund wieder: das Förderverfahren wurde schon 2018 gestartet.

    Zumindest für die Statistik wie viel Prozent der Haushalte "Homes Passed" ausgebaut sind wird sich nichts ändern.

    Für Fördergebiete dürfte es grundsätzlich kein hommes passed als zulässig geben. Wenn der Eigentümer nicht will, also Hausanschluß ohne Vertrag, bekommt er eine Sperre von 15 Jahren. Gültig für jeden Netzbetreiber.