Umstellung auf Glasfaser, reicht ein Medienkonverter o.Ä.?

  • Frohes Neues!

    Bei mir wird nun endlich der Glasfaser-Anschluss aktiviert. Der Endpunkt ist passiv und der Anbieter würde eine kostenpflichtige Fritzbox stellen.

    Aktuell betreibe ich einen Draytek Vigor als Modem und dahinter das Unifi USG als Router.

    Nun dachte ich erst es würde evtl. ausreichen wenn ich nun einen Medienkonverter kaufe (z.B diesen) diesen auf der einen Seite mit dem passiven Abschlusspunkt per LWL verbinde und auf der anderen Seite per Ethernet-Kabel mit dem USG, aber der Medienkonverter geht wohl nur bei einem aktiven Endpunkt?

    Bleibt mir nur die Möglichkeit ein Kombigerät (also Modem und Router) wie die Fritzbox zu nehmen?

    Grüße

  • Die Begriffe "aktiv" und "passiv" werden in diesem Kontext leider mehrdeutig benutzt.

    Zum einen redet man von "aktiven" Anschlüssen bei der AON Topologie, und von passiven Anschlüssen bei GPON.

    Aber auch, wenn ein GF-TA verbaut wurde, wird ein Anschluss als "passiv" bezeichnet, während einer mit ONT als "aktiv" bezeichnet wird.

    Beide Varianten sind unabhängig voneiander, also alle 4 Kombinationen sind denkbar. Welche davon liegt bei dir vor? Daran hängt es, welchen Medienkonverter du brauchst (und ob du überhaupt einen brauchst). Wobei der, den du rausgesucht hast, garantiert falsch ist, der hat gar nichts mit den üblichen Technologien für Glasfaseranschlüsse in Deutschland zu tun.

    Grundsätzlich solltest du den Anschluss mit dem Equipment deines Anbieters in Betrieb nehmen. Wir haben zahlreiche Fälle im Forum, wo die Inbetriebnahme nicht auf Anhieb funktioniert hat, und wenn dann fremdes Equipment am Anschluss ist, schiebt der Anbieter es immer darauf. Es hat Fälle gegeben, da hat es Monate gedauert, bis die Situation aufgelöst wurde. Wenn dann alles funktioniert, kannst du auf dein Equipment umstellen. Je nach Technologie erfordert das dann noch eine Registrierung deines Endgeräts beim Provider, was noch mal tricky werden kann.

    Einmal editiert, zuletzt von frank_m (2. Januar 2024 um 10:36)

  • Du hast eine entscheidene Information unterschlagen: Wer ist der ISP oder wichtiger, welche Technologie ist der Anschluss, GPON oder AON.

    Bei AON reicht ein Medienkonverter, bei GPOM muss ein aktives Bauteil her (z.B. ONT), welches sich aktive bei der Infrastruktur des Glasfaseranbieters anmeldet.

    Kleiner, zusätzlicher Tipp: Behalte deine DSL-Leitung noch mindestens 3 bis 6 Monate. Gerade wenn GF-Netzwerke neu erstellt werden, kommt es in der Startphase öfters mal zu Unregelmäßigkeiten. Solltest du beruflich stark auf Internet angewiesen sein, würde ich DSL mit dem kleinsten möglichen Tarif behalten. Gerade eine USG bietet ja die Möglichkeit, beide Leitungen zu verwalten.

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  • 1 Gehe ich davon aus, er weiß nicht mal, ob er AON oder GPON bekommt.

    2 Daher würde ich mal sagen, es wär einfacher, wenn er sagt, von wem er den Anschluss bekommt. Oder wer ausgebaut hat.

    3 Warum soll er bitte eine kostenpflichtige Fritz!Box von seinem Anbieter nehmen. Erst kaufen, dann wieder mit Verlust weiter verkaufen. Oder mieten, wo er dann 2 Jahre drin steckt

    Einmal editiert, zuletzt von Crash Override (2. Januar 2024 um 11:05)

  • Vielen Dank für die Antworten bisher. Ja tatsächlich weiß ich nicht viel darüber. Es wird leider auch nicht wirklich etwas darüber kommuniziert. Der Anbieter ist RE.NE (Landwerke M-V Breitband GmbH)

    Das Ganze wurde auch bereits vor über 2,5 Jahren angeleiert. Damals wusste der Mitarbeiter an der Hotline auch weniger als ich was die Technik anbelangt. Ich würde die nun aber nochmal kontaktieren.

    Ich frage dann also welche Topologie verbaut wurde (AON oder GPON) und ob der Anschluss ONT oder GF-TA ist. Richtig? Oder gibt es noch weitere Informationen die ich brauche?

  • Vielleicht schaust du auch einfach mal in die Leistungs- und Schnittstellenbeschreibungen des Anbieters. Da könnte das drin stehen. Achte dabei auch auf Hinweis in Bezug auf die Benutzung fremder Router.

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  • Es steht auch nicht unter https://shop.rene-mv.de/login ?

    Aber ich habe so eine Vermutung, wenn du da anrufst, das die Person am anderen Ende das dann auch wieder nicht weis. Aber Versuch einfach mal anzurufen oder per Mail.

    Denn das kann vieles sein, was die damit meinen

    Code
    Was umfasst der Glasfaser-Hausanschluss?
    Eine Begehung vor Ort, den erforderliche Tiefbau, das Verlegen eines Leerrohres sowie des Glasfaserkabels, die Hauseinführung (im Keller oder Erdgeschoss), die Lieferung und Montage einer Hausanschlussbox (Übergang Außen- auf Innenkabel).
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  • Ich finde ja, es kann nicht schaden, wenn man die Dokumente, die zum Vertrag gehören, auch mal liest.

    Auf AON oder GPON kann man unmittelbar nicht zurückschließen. Aber sie sind sehr deutlich in Bezug auf die Fritzboxen: Sobald was anderes zum Einsatz kommt, gibt es keinerlei Haftung, Garantie oder Gewährleistung für Leistungen, Geschwindigkeiten oder Dienste. Besonders deutlich machen sie auf Notrufproblematik aufmerksam, was ich sehr lobenswert finde. Ich hatte das hier im Forum ja auch schon das ein oder andere Mal erwähnt: Wenn die Parametrisierung des VoIP Zugangs im Endgerät nicht perfekt zum Provider passt, dann kann es sein, dass Notrufe nicht funktionieren. Das merkt man im Zweifel natürlich immer erst, wenn es zu spät ist, und das kann dramatische Folgen haben.

    Da hat man im Zweifel ein Problem, denn die Konfiguration dieser Detail-Optionen ist so komplex, dass sie einen normalen Endkunden garantiert überfordert. Die Fritzbox hat für sowas die Provider-Profile hinterlegt, in denen sichergestellt ist, dass es funktioniert.

  • Dir ist aber klar, dass er sie Mieten muss von den. 120 € für nichts und nimmer nichts. Es ist ja nicht mal gesagt, ob es eine 55xx oder eine 75xx sein würde. Daher sollten wir nun einfach abwarten was er beim Anruf herausbekommt.

    Und in meinen Vertrag steht auch nichts drin, was für ein Netz es ist.

  • Dir ist aber klar, dass er sie Mieten muss von den. 120 € für nichts und nimmer nichts.

    Schwer zu sagen.

    Zitat

    Auch wenn der Kunde sich für den Erwerb und den Einsatz

    eines eigenen Endgerätes entscheidet, überlassen ihm die LWBB für die Her-

    stellung der Sprachtelefonie und des Internetzugangs während der Dauer des

    Vertrages das dafür erforderliche Endgerät stets zusätzlich leihweise.

    Da steht allerdings nicht, ob dieses Überlassen kostenfrei ist, und auch nicht, ob das eine Fritzbox ist. Aber damit bekommt man es erst mal zum Laufen. Sie werden sich was dabei denken, in anderen Fällen geht es vermutlich einfach zu oft schief.

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  • Es gibt ja drei Varianten:

    • Man mietet die Fritzbox für 5 € im Monat
    • Man kauft eine Box für 250 €, dann kann man auf die Miete verzichten
    • Man entscheidet sich für einen kundeneigenen Router, dann gibt es auf jeden Fall ein Leihgerät. Ob das kostenlos ist? Keine Ahnung.
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  • Naja, ihr wolltet ja, dass ich die Vertragsdokumente mal scanne. Jetzt hab ich ein paar neuralgische Punkte identifiziert, da ist es auch wieder nicht richtig. Ich wage zu bezweifeln, dass die Telefonhotline Dinge sagt (oder sagen darf), die von den Vertragsdokumenten abweichen.

    Denn diese ganzen Vermutungen sind nie gut.

    Die Punkte, die ich oben angeführt habe, kann man ja schon mal in seine Entscheidung einfließen lassen, denn das sind keine Vermutungen. Die kommen alle aus den AGB, also sind die Fakt. D.h., VoIP Kompatibilität für Notrufe sicherstellen, und es gibt auf jeden Fall ein zusätzliches Leihgerät beim kundeneigenen Endgerät.

  • Sofern die Datenblätter keine Schreibfehler enthalten, wird es FTTH in der AON-Topologie sein. Die Landwerke M-V Breitband GmbH haben in der Produktpalette "glasfaserbasierte" Router von AVM der Baureihen 55x0 (aktuell) und 5490 (veraltet) aufgeführt [Archiv Produktinformationsblätter,

    PIB V5. _ PK/RE.NE Silber 250 + Phone Versionsstand 18.01.2023]. Das Wording "Lieferung und Montage einer Hausanschlussbox (Übergang Außen- auf Innenkabel)" aus https://rene-mv.de/hausanschluss/, hier Eintrag Was umfasst der Glasfaser-Hausanschluss? deutet auf einen Anschluss ohne Zwangs-ONT hin.

    Letztlich und endgültig schafft eine Aussage des Providers Klarheit.

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  • Sofern die Datenblätter keine Schreibfehler enthalten, wird es FTTH in der AON-Topologie sein.

    Ja, die Infos im Archiv hab ich auch gesehen. Allerdings weisen sie in den AGBs explizit auf einen Technologiewechsel hin, der mal stattgefunden hat und auch wieder stattfinden kann, und dass der Kunde verpflichtet ist, die Geräte entsprechend anzupassen. Deshalb bin ich mir da nicht so sicher.

    Das Wording "Lieferung und Montage einer Hausanschlussbox (Übergang Außen- auf Innenkabel)" aus https://rene-mv.de/hausanschluss/, hier Eintrag Was umfasst der Glasfaser-Hausanschluss? deutet auf einen Anschluss ohne Zwangs-ONT hin.

    Ja, da bin ich mir auch sicher, dass es keinen ONT gibt. Das dürfte der Grund sein, warum es bei der Auswahl "kundeneigener Router" auf jeden Fall ein Leihgerät dazugibt.

  • Wir als Kunden von Deutsche Glasfaser leben ja auch mit beiden Topologien (AON und GPON) parallel.

    Nicht unwahrscheinlich, das auch in diesem konkreten Fall in MeckPom die Bestandsnetze bis 2023 in AON gebaut wurden und neue Netze in der GPON-Topologie realisiert werden. Das muss der Provider wissen, deshalb sollte neueGlasfaser einfach die Frage stellen ob ein AON- oder GPON-Netz bei ihm gebaut wird.

    Wobei ich den Hinweis auf den Technologiewechsel eher als absichtliche Kundenverunsicherung sehe. So schnell wechselt sich keine Gf-Topologie! Ganz abgesehen von der daraus resultierenden logistischen Aufgabe der aufeinander abzustimmenden Änderungen der Infrastruktur und Endegeräten. Ganz zu schweigen von den anfallenden Kosten.