Was bedeutet FTTH und FTTB?

  • Wofür stehen eigentlich genau die Abkürzungen FTTH bzw. FTTB? Eine Frage die immer wieder auftaucht und die hier beantwortet wird:

    FTTH ist eine englische Abkürzung für "Fiber To The Home" und steht für "Glasfaser bis ins eigene Haus". Wer also einen FTTH-Anschluss hat, der kann sich sicher sein, dass ein Glasfaserkabel bis ins eigene Haus gelegt wurde. FTTB bedeutet im Prinzip nichts anderes und steht für "Fiber To The Building" und hier ist konkret das Glasfaser bis zum Gebäude gelegt.

    Anders sieht es aus, wenn Glasfaser-Anschlüsse via Vectoring angeboten werden. Häufig wird mit dem Argument "Glasfaser" geworben, dieses ist dann aber meistens nur bis zum Hauptverteiler verlegt. Ein Hauptverteiler versorgt mehrere Häuser mit Internet und Telefon. Vom Hauptverteiler zu den Häusern selbst, kann dann jedoch wieder Kupferkabel verlegt sein, welches sich dann als sogenannter Flaschenhals zeigen kann, wenn Geschwindigkeiten von über 100 Mbit/s von Nöten sind.Wird also nicht von FTTH bzw. FTTB-Glasfaser gesprochen, so sollte man beim Anbieter konkret nachfragen.

  • Neben diesen beiden Glasfaseranschlüssen gibt es auch noch

    FTTC - Fibre-to-the-Curb
    und
    FTTD - Fibre-to-the-Desk

    Vorab einige Abkürzungen im Aufbau der herkömmlichen Telefontechnik:

    Teilnehmerendgerät (TE)
    Teilnehmeranschluss (TA)
    APL (Anschlusspunkt Linientechnik)
    Kabelverzweiger (KvZ)
    Vermittlungsstelle (VSt)

    FTTC bedeutet, Glasfaser bis zum "Bordstein" oder "Straßenrand". Hierbei liegt der Bordstein/Straßenrand nicht zwingend vor der eigenen Haustür. Allgemein gilt der Bordstein am Kabelverzweiger (KvZ). Von dort (und das kann ein langer Weg sein) liegt dann Kupferkabel bis zum APL innerhalb eines Gebäudes und weiter zum TA, die allseits bekannte Telefondose. TE sind dann Router, Telefone, Computer und alle weiteren angeschlossenen Geräte.
    Problem hierbei ist grundsätzlich der lange Weg zum Gebäude des Teilnehmers. Je weiter weg vom KvZ, desto langsamer die Leitung. Kommen dann noch mehrere Teilnehmer zusammen auf diese Kupferleitung, muss man sich die zur Verfügung stehende Geschwindigkeit teilen. Zwar wird hier versucht, mittels Vectoring das Beste heraus zu holen, nützt aber am Ende nichts, wenn man nicht "der Erste" und somit naheste Teilnehmer hinter dem KvZ ist.
    Beispiel hier, bei mir:
    Teilnehmer Luftlinie <300 m zum KvZ = 25 Mbit.
    Ich Luftlinie <1000 m zum KvZ = 16 Mbit.
    Und dann auch nur "bis zu" und wenn kein weiterer surft.
    Man merkt schnell, dass diese Art der Anschlüsse den heutigen Ansprüchen nicht genügt.

    FTTD ist der am besten ausgebaute Glasfaseranschluß. Dieser geht tatsächlich bis direkt an die Endgeräte der Nutzer, wobei das Endgerät der Router sein dürfte. Hierzu muss der Router aber direkt an die Glasfaser anschließbar sein. Das sind derzeit die wenigsten.

    Um dem aber sehr nahe zu kommen, bietet sich die Möglichkeit bei FTTH, die Glasfaser bis kurz vor den Router legen zu lassen. Das dann benötigte Netzwerkkabel (Cat7 zB) zwischen GF-Anschluß und Router ist dann nur einige Zentimeter lang.
    Da man auf dieser Strecke im eigenen Netzwerk unterwegs ist, dürfte die Länge des Netzwerkkabels aber eher keine Rolle spielen.

  • Wofür stehen eigentlich genau die Abkürzungen FTTH bzw. FTTB? Eine Frage die immer wieder auftaucht und die hier beantwortet wird:

    FTTH ist eine englische Abkürzung für "Fiber To The Home" und steht für "Glasfaser bis ins eigene Haus". Wer also einen FTTH-Anschluss hat, der kann sich sicher sein, dass ein Glasfaserkabel bis ins eigene Haus gelegt wurde. FTTB bedeutet im Prinzip nichts anderes und steht für "Fiber To The Building" und hier ist konkret das Glasfaser bis zum Gebäude gelegt.

    Anders sieht es aus, wenn Glasfaser-Anschlüsse via Vectoring angeboten werden. Häufig wird mit dem Argument "Glasfaser" geworben, dieses ist dann aber meistens nur bis zum Hauptverteiler verlegt. Ein Hauptverteiler versorgt mehrere Häuser mit Internet und Telefon. Vom Hauptverteiler zu den Häusern selbst, kann dann jedoch wieder Kupferkabel verlegt sein, welches sich dann als sogenannter Flaschenhals zeigen kann, wenn Geschwindigkeiten von über 100 Mbit/s von Nöten sind.Wird also nicht von FTTH bzw. FTTB-Glasfaser gesprochen, so sollte man beim Anbieter konkret nachfragen.

    Wobei man FTTB in einem EFH als FTTH betrachten kann. Ebenso bestimmt auch mit Einliegerwohnung oder Zweifamilienhaus.

    Wer neu baut sollte sich, den Architekten und den Elektroplaner auch mit folgendem konfrontieren:

    DIN EN 50173 Teil 4 in Verbindung mit DIN 18015

    Ein 19" Schrank im Hausanschlussraum oder mehrere Wandgehäuse (eines je WE) kosten auch nicht die Welt und man kann die Leerrohre und Kabelkanäle entsprechend planen.

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  • FTTH bedeutet demnach, dass in einem Mehrfamilienhaus die Glasfaserleitung beispielsweise im Keller über einen Verteiler bis in die Mietwohnung gelegt werden kann? Mich interessiert das, weil es Anbieter gibt, die zwar FTTH bis in das Haus bzw. den Keller legen, aber eine weitere Verlegung von Glasfaser bis in die Mietwohnung für technisch nicht durchführbar erklären und nur maximal Cat Kabel ermöglicht.

    Weiss jemand, welche Komponenten benötigt werden, um den im Keller befindlichen Glasfaseranschluss auch bis in eine Mietwohnung zu leiten?

    Keine Verbindung? - Hand auf WLAN Router legen und Finger in die Luft strecken. Dann klappt es auch mit dem Internet.

    • Offizieller Beitrag

    Dazu braucht man im Prinzip nur ein langes Glasfaserkabel mit den passenden Steckern und dem richtigen Fasertyp. Schöner ist es, wenn das Kabel im Keller und in der Wohnung jeweils in einer Anschlussdose endet, von wo aus kurze Kabel die Verbindungen zum Hausanschluss und zum Endgerät herstellen.

    Die Deutsche Glasfaser verlegt z.B. in Innenräumen und bei ausreichend dimensionierten Kabelwegen ein fertig konfektioniertes Patchkabel, ungefähr so eins: https://www.fs.com/de/products/41671.html

    Das eine Ende kommt im Keller in den HÜP, das andere in der Wohnung in den ONT, und fertig ist die Verbindung.

    Was man genau braucht, verrät die Schnittstellenbeschreibung des Providers. Wie man eine Glasfaserstrecke mit Anschlussdosen prinzipiell aufbaut, ist in diesem Video zu sehen:

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  • Hallo Alfalfa,

    vielen Dank für diese guten Infos. Fragen hätte ich dennoch. Bei einem analogen DSL Anschluss kann der Provider meist feststellen, ob ein Leitungsfehler zum APL besteht bzw. ob der Fehler sich nach dem APL befindet. Auch wussten die Anbieter in der Regel ob der Anschluss aktiv genutzt wird bzw. überhaupt ein entsprechender Router angeschlossen ist. - Können die Glasfaseranbieter ebenfalls feststellen, dass ein Fehler besteht, ob der Anschluss überhaupt funktioniert. Muss dazu ein Techniker dies vor Ort prüfen oder geht das auch, wie meist beim analogen DSL, aus der Ferne?

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    • Offizieller Beitrag

    Eine herkömmliche Teilnehmeranschlussleitung sollte in einer sogenannten "1. TAE" Dose enden, die einen "passiven Prüfabschluss" enthält. Damit kann der Netzbetreiber den Anschluss bis zu besagter TAE1 Dose durchmessen, nicht nur bis zum APL.

    Für Glasfaseranschlüsse gibt es keine direkte Entsprechung zum passiven Prüfabschluss. Der Netzbetreiber kann die Leitung mit einem OTDR-Messgerät durchmessen. Das geht prinzipiell aus der Ferne, ist aber ein manueller Vorgang. Im laufenden Betrieb werden Glasfaseranschlüsse durch die aktiven Geräte überwacht, die ständig die Signalpegel messen.

  • Hallo Alfalfa,

    vielen Dank für diese guten Infos. Fragen hätte ich dennoch. Bei einem analogen DSL Anschluss kann der Provider meist feststellen, ob ein Leitungsfehler zum APL besteht bzw. ob der Fehler sich nach dem APL befindet. Auch wussten die Anbieter in der Regel ob der Anschluss aktiv genutzt wird bzw. überhaupt ein entsprechender Router angeschlossen ist. - Können die Glasfaseranbieter ebenfalls feststellen, dass ein Fehler besteht, ob der Anschluss überhaupt funktioniert. Muss dazu ein Techniker dies vor Ort prüfen oder geht das auch, wie meist beim analogen DSL, aus der Ferne?

    Also. Ich kenne es von der Erstinstallation bei der DG, dass dort die Leitung vom HÜP/ONT bis zum PoP optisch erst einmal nur "durgeklingelt", also nur optisch auf Durchgang geprüft wir. Dann wird die Dämpfung eines optischen Signals ermittelt und danach der Medienwandler installiert. Dessen MAC-Adresse dient zur Identifikation des Teilnehmers und ist auch per Diagnose ansprechbar. Bei einem gemieteten Router greift die DG auch noch auf diesen zu.

  • Eine herkömmliche Teilnehmeranschlussleitung sollte in einer sogenannten "1. TAE" Dose enden, die einen "passiven Prüfabschluss" enthält. Damit kann der Netzbetreiber den Anschluss bis zu besagter TAE1 Dose durchmessen, nicht nur bis zum APL.

    Für Glasfaseranschlüsse gibt es keine direkte Entsprechung zum passiven Prüfabschluss. Der Netzbetreiber kann die Leitung mit einem OTDR-Messgerät durchmessen. Das geht prinzipiell aus der Ferne, ist aber ein manueller Vorgang. Im laufenden Betrieb werden Glasfaseranschlüsse durch die aktiven Geräte überwacht, die ständig die Signalpegel messen.

    Gilt aber nur für den IP Zugang per DSL über CuDA. Bei IP Anschluss über Koaxialkabel aus einem "TV-Kabelanschluss" gibt es keinen PA.

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  • Wobei man FTTB in einem EFH als FTTH betrachten kann. Ebenso bestimmt auch mit Einliegerwohnung oder Zweifamilienhaus.

    Wer neu baut sollte sich, den Architekten und den Elektroplaner auch mit folgendem konfrontieren:

    DIN EN 50173 Teil 4 in Verbindung mit DIN 18015

    Ein 19" Schrank im Hausanschlussraum oder mehrere Wandgehäuse (eines je WE) kosten auch nicht die Welt und man kann die Leerrohre und Kabelkanäle entsprechend planen.

    Da bin ich mir nicht ganz sicher ob dem wirklich so ist...

    bei FTTB würde GF bis ins Haus gehen dort auf einen mini DSLAM führen und von dort dann via Cu Netz weiter zum Endverbraucher. Dort würde dann der Router/Modem ein "normales DSL" bekommen.

    Bei FTTH ist ja nur dann Cu dazwischen wenn man das ONT per LAN an den Router klemmt.

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

  • bei FTTB würde GF bis ins Haus gehen dort auf einen mini DSLAM führen und von dort dann via Cu Netz weiter zum Endverbraucher. Dort würde dann der Router/Modem ein "normales DSL" bekommen.

    Ist der Begriff "FTTB" wirklich an die Verwendung von DSL gebunden? Ich zitiere mal die Wikipedia:

    Zitat

    Als FTTB (engl. fibre to the basement oder fibre to the building) wird das Verlegen von Glasfaserkabeln bis ins Gebäude bezeichnet. Dabei werden Lichtwellenleiter beispielsweise bis in die Hauskeller verlegt. Durch moderne Verbindertechniken können die LWL über schon vorhandene Gas- oder Wasser-Anschlüsse ins Haus geführt und so aufwendige Tiefbauarbeiten vermieden werden.[6] Im Haus können die Signale dann über vorhandene Kupferleitungen und VDSL-Technik – alternativ auch über Koaxialkabel und Kabelmodem – in die Wohnungen oder Geschäftsräume geführt werden. Wahlweise erfolgt die Weiterführung innerhalb des Gebäudes auch per Ethernet. Dieses entspricht der Stufe der Verzweigungskabel.

    In einem EFH gibt es also praktisch keinen Unterschied zwischen FTTB und FTTH. Ich würde die Unterscheidung eher auf organisatorischer Ebene machen: Kommt in einem MFH die Faser direkt in der Wohnung an, oder in einem Gemeinschaftsraum und wird von dort per Kupfer weitergeführt? Ersteres ist FTTH, letzteres FTTB.

  • Es gibt einen technischen Unterschied... bei FTTH wird ein SFP bedient, bei FTTB ein DSLAM.

    Wobei ein DSLAM in einem EFH keinen Sinn macht.

    Ich kan mich daran erinnern dass M-Net (lokaler Anbieter in/um München) mit mini-DSLAM`s in MFH gebaut hat,


    Bei FTTH gehts quasi ins GF Modem und dann per LAN in den Router oder man nutzt einen Router mit eingebauten SFP Modul.

    Bei FTTB ändert sich nichts zum herkömmlichen DSL... Steigleitung ist Kupfernetz und dann gehts von der TAE zum Modem/Router

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

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  • Es gibt einen technischen Unterschied... bei FTTH wird ein SFP bedient, bei FTTB ein DSLAM.

    Wo steht, dass bei FTTB grundsätzlich ein DSLAM zum Einsatz kommt bzw. eine DSL Technologie? Und bei meinem originalen ONT kommt kein SFP zum Einsatz, obwohl es FTTH ist.

    Ich kan mich daran erinnern dass M-Net (lokaler Anbieter in/um München) mit mini-DSLAM`s in MFH gebaut hat,

    Die setzen einfach auf beiden Seiten ein G.fast Modem ein. Ein Mini-DSLAM ist das nicht.

    Bei FTTB ändert sich nichts zum herkömmlichen DSL... Steigleitung ist Kupfernetz und dann gehts von der TAE zum Modem/Router

    Kupfernetz kann aber aus Telefonkabel, Coax Kabel oder Ethernet-Kabel bestehen. Meines Erachtens ist die Technologie vollkommen egal. Und wenn es ein Telefonkabel ist, kann man auch g.hn machen und kein DSL. Kommt alles aufs gleiche raus.

  • Wo steht, dass bei FTTB grundsätzlich ein DSLAM zum Einsatz kommt bzw. eine DSL Technologie? Und bei meinem originalen ONT kommt kein SFP zum Einsatz, obwohl es FTTH ist.

    Steht in deinem kopierten Wiki Artikel...

    Zitat

    Im Haus können die Signale dann über vorhandene Kupferleitungen und VDSL-Technik

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

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  • Ja... du hast ja Recht... trotzdem sind FTTH und FTTB zwei technisch vollkommen unterschiedliche Sachen... und nicht nur organisatorisch... und für den Endkunden vermutlich vollkommen egal...

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

  • Zitat

    Fibre-to-the-Building (FTTB) bedeutet "Glasfaser bis zum Gebäude". Die FTTB-Architektur sieht vor, dass das Glasfaserkabel innerhalb des Gebäudes endet, in dem der Kunde seinen Anschluss hat. Genauer gesagt endet das Glasfaserkabel am APL (Abschlusspunkt Linientechnik) bzw. HÜP (Hausübergabepunkt) oder in der Nähe davon. Der APL befindet sich meistens im Keller des Gebäudes. Innerhalb des Gebäudes wird die vorhandene Kupferverkabelung verwendet, um bis in die Wohnungen zum Teilnehmeranschluss (TA) zu kommen. Dort wird ein IAD (Integrated Access Device) angebracht, an dem die Endgeräte angeschlossen werden.

    Die FTTB-Architektur kommt vorwiegend im städtischen Bereich zum Einsatz. Denkbar ist die Anbindung von Hochhäusern, Mehrfamilienhäusern oder Wohnanlagen, die aus vielen einzelnen Wohneinheiten bestehen. Meist steht der Kabelverzweiger oder die Vermittlungsstelle direkt vor dem Haus. Da bietet es sich an, von dort aus, ein Glasfaserkabel bis ins Gebäude zu verlegen.

    Innerhalb des Gebäudes werden die einzelnen Wohneinheiten über die bestehende hausinterne Kupferverkabelung mit Internet versorgt.

    Zitat

    Fibre-to-the-Home (FTTH) bedeutet "Glasfaser bis in die Wohnung". Die FTTH-Architektur sieht vor, dass das Glasfaserkabel in den Wohnungen des Kunden am Teilnehmeranschluss (TA) endet. In der Regel ist das eine Anschlussdose in der Wand, die sich an einer zentralen Stelle in der Wohnung befindet.

    Eine Variante davon ist FTTB (Fibre-to-the-Building oder Fibre-to-the-Basement). Hier endet das Glasfaserkabel hinter der Hauseinführung. Üblicherweise gibt es bei Einfamilienhäusern keinen Unterschied zwischen FTTB und FTTH. Hier endet das Glasfaserkabel in der Regel immer hinter der Hauseinführung. Hier ist der APL (Abschlusspunkt Linientechnik) bzw. HÜP (Hausübergabepunkt) angebracht. Dahinter sitzt das ASG (anwendungsspezifische Gerät). Es handelt sich dabei um ein ONT, CPE, NTFA oder Fibre Node, die den Netzabschluss darstellen. Der ASG wird häufig mit dem IAD (Integrated Access Device) kombiniert. Der IAD ist ein Multifunktionsgerät, dass vom Netzbetreiber oder Provider bereitgestellt wird. Im IAD sind die Zugangsdaten des Kunden gespeichert. Vom IAD werden Telefonanschlüsse über TAE und der Internetzugang über RJ-45 oder WLAN bereitgestellt.

    Für die Heimvernetzung braucht es ein Glasfaserkabel das die optischen Eigenschaften von Glasfaserkabel und die Biegsamkeit von Kupferkabel hat. In den Anwendungsbereichen von FTTH kommen wesentlich kleinere Biegeradien vor, als bei üblichen Glasfaser-Installationen. Das Kabel muss dem Standard ITU-T-G.657B entsprechen.

    FTTH bedeutet nicht, dass von der Vermittlungsstelle bis zu jedem Kunden ein Glasfaserkabel verlegt wird. Von der FTTC-Architektur ausgehend, werden die Kupferkabel vom Kabelverzweiger bis zum Teilnehmeranschluss des Kunden durch ein Glasfaserkabel ersetzt. Im Kabelverzweiger wird durch einen optischen Splitter das Lichtsignal für alle ausgehenden Glasfaserkabel dupliziert.

    Auf der untersten Ebene der Glasfaserverkabelung konkurrieren zwei System. Zum einen PON (PtMP) und PtP. PON ist eine Punkt-zu-Mehrpunkt-Topologie in Gruppen zu je 32 oder 64 Teilnehmern. Hier teilen sich die Teilnehmer eine gemeinsame Glasfaser-Zuführung. Dagegen steht PtP-Ethernet, bei der jeder Teilnehmer seine eigene Glasfaser vom nächsten Netzknoten (VSt) bekommt.

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft

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  • Dagegen steht PtP-Ethernet, bei der jeder Teilnehmer seine eigene Glasfaser vom nächsten Netzknoten (VSt) bekommt.

    Die Anbindung der Teilnehmer im Netz von Deutsche Glasfaser erfolgt mit einer exklusiven Faser vom passiven Netzabschlusspunkt bis zum PoP im GPON. Erst dort sitzt der optische Splitter. Das ist entsprechend eine PtP Infrastruktur in einer PtMP Architektur. Was ich damit sagen will: es gibt keine harten Grenzen.