Beiträge von Lasse

    In manchen Orten Deutschlands ist es tatsächlich Realität geworden. Der doppelte Ausbau von Glasfaserleitungen - einmal von den lokalen Stadtwerken und dann von der Telekom, wie hier im Beispiel. Was für den Kunden erst einmal nicht schlecht klingt, da somit eine Monopolstellung verhindert wird, erweist sich aber im Nachgang als Steuerverschwendung. Gerade weil sich oft steuersubventionierte kommunale Unternehmen wie Stadtwerke und Co. am Glasfaserausbau beteiligen.

    Damit dies zukünftig nicht überall passiert, fordert der Bundesrat Verbesserungen beim DigiNetzGesetz, welches genau solche Überbauten verhindern soll. Mehr Infos erfahrt ihr hier: Heise.de

    Gerne kann hier darüber diskutiert werden. Hättet ihr etwas dagegen, wenn in eurem Ort ein zweiter Anbieter sein Glasfasernetz ebenfalls ausbaut und die Kabel doppelt verlegt?

    Bei uns wird es etwas kompliziert.

    Der Router ist bei uns im Obergeschoss (EFH). Der bisherige Internetanschluss (Kupfer - Telekom) kommt aktuell im Keller (wie gewöhnlich an). In den späten 90ern wurde eine zweiadrige Kupferleitung dann bis ganz oben (wo damals unserer Computer standen) gelegt. Das heißt. Das Erdgeschoss wurde übersprungen. Durch die alte ISDN-Anlage wurden aber auch die Telefone im Erdgeschoss via ISDN versorgt. Von der Telefonanlage im Keller gingen dann weitere Kupferadern dann ins Erdgeschoss. Wie ihr merkt - schwierige Konstellation.

    Seit Ende 2017 haben wir auf VOIP umgestellt. Die alten ISDN-Telefone sind durch Fritz-Fons ausgetauscht worden. Der Router oben, eine 7590 versorgt das ganze Haus mit WLAN und DECT-Signale für die Telefone.

    Die Leitung die von unten nach oben ins OG führt, ist für uns nicht sichtbar - sie verschwindet in der Wand und kommt ganz oben wieder raus. Wir vermuten, dass unser nicht genutzter Kaminschacht dafür verwendet wird.

    Als neue Verkabelung würde ich also heute mir das Glasfaserkabel bis zum Router verlegen lassen. Allerdings soll nun der Routerstandort ins Erdgeschoss verlagert werden. Somit müssten wir also eine Leitung vom Keller ins Erdgeschoss realisieren, wo dann der Router angeschlossen werden kann. Am Router selbst würde ich dann ein CAT 7 Verlegekabel ins OG verlegen um das obere Geschoss notfalls auch ohne WLAN mit Internet versorgen zu können. Ich komme wohl nicht herum, mir einen erfahrenen Elektrotechniker (der schon zig Kabel durch zig Häuser verlegt hat) ins Haus zu holen und um Rat zu fragen, wie ich die neuen Kabel dann beim Glasfaser verlege.

    Seit wenigen Monaten bietet die Telekom mobiles Internet als Flatrate an. Das heißt: 79,95 Euro im Monat zahlen (zzgl. 39,95 Euro Einrichtung) und dann unbegrenzt in der maximal verfügbaren Geschwindigkeit surfen. Für Single-Haushalte, die überalle arbeiten möchten, könnte ich mir das gut vorstellen - vorrausgesetzt sie haben guten und schnellen Empfang und Zugang zum LTE-Netz. Gerade in ländlichen Regionen gibt es ja oft nicht mal 3G-Netze.

    Was meint ihr dazu? Zu teuer? Ausbaufähig? Schon mal ein guter Anfang? Seht ihr dieses Angebot (gerade in Richtung 5G-Netze) als gute Alternative zum Haus-Internetanschluss?

    Möge die Diskussion beginnen ;)

    Hallo,

    dein bisheriger Anschluss bleibt erhalten. Läuft dein alter Vertrag (z.B. bei der Telekom) aus, wurde der neue Tarif mit Rufnummernmitnahme bei der Helinet abgeschlossen, so erhältst Telefon und Internet über die Glasfaserleitung mit deinen bisherigen Rufnummern. Der alte Anschluss kann nach Ende und Kündigung des Glasfaseranbieters wieder reaktiviert werden, falls gewünscht. Im Prinzip gehen dann zwei Leitungen ins Haus -> 1x die alte Kupferkabelleitung und 1x das neue Glasfaser.

    Es ist bislang nicht bekannt, ob die Helinet beispielsweise das Glasfasernetz nach ein paar Jahren für andere Mitbewerber öffnet und man so über Glasfaser mehr Wettbewerb hat. Vielleicht weiß das ja einer hier besser. ;)

    Es gibt online mehrere Möglichkeiten seine aktuelle Internetgeschwindigkeit zu messen. Bevor man aber drauf los misst, sollte man für ein gutes und vergleichbares Ergebnis folgende Punkte beachten:

    1. Andere, nicht verwendete Browser (und Tabs), Programme, andere Computer (auch TV-Streams, iPads, Smartphones) und Co. bitte schließen bzw. ausschalten.
    2. Verbinden Sie sich bestenfalls via Netzwerkkabel direkt am Router


    Wenn Sie diese Punkte beachten, können Sie die Breitbandmessung starten. Folgende Websites bieten dazu ein Online-Messtool an:

    https://breitbandmessung.de/
    https://www.wieistmeineip.de

    Wer möchte, der kann mit Angabe seiner Postleitzahl seine Internetgeschwindigkeit hier nennen:

    Beispiel:

    Zitat

    33397 - DSL - Soll: 25mbit/s - Ist: 22 mbit/s

    Oft wird die Frage gestellt, ob man sein bisheriges Netzwerk, welches mittels Fritzbox realisiert wurde, weiter verwenden kann. Und die Antwort ist etwas kompliziert und lautet "Jein".

    Warum?

    Nicht alle Fritzboxen können bei einem Glasfaseranschluss mit der CPE (Netzabschlusseinheit) kommunizieren. Aber gerade die neuesten Modelle können, mithilfe eines zusätzlichen Glasfasermodems, die Internetverbindung auch über das Glasfasermodem realisieren. Wie genau das funktioniert, wird auf den Seiten von AVM ganz gut erklärt: https://avm.de/service/fritzb…uss-einrichten/

    Welche Fritzbox würde gehen?
    Zunächst einmal benötigt man hierzu immer die aktuellste Version des Fritz!OS. Hier sollte man in jedem Fall regelmäßig updaten (am besten noch vor der Umstellung auf Glasfaser). Bislang sind mir folgende Modelle bekannt, an denen es mit der oben genannten Anleitung klappen sollte (alle Angaben ohne Gewähr):

    Fritz!Box 7590
    Fritz!Box 7580
    Fritz!Box 7560
    Fritz!Box 7490
    Fritz!Box 7390
    * Diese Liste wird nach und nach erweitert - gerne kann jeder User mittels Antwort unter diesem Beitrag weitere Infos dazu beitragen.

    Fritzbox mit integriertem Glasfasermodem:
    Fritz!Box 5491 (mit passiver Glasfaser-Technologie - nicht im freien Handel erhältlich und wird meistens über den Glasfaser-Anbieter vertrieben)

    Der Punkt wo die Glasfaser am Haus ankommt und dort endet, nennt man den Hausübergabepunkt, kurz HÜP. Damit die Lichtsignale des Glasfaserkabels in elektrische Signale umgewandelt werden können (und umgekehrt), benötigt man ein Netzabschlussgerät (auch CPE oder Network Terminator genannt). Dieses wird direkt (z.B. im Keller) an das von außen kommende Glasfaserkabel angeschlossen. Das CPE benötigt für den Betrieb eine Steckdose.

    Verlegt die Deutsche Telekom den Glasfaseranschluss, so sind andere Bezeichnungen vorhanden. Die Telekom nennt den Hauptübergabepunkt -> Glasfaseranschlusspunkt und das Netzabschlussgerät (CPE) -> "OneBox".

    Ab der CPE wird dann ein Patchkabel (Netzwerkkabel) angeschlossen. Und dies kann wiederum direkt an ein Glasfasermodem oder einen Glasfaser-kompatiblen Router angeschlossen werden. Soll der Router nicht im Keller beim Hauptübergabepunkt und CPE stehen, sondern im Erdgeschoss oder woanders, muss innerhalb des Hauses ein Netzwerkkabel über Lehrrohre zum jeweiligen Standort/Raum verlegt werden.

    Am Router bzw. Glasfasermodem können dann weitere Netzwerkkabel und Switches für weitere Endgeräte und Dosen angeschlossen werden. Selbstverständlich auch Telefone. Mittels DECT-Standard und WLAN ist dies auch kabellos möglich.

    Helinet baut aktuell in mehreren Kreisen Westfalens schnelles Glasfaser-Internet aus:

    Ausbaugebiete
    Kreis Coesfeld:
    Bösensell
    Lüdinghausen
    Ottmarsbocholt
    Senden

    Kreis Warendorf
    Beckum-Vellern
    Dolberg
    Drensteinfurt
    Rinkerode
    Walstedde

    Kreis Gütersloh
    Langenberg
    Neuenkirchen
    Mastholte
    Mastholte-Süd
    Rietberg

    Hamm
    Hamm

    Kreis Paderborn
    Delbrück

    Kreis Unna
    Bergkamen
    Bönen
    Kamen
    Lünen
    Nordbögge
    Unna

    Kreis Soest
    Werl-Hallenser Straße
    Werl-Holtum
    Wickede

    Märkischer Kreis
    Drüpplingsen
    Hüingsen
    Iserlohn
    Schwitten


    Tarife
    Aktuell (Stand November 2018) bietet die Helinet während der Nachfragebündelung in einigen Regionen Sonderrabatte an. Somit zahlt man in den ersten 6 Monaten für einen 400Mbit Tarif (City 400/400) nur 19,95 Euro zzgl. Kosten für Zusatzoptionen und Aktivierung. Nach den sechs Monaten würde man dann den Normalpreis des jeweiligen Tarifs zahlen (bei City 400/400 wären das dann 79,95 Euro im Monat). Wer kein Risiko eingehen möchte, der bleibt beim normalen und kleinsten Tarif (City 50/50) von 39,95 Euro im Monat und erhält 50Mbit (Kosten für Zusatzoptionen, Aktivierung und Hausanschluss nicht einberechnet).

    Welche Tarife und Sonderrabatte aktuell für welche Gebiete gelten, erfährt man unter https://www.city2020.de/.

    Erfahrungsberichte?

    Gibt es hier schon Leser die an das schnelle Glasfaser-Internet beim Anbieter Helinet angeschlossen sind? Falls ja, der kann hier gerne unter diesem Beitrag berichten.

    Wofür stehen eigentlich genau die Abkürzungen FTTH bzw. FTTB? Eine Frage die immer wieder auftaucht und die hier beantwortet wird:

    FTTH ist eine englische Abkürzung für "Fiber To The Home" und steht für "Glasfaser bis ins eigene Haus". Wer also einen FTTH-Anschluss hat, der kann sich sicher sein, dass ein Glasfaserkabel bis ins eigene Haus gelegt wurde. FTTB bedeutet im Prinzip nichts anderes und steht für "Fiber To The Building" und hier ist konkret das Glasfaser bis zum Gebäude gelegt.

    Anders sieht es aus, wenn Glasfaser-Anschlüsse via Vectoring angeboten werden. Häufig wird mit dem Argument "Glasfaser" geworben, dieses ist dann aber meistens nur bis zum Hauptverteiler verlegt. Ein Hauptverteiler versorgt mehrere Häuser mit Internet und Telefon. Vom Hauptverteiler zu den Häusern selbst, kann dann jedoch wieder Kupferkabel verlegt sein, welches sich dann als sogenannter Flaschenhals zeigen kann, wenn Geschwindigkeiten von über 100 Mbit/s von Nöten sind.Wird also nicht von FTTH bzw. FTTB-Glasfaser gesprochen, so sollte man beim Anbieter konkret nachfragen.