Glasfaser endlich buchbar: 1&1 oder Telekom wählen?

  • Hi Zusammen,

    nach 1,5 Jahren seit der Anfrage kann man jetzt endlich Glasfaser bei uns im Haus buchen/bestellen. Im Keller ist die Glasfaser angekommen und der Verteiler installiert. In-House wurde auch schon verkabelt.

    Geschaltet und angeschlossen wird dann, wenn bestellt wurde.

    Und an dem Punkt sind wir jetzt angekommen und wissen aktuell nicht, was wir wählen sollen.

    Eigentlich wollten wir zur Telekom gehen (die hat auch das Netz ausgebaut). Doch jetzt liest man oft, dass 1&1 ja auch auf das Telekom-Netz setzt und eigentlich die bessere (?) bzw. vor allem auch etwas günstigere Wahl ist.

    Besser wohl angeblich wegen Peering etc.? Doch ist das auch wirklich so?

    Weiter noch die Frage was dann mit Dual Stack und/oder DS-Lite ist? Uns ist wichtig, dass wir ein paar Dienste von ext. erreichen können (bisher immer mittels DDNS Adresse etc.).

    Durch Glasfaser wird das alles natürlich noch interessanter, da der Upload wesentlich mehr ist.

    Aktuell nutzen wir zu Hause einen UniFi UDM SE Router. Sprich wir bräuchten dann ein z.B. Telekom Glasfaser Modem (wird das immer mitgeschickt??) oder halt einen Modul für direkt in die UDM rein.

    Wie wir das bei 1&1 geregelt? Gibt da immer ne AVM fritz.box, oder?

    Wir freuen uns auf eure Mithilfe und Feedback.

    Danke.

  • Moin,

    Eigentlich wollten wir zur Telekom gehen (die hat auch das Netz ausgebaut)

    Die Telekom hat ja auch die allermeisten VDSL-Netze. Trotzdem ist sie auch dort seltenst die klügste Wahl. Beim aktuellen Preisunterschied stellt sich meiner Meinung nach gar nicht die Frage, welchen Provider man wählen sollte.

    Besser wohl angeblich wegen Peering etc.? Doch ist das auch wirklich so?

    Sagen wir es so: Die Firmenpolitik der Telekom sieht vor, dass sich Peering-Probleme ergeben können. Das heißt nicht, dass man unbedingt jemals welche hätte, wenn aber doch, dann weil sich ein Engpass bei Netzübergängen aus dem bewussten Verhalten der Telekom ergibt. Die Foren sind voller Nutzer, die die Peering-Probleme der Telekom abstreiten, weil sie selbst lange Kunde dort sind und die Probleme nie hatten. Das ist aber kein Argument, da das schlechte Peering sich nun einmal nur bei der Nutzung vereinzelter Dienste bemerkbar macht. Du möchtest ganz sicher niemals erleben, dass du den teuerstmöglichen Internet-Tarif bezahlst und dann ausgerechnet dort ein Peering-Problem mit einem dadurch unbenutzbarem Dienst bekommst.

    Ein Anschluss mit DS-Lite wie bei 1&1 ist immerhin noch vollumfänglich über IPv6 nutzbar, wenn nicht sogar auf Nachfrage Dual Stack geschaltet werden kann, kaputtes Peering kann dir jahrelang die Laune verderben, da ist jede Nachfrage vergebens.

    Sprich wir bräuchten dann ein z.B. Telekom Glasfaser Modem (wird das immer mitgeschickt??)

    Nein, kann man dann kaufen.

    Gibt da immer ne AVM fritz.box, oder?

    Nein, der normale Anschluss ist komplett ohne Endgerät. Kostenpflichtig dazubestellen kann man natürlich Vieles.

  • Bei 1&1 bekommt man auf Nachfrage „echtes“ Dualstack, ist bei DSL aktuell auch so (normal bekommt man DS Lite). Das umstellen macht man am besten über das 1&1 Kunden Forum ;)

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  • Ja, durch deine persönlichen Erfahrungen bist du halt gedanklich festgenagelt.

    Damit sich Leute aber nicht von anekdotischem Halbwissen irritieren lassen, gibt es zum Glück unabhängige Tests.

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  • Hatten wir doch schon. Wenn ein unabhängiger Test granular genug wäre, um einen der vereinzelten Dienste zu erwischen, der wegen mangelndem Peering der T schlecht läuft, wäre die Telekom sofort das Schlusslicht in jedem Anbietervergleich. Einen so granularen Test gibt es nunmal leider noch nicht, möge Connect noch so unabhängig sein.

    Meldungen, die das schlechte Peering der Telekom belegen, gibt es alle paar Wochen zu lesen. Aber man müsste es eigentlich gar nicht belegen, denn die restriktive Peering Policy der Telekom geht aus der Firmenpolitik hervor, es ist Absicht und ein bekannter Fakt.

  • Na gut, dann lassen wir das Peering halt außen vor.

    Die drei großen Provider unterscheiden sich im Connect Test etwa um 1-2% je nach Testfeld voneinander. Verrechnet man diese Ergebnisse mit dem Produktpreis, sieht die Telekom kein Land.

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  • Aktuell nutzen wir zu Hause einen UniFi UDM SE Router. Sprich wir bräuchten dann ein z.B. Telekom Glasfaser Modem (wird das immer mitgeschickt??) oder halt einen Modul für direkt in die UDM rein.

    Unabhängig von deiner Wahl des Providers gibt es zurzeit ein einwandfrei funktionierendes SFP-Modul für die UDM SE bei Verträgen bis 1 GBit/s um diese direkt an den GF-Anschluss zu verbinden.

    Dies ist das LuLeey.

    Das Modul von der Telekom (Zyxel) hat Probleme mit der UDM SE. Alternativ gibt es noch ein Model von fs.com, ist aber teurer.

    Grundsätzlich ist es zu empfehlen erst einmal den ONT vom ISP zu nutzen und den Router (UDM SE) per Ethernet zu verbinden. Damit lässt sich am einfachsten gegenüber dem Provider Startprobleme ausmerzen. Später kann man immer noch zum direkten Verbinden wechseln.

    Solltest du schneller als 1 GBit/s einkaufen, dann ist der ONT aktuell die mit Abstand günstigste Variante. Anbindung per Ethernet an Port 9 (2,5 GBit/s).

  • Kann man das bzgl. Peering nicht mittels der PeeringDBs einfach vergleichen? Oder ist das so nicht möglich?

    Da ich mehr oder weniger die Entscheidung im Nachgang (nach Buchung für einen Anbieter) nicht mehr beeinflussen kann, will ich halt vorher gut recherchieren und entspr. entscheiden.

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  • Kann man das bzgl. Peering nicht mittels der PeeringDBs einfach vergleichen? Oder ist das so nicht möglich?

    Da ich mehr oder weniger die Entscheidung im Nachgang (nach Buchung für einen Anbieter) nicht mehr beeinflussen kann, will ich halt vorher gut recherchieren und entspr. entscheiden.

    So richtig kann dir das wahrscheinlich keiner beantworten.
    Es ist halt stark von deinem Nutzungsverhalten abhängig. Wo geht deine Nutzung hin? Gamingserver, Team, GoogleDrive, welche Rechenzentren benötigst du, um Daten zu verschieben.

    Für das normale Surfen oder Streaming werden sie es wohl beide schaffen. ;)

  • Danke für die viele Hilfe und die Beiträge.

    Im Grunde ist es so, dass neben Gaming auch Home-Office (MS Teams) betrieben wird und z.T. auch VPN Zugänge laufen, viel mit Youtube gearbeitet, Waipu.TV geschaut wird, wird und dann noch Kinder kommen, die auch bald Ansprüche (wie auch immer die ausschauen) haben werden.

    Zusätzlich wird ein Homeserver auch Daten für Familie/Freunde zur Verfügung stellen (und ich freue mich über den kommenden guten Upload-Speed der Leitung > bisher ist das ne Katastrophe).

    Bei Telekom würde ich durch Corporate Benefits einen halbwegs guten Preis hinbekommen und durch Telekom Handytarife dann auch noch etwas sparen.

    Das würde den "enormen" Unterschied zu 1und1 im Bereich der Kosten etwas dezimieren. Aber 1und1 hat dann immer noch die bessere Preisstruktur.

    Dauert eine Glasfaser Beauftragung über 1und1 denn länger, bis das final geschaltet wird, als bei der Telekom? Oder ist das da alles gleich?

  • Das liest sich für mich als existiert hier eine Villa Kunterbunt an konsumierten Services.

    Mit beiden Anbietern ist das problemlos abdeckbar.

    Der Hauptaugenmerk muss auf die Verfügbarkeit einer public IPv4 Adresse gerichtet werden. Mit CGNAT IPv4 sind deine Devices im Heimnetz nur mit Bastelei erreichbar. Es sei denn diese Gerätschaften sind voll IPv6 tauglich. Dann ist es sogar egal ob Dual Stack oder DS-lite wenn alle externen Nutzer ebenfalls mit einer IPv6-Adresse aufschlagen.

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  • Mit CGNAT IPv4 sind deine Devices im Heimnetz nur mit Bastelei erreichbar. Es sei denn diese Gerätschaften sind voll IPv6 tauglich.

    Kannst du das bitte noch mal deutlicher erklären? Ich nutze eine FRITZ!Box 4060 am Anschluss von Deutsche Glasfaser. Hier habe ich eine ganz einfache Fritzbox WireGuard VPN Verbindung auf meinen mobilen Endgeräten eingerichtet und kann so auf alle ipv4 Endgeräte in meinem Heimnetz zugreifen. Wo genau ist hier die Einschränkung?

    FTTH DG 1000/500 | FRITZ!Box 5590 Fiber | 2 mal FRITZ!Repeater 3000AX als Access Points

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  • Danke für die ganze Mithilfe. Kann denn jemand etwas zur Dauer der Schaltung des Anschlusses sagen? Nicht, dass wenn ich jetzt 1und1 wähle dann nochmal Wochen/Monate auf die Schaltung/Umsetzung warten muss.

    Habe da ein wenig Angst, da man hier schon diverse Geschichten gehört hat zu.