Kann Vermieter Ausbau verweigern?

  • Ich finde, dass sich das Thema im Vergleich vor 10 Jahren bei der Telekom deutlich gebessert hat. Aber leider auch nur wegen dem Druck..

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    ISP: HTP Surf & Fon 1.000 MBit/s Download / 500 MBit/s Upload (Glasfaser)

    Router: MikroTik CCR2004-16G-2S+ (RouterOS 7.22.1) + Genexis Fibertwist F2110-2 (Rev2.0) @ AON (1000BASE-BX)

    VoIP: Gigaset N670 IP Pro Mini Multicell (Firmware 2.67.0), Cisco ATA-191-MPP 2-Port Phone Adapter (Firmware 11-3-2MPP0001-225), Gigaset Fusion (Firmware 2.0.1)

    Handset: Gigaset SL800H Pro (Firmware 131.013.04)

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  • Peering und Routing gehören unzertrennlich zusammen.

    Irgendwie müssen die verschiedenen Netze ja zusammen kommen. Es dürfte eher selten sein, dass man innerhalb eines AS bleibt.

    Und dann bleibe ich lieber bei meinen Anekdoten und unabhängigen Tests.

    Und mehr werde ich dazu auch nicht beitragen.

  • Peering und Routing gehören unzertrennlich zusammen.

    Nein. Ein Provider kann ein hervorragendes Peering haben, und den Traffic von Düsseldorf nach Frankfurt trotzdem über Amsterdam leiten. Das hat nun wirklich gar nichts miteinander zu tun.

  • Worauf auch immer du hinaus willst.

    Für den Nutzer ist ist die Kombination von internem Routing und externen Peering ausschlaggebend.

    Und objektiv gesehen macht die Telekom einen guten Job, siehe unabhängige Tests.

    Und jetzt bin ich wirklich aus der Nonsense-Diskussion raus.

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  • Ich glaube man kann die DTAG Diskussionen beenden. Einmal ist das hier immer weiter entfernt vom Thema Rechte eines Mieters und dazu kommt das die DTAG einer der ganz wenigen Anbieter ist die eine Double Payment Strategie fahren und das Branchenweit nicht gern gesehen. Da kann man lange über Routing und Peering sprechen Double Payment ist ein unding, sowas wird dann nämlich nicht in einer Zeitung/Test stehen und nur durch ihr Teil Monopol ist sowas noch machbar für die DTAG, aber wie man hier im Forum sieht es wird dünner für sie im FTTH Bereich was ich sehr gut finde. Dann bricht irgend wann auch das Double Payment vielleicht.

    Ansonsten zum eigentlichen Thema Vermieter und GF Ausbau. Recht bekommen ist ja immer das eine ob man am Ende ne Kündigung bekommt als Mieter das andere und da sollte man sich lieber überlegen ob man nicht über Paragraphen spricht sondern eine gemeinsame Lösung mit anderen Mietern und Vermieter sucht. Gibt es die nicht bin ich selbst dann mehr der Fan es einfach zu belassen solange VDSL2 da ist so meine Erfahrung als Vermieter und Mieter. Am Ende werden sich die alten Anbieter teilweise auch zurück ziehen. Die alt Anbieter werden ihre Techniken nicht ewig betreiben wenn am Ende nur noch zwei MFH im Ort dran hängen.

    Grüße

  • Was bedeutet Double Payment Strategie?

    Die DTAG nimmt nicht nur von ihren Endkunden Geld die einen Internet Zugang wollen. Also sei es eine Private Person oder eine Firma, also das wo die meisten die DTAG auch kennen.

    Sondern sie nehmen von fast jedem Diensteanbieter der kleiner ist als sie selbst Monatliche Gebühren, dabei geht es hier nicht Primär um Wartungs und Installations Kosten. Sondern schon um Monatliche Abrechnungen von Bandbreiten (Access Ports) und teilweise auch Traffic. Obwohl ja niemand zur Telekom gehen würde wenn man nur in der AS/Netz bleiben würde von der Telekom. Und damit auf einmal die Lieblings Online Zeitung aus der Region oder eine Fachzeitung nicht mehr läuft.

    Das heißt Dienst/RZ Anbieter wie zum Beispiel OVH, Hetzner Kaufen und Mieten wie ein kleine Firma für Ihre RZ einen Anschluss bei der Telekom.

    Anbieter wie Google , Netflix oder Amazon aber nicht, weil Sie einfach zu groß sind und genug Druck haben und sagen können dann halt nicht DTAG. Und das kann sich die DTAG dann doch nicht leisten.

    Durch dieses Strategie entsteht aber dann eben ein Druck auf die Dienstanbieter die kleiner sind als die DTAG selbst. Kaufen und Mieten sie keinen Teuren Anschluss bei der Telekom müssen die Kunden einen Umweg gehen wenn sie zu den Diensten wollen. Das ging bei machen EU Anbietern soweit das der Traffic einmal um die Welt musste nur weil die Telekom sagt Zahl oder Stirb uns doch egal. Das am Ende die DTAG weniger Kunden hätte wenn sich die Anbieter mal alle gegen die DTAG wenden schätzt man soweit als Ungefährlich ein.

    Einige Anbieter wie z.B. Hetzner haben es mittlerweile aufgegeben nach Jahren Streit mit Partnern. Man muss für ein Routing direkt zu DTAG nun nicht mehr extra Zahlen. Sondern Hetzner Zahlt nun einiges an Geld und alle Kunden haben nun wieder direkt Routing an die DTAG.

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  • Da hast du recht, DTAG sieht sich als Tier 1.

    Obwohl man auch darüber gerne streitet ob man das nicht teilen muss je nach Tochter/Konzern.

    Wichtiger ist andere Tier 1 haben solch gebahren eben nicht, zum Beispiel NTT oder Arelion. Das kostet auch aber eben nicht solche Knebel Verträge mit Punkten die andere nicht mal haben.

    Und ja stimmt, wir lassen das wirklich mit der DTAG, es gab dazu ja genug Streit zwischen den Firmen. Und die einzigen Firmen die der gleichen Meinung von DTAG waren, war die DTAG selbst und ihre Partner. Alle anderen auch Tier 1-3 sahen hier ein Double Payment was sie selbst nicht machen.

  • Hat aber absolut gar nichts mit dem Peering zu tun, sondern mit dem Routing des Providers.

    An der Stelle ist Peering und Routing eng miteinander verzahnt.

    Ein Provider hat zum Einem an verschiedenen Punkte (CIX) Übergaben an unterschiedliche Backbone-Anbieter. Entscheidend ist zum Einen, wie gut diese ausgebaut sind (1/10/100/1000 GBit/s). Dann ist es entscheidend, zu welchem Zeitpunkt dies geschieht. Es gibt Zeit (weil Kosten) abhängiges Routing zu den verschiedenen Backbones, womit dann wiederum das Routing zu Amazon Cloud/YouTube oder Spielserver sich ändert sowohl bei der verfügbaren Bandbreite als auch die Wege/Laufzeiten. Und dies alles ist dann nochmal bei dem großen Provider abhängig vom Wohnort über welchen CIX die Daten fliesen.

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  • Lies noch mal #45. Mehr ist dazu nicht zu sagen. In die andere Richtung gilt das natürlich auch: Der Provider kann die Routen Ping-optimal einrichten, aber wenn die Kapazität an den Peering-Knoten nicht stimmt, gibt es trotz gutem Ping Probleme auf Applikationsebene.

    Beides ist wirklich komplett unabhängig voneinander.

    2 Mal editiert, zuletzt von frank_m (29. Oktober 2023 um 18:01)

  • Hallo zusammen,

    eine Frage an die rechtlich versierten:

    Mein Vermieter hat angekündigt bis 2025 Glasfaser bis in den Keller zu bringen, bis 2027 soll dann auch eine Leitung bis in die Wohnung. Den Ausbau übernimmt leider Vodafone.

    Die Telekom hat angekündigt im nächsten Jahr Glasfaser in meinem Ortsteil auszubauen und ich würde den Anschluss gerne über die wahrnehmen. Ich lese im Internet immer wieder, dass es Vermietern bei einem generellen Ausbau nicht gestattet ist, dies abzulehnen, wenn auch nur ein Mieter bestellt. Ist das auch der Fall, wenn schon ein Plan für den Ausbau von einem anderen Anbieter steht (in dem Fall Vodafone)?

    Viele Grüße

    Vorne weg, ich sehe da kein Anspruch bei Mieter ggü. einer Wohnungsbaugesellschaft auf eine eigne/besondere Lösung. Wenn es eine Planung für schnelles Internet gibt wird man nichts anderes durchsetzen können.

    Das Ganze hat rechtlich nichts mit der Auflösung der Mehrnutzungsverträge bei Kabel-TV-Netzen zu tun. Der Teil Internet war da schon immer separat.

    Ich komme noch mal an den Anfang.

    Als Erstes würde ich grundsätzlich Zeitangaben keinem Glauben. ;)

    Aber 2025 GF bis in den Keller ist schon gut machbar.

    Dass es die Telekom im nächsten Jahr schaffen möchte, ist da schon enger zu sehen. Dies erlebe ich gerade bei meiner Mutter. Sichtbare Bauaktivitäten in der Straße Frühjahr 2022, Feb. 2023 Pipe bis ins Haus, bis heute immer noch keine Umsetzung der Hausverkabelung durch die Telekom.

    Wie soll es denn weitergehen, wenn die GF von Vodafone im Keller liegt? Bleibt es erst einmal so oder gibt es Zwischenlösungen. GF > Keller > Coaxil > Wohnung dies wäre doch grundsätzlich Okay als Zwischenlösung.

    Außerdem bleibt ja auch noch dein VDSL-Anschluss, der ja okay ist.
    Ich bin der Meinung, du wirst in dem Umfeld nicht schneller zu GF kommen wie es die Kombi HV und Vodafone macht.

  • Lies noch mal #45. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Dann hat er kein hervorragendes Peering :D

    Das ganze läuft ja über Border Gateway Protocol, hierbei gibt es neben Pfad-Vorgaben auch lastabhängige Steuerung und dann geht es noch darum, zu welchem Backbone-Anbieter hat der ISP noch die günstigsten Trafik-Preise.

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  • Bleibt es erst einmal so oder gibt es Zwischenlösungen. GF > Keller > Coaxil > Wohnung dies wäre doch grundsätzlich Okay als Zwischenlösung.

    Yes, es wird im Keller dann wieder auf Coax umgesetzt. Eine höhere Geschwindigkeit wird dadurch dann erstmal nicht angeboten. Erst in 2029 soll dann vom Keller bis in die Wohnung verlängert werden. Dann sollen auch die Glasfasertarife buchbar sein.

    Wieso ich nicht zu Vodafone möchte? Ich kann das Unternehmen einfach nicht ausstehen. Ich war schon mal Kunde dort, sowohl Festnetz als auch Mobilfunk. Der Kunden-Support ist wirklich grottig, es wird sich nicht an Gesetze gehalten, usw. Die sehen keine Cent mehr von mir. Ab dem 01.07. gibts zum Glück auch kein Geld mehr für den TV-Kabelanschluss.

    Zusätzlich kommt noch dazu, dass ich die Telekom Tarife deutlich vergünstigt bekomme, daher für mich preislich unfassbar attraktiv.

  • Sieht spannend aus - scheint aber für das Nutzererlebnis keinerlei Auswirkung zu haben.

    Spannend ist auch, dass du der Zeitschrift "Connect" ihre Unabhängigkeit absprichst. Weißt du da mehr?

    Da du ebenso implizierst, dass sie falsch testen: Was stimmt mit dem Test und den Ergebnissen nicht?

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  • Sieht spannend aus - scheint aber für das Nutzererlebnis keinerlei Auswirkung zu haben.

    Spannend ist auch, dass du der Zeitschrift "Connect" ihre Unabhängigkeit absprichst. Weißt du da mehr?

    Da du ebenso implizierst, dass sie falsch testen: Was stimmt mit dem Test und den Ergebnissen nicht?

    Das wird jetzt sehr OT, daher bitte ich einen Mod, das abzukapseln, falls nötig.

    Das Nutzererlebnis ist leider keine objektiv messbare Größe, denn jeder Nutzer nutzt das Internet eben anders. Sicherlich spiegelt der Connect Test den UseCase von vielen Nutzern wider, allerdings wohl nicht von den wirklich leidgeplagten, vom Underpeering der Telekom betroffenen, Nutzer.

    umlaut, die den Test für Connect durchführten, lässt sich da nur schwer in die Karten blicken, spricht von

    Zitat

    [...]Die Datenbasis für die Analysen wird auf Smartphones und Tablets ermittelt. Auf ihnen erfolgt bei der Nutzung von tausenden populären Apps im Hintergrund eine Erfassung der im Folgenden beschriebenen Parameter[...]

    Aus https://www.umlaut.com/uploads/docume…_umlaut_GER.pdf

    (umlaut gehört übrigens zur Accenture Consulting Group, und zu deren Kunden zählt ua. auch die Deutsche Telekom)


    Ich präzisiere daher meine Aussage: ich sage nicht, das Connect/umlaut falsch testet, nur eben nicht so, das ein vorsätzliches Underpeering der Telekom auffallen würde. Das es existiert, ist eigentlich jedem Network Engineer, der bei einem ISP arbeitet oder generell ein AS im deutschen Raum verwaltet, bekannt. Kannst aber gerne mal Speedtests von einem Telekom-Anschluss zu z.B. FDCServers machen, oder zu AWS in den USA. Die Peerings zu Cogent laufen regelmäßig voll, aber auch fast alle Anderen T1 sind davon betroffen. Das ist auch der Grund, warum es sich die Telekom als Incumbent erlauben kann, abnorm hohe Preise (Faktor 2-4 im Vergleich zur Konkurrenz keine Seltenheit) für ihren IP-Transit zu verlangen. Ein paar der tollen Geschäftspraktiken der DTAG kannst du hier nachlesen: https://www.denog.de/media/DENOG12/…dy_kuenzler.pdf

    Ist, wie gesagt, in der Szene allgemein bekannt.