Max. Laufzeit alter DSL Verträge bei GF umstellung?

  • Könntest Du denn an der Nachfragebündelung teilnehmen? Falls ja, würde das bedeuten, das Deutsche Glasfaser das Netz von sewikom überbaut.

    Gab/Gibt es bei euch eugenwirtschaftlichen und/oder geförderten Ausbau im Mischbetrieb?

  • Ich hatte den Brief von den im Briefkasten letztens. Da war der Vertrag drin und Informationen. Habe ihn aber in die Tonne geworfen. Denn einer reicht ;) .

    Aber ich weiß auch nicht, ob das dann so schön ist, über einen geförderten Ausbau dann noch mal was zu bauen. Und man kennt die Post, die schmeißen die Werbung doch über alle rein. Ich weiß nur das sie am Freitag schon 6 % von ihren 33 % hatten

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  • Zwei Anschlüsse erhöhen zumindest die Anzahl möglicher Anbieter im Open Access, wenn die ihre Tarife nicht zufällig über beide Netzbetreiber anbieten. Lohnt sich aber nur, wenn es den Anschluss auch definitiv kostenlos, also ohne irgendeine Vertragsbindung gibt.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4
    und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
  • Na, es wird wohl so sein, das nur Teile des Ortes gefördert ausgebaut wurden und es sich offensichtlich betriebswirtschaftlich gesehen lohnt den Rest eigenwirtschaftlich auszubauen. Evtl. in der Hoffnung in den anderen Gebieten "räubern" zu können.

    Das ist umgekehrtes Rosinenpicken, ich wusste gar nicht, das es so etwas gibt...

  • Zwei Anschlüsse erhöhen zumindest die Anzahl möglicher Anbieter im Open Access, wenn die ihre Tarife nicht zufällig über beide Netzbetreiber anbieten. Lohnt sich aber nur, wenn es den Anschluss auch definitiv kostenlos, also ohne irgendeine Vertragsbindung gibt.

    Die DG baut aber nur mit 24 Monatsvertrag.

    FTTH DG 1000/500 | FRITZ!Box 5590 Fiber | 2 mal FRITZ!Repeater 3000AX als Access Points

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  • Okay, da war ich dann nicht präzise genug. Generell ging es mir aber auch nur um die Aussage, dass man eben einen Vertrag abschließen muss. Anders als bei der Telekom gibt es bei deutsche Glasfaser keine Option, sich nur kostenfrei den Hausanschluss legen zu lassen, ohne einen Vertrag abzuschließen.

    FTTH DG 1000/500 | FRITZ!Box 5590 Fiber | 2 mal FRITZ!Repeater 3000AX als Access Points

  • Okay, da war ich dann nicht präzise genug. Generell ging es mir aber auch nur um die Aussage, dass man eben einen Vertrag abschließen muss. Anders als bei der Telekom gibt es bei deutsche Glasfaser keine Option, sich nur kostenfrei den Hausanschluss legen zu lassen, ohne einen Vertrag abzuschließen.

    Na ja, irgendwie muss ja die Netzwerkstruktur bezahlt werden, wenn nicht Subvention im Spiel sind.
    Das Kupfernetz wurde in über 100 Jahren durch den Staat (Post) gebaut.

    Aber man muss sich ja fragen, ob man grundsätzlich eine 2. GF-Leitung im Haus haben möchte von einem 2. Netzbetreiber.
    Ich sehe das Problem, dass in absehbarer Zeit (Open Access hin oder her) es keine ISP in die "kleinen" Netze einsteigen werden/können.
    Die Netz-Bauer/Betreiber der kleinen Netze (wie DNS:NET) möchten natürlich erst einmal ihre Investionen einspielen. Daher werden sie andere ISP nur zu einem unattraktiven Preis hereinlassen. Das alles, bis vielleicht die BNetzA mal ein Machtwort spricht.

    Ich bin jedenfalls aufgeschlossen für eine 2. Leitung, mal sehen OpenInfra hat bei mir noch einen Auftrag offen ;)

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  • Der größte Teil der heutigen Kupferleitungen im Boden wurden nach dem 2. Weltkrieg durch die Deutsche Bundespost und der DDR Post gelegt. Beides Staatsbetriebe, auch wurde noch die Digitalisierung (ISDN) von der Deutschen Bundespost betrieben. Das Netz der DDR war desaströs, durch die Finanzierung Ost wurde dieses umfänglich saniert und digitale Vermittlungsstellen eingebaut.
    Damit war der Grundstein gelegt, um später die vorhanden Leitungen für DSL/VDSL zu nutzen. Die Player mussten nur noch ihre Technik platzieren. Die Privatisierung mit der Telekom erfolgte erst ab 1995.
    Bei GF müssen all diese Erdarbeiten von tausenden Kilometer erst mal erledigt werden, schon dies kostet reichlich Zeit und Geld.

  • Der größte Teil der heutigen Kupferleitungen im Boden wurden nach dem 2. Weltkrieg durch die Deutsche Bundespost und der DDR Post gelegt. Beides Staatsbetriebe (...)

    Alles richtig. Die Implikation, dass der Staat das finanziert hat, ist aber irreführend.

    Finanziert durch die Gebühren der Nutzer.

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  • Alles richtig. Die Implikation, dass der Staat das finanziert hat, ist aber irreführend.

    Finanziert durch die Gebühren der Nutzer.

    Nein, die Deutsche Bundespost (im Westen) wurde durch Steuern und Gebühren finanziert. Und steuerpflichtig ist (auch) der Bürger. Wer bildet nun als wichtigste Komponente den Staat? Richtig, der Bürger. Demzufolge hat die Hauptlast der Bürger getragen.

    Das war ja auch so in meinen Augen in Ordnung. Der Staatsbetrieb war dadurch in der Lage Ortschaften mit Infrastruktur zu versorgen, vor denen jeder privatwirtschaftliche Betrieb mangels Kostendeckung abgesehen hat. Leider kann dieses Rad nicht mehr zurückgedreht werden. Ich erwähnte es bereits an einigen Stellen: es wäre sehr geschickt und langfristig gedacht schlau gewesen, die Bundespost in eine staatliche Infrastrukturbehörde und einem privatwirtschaftlichen Servicebereich aufzuteilen. Jedes ebenfalls privatwirtschaftlich Tätige Unternehmen hätte zu gleichen Konditionen bei der Infrastrukturbehörde Kapazitäten erhalten. Dienst-anzahl, -güte und -qualität hätten das ausschließliche Wettbewerbskriterium sein können. Heute versucht die Worthülse "Open Access" das zu erreichen, was in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts verbaselt worden ist.

    Einmal editiert, zuletzt von HubeBube (8. Oktober 2023 um 23:43)

  • Nein, die Deutsche Bundespost (im Westen) wurde durch Steuern und Gebühren finanziert. Und steuerpflichtig ist (auch) der Bürger. Wer bildet nun als wichtigste Komponente den Staat? Richtig, der Bürger. Demzufolge hat die Hauptlast der Bürger getragen.

    Deiner Aussage kann ich leider nicht 100% zustimmen.
    Der "Fermeldedienst der Deutschen Bundespost" war nach dem Wiederaufbau (nach dem Krieg) bereits seit Ende der 60er Jahre profitabel, d.h. es sind keine mittel mehr aus dem Staatshaushalt in den Fernmeldedienst geflossen. Es gab sogar eine Quersubventionierung für den Postdienst.

    Ich kann das leider nicht belegen, diese Infos habe ich aber noch sehr genau in Erinnerung aus der Zeit bei der "Deutschen Bundepost".

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  • Ich habt Recht und ich Unrecht. Die Deutsche Bundespost war bis 1989 eine Behörde, die nicht nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt wurde, aber eigenwirtschaftlich sein sollte...

    Zumindest steht es so in der deutschsprachigen Wikipedia. Nach dieser langen Zeit ist es nicht mehr genau aufzudröseln welche Bereiche defizitär waren und welche nicht und es ist nun auch nicht mehr feststellbar, ob die Zahl unter dem großen Strich ein positives oder negatives Vorzeichen hatte.

    Das spielt ja mittlerweile auch keine Rolle mehr.

  • Die ausgegründete Telekom hat natürlich sämtliche Verbindlichkeiten in Höhe von dutzenden Milliarden (vor allem durch den Aufbau Ost) als Päckchen übernommen. Die Erlöse durch Aktienverkäufe flossen dem Staat zu.

    Die Telekom musste jahrzehntelang die Überschüsse an den Bundeshaushalt abführen oder hat die eigentliche Post gestützt.

    Also ein klares nein: Das Telefonnetz wurde nicht vom Steuerzahler bezahlt.