Die Glasfaserleitung steht vor der Tür

  • Hallo,

    mein erster Beitrag/Frage im Forum.

    Zu mir, bin schon etwas älter und habeeinen technischen Wissenshintergrund der eher mechanischen Art.

    Uns ( 50 Eigentumswohnungen) wird ein Glasfaseranschluss angeboten.

    Mir stellt sich jetzt die Frage, brauche ich das, will ich das?

    Nein , mir stellt sich die Frage, was koste es mich, wird es günstiger ;)

    Wir haben bisher Festnetz und Breitbandkabel (in Baumverteilung) in jeder Wohneinheit.

    Die Baumverteilung verursacht immer wieder Probleme beim TV (pixeln)

    Ich bin unschlüssig.

    Eine Problem könnten die neuen Leitungen zu den Wohnungen sein.

    Durch das Treppenhaus ist ein nogo.

    Wir haben aber auch eine Berliner Lüftung. Also warum die Leitungen nicht über die Dächer führen und im Bad bzw. im Absellraum die "Lichtdose" setzen.

    Von da aus macht es doch eh der Router ????

    Bitte um ein paar Gedankenanstöße.

    Dank

  • Zur Frage, ob du solltest oder nicht:

    Dabei solltest du bedenken, dass die Telekom schon mal das Wort "Kupferabschaltung" in den Mund genommen hat für die Regionen, in denen Glasfaser verfügbar ist. Das passiert sicher nicht morgen, ist aber blöd für die, die dann keinen Anschluss im Haus haben. Im neuen TKG ist nicht mehr die Telekom für die Grundversorgung verantwortlich, das kann jedem Anbieter auferlegt werden, der die entsprechenden Anschlüsse liefern kann. Viel Spaß in den betroffenen Anschlussgebieten ...

    Also das "ob" ist damit beantwortet. Bleibt das "wie". Darf die Lüftung für solche Installationen genutzt werden? Ich denke, eher nicht. Aber von außen ist schwer zu beurteilen, was bei euch der ideale Installationsweg wäre.

  • Mir stellt sich jetzt die Frage, brauche ich das, will ich das?

    Vereinfacht ausgedrückt, willst du das auf jeden Fall, weil du es irgendwann brauchst und dann nicht oder nur mit enormer Wartezeit und hohen Kosten nachträglich bekommen kannst.

    Es jetzt früher als nötig zu haben, ist auf jeden Fall weniger schlimm, als es später zu brauchen und nicht bekommen zu können.

    was koste es mich, wird es günstiger

    Naja, welche Firma soll denn bei euch ein Glasfasernetz bauen? Daraus kann man auf die Tarife schließen und sich die Sache ausrechnen.

    Hier wo ich wohne, ist der Anschluss quasi umsonst. Die kleinen Tarife kosten nicht mehr, sondern teilweise sogar weniger, als ein ähnlich schneller oder sogar langsamerer DSL-Anschluss. Der durchschnittliche Festnetzkunde wechselt also einfach seinen Tarif und zahlt so viel für Internet, wie vorher auch. Die höchsten Tarife sind zwar deutlich teurer, aber keine Bedingung für den kostenlosen Anschluss.

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  • Eine Problem könnten die neuen Leitungen zu den Wohnungen sein.

    Durch das Treppenhaus ist ein nogo.

    Erstmal herzlich willkommen.

    Kannst du das No-Go vielleicht noch kurz mit Leben füllen? Kosmetische oder technische Gründe?

    Ggf existieren hier bei dir falsche Vorstellungen.

  • Danke,

    ich hatte bisher TV über den Gemeinschaftsvertrag Kabel (Unity) und dann zusätzlich Telefon und Internet als eigenen Vertrag auch Unity 2play.

    Alle zwei Jahre neu verhandelt.

    Jetzt vodafone mit deutliche Preiserhöhung.

    Also Telefon und Internet jetzt von der Telekom.

    UGG will Leitung verlegen und O2 die Dienstleistung bringen.

    UGG offeriert systemoffenheit, bringt nur nicht bei einem Anbieter (O2).

    O2 will für einen Festnetzvertrag weniger € als für die Glasfaser (250 Mb/sek). 8|

    Habe vor vielen Jahren mit eigener Kopfstation geliebäugelt.

    Wäre auch jetzt einen Option. Vodafone lässt sich ca. 5.400€ für TV geben.

    Nächstes Jahr entfällt der Umlagezwang. Was die dann wollen, keine Ahnung.

    Rotiere jetzt etwas.

    Soll es ggf. ein Hybridkabel sein damit wir die Baumstruktur los sind.

    Es besteht sicher auch ein Anreizt jetzt kostenfrei Glas bis zum HÜP zu bekommen.

    Einmal editiert, zuletzt von weg (7. September 2023 um 20:48)

  • Kannst du das No-Go vielleicht noch kurz mit Leben füllen? Kosmetische oder technische Gründe?

    Wir haben vor Jahren beschlossen keine Aufputzleitungen im Treppenhaus.


    UGG wil für jeden nicht angeschlossen Wohnung ca. 178€.

    Andersherum, wird nur einen Wohnung ohne Vertrag angeschlossen will UGG rund 9.000€für die Wohnungsleitungen.

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  • Wir haben vor Jahren beschlossen keine Aufputzleitungen im Treppenhaus.

    Auch hier muss ich Nachfragen, was ihr unter Aufputzleitungen versteht?

    Nach allen Brandschutzvorschriften in allen Bundesländern sind Aufputzleitungen in MFH im Treppenhaus nicht zulässig und daher verboten. Es muss immer in Stahlblech- oder mindestens F30 Kanälen verlegt werden. Einfach die Kabel mit Kabelschellen draufnageln ist nicht!

    Alternativ kann auch über die Außenfassade mit wetterfesten Kabelkanälen versorgt werden. Ob das jedoch besser aussieht?

  • Ihr solltet euch das als Eigentümergemeinschaft mal mit dem Stand der Möglichkeiten ansehen.

    Man lebt ja nicht im Treppenhaus und dann fällt es einem irgendwann gar nicht mehr auf.

  • O2 will für einen Festnetzvertrag weniger € als für die Glasfaser

    Jo eben, passt doch. Die UGG wird es bei uns auch. Da hast du mit o2 einen vernünftigen Internetanbieter mit fairen Tarifen. Einfach machen, da gibt es nix zu überlegen. Erst recht nicht als derzeitiger Telekom-Kunde.

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  • An manchen Anschlüssen ja, aber das ist wohl eher ein kosmetisches Problem, da man die 30 ms nur bei Messungen bemerkt und nicht im echten Leben... ich nehme das in Kauf. Fest steht jedenfalls, dass man sich bei den günstigen Tarifen, die o2 anbietet, keine Gedanken machen muss, ob man die Glasfaser nimmt, oder nicht. Gerade wenn man derzeit schon Telekom-DSL-Kunde ist, scheint es auf den letzten Euro aber ja ohnehin nicht anzukommen.

  • Also gerade Latenz spielt oft eine größere Rolle als die letzten Mbps im Downstream. Den Unterschied zwischen Kabel und VDSL merkt man schon.

    Da frage ich mich schon, was für einen Murks o2 da in ihrem Netz veranstaltet. An der letzten Meile wird es wohl nicht mehr liegen. GPON ist vielleicht noch für 1-2 ms gut.

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  • Ich finde den Fokus auf Latenz im Bereich der Privatanwender und damit der Consumer-Netze (gleich ob Glasfaser,VDSL,Cable oder Luftschnittstelle) arg entstellend.

    Bandbreite, Durchsatz und Stabilität sind die Messlatte. Latenzen spielen lediglich im professionelen Bereich eine wichtige Rolle (Videoübertragung bei Remote Technikereinsatz, Storageanbindung im Metrocluster,...).

    Ich mag mich täuschen, jedoch hat sich der Egoverstärker Bandbreite hin zu Latenz gewandelt. Gamer legen als Consumer darauf wert, das ist jedoch wahrlich nicht die Mehrheit der Privatanwender. da ist es ärgerlich, wenn die VoIP-Gespräche abbrechen oder der Netflix-Stram Klötzchen bekommt oder unscharf wird. Das sind jedoch alles Effekte, die andere Ursachen als Latenz haben. Hier mal ein sehr gelungener Bericht:

    Latenzzeit
    Eine erhöhte Latenzzeit kann etliche Online-Anwendungen ins Stocken bringen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihre Latenz messen und Ihren Ping verbessern.
    www.devolo.de

    So nebenbei: Lantenzerhöher sind vorwiegend VPNs und andere Securitymaßnahmen. Die sogenannten applikationsbasierten Firewalls (damit meine ich erstmal nicht SSL-Interception) erhöhen nach meinen Messungen die Latenzen bis um das 30-fache...

  • Das war für mich immer sehr messbar, ob im Home Office das VPN über DTAG oder Vodafone hergestellt wurde.

    Bandbreite hingegen kann man ab einem bestimmten Punkt als "hinreichend" abhaken.

    Ein normaler User wird im Alltag keinen Unterschied zwischen 100 und 500 Mbps feststellen. Schlechtes Peering, lahme oder unzuverlässige DNS-Server und grundlegende Latenzen machen sich sogar im Webseitenaufbau bemerkbar.

  • Zwischen messbar und spürbar liegt ein großes Delta. Im konkreten Fall sprechen wir von einer Netzanbindung für den Privatkunden und nicht von einem Geschäftskunden mit spezifischem Businesscase.

    Vergleich: Sicher ist ein V-Power Kraftstoff mit einer Oktanzahl von 98 messtechnisch "besser" als E 10 mit 95 Oktan. Merke ich davon etwas in der täglichen Teilnahme am Straßenverkehr?

    Und Vorsicht bei direktem Vergleich unterschiedlicher Netzwerke DTAG war sicher VDSL und VF Cable oder sogar Luftschnittstelle?

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  • Phasenweise war hier parallel VF und DTAG verfügbar. Der DHCP-Server hat über Optionen/Tags gesteuert, welchem Netz/Router den Rechnern zugewiesen wird.

    Manchmal habe ich vergessen, dass ich am Wochenende was getestet habe und mich dann gewundert, warum die Anwendungen im Home-Office so lahmen. Und dann fiel mir DHCP wieder ein.

    Es ist also spürbar.

    MIr ist ein Zugang mit 500 Mbps und guter Latenz und Peering allemal lieber als 1 Gbps, aber schlechter in anderen Disziplinen.

    Daher bin ich gespannt, wie sich net services schlagen wird verglichen mit VDSL im Telekom-Netz.

    Leider hat sich der Nutzer, der bei Grafschafter Breitband (ebenfalls net services) ist, nicht zurückgemeldet. Da hätte ich schon mal einen Ausblick gehabt, was uns hier erwartet. Mittlerweile erwarte ich keine Live-Schaltung mehr in diesem Jahr.

  • Bisher kann ich über die Telekom nicht klagen.

    Als Neukunde zahle ich für 24 Monate je 23,87€ im Schnitt 100 MB/sek und frei Telefon.

    Damit deutlich unter dem alten Vodafonekonditionen.

    Wie kommt das Fiber eigentlich in das Haus und die einzelnen Wohnungen?

    Festnetz is klar zwei Drähte, Kabel ein Draht.

    Bei Fiber auch nur eine Leitung.

    Wem gehört die Anlage?

  • Die Anlage gehört dem Unternehmen das bei euch ausbaut, nicht anders als beim alten Telefon- sowie Fernsehkabel auch.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500,
    Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+IN, MikroTik CRS305-1G-4S+IN
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  • Als Neukunde zahle ich für 24 Monate je 23,87€ im Schnitt 100 MB/sek und frei Telefon.

    Interessant. Ich käme als Neukunde bei der Telekom gemittelt auf 41€ im Monat für 100 Mbit/s über zwei Jahre. Ist aber auch egal, da allein das zweijährige neu verhandeln müssen und das Peering bereits Ausschlusskriterien für mich sind.

  • Interessant. Ich käme als Neukunde bei der Telekom gemittelt auf 41€ im Monat für 100 Mbit/s über zwei Jahre. Ist aber auch egal, da allein das zweijährige neu verhandeln müssen und das Peering bereits Ausschlusskriterien für mich sind.

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