Das Mangel Management QoS als Vorteil zu erachten
Hier ist mit QoS die eigentliche "Quality of Service" gemeint, und nicht etwa das, was man in überlasteten Netzen macht, um die QoS nicht total abstürzen zu lassen.
Das Mangel Management QoS als Vorteil zu erachten
Hier ist mit QoS die eigentliche "Quality of Service" gemeint, und nicht etwa das, was man in überlasteten Netzen macht, um die QoS nicht total abstürzen zu lassen.
Und eben dies könnte für den Normalo-Nutzer unerheblich sein.
Ich sage ja nicht, dass DSL der letzte Schrei wäre. Ich kenne da selbst einige Horror-Leitungen. Aber yepun hat vielleicht stabile 100/40 Mbit/s und keinerlei realen Mehrwert durch den einzigen einigermaßen erschwinglichen Tarif der LEW.
Wichtig war, sich den Anschluss sichern zu lassen. Mit der Weiternutzung zu warten, bis die Tarife fair sind, ist eine nachvollziehbare Entscheidung des TE, die ich sogar begrüße. Wenn es in Deutschland mehr Nutzer gäbe, die den Netzbetreibern in der Form die Meinung geigen, wäre die Breitband-Situation hier vielleicht etwas besser.
Aber nein, hier werden von Zigtausenden fröhlich 90€ für Gigabit-Anschlüsse und von Hunderttausenden fröhlich 35-43€ mtl. für "16"-50 Mbit/s ausgegeben.
Was noch gar nicht angesprochen wurde, an so einem Anschluss teilen sich ja viele Leute eine öffentliche IPv4 Adresse. Baut einer von denen richtig Mist, wird anscheinend diese IP vom Webserver einfach gesperrt und ist damit nicht erreichbar. Weiß nicht wie oft Paypal nicht erreichbar war.
Das hat garantiert andere Gründe, und nicht eine IP Sperre an einem CGNAT Anschluss.
Mit der Weiternutzung zu warten, bis die Tarife fair sind, ist eine nachvollziehbare Entscheidung des TE, die ich sogar begrüße.
Genau das führt aber auch zu einer fehlenden Wirtschaftlichkeit, und damit zu weiteren Verzögerungen beim Ausbau.
Die Unternehmen, die intensiv den Glasfaserausbau vorantreiben, arbeiten im Moment alle noch defizitär. Die Tarife sind möglicherweise ein wenig teurer, aber man bekommt auch mehr dafür. Das ist so die typische deutsche "Geiz ist Geil" Mentalität. Alles schreit nach schnellem Internet und schimpft die Politik in Grund und Boden, warum sie es nicht gebacken bekommen, den Schulen ein vernünftiges Glasfasernetz zur Verfügung zu stellen. Aber wenn dann ein Ausbau vor der eigenen Haustür vorgenommen wird, dann sind 2 EUR mehr im Monat das Todesurteil, und über die Summe reden wir hier, wenn man die Tarife von LEW mit anderen Glasfaser- und DSL Anbietern vergleicht.
Geht in die Ecke und schämt euch. Das meine ich wörtlich.
Genau das führt aber auch zu einer fehlenden Wirtschaftlichkeit, und damit zu weiteren Verzögerungen beim Ausbau.
Es ist nicht Aufgabe der Kunden, durch den Konsum von für sie schlechteren Dienstleistungen den Breitbandausbau zu subventionieren. Wenn die Unternehmen Kunden wollen, müssen sie anbieten, wofür die Kunden zu zahlen bereit sind. "Öffentliche Adressen hamwanich" heißt halt "gehen Sie zur Konkurrenz".
Diese Unternehmen werden jedem tief in die Tasche greifen, der keine Alternative hat. Wenn die jetzt schon den Bedarf der Kunden ignorieren, wie soll das erst in Zukunft werden? Schämen sollte man sich dafür, Unternehmen für solches Verhalten in Schutz zu nehmen. Man bekommt keine IPv4 Adressen mehr von den RIRs, aber kaufen kann man die immer noch in ausreichender Menge, und so teuer ist das auch nicht.
Die Glasfaser Anbieter sind fast alle samt so unverschämt in ihrer Tarif Gestaltung das macht es nicht besser.
Wenn die jetzt schon den Bedarf der Kunden ignorieren, wie soll das erst in Zukunft werden?
Der Bedarf des Kunden ist, von außen mit einer zukunftssicheren Technologie auf sein Heimnetz zugreifen zu können. Und nein: Verschlafene Admins, die IPv6 nicht in den Griff kriegen, sind kein Argument dafür, dass Internetprovider heute noch in eine Steinzeit- und Sackgassentechnologie wie IPv4 investieren sollten.
Da gilt das Argument definitiv anders herum: Der Druck durch die modernen Anschlüsse sollte auf die aufgebaut werden, die sich immer noch an die alten Systeme klammern, aber nicht auf die Unternehmen, die zukunftsweisende Technologien einsetzen. Ganz davon abgesehen, dass es immer mehr IPv6 Only Angebote gibt, so dass am IPv6 Zugang meines Erachtens auch heute schon kein Weg mehr vorbeiführt. Und wenn man es eh machen muss, warum dann nicht gleich vernünftig?
Es bestimmt immer noch der Kunde, wofür er sein Geld ausgibt, nicht das Unternehmen. Man kann es traurig finden, dass Kunden wegen fehlender öffentlicher IPv4 Adressen einen Glasfaseranschluss links liegen lassen, aber schämen müssen sich eher die Unternehmen, die Premiumpreise aufrufen, aber dann alles außer der Anschlusstechnik auf dem Niveau der billigsten Massenprovider halten und sich beleidigt geben, wenn die Kunden nicht der Technik huldigen und den Rest still akzeptieren.
Wie gesagt: Die FTTH-Provider müssen noch lernen, dass das Produkt nicht die Anschlusstechnik ist, sondern das, was man damit machen kann. Das ist ohne öffentliche IPv4 Adressen für gar nicht so wenige Kunden nachvollziehbar nicht das, was sie machen möchten. Da nützt alles Schimpfen auf die böse Welt nicht, die IPv6 nicht auf die Reihe bekommt. DAS ist übrigens ein anderes Thema, und wer mal ernsthaft versucht, IPv6 für alles einzusetzen, weiß auch, dass sich das nicht so schnell ändern wird, dass man IPv4 als junger Provider einfach aussitzen könnte.
Da machst du es dir entschieden zu einfach, denn es gibt ja Gründe für die Situation. Da wird jetzt jemandem der Schwarze Peter zugeschoben und für Missverhältnisse verantwortlich gemacht, für die er nichts kann. Gerade da sind Denkweisen wie "wir bleiben mal beim alten Klüngel" eine absolute Vollkatastrophe und werden nachhaltig dazu führen, dass Deutschland in der digitalen Steinzeit bleibt. Man sollte nicht nur den Status Quo, sondern auch die Folgen seines Handelns überdenken. Damit schießt sich deine Argumentation komplett ins Abseits.
Und IPv4 kostet Geld, nüchtern betrachtet deutlich mehr, als es wert ist. Am Ende macht es die Anschlüsse noch teurer, und da beißt sich die Katze dann in den Schwanz.
Wenn dir die IPv4 Adresse nichts wert ist, musst du sie nicht nehmen.
Niemand wird für irgendwas verantwortlich gemacht, und natürlich gibt es Gründe für alles, aber wenn man nicht bereit ist, die gewünschte Dienstleistung anzubieten, dann gehen die Kunden zur Konkurrenz, die das tut, und dafür sollten sich die Kunden nicht schämen. Ich verlange hier keine Wunder, sondern etwas, das viele junge Provider hinbekommen, aber andere rundheraus ablehnen.
In 10 Jahren wird IPv4 Erreichbarkeit immer noch wichtig sein - nicht für alle, aber für nicht wenige. Das sitzt man nicht aus, sondern bietet eine Lösung. Die heißt, aus technisch-fachlicher Sicht, nicht VPN, Port-Forwarder, Reverse Proxy, sondern öffentliche IPv4-Adresse, schon weil es nicht nur darum geht, sich von außen erreichbar zu machen. Wer das nicht anbietet, wird noch lange mit ansehen müssen, wie Kunden ihr Geld bei der vermeintlich schlechteren Konkurrenz lassen.
Eine auch auf Verlangen nicht verfügbare öffentliche IPv4 Adresse gehört zu den teuersten 40€, die die FTTH-Provider nicht investieren. Anstatt eine Dienstleistung anzubieten, mit der man auf Dauer sogar noch Geld verdienen kann, macht man aus den teuer gebauten Anschlüssen ein Produkt zweiter Klasse. Das ist das gleiche Trauerspiel wie mit den Schrottroutern, die Provider ihren Kunden zumuten. In der Branche gibt es einige, die zuverlässig am falschen Ende sparen und damit die Wertschätzung für das teuerste ruinieren, was sie machen, nämlich die Anschlüsse. DAS behindert wirklich den Ausbau.
Wir werden uns an dieser Stelle nie einigen, deshalb macht es auch keinen Sinn, das weiter zu diskutieren. Ein totes Pferd immer weiterzureiten, und dafür noch Geld zu zahlen, macht aus meiner Sicht keinen Sinn, denn genau das hat uns erst in diese vollkommen absurde Situation gebracht. Das jetzt noch auf Gedeih und Verderb künstlich verlängern zu wollen, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Für ähnliche Bestrebungen im Automobil- und Energiesektor wird die FDP im Moment aus allen Richtungen gegrillt, und hier wird es gut geheißen und die Kunden werden noch aufgefordert, so ein Verhalten zu fördern. Ich werde so viel Unverstand nie verstehen.
OK, Butter bei die Fische:
Du bist im Urlaub und willst deine Selfies und die Videos von den Sehenswürdigkeiten in deiner ZuHauseCloud sichern, damit nicht alles weg ist, wenn dir morgen das Handy geklaut wird. Leider stellst du fest, dass dir das Hotel-WLAN nur einen IPv4-Zugang gibt. Was machst du? Bestellst du den Admin ein und erklärst ihm mit Händen und Füßen, dass es jetzt langsam mal Zeit für IPv6 ist und dass "warum hat dein Internetanschluss keine IP Adresse" eine unverschämte Antwort ist, die den Breitbandausbau in Deutschland behindert?
Du bist im nächsten Urlaub, aber es gelüstet dich nach heimischem Fernsehen. Wegen Geoblocking brauchst du eine deutsche IP-Adresse, also fix das Wireguard-VPN angeworfen. Das kann die Fritzbox zu Hause und Wireguard geht schließlich auch über IPv6. Aber das Hotel WLAN hat immer noch kein IPv6, weil der Admin dich letztes Jahr mitleidig belächelt und beim Weggehen irgendwas über alle Mann gemurmelt hat. Kein Problem, du hast nach der letzten Erfahrung einen Portforwarder eingerichtet und kommst jetzt remote auf die Fritzbox. Geht nur nicht mit dem VPN, weil Wireguard UDP ist und das leitet der Portforwarder nicht weiter. Na dann, beim nächsten mal wird alles besser.
Was meinst du, wie oft normale Menschen vor solchen oder ähnlichen Problemen stehen, wo unerwartet nichts geht, bevor sie "Verfügbarkeit, Latenz, Bandbreite, QoS und Blitzfestigkeit" Werbung sein lassen und stattdessen nehmen, was sie wirklich brauchen und immer gereicht hat: Einen Anschluss, der ohne Klimmzüge von überall erreichbar ist.
Und wenn sich genug Kunden beschwert haben, dann werden sie IPv6 einführen, weil die Gäste sonst wegbleiben und da Urlaub machen, wo es schon IPv6 gibt. Wo ist der Unterschied zu dem Druck, der auf die Provider aufgebaut werden soll, damit sie IPv4 zur Verfügung stellen? Nur trifft es in diesem Fall die Richtigen.
dann werden sie IPv6 einführen, weil die Gäste sonst wegbleiben und da Urlaub machen, wo es schon IPv6 gibt
Und jetzt versuch mal, eine ernste Antwort zu geben.
Aber wenn dann ein Ausbau vor der eigenen Haustür vorgenommen wird, dann sind 2 EUR mehr im Monat das Todesurteil, und über die Summe reden wir hier, wenn man die Tarife von LEW mit anderen Glasfaser- und DSL Anbietern vergleicht.
Ok, gerne auch konkrete Zahlen. DSL ist bei mir (Bonus und Rabatte nicht berücksichtigt) genau 13 Euro oder 32% günstiger als LEW, bei für mich nicht nicht zu unterscheidenden Leistungen und ich bekomme eine IPv4.
Und jetzt versuch mal, eine ernste Antwort zu geben.
Ich befinde mich gerade im Urlaub im deutschsprachigen Ausland. Das Hotel hat eine Glasfaseranbindung (https://www.energieag.at/Business/Telek…rSPEED-Business), jedoch erhält mein mobiles Endgerät lediglich eine IPv4. Wie löse ich das Problem mit der Dateiablage? Public Cloud! Das wird die Lösung sein und nicht das remote frickel NAS zu Hause.
Der Mainstream und nicht die Technikelite bestimmt die Produktentwicklung und bevor dieser Thread noch weiter in off-topic Themen zerstreut wird: ich möchte an dieser Stelle nicht über abhanden gekommene (Signatur-) Schlüssel und die Konsequenzen diskutieren (https://www.borncity.com/blog/2023/07/2…cloud-diensten/).
Um wieder zum OT Thema zurück zukommen: ich werde sicherlich nicht das Hotel wechseln, weil ich nur eine IPv4 Adresse erhalten habe.
Und jetzt versuch mal, eine ernste Antwort zu geben.
Du hast meine Frage nicht beantwortet.
ich werde sicherlich nicht das Hotel wechseln, weil ich nur eine IPv4 Adresse erhalten habe.
Und ich kenne niemanden, der deshalb ernsthaft seinen Internetanbieter wechseln würde. Egal, um welche Technologie es geht.
Du hast meine Frage nicht beantwortet.
War der Kommentar doch ernst gemeint? Der Unterschied ist, dass die IP-Adresse des WLANs im Hotel eine komplette Nebensächlichkeit ist, wonach niemand ein Hotel aussucht. Es gibt jede Menge unvergleichlich wichtigerer Auswahlkriterien für eine Urlaubsreise. Welche Adressen ein Internetprovider zur Verfügung stellt, ist aber eine wesentliche Eigenschaft eines Internetanschlusses, und selbstverständlich wählen Kunden ihren Internetanbieter danach aus. Hast du dieses Thema überhaupt nicht gelesen?
Der Unterschied ist, dass die IP-Adresse des WLANs im Hotel eine komplette Nebensächlichkeit ist, wonach niemand ein Hotel aussucht.
Naja, wenn ich mir so die Bewertungen der typischen Bewertungsportale ansehe, dann finde ich da durchaus Kommentare, ob der Internetzugang gut funktioniert hat, u.a. auch, ob das mit dem Streaming, dem VPN und dem Heimzugriff problemlos funktioniert. So abwegig ist das nun nicht.
Ich würde sagen, die Quote derjenigen, die das nach dem Urlaub beurteilen, ist mindestens genauso groß, wie die, die noch eine IPv4 wollen, weil sie andere technische Möglichkeiten für den Heimnetz-Zugang nicht in Betracht ziehen. Es gibt zahlreiche andere Kriterien für einen Internetzugang, wie Preis, Geschwindigkeit, QoS, die deutlich schwerer wiegen, als eine IPv4 Adresse, vor allem unter Berücksichtigung der überschaubaren Komplexität für eine Alternative. Monate- oder jahrelang Einschränkungen beim Zugang hinnehmen, weil man keine VPN Verbindung einrichten will? Nicht dein Ernst.
In diesem Forum gibt es reichlich Anfragen, wie man nach dem Wechsel zu einem Provider, der überraschenderweise CGNAT nutzt, wieder in sein Heimnetz kommt. Man kann natürlich so tun, als wären das Einzelfälle, aber tatsächlich ist das nur die Spitze des Eisbergs. Das sind die Leute, die bereit sind, sich um eine technische Lösung zu kümmern. Die weitaus meisten sind dann einfach so schnell wie möglich wieder weg, wenn sie das brauchen.
Dass sich Kunden damit nicht herumschlagen wollen, ist ihnen nicht zu verdenken, denn es gibt überhaupt keine Lösung, die CGNAT vollständig kompensieren kann. Man kann nur für bestimmte einzelne Problemstellungen Teillösungen anbieten, und die sind keineswegs einfach zu überschauen. "Nimm IPv6" ist gar keine Lösung, weil man die Verfügbarkeit von IPv6 nicht selbst in der Hand hat.
Dass das kein unwichtiges Kriterium ist, sieht man auch daran, dass die IPv4/IPv6 Situation immer wieder ein Thema in der Marketingphase ist, und wenn der Provider nicht offen mit der Information rausrückt, dann wird in Foren danach gefragt. Und auch da sind die Fragenden nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten suchen und finden die Information als stille Leser.
Ich empfehle es nicht, aber Interessenten entscheiden sich nicht selten dafür, beim alten Anschluss zu bleiben und den Glasfaseranschluss nicht zu nehmen, weil der Betreiber, der auf Jahre hinaus ein Monopol auf der Leitung hat, als ISP nichts taugt. Ich habe mit genug Menschen geredet, um zu wissen, dass diese scheinbar nebensächlichen Aspekte entscheidend sind. Das verstehen die FTTH Anbieter aber nicht, wie ich schon mehrfach erwähnt habe: Die glauben, weil sie die beste Anschlusstechnik haben, ist alles andere egal und die Kunden müssen nehmen, was sie anbieten, weil es sonst keinen Glasfaseranschluss gibt. Müssen die Kunden nicht und tun sie nicht, und wenn sie es tun, sind sie nach der MVLZ wieder weg.
Ein CGNAT-Anschluss ist ein minderwertiger Internetanschluss. Wenn man als ISP keine öffentliche IPv4-Adresse anbietet, wenigstens auf Anfrage, dann muss man damit leben, dass die Kunden ihr Geld bei der Konkurrenz lassen. So schlecht sind die anderen Qualitäten von DSL und Co nun auch wieder nicht.