Glasfaserausbau, wer baut?

  • Hallo, im Sommer kam irgendwann mal die Telekom bei mir klingeln und wollte mich für Glasfaser anwerben weil man demnächst in meiner Straße Glasfaser ausbauen würde. Einige Monate später erhielt sich von den Stadtwerken ein schreiben, dass man in meiner Straße Glasfaser ausbauen wolle. Und dann kam irgendwann mal mein jetziger Anbieter mit dem gleichen Angebot. Wie denn jetzt? Baut die Telekom, Stadtwerke usw. jeder getrennt und jeder legt für sich eine eigene Glasfaserleitung? Dann liegen mehrere unabhängige Kabel? Damit wäre dann ein Wechsel zu einem Anbieter auch nicht mehr möglich?

    Ich möchte mich mit dem Thema rechtzeitig beschäftigen weil es ja Anfang bis Mitte 2013 losgehen soll.

    So wie ich es versanden habe gibt es 2 Möglichkeiten vom Anschluss im Keller ins Wohnzimmer zu kommen:

    1.) Glasfasermodem in den Keller und dann mit einem CAT 7 Netzwerkkabel durch ein Leerrohr ins Wohnzimmer an eine RJ45 CAT Anschlussdose. Und weiter zur meiner alten Fritzbox 7490.

    2.) Direkt von der Anschlussdose im Keller mit einem Glasfaserkabel an eine Glasfaserdose im Wohnzimmer. Von hier aus mit Glasfaserkabel an eine Glasfaserfähige Fritzbox. So würde man sich das zusätzliche stromintensive Glasfasermodem im Keller sparen. Andererseits soll das Glasfaserkabel welches man von der Dose zur Fritzbox geht mechanisch sehr empfindlich sein.

    Die Entscheidung liegt wohl dann bei mir. Was würdet ihr machen/wie habt ihr es gemacht. Welche Glasfaser Fritzbox ist gut?

  • Hallo Netzmolch und willkommen im Glasfaserforum!

    Baut die Telekom, Stadtwerke usw. jeder getrennt und jeder legt für sich eine eigene Glasfaserleitung? Dann liegen mehrere unabhängige Kabel? Damit wäre dann ein Wechsel zu einem Anbieter auch nicht mehr möglich?

    Es kann sein, dass die alle ihr eigenes Netz bauen wollen. Vielleicht kooperieren auch zwei oder drei oder am Ende werfen zwei hin und nur einer baut. Welche Anschlüsse du wirklich bekommst, weißt du erst, wenn die Bauarbeiter kommen. Ich persönlich halte mehrere Anschlüsse bei der aktuellen Regulierung für die einzige echte Konkurrenz. Es gibt aber auch erste Verträge zwischen Glasfasernetzbetreibern und Internetprovidern, die ihre eigenen Tarife auf dem Fremdnetz anbieten. Die Situation ist aber noch bei weitem nicht so flexibel wie bei DSL, wo fast überall die Anschlüsse der Telekom gehören und fast alle ISPs sich dort einmieten.

    So würde man sich das zusätzliche stromintensive Glasfasermodem im Keller sparen.

    Die Glasfasermodems brauchen typischerweise knapp 3W und da diese Funktion im Router dann nicht benötigt wird, spart man dort etwas. Insgesamt ist der Mehrverbrauch durch die Trennung von "Modem" und Router nicht groß.

    Was würdet ihr machen/wie habt ihr es gemacht.

    Ich bin ein Fan davon, den Teil, den ich nicht selbst unter Kontrolle habe, kompakt am Anschlussort zu haben. Ich würde den Gf-TA und/oder den ONT neben den HÜP installieren lassen, bzw. habe das so gemacht. Von dort kann ich den Anschluss weiterziehen, wann und wie ich das haben möchte. Im Moment ist das ein Cat-Kabel vom NT zum Routerstandort.

    Es gibt hier im Forum auch die gegenteilige Ansicht, dass man den Provider den Anschluss möglichst dorthin installieren lassen soll, wo man ihn letztendlich nutzen möchte, damit man im Fehlerfall nicht erst den eigenen Leitungsweg als Ursache ausschließen muss. Mich stört daran, dass ich dann prinzipiell eine Fremdleitung quer durch das Haus habe, die wahrscheinlich billigstmöglich installiert wird. Aber von mir darf sie nicht verändert werden, bzw. bin ich dann für von mir verursachte Schäden an der Leitung verantwortlich, darf/kann sie aber nicht selbst beheben. Mit strukturierter Verkabelung im Haus ist ein zentraler Anschlussort außerdem flexibler nutzbar.

  • Und dann kam irgendwann mal mein jetziger Anbieter mit dem gleichen Angebot.

    Das ist bei 1&1 normal, die nutzen das Telekom-Netz mit, deshalb geht die Meldung damit einher. Also schon mal nur ein zusätzliches Kabel.

    Dass die Telekom überhaupt tätig werden möchte, könnte jedoch auch daran liegen, dass sie Wind vom Ausbau durch die Stadtwerke bekommen und Angst um die Kundschaft haben. Hier passiert momentan das Gleiche, das Stadtgebiet ist mit einem gut funktionierenden Coaxkabelnetz versorgt und gerade hier möchte die Telekom mit der UGG gleichziehen. Sollten sie das schaffen, fällt der Ausbau der UGG komplett flach, die umliegenden, für die Telekom unlukrativen Dörfer bleiben unversorgt und bei o2 gibt's dann einen schwächeren Upload zum selben Preis. Nennt es Luxusproblem, aber mich hat selten etwas so geärgert wie dieser Konzern.

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  • DLMttH

    Entweder wohnen wir im gleichen Dorf oder, was ich eher glaube, das ist ein Standard Ding bei der Telekom.

    Same same bei mir, erst kam UGG, direkt darauf die Telekom. Mal schauen ob ich in 12 Monaten zweimal GF im Haus haben werde oder ob die UGG abspringt was schade für die Außenbezirke wäre, da die Telekom dort wieder den Sparfuchs spielt, im Gegensatz zur UGG, die auch dort ausbauen möchte.

  • Danke für eure Antworten. Sollte also wirklich Telekom und Stadtwerke jeweils ein eigenes Kabel legen wollen, müsste man 2 mal die Straße aufreißen. Wen hier nicht untereinander kooperiert wird, ist ein nachträglicher Wechsel zu einem anderen Anbieter natürlich nicht mehr möglich.

    Jeder Anbieter möchte natürlich, dass man vor dem Ausbau einen Vertrag unterschreibet. Melde ich mich bei beiden Unternehmen an profitiere ich natürlich von dem der zuerst legt. Dann bekomme ich aber tatsächlich 2 Leitungen gelegt, habe 2 Verträge an der Backe. Zusätzlich 2 Hausanschlüsse und 2 Modems im Keller an der Wand hängen.

  • Dann bekomme ich aber tatsächlich 2 Leitungen gelegt, habe 2 Verträge an der Backe. Zusätzlich 2 Hausanschlüsse und 2 Modems im Keller an der Wand hängen.

    Ist ein Rechenexempel. Was kostet dich 24 Monate kleinster Vertrag gegenüber den Kosten fürs reinlegen? Ich lass mir beide reinlegen wobei die Telekom tatsächlich so oder so nichts kostet. Würde bei beiden was anfallen wenn man keinen Vertrag nimmt, würde ich es so machen. Den auswählen den ich haben möchte und beim anderen den kleinstmöglichen Vertrag für 24 Monate gegenrechnen und entweder einmalig die Kosten fürs reinlegen zahlen oder halt den Vertrag stumpf 24 Monate zahlen.

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  • Ist ein Rechenexempel. Was kostet dich 24 Monate kleinster Vertrag gegenüber den Kosten fürs reinlegen? Ich lass mir beide reinlegen wobei die Telekom tatsächlich so oder so nichts kostet. Würde bei beiden was anfallen wenn man keinen Vertrag nimmt, würde ich es so machen. Den auswählen den ich haben möchte und beim anderen den kleinstmöglichen Vertrag für 24 Monate gegenrechnen und entweder einmalig die Kosten fürs reinlegen zahlen oder halt den Vertrag stumpf 24 Monate zahlen.

    Rechtzeitige Kündigung nicht vergessen :lol: