Deutsche GigaNetz und Routerfreiheit

  • Wenn man eine eigene öffentliche IPv4 nutzen möchte ist DGN teurer als die Telekom, da eine Tarifoption namens "Professional Package" für läppische 14,90 Euro pro Monat hinzugebucht werden muss, um pari zu sein.

    Kann man hierzu irgendwo Infos lesen, dass im PP eine öffentliche IPv4 beinhaltet ist?

    • ex DGN (Purtel) 600/300 - T-SVDSL 250/40
    • ex ONT Nokia G-010G-R - Zyxel VMG3006-D70A
    • Router: PC Engines APU.4B4 - OPNsense
    • WiFi/DECT: Fritz!Box 7530 AX / Fritz!Box 7490 / Fritz!Repeater 1200 AX
  • Danke für den Hinweis - die Beschwerde bei der BNetzA wird eingetütet.

    Der Hinweis zur öffentlichen IPv4 im PP findet sich im Providerschreiben mit den Zugangsdaten - unterhalb des Absatzes mit dem PPPoE-User/-Passwort steht der allgemeine Hinweis, dass DS-Lite aktiviert werden müsse, außer man hat das Professional Package.

    EDIT: Genauer Wortlaut im Schreiben mit den Zugangsdaten

    Funktionstest war übrigens bislang negativ. Ich habe DS-Lite in der Fritzbox deaktiviert, anschließend war aber nur Kommunikation via IPv6 möglich, eine IPv4 wurde nicht zugewiesen, auch nicht nach einem Reboot.

    Die Kundenbetreuung weiß leider nicht was eine öffentliche IP-Adresse ist. Ich habe per E-Mail reklamiert, drückt mir die Daumen.

    Viele Grüße,
    Lars

    Einmal editiert, zuletzt von Lars_ (27. Januar 2023 um 17:14)

  • Übrigens fehlt meiner Ansicht nach im Eingangsposting oder der Überschrift (in Klammern) der Hinweis auf Purtel. Deutsche GigaNetz ist offenbar nichts weiter als ein "Aufkleber", der auf den ISP Purtel geklebt wird. Man könnte meinen für ein Konstrukt wie Deutsche GigaNetz braucht es einen Chef, der ab und zu öffentlich in Erscheinung tritt, einen Buchhalter und ansonsten einige Kundenbetreuer, die telefonieren und Mails beantworten (falls sie die Antwort wissen, ansonsten antworten sie halt nicht, meine Erfahrung). Einen Juristen kann man sich sparen, denn das macht Purtel ja alles (siehe obigen Link):

    Unser purISP bietet umfangreiche Leistungen:

    Ipv4– Ipv6/CG "Dual stack"

    (...)

    Erfüllung regulatorischer Verpflichtungen für Sie als Netzbetreiber

    Aber Routerfreiheit ist ja wahrscheinlich auch keine regulatorische Verpflichtung ;)

    Viele Grüße,
    Lars

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  • In den ganzen Seiten des TKG fällt aus gutem Grund kein eines Mal die Begrifflichkeit "Routerfreiheit", sondern es wird viel weitgreifender von freier Wahl des Endgerätes gesprochen. Routerfreiheit ist ein beschränkender Begriff Endgerätewahlfreiheit jedoch nicht.

  • Der Hinweis zur öffentlichen IPv4 im PP findet sich im Providerschreiben mit den Zugangsdaten

    Wow 1 IPv4 für monatlich rund 15€. So viel ist mir dieses "legacy Feature" dann sicher nicht wert.

    • ex DGN (Purtel) 600/300 - T-SVDSL 250/40
    • ex ONT Nokia G-010G-R - Zyxel VMG3006-D70A
    • Router: PC Engines APU.4B4 - OPNsense
    • WiFi/DECT: Fritz!Box 7530 AX / Fritz!Box 7490 / Fritz!Repeater 1200 AX
  • Übrigens fehlt meiner Ansicht nach im Eingangsposting oder der Überschrift (in Klammern) der Hinweis auf Purtel. Deutsche GigaNetz ist offenbar nichts weiter als ein "Aufkleber", der auf den ISP Purtel geklebt wird.

    So sehr ich deine Verärgerung verstehe, man muss doch differenzieren. Deutsche Giganetz baut die Glasfaserinfrastruktur aus, für den Internetaccess und Telefonie ist Purtel zuständig. Insofern ist die Geschäftsführung von DGN keine Marionette von Purtel. Das Outsourcen von Services an White Label Anbieter wie Purtel ist übrigens gar nicht so selten. Purtel macht da auch gar kein Geheimnis draus:

    https://www.purtel.com/downloads/01_22_purtel_com_das_Original_der_White-Label-Plattform.pdf

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  • Übrigens fehlt meiner Ansicht nach im Eingangsposting oder der Überschrift (in Klammern) der Hinweis auf Purtel. Deutsche GigaNetz ist offenbar nichts weiter als ein "Aufkleber", der auf den ISP Purtel geklebt wird.

    Das ist eher umgekehrt. ;) Purtel verkauft dir das Internet und Telefonie, möglicherweise auch TV. Deutsche GigaNetz sind die, die tatsächlich die Glasfaser legen und betreiben. Und bei einem Glasfasernetz-Betreiber kann/wird es mehrere ISP wie Purtel geben.
    So z.B. auch bei OpenInfra. Sie bauen und warten die Hardware und es gibt da schon 4 ISP die auf dem Netz den Internetzugang verkaufen.

  • Das in meinen Augen bemerkenswerte ist, das OpenInfra ganz offen damit umgeht und sagt: Wir sind für die physische Infrastruktur zuständig und wir haben die folgenden Diensteanbieter für Internetaccess und Telefonie im Netzwerk verfügbar.

  • Deutsche GigaNetz sind die, die tatsächlich die Glasfaser legen und betreiben.

    Der Anschluss um den es hier geht liegt in Schöneck im Main-Kinzig-Kreis. Aus anderen Teilen des Main-Kinzig-Kreises weiß ich, dass die Breitband Main-Kinzig GmbH den Ausbau vornimmt und die Vodafone dort das Netz langfristig von denen gepachtet hat. Ich ging (irrtümlich) davon aus, dass die Breitband Main-Kinzig GmbH das kreisweit gemacht hat und die Deutsche GigaNetz in einigen Gemeinden als Pächter auftritt (statt VF).

    Viele Grüße,
    Lars

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  • "Nicht nur der Look-and-feel unserer Oberflächen für den Admin-Bereich, sondern auch unsere Endkunden-Portale sind optisch sowie technisch State oft the Art"

    Nicht nur wird der Zugang zu diesen fantastischen Admin-Portalen systematisch durch Mitarbeiter ohne Fachkenntnisse versperrt. Dem Kunden wird auch jede Einflussmöglichkeit genommen über ein Endkundenportal Einfluss zu nehmen. Wird das Endkundenportal aus Kostengründen nicht eingekauft? Bei so extremem Preisdumping (64,90 für 600mbit) ist ein Portal eben nicht drin ;(

    "So werden die Kunden-Mitarbeiter in die Lage versetzt, selbständig tiefgreifende Analysen durchzuführen, sie erhalten den 360 Grad Blick auf den Zustand des Dienstes am Endkunden-Anschluss."

    Ohne jemanden beleidigen oder zu nahe treten zu wollen, musste ich an die Redensart "Perlen vor die Säue werfen" denken. Maximal rudimentäre Branchenkenntnisse und der Kunde hat scheinbar keine Möglichkeit zu einem 2nd-Level zu gelangen.

    Viele Grüße,
    Lars

  • Das mehrstufige Störungsbehebungsverfahren (1st, 2nd und 3rd Level) sieht auch gar nicht vor, das der Kunde weiter als zum 1st Level vordringt. Der 1st Level Support/Frontoffice/Servicedesk ist die einzige Schnittstelle zum Kunden und der Support-Mitarbeiter kann sich durch Erfahrung in die höheren Eben vorarbeiten. So zumindest die Theorie, die Praxis ist freilich eine andere.

    Schön wäre es ja, wenn dem Kunden eine Bearbeitungsnummer mitgeteilt werden würde und diese Nummer trackbar ist und von Anbieterseite auch ein Reporting/Monitoring darauf liegt. Die reale Welt ist eine andere,da wird der Erfolg nach geschlossenen (nicht nach gelösten) Tickets pro Zeiteinheit berechnet.

  • Das mehrstufige Störungsbehebungsverfahren (1st, 2nd und 3rd Level) sieht auch gar nicht vor, das der Kunde weiter als zum 1st Level vordringt. Der 1st Level Support/Frontoffice/Servicedesk ist die einzige Schnittstelle zum Kunden und der Support-Mitarbeiter kann sich durch Erfahrung in die höheren Eben vorarbeiten. So zumindest die Theorie, die Praxis ist freilich eine andere.

    Schön wäre es ja, wenn dem Kunden eine Bearbeitungsnummer mitgeteilt werden würde und diese Nummer trackbar ist und von Anbieterseite auch ein Reporting/Monitoring darauf liegt. Die reale Welt ist eine andere,da wird der Erfolg nach geschlossenen (nicht nach gelösten) Tickets pro Zeiteinheit berechnet.

    Auch hier gibt das TKG mit dem §58 ein wenig Druckmittel ...

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  • Schön wäre es ja, wenn dem Kunden eine Bearbeitungsnummer mitgeteilt werden würde und diese Nummer trackbar ist und von Anbieterseite auch ein Reporting/Monitoring darauf liegt. Die reale Welt ist eine andere,da wird der Erfolg nach geschlossenen (nicht nach gelösten) Tickets pro Zeiteinheit berechnet.

    Genau, und dann wird nach X Tagen das Ticket geschlossen, Nummer hin oder her.

  • Schön wäre es ja, wenn dem Kunden eine Bearbeitungsnummer mitgeteilt werden würde

    Hier muss ich sagen, dass bisher alle meine Anrufe oder Mails vom DGN Support mit einer Ticketnummer mir gegenüber getracked wurden. Nicht dass ich selbst den Inhalt des Tickets einsehen konnte, aber bisher hatte ich noch zu jedem Telefonat und zu jeder Mail 1 Ticketnummer!

    Auch hatte ich schon das Vergnügen mit jemandem anderem als vom 1st Level zu telefonieren, der zB Zugriff auf den Radius Server uns sonstiges hatte und auch zB wusste, dass DGN kein eigenes AVM FB Profil ausrollt, sondern eines was Ihnen "zugefallen sei und halt funktioniert". So viel zu den "optimierten Providergeräten" :)

    Aber unterm Strich muss ich Lars_ beipflichten, dass der Provider einen eher amateurhaften Eindruck hinterlässt und daher auf lange Sicht ganz sicher nicht mein Geschäftspartner bleiben wird.

    • ex DGN (Purtel) 600/300 - T-SVDSL 250/40
    • ex ONT Nokia G-010G-R - Zyxel VMG3006-D70A
    • Router: PC Engines APU.4B4 - OPNsense
    • WiFi/DECT: Fritz!Box 7530 AX / Fritz!Box 7490 / Fritz!Repeater 1200 AX
  • Genau, und dann wird nach X Tagen das Ticket geschlossen, Nummer hin oder her.

    Wenn es tatsächlich eine Störung ist und die nicht behoben wird, kann es für den Provider auch schon einmal etwas kosten: TKG

    "...

    Die Höhe der Entschädigung beträgt am dritten und vierten Tag 5 Euro oder 10 Prozent und ab dem fünften Tag 10 Euro oder 20 Prozent der vertraglich vereinbarten Monatsentgelte bei Verträgen mit gleichbleibendem monatlichem Entgelt, je nachdem, welcher Betrag höher ist. ..."

    "Wird ein vereinbarter Kundendienst- oder Installationstermin vom Anbieter versäumt, kann der Verbraucher für jeden versäumten Termin eine Entschädigung in Höhe von 10 Euro oder 20 Prozent des vertraglich vereinbarten Monatsentgeltes bei Verträgen mit gleichbleibendem monatlichem Entgelt, je nachdem welcher Betrag höher ist, verlangen, es sei denn, der Verbraucher hat das Versäumnis des Termins zu vertreten. Absatz 3 Satz 4 und 5 gilt entsprechend."

    Bedeutet also: Ab dem 5. Tag kann sich der Anbieter noch weitere 4 Tage Zeit lasssen ab dem er dann keinen Anspruch auf das monatliche Entgelt mehr hat (2 Tage a 10% und 4 Tage a 20% machen 100% aus). Nach 9 Tagen wird es für den Kunden Profit.

    Von den verpassten Service-Terminen wollen wir jetz nicht reden ...

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  • "Nicht nur der Look-and-feel unserer Oberflächen für den Admin-Bereich, sondern auch unsere Endkunden-Portale sind optisch sowie technisch State oft the Art"

    Nicht nur wird der Zugang zu diesen fantastischen Admin-Portalen systematisch durch Mitarbeiter ohne Fachkenntnisse versperrt. Dem Kunden wird auch jede Einflussmöglichkeit genommen über ein Endkundenportal Einfluss zu nehmen. Wird das Endkundenportal aus Kostengründen nicht eingekauft? Bei so extremem Preisdumping (64,90 für 600mbit) ist ein Portal eben nicht drin ;(

    "So werden die Kunden-Mitarbeiter in die Lage versetzt, selbständig tiefgreifende Analysen durchzuführen, sie erhalten den 360 Grad Blick auf den Zustand des Dienstes am Endkunden-Anschluss."

    Ohne jemanden beleidigen oder zu nahe treten zu wollen, musste ich an die Redensart "Perlen vor die Säue werfen" denken. Maximal rudimentäre Branchenkenntnisse und der Kunde hat scheinbar keine Möglichkeit zu einem 2nd-Level zu gelangen.

    Es gab diese Woche hier in 65451 wieder mal eine DGN Werbeveranstaltung, 1 Monat vor Ablauf der 1. Bündelungsphase. Mein EIndruck ist dass die DGN primär im "Vermarkten-von-Glasfaser-verlegen" Business ist (die Folien zu "warum dsl schlecht ist" waren zum Fremdschämen); zu technischen Fragen (alles was nichts mit GF verlegen zu tun hat und die rechtliche Situation dazu), konnte niemand kompetente Aussagen machen.

    Einerseits freue ich mich dass ich vielleicht doch mal Glasfaser haben werde, andererseits schreckt mich dass das wohl der technisch inkompetenteste Bewerber macht.

    Derzeit ist das Interesse wohl erst bei 15%, mal schauen ob die DGN überhaupt was machen wird.

  • Aber unterm Strich muss ich Lars_ beipflichten, dass der Provider einen eher amateurhaften Eindruck hinterlässt und daher auf lange Sicht ganz sicher nicht mein Geschäftspartner bleiben wird.

    Fraglich in wie weit dir das was nützen wird.

    Bisher haben sich im "Open-Access" Markt in Deutschland nur Vorleistungsprodukte etabliert.

    Bei Whitelabel und BitStream bist du auch bei einem anderen Anbieter weiterhin auf der Hardware Plattform der DGN.

    Er kauft die Leistung die du nun direkt bei der DGN gebucht hast bei der DGN ein und verkauft es dir weiter. ;)

    Erst mit der Anmietung der Entbündelten Glasfaser wärst du die DGN auf Hardware ebene praktisch los.

  • Er kauft die Leistung die du nun direkt bei der DGN gebucht hast bei der DGN ein und verkauft es dir weiter. ;)

    Erst mit der Anmietung der Entbündelten Glasfaser wärst du die DGN auf Hardware ebene praktisch los.

    Ja und dann? Ich glaube nicht, dass ein 3. die vorhandene DGN-Hardware besser betreiben kann.
    Das Hauptproblem für mich ist bei all den Angeboten die Kommunikation zw. meinem Vertragspartner (ISP) und dem Netzbetreiber. Wo liegt der Fehler, wenn das Internet nicht funktioniert, und im Gegensatz zu den Mitgliedern des Forums, meistens bei den Kunden. Da kann ich in Teilen den L1-Support verstehen. Allerdings erwarte ich, dass der L1 erkennt, dass sein Gegenüber eine Idee von der Technik hat und sich dann nicht zu fein ist weiter zu gehen.

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  • ein 3ter würde ja auch nicht die DGN-Hardware Betreiben sondern seine eigene.

    Hier hat die DGN den Zuschlag erhalten, gerade weil sie als Einzige angeboten haben, die _gesamte_ Stadt ohne finanzielle Hilfe mit GF auszustatten, es wurde auch festgehalten dass ein Anschluß für _alle_ Objekte vorgesehen wird, selbst die die sich jetzt nicht für den Anschluß entscheiden; die Stadtverwaltung im Gegenzug wird dann andere Anbieter aber erst gar nicht mehr eigene Hardware verbuddeln lassen.