Kabel vorhanden (Gigabit LAN), Glasfaser angeboten, lohnt sich das?

  • Hallo,

    ich habe einen Giga Kabelanschluss bei Vodafone mit 3 Telefonnummern, 2 werden benutzt. Kosten etwa 45 Euro.

    Nun bietet die Deutsche Glasfaser hier (bei genügend Beteiligung) Glasfaser an. Höchstgeschwindigkeiteschwindigkeit ebenfalls GB, aber zu fast doppelten Kosten.

    Im Haus habe ich Koaxialkabel aber keine Glasfaser. Der Router befindet sich im OG und das Haus wird über Fritz-Mesh versorgt. Im ganzen Haus und im Keller hervorragende WLAN Geschwindigkeit.

    Meine Kinder bedrängen mich nun, Glasfaser zu bestellen. Ich sehe keine Verbesserungen außer dem upload, der mir derzeit mit 50 trotz Cloud reicht. Zudem möchte ich keine sichtbaren Leitungen durch mein frisch renoviertes Haus legen.

    Was würdet ihr tun und vor allem aus welchen Gründen.

    Danke für Eure Mühe.

  • Definitiv Glasfaser. Zukunftssicher und steigert den Wert des Hauses. Im Zweifel nur den Günstigsten Tarif buchen, nicht nutzen und nach 2 Jahren kündigen. Dann liegt zumindest der Anschluss preisgünstig im Haus. Kannst dann Kabel weiternutzen. Nachträglicher Glasfaserausbau liegt vermutlich eher bei 10.000€...

    Zur Verteilung: Wenn du eh Mesh-Wlan nutzt, kann der Router auch in den Keller. Ansonsten kann man auch die Koax Kabel für Netzwerk(Ethernet) mit entsprechenden Adaptern nutzen. Glasfaser als In-Hausverkabelung braucht man aktuell noch nicht.

    Wenn allerdings ein Haus frisch renoviert ist und keine Ethernetkabel oder zumindest Leerrohre mitverlegt wurden, so ist was gehörig schief gelaufen.

    • Offizieller Beitrag

    Ich würde den Glasfaseranschluss bestellen, um den Anschluss zu bekommen. Durch die Neukundenrabatte beim Wechsel zur Glasfaser und ggf. auch beim Wechsel zurück würde es schätzungsweise ungefähr kostenneutral werden.

    Es ist schade, dass du die Renovierung nicht genutzt hast, um wenigstens eine Netzwerkverkabelung der wichtigsten Räume zu installieren, aber das ist dann eben so. Der Glasfaseranschluss wird im Normalfall im Keller installiert, wo die Glasfaser ins Haus kommt. Die weitere Verteilung im Haus liegt in der Hand des Anschlussnehmers.

    Im Vergleich zum Kabelanschluss kann der Glasfaseranschluss hauptsächlich mit dem höheren Upload und der größeren Zukunftssicherheit punkten. Die übrigen Aspekte (Latenz, Gesamtbandbreite, konstante Leistung, Störfestigkeit, etc.) sprechen im Prinzip auch für FTTH, aber die Deutsche Glasfaser hat teilweise Schwierigkeiten, die möglichen Vorteile auch auszuspielen.

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  • Ich schließe mich elnx an.

    Die Leute schauen immer auf die Bandbreite als Hauptkriterium, dabei ist das gar nicht so sehr das Killerargument für Glasfaser. Andere Technologien kommen ebenfalls auf Bandbreiten, die für die üblichen Anwendungsfälle einer Familie (momentan noch) ausreichend sind. Glasfaser hat andere Vorteile: Die QoS an sich, Latenzzeiten und Verbindungsstabilität sind auch heute schon allen anderen Technologien überlegen. Die Zukunftssicherheit ist ein weiterer Aspekt.

    Wenn man heute eine kostengünstige Möglichkeit bekommt, sich einen Glasfaseranschluss ins Haus legen zu lassen, dann darf man auf keinen Fall zögern.

  • - Vorteile:


    - geringere Energiekosten ( nicht für Privat aber für das große Ganze)

    - kein Masse oder Erdungsproblem

    - Rohstoff für Glasfaser ist nicht so teuer wie Kupfer

    - keine Abstrahlung elektromagnetischer Störstrahlungen.

    Usw 😄

  • Kann mich den anderne nur anschließen.

    Auf jeden Fall mitnehmen wenn jemand privatwirtschaftlich GLasfaser ausbaut und ihr die Möglichkeit habt.

    Ob ihr es dann langfristig nutzt ist ne andere Sache ;)

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  • Ich möchte hier die Argumente nicht noch einmal wiederholen, ich gebe nur zu bedenken, dass bei einem Ausbau bei erfolgreicher Nachfragebündelung die Immobilie einen Anschluss erhält. Einen sogenannten Nachanschluss bei abgeschlossener Bauphase kann Jahre dauern, da kein anderer Mitbewerber mit Baggern anrollen wird und das ausbauende Unternehmen keinen Druck hat Nachzügler zu bedienen.

    Interne (Tiefbau-)Kosten belaufen sich auf ca. 1000€ pro laufenden Meter. Ob und in welcher Höhe die an Nachzügler weiter berechnet werden, kann ich mangels Erfahrung nicht berichten.

    Sofern dir, gemittelt über 24 Monate, knapp 38 €/Monat nicht weh tun, würde ich an deiner Stelle den Ausbau vornehmen lassen. Klappt alles, hast Du eine Immobilie, die über 4 Zugangstechnologien verfügt (Funk, Telefon-Doppelader, Koax-Kabel und Glasfaser), da hast Du alle Technologien zur Verfügung und kannst beliebig wechseln.

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  • Nun das waren die Preise, die von Tiefbauunternehmen im Bereich TK vor drei Jahren genannt wurden. Wenn ich mir allerdings die diversen Bautrupps aus Südamerika, Südwesteuropa und Osteuropa ansehe, dann wird der Preis aktuell deutlich niedriger sein. 12 €/Stunde werden sicherlich auch und trotz der 12 Stunden Arbeitstage sicherlich nicht bezahlt werden...

    • Offizieller Beitrag

    Die Kosten pro Meter hängen sehr davon ab, mit welchem Verfahren in welchem Untergrund mit welchen Hindernissen gebaut wird, aber wo so viel Aufwand nötig ist, dass solche Preise aufgerufen werden, wird dann einfach nicht gebaut, jedenfalls nicht unterirdisch und für nur einen einzelnen Anschluss. Für die Erdrakete unter einem Vorgarten oder einer Einfahrt liegt die Schätzung mindestens eine Größenordnung daneben.

  • Das interessante an dem Ausbau durch DG in unserer Stadt war, das eine Erdrakete nur bei Querung einer Landstraße eingesetzt wurde. Alles andere war Tiefbbau in verminderter Verlegetiefe (40 cm).

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