Auslastung der Internetverbindung (Fritzbox) Leistungsgrenze testen

  • Meine Frage scheint manchen Spezialisten hier albern klingen aber was solls ... :lol:

    Wenn ich in der Fritz-App im Onlinemonitor die Auslastung der Internetverbindung ansehe, werde ich müde. Ich habe den tollen Glasfasertarif mit 400 Mbit/s gebucht. Manche von euch sicher noch schneller. Das kann ich mir im Speedtest bestätigen lassen und ist auch so. Ich würde aber gern in praktischen Anwendungen die Grenzen mal testen. Bei 10 Mbit/s DSL hat man die schnell gesehen. Das ist jetzt nicht mehr, alles ok aber im besagten Onlinemonitor dümpelt der Downstream bei 60 Mbit/s in der Normallast. IP-TV zieht nicht viel und normale Onlineanwendungen sind auch in einem Netzwerk mit ca. 10 aktiven Geräten überschaubar. Nun habe ich keine Videosammlung, die ich mal schnell up- und downloaden kann oder will und meine Bilder sollten auch in der Cloud bleiben, wo sie sind. Trotzdem, wer eine Rennmaschine hat, möchte die nicht nur in der Tempo-30-Zone testen. ;) Habt ihr eure Glasfaser schon mal "glühen" lassen und das im Onlinemonitor beobachtet? Mancher Glasfaser-Skeptiker mag jetzt feiern aber nein, ich bereue nichts. :)

    Nachtrag: Ich habe es vorher nicht richtig beachtet. Beim Speedtest ist im Onlinemonitor natürlich die Rate in der vollen Auslastung zu sehen. :thumbup:

    2 Mal editiert, zuletzt von glas (25. Juni 2021 um 20:17)

  • aber im besagten Onlinemonitor dümpelt der Downstream bei 60 Mbit/s in der Normallast

    Du erzeugst 60 MBit/s als Normallast? Ich finde, da hast du mehr als genug zu beobachten.

    Du willst jetzt also künstlich Last erzeugen, nur damit dein Onlinemonitor höhere Ausschläge anzeigt? Was soll das bringen, außer, dass du anderen Bandbreite klaust?

    Ich kann ja verstehen, dass man auch mal Downloads macht, die anschließend für die Tonne sind. Auch Speedtests hier und da - meinetwegen sogar in regelmäßigen Abständen - haben ihre Berechtigung. Aber Traffic von vornherein für /dev/null zu erzeugen ist dann für mich nicht mehr wirklich nachvollziehbar.

    Außerdem: Der Vorteil einer Glasfaseranbindung liegt nicht so sehr in der Geschwindigkeit. Da haben andere aufgeschlossen. Es ist die Latenz und die Stabilität, die den Unterschied macht.

    • Offizieller Beitrag

    Warum so negativ? Er hat doch genug Smileys eingestreut, um anzuzeigen, dass es um Spielerei geht. Es ist ja auch nicht offensichtlich, warum der Bandbreitenmonitor nicht wenigstens kurzzeitig den Maximalwert anzeigt, wenn man z.B. eine übergewichtige Webseite aufruft. Die Frage ist auch gar nicht, wie man sinnlos die Übertragungsrate hochtreibt, sondern was andere mit ihren Anschlüssen machen, das wirklich die Bandbreite ausnutzt, die man an einem Glasfaseranschluss zur Verfügung hat. Er möchte in "praktischen Anwendungen" die Grenzen des Anschlusses testen.

    Das ist nicht so einfach: Kurze Verbindungen nutzen i.d.R. wegen "TCP slow start" nicht die verfügbare Bandbreite. Außerdem mittelt der Onlinemonitor die übertragene Datenmenge, so dass Vollauslastung unter einer Sekunde gar nicht zum erwarteten Vollausschlag führen kann. Ohne große Datenmengen, die wenigstens ein paar Sekunden zur Übertragung brauchen, bekommt man also im Onlinemonitor nicht die Grenzen des Anschlusses zu sehen. Durch einen 400 Mbit/s Anschluss gehen aber schon knapp 50 Megabyte pro Sekunde. Das ist quasi die Untergrenze, unter der man solche Experimente gleich lassen kann.

    Praktisch sind heute Down- und Uploads die typischen Anwendungen, mit denen man einen Glasfaseranschluss kurzfristig auslasten kann. Dass man solche Anschlüsse nicht dauernd auslastet, ist erwartet. Ein 400 Mbit/s Anschluss (+200 up) kann schließlich rund 200000 GByte pro Monat übertragen. Es macht aber einen Unterschied, ob man auf ein Update lange warten muss oder nach ein paar Sekunden oder Minuten weitermachen kann. Nicht alle Up- und Downloads sind zeitkritisch, aber manche halt doch.

    Der zweite wichtige Aspekt von "genug Bandbreite" ist die parallele Nutzung. Man muss den Download nicht verschieben, weil sonst die Videokonferenz ruckelt. Auch mehrere Zoomcalls laufen problemlos, und zwar mit hoher Qualität in der Upstream-Richtung, die an anderen Anschlüssen schnell staugefährdet ist. Trotzdem ist die Latenz weiter niedrig, weil keine Warteschlangen volllaufen.

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  • Hallo glas,

    unter http://speedtest.belwue.net/http-dl.html gibt es ein paar Speedtest Erklärungen.

    Mit:

    Code
    wget -4 -c -O /dev/null http://speedtest.belwue.net/10G --report-speed=bits

    auf einem Linux System machst einen großen Download, welcher aber nicht gespeichert wird. Er wird gleich während des Download im Nirwana versenkt. Der Download dauert schon ein paar Sekunden und du müsstes auf Deiner Fritzbox unter Internet - Online Monitor schon etwas beobachten können. Du könntest auch noch größere Dateien (100 GByte und 1000 GByte) versuchen.

    Für Windows gibt es sicher wget-Alternativen unter Google zu finden.

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    • Offizieller Beitrag

    Ich glaube, die Frage war nicht, wie man den Anschluss synthetisch auslasten kann, sondern welche praktischen Anwendungen die volle Bandbreite nutzen, so dass man das auch im Onlinemonitor sehen kann. Mir fällt da vor allem Gaming ein. Der Bandbreitenbedarf im Spiel ist zwar i.d.R. winzig, aber die Spiele muss man erst mal installieren und aktualisieren. Diese Downloads sind groß und man will ja nicht lange warten, bevor man loslegen kann.

  • Bei einer realistischen Nutzung des Anschlusses wird man im Alltag nur selten die volle Download-Bandbreite ausschöpfen können. Schließlich ist neben der Leistungsfähigkeit des eigenen Internetanschlusses vor allem die Leistungsfähigkeit und die Bandbreite der Gegenseite entscheidend. Dieser Fakt wird häufig außer Acht gelassen.

    Aus meiner Sicht punkten Glasfaser basierte Anschlüsse vor allem im Bereich des Upstreams, der Stabilität und der Latenz. Was nutzen bspw. 1 TB OneDrive Speicher, wenn man nicht über einen geeigneten Internetzugang verfügt, um diesen Speicherplatz auch tatsächlich zu füllen?

    Auch beim Zugriff auf einen zuhause betriebenen File-Server ist ein schneller Internetzugang von enormen Vorteil. Wenn man unterwegs oder bspw. am Arbeitsplatz größere Dateien vom heimischen Server herunterladen möchte, ist häufig der Upstream des eigenen Internetanschlusses der limitierende Faktor.

    Nur Glasfaser basierte Anschlüsse können hohe Upload-Raten ermöglichen.

    Schöne Grüße,

    Lars

    Einmal editiert, zuletzt von Alfy (24. Juni 2021 um 07:36)