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OpenAccess Entgelte Vorschlag der BNetzA

  • pufferueberlauf
  • 23. September 2026 um 16:30
  • Thomas1978
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    • 20. Oktober 2026 um 19:20
    • #741

    pufferueberlauf, da hast du recht, mein Satz zur Mischkalkulation war zu leicht dahingesagt. Wenn jede Leitung beim Vorleister gleich viel kostet, kann ein Reseller daraus keinen günstigen Einstiegstarif mehr bauen, weil er auch für den 50er-Kunden den vollen Vorleistungspreis zahlt. Dann verschwinden entweder die kleinen Tarife oder alle werden teurer. In diese Richtung geht auch der Einwand von BlackMage2 in #738.

    Funktionieren könnte so ein Modell nur, wenn der einheitliche Vorleistungspreis entsprechend niedrig ist. Edding nennt jetzt gerade 15 bis 20 € für ein XGS-PON-Vorleistungsprodukt, in #694 hatte er Frankreich mit rund 16 € als Vorbild genannt. Sein Gedanke mit einem einzigen Tarif mit garantierter Bandbreite und ohne Limiter, um nicht mit § 57 Abs. 4 TKG in Konflikt zu kommen, ist dabei durchaus schlüssig.

    Damit landet man aber bei der eigentlichen Frage: Deckt so ein Preis die Kosten des Netzbetreibers? Ich hatte im Zukunfts-Thread dazu ein grobes Rechenbeispiel gemacht, ausdrücklich mit Annahmen und ohne Anspruch auf Genauigkeit. Bei 3.000 bis 4.000 € Baukosten pro Anschluss kommt allein die Kreditrate schon auf grob 16 bis 26 € netto pro Monat, Betrieb noch nicht eingerechnet. 15 bis 20 € pro Kunde würden in Deutschland also bestenfalls im günstigsten Fall reichen, und das auch nur für den Netzbetreiber, ohne dass der Reseller schon etwas verdient hat.

    In Frankreich mag das aufgehen, weil dort oft vorhandene Leerrohre und Masten genutzt werden konnten und der Tiefbau entsprechend günstiger war. 1:1 übertragen lässt sich das hier vermutlich nicht. Insofern hat Edding mit seinem letzten Satz recht: Ohne sinkende Vorleistungspreise bleibt das Modell schwierig, und die sinken erst, wenn die Netze zu einem guten Teil abbezahlt sind.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4 und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+, MikroTik CRS305-1G-4S+IN, ASUS QG-U1080
  • pufferueberlauf
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    • 20. Oktober 2026 um 19:45
    • #742
    Zitat von Edding

    Das würde zumindest etwas die marktmacht schmälern.
    15€-20€ das Vorleistungsprodukt auf XGS-PON.

    Jetzt traeumst Du mMn. schon wieder... aktuell waere das eher 84.03 Euro fuer FB-Access FTTH 2000000 XGS, monatlich, plus zusaetzlichen Kosten... die BNetzA hat klar gemacht bei Vorleistungspreisen von den Endkundenpreisen der Vorleister zurueck rechnen zu wollen...

    Zitat von Edding

    Daraus kann man dann 1G 2G 8G basteln.

    Aber sinnvoller wäre dann einfach 1 Tarif mit sagen wir 2G "Garantierter" Bandbreite aber ohne Limiter.

    Weil nichts fuer Haendler/Anbieter attraktiver ist als nur ein Einheitsprodukt anbieten zu koennen?

    Zitat von Edding

    So läuft man nicht Gefahr § 57 Abs. 4 TKG zu triggern.

    Aber halt auch nicht wenn man den Traffic-Shaper bei selbem Angebot auf sagen wir 2.2 Gbps setzt.

    Zitat von Edding

    Fehlt halt immer noch der Wettbewerb um Technologie und Senkung der Vorleistungspreise.

    Schau, Wettbewerb ist wichtig und hegens- und pflegenswert, aber der beste Wettbewerb wird die Vorleistungspreise nicht unter die Kosten druecken, weil das nicht nachhaltig waere und Vorleister un den Konkurs triebe. Kann man sich wuenschen, aber wird das dadurch realistisch?

    In den letzen paar Jahren seit Covid, bin ich mehr und mehr erstaunt was fuer Vorstellungen viele Internetforisten (und damit vermutlich auch viele andere Mitbuerger) davon haben, wie unser Wirtschaftssystem eigentlich funktioniert. Erstaunlich , dass das System dann ueberhaupt noch funktioniert... (aber das erklaert vielleicht warum manche der Problem unseres Systems nicht angegangen werden).

  • pufferueberlauf
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    • 20. Oktober 2026 um 19:49
    • #743
    Zitat von Thomas1978

    Insofern hat Edding mit seinem letzten Satz recht: Ohne sinkende Vorleistungspreise bleibt das Modell schwierig, und die sinken erst, wenn die Netze zu einem guten Teil abbezahlt sind.

    Wenn dass seine Position war, dann habe ich ihn missverstanden. Ich las da mehr Hoffnung dass alleine mehr Wettbewerb die Preise schon senken wuerde.

    Zitat von Thomas1978

    Sein Gedanke mit einem einzigen Tarif mit garantierter Bandbreite und ohne Limiter, um nicht mit § 57 Abs. 4 TKG in Konflikt zu kommen, ist dabei durchaus schlüssig.

    Jain, als Leistung eines staatlichen Monopolisten vielleicht, als Angebot verschiedener ISP die sich und ihre verschiedenen Produkte differenzieren wollen eher nicht. Und europa-weit sind die ISP mit Einheitspreis in der Minderheit, der Normalfall ist etwa eine handvoll Tarife, bei denen es mit hoeherem Preis mehr Kapazitaet und mehr extras gibt. Auch weil die Anbieterseite des Marktes Wahlmoeglichkeit schaetzt.

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  • Edding
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    • 20. Oktober 2026 um 20:12
    • #744

    Thomas1978

    Die 15-20€ Vorleistungspreise existieren schon heute mit dem unterschied einer Bandbreitenlimitierung. Das 150er Profil ist in dem Bereich angesiedelt je nach Vertragsmodell.
    Die ganzen kosten müssen also jetzt schon aus diesem Vorleistungspreis bezahlt werden.
    Das es so viel Kunden gibt die einen Teuren Gigabit Tarif buchen wo die Vorleistungen um die 40€ kosten das es fürs abbezahlen relevant wird, würde ich als nicht existent einschätzen.

    Zitat von Thomas1978

    Insofern hat Edding mit seinem letzten Satz recht: Ohne sinkende Vorleistungspreise bleibt das Modell schwierig, und die sinken erst, wenn die Netze zu einem guten Teil abbezahlt sind.

    Und auf diese Wette lasse ich mich halt nicht ein. Die Chancen sind eher gering weil es keine Anlass gibt durch die Netzbetreiber.
    Die BnetzA ist bei sowas auch viel zu Zaghaft und eher am oberen Ende angesiedelt, das sieht man schön den Preisen für die graue flecken gebiete.
    Und eben auch im hiesigen Cuda-Netz.

    Auch sieht man das leider all zu gut in Schweden wo es auch teils solche Netzbetriebsmodelle gibt.

    Und in Spanien unterscheiden sich die Bitstrom Endkundenpreise von den Preisen des Digi Eigenausbaus deutlich.

  • mbo77
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    • 20. Oktober 2026 um 20:22
    • #745

    Digi überbaut einfach billig, siehe Fotos.

    OpenInfra überrollt ja gerade den Markt. Oh, Moment...

  • Thomas1978
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    • 20. Oktober 2026 um 20:22
    • #746

    qpufferueberlauf, stimmt, das mit dem Abbezahlen hatte Edding so nicht geschrieben. Das war meine eigene Schlussfolgerung, und wie man an #744 sieht, teilt er sie auch nicht.

    qEdding, dann sind wir da einfach unterschiedlicher Meinung. Hast du für die 15 bis 20 € beim 150er-Profil und die rund 40 € beim Gigabit eine Quelle? qpufferueberlauf nennt in #742 für das 2-Gbit/s-XGS-Produkt 84,03 € im Monat, das liegt doch ein ganzes Stück auseinander.

    Wenn deine Zahlen stimmen und die Masse der Kunden auf dem 150er-Profil sitzt, müsste sich ein Netz bei 3.000 bis 4.000 € Baukosten pro Anschluss eigentlich kaum tragen. Entweder sind die Baukosten im Schnitt niedriger, als hier immer angenommen wird, oder die Netzbetreiber rechnen mit sehr langen Laufzeiten.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Internet/Netzwerk: Fritzbox 5590 Fiber, E.ON Highspeed 1000/500, natives IPv4 und IPv6 Dual Stack, MikroTik CRS309-1G-8S+, MikroTik CRS305-1G-4S+IN, ASUS QG-U1080
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  • pufferueberlauf
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    • 20. Oktober 2026 um 21:10
    • #747
    Zitat von Edding

    Die 15-20€ Vorleistungspreise existieren schon heute mit dem unterschied einer Bandbreitenlimitierung. Das 150er Profil ist in dem Bereich angesiedelt je nach Vertragsmodell.

    Ja, aber das ist halt Mischkalkulation, die Du gerade unterlaufen willst.

    Zitat von Edding

    Das es so viel Kunden gibt die einen Teuren Gigabit Tarif buchen wo die Vorleistungen um die 40€ kosten das es fürs abbezahlen relevant wird, würde ich als nicht existent einschätzen.

    Wie waere es mit Recherche statt wilder Spekulation? Es ist recht eindeutig, dass Du (wie ich) nicht im Bereich ISP arbeitest, daher ist anzunehmen, dass Deine Intuition nicht auf Daten und Fakten basiert (sondern um es platt auszudruecken auf Wunschdenken). Lass uns doch einfach mal in die aktuelle BREKO Marktanalyse blicken, z.B. Seite 42. Da sehen wird dass der Anteil der 1 Gbps+ Tarife ueber alle 38.8 Millionen Breitbabdanschluessse, wie folgt gewachsen ist:

    Bandbreitebereich
    Mbps
    2019
    35.2 Mio
    2020
    36.1 Mio
    2021
    36.9 Mio
    2022
    37.5 Mio
    2023
    38.2 Mio
    2024
    38.6 Mio
    2025
    38.8 Mio
    >= 10001346678
    >= 100-99925293439444953
    0-9974686255504439

    Und bei den BREKO Mitgliedern selber lag 2025 der Anteil von >0 1 Gbps Anschluessen bei 14.4%.

    Zitat von Edding

    Und auf diese Wette lasse ich mich halt nicht ein.

    Wer ist denn mit Dir eine Wette eingegangen? Und nein die AUssage ist nicht, dass wenn die Netze abbezahlt sind werden die Vorleistungspreise automatisch sinken, sondern nur, dass es dann mehr Preisspielraeume geben wird. Und dann, aber erst dann, kann Wettbewerb helfen die Preise zu druecken. Dein Fehler ist meiner Meinung nach, dass Du die Kosten konsistent ignorierst.

    Zitat von Edding

    Die Chancen sind eher gering weil es keine Anlass gibt durch die Netzbetreiber.
    Die BnetzA ist bei sowas auch viel zu Zaghaft und eher am oberen Ende angesiedelt, das sieht man schön den Preisen für die graue flecken gebiete.

    Lesen kann da helfen. Aktuell versucht die BNetzA bei der Festlegung von Preisen zu vermeiden, dass Ausbau so unattraktiv wird, dass er eingestellt wird.

    Zitat von Edding

    Und eben auch im hiesigen Cuda-Netz.

    Auch sieht man das leider all zu gut in Schweden wo es auch teils solche Netzbetriebsmodelle gibt.

    Und in Spanien unterscheiden sich die Bitstrom Endkundenpreise von den Preisen des Digi Eigenausbaus deutlich.

    Da hat es aber halt auch andere Kosten...

  • pufferueberlauf
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    • 20. Oktober 2026 um 21:13
    • #748
    Zitat von Thomas1978

    qpufferueberlauf, stimmt, das mit dem Abbezahlen hatte Edding so nicht geschrieben. Das war meine eigene Schlussfolgerung, und wie man an #744 sieht, teilt er sie auch nicht.

    War zu erwarten, er ist da recht konsistent in seiner Position...

    Zitat von Thomas1978

    qEdding, dann sind wir da einfach unterschiedlicher Meinung. Hast du für die 15 bis 20 € beim 150er-Profil und die rund 40 € beim Gigabit eine Quelle? qpufferueberlauf nennt in #742 für das 2-Gbit/s-XGS-Produkt 84,03 € im Monat, das liegt doch ein ganzes Stück auseinander.

    Selbe Quelle (Telekom FTTH Standardangebot):

    FB-Access FTTH 150000 Pro, monatlich: 23.03 Euro

    aber auch da kommen natuerlich noch zusaetzliche jaehrliche Kosten dazu, und kosten zur Erschliessung eines Hauptverteilers, und und und.

  • pufferueberlauf
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    • 20. Oktober 2026 um 21:16
    • #749
    Zitat von Thomas1978

    Entweder sind die Baukosten im Schnitt niedriger, als hier immer angenommen wird, oder die Netzbetreiber rechnen mit sehr langen Laufzeiten.

    Na ja, die Zahlen in Deiner Beispielrechnung (besten Dank dafuer) sind halt zum Teil spekulativ, da aendert sich hier und da schon noch was wenn man echte Zahlebn haette, aber die Groessenordnung passt.

    Zitat von Thomas1978

    Wenn deine Zahlen stimmen und die Masse der Kunden auf dem 150er-Profil sitzt,

    Da habe ich leider keine belastbaren Zahlen dazu, aber zumindest bei der Telekom passt das ins Bild bei DSL wo die Masse wohl auf 50-100 Mbps bucht. Zusaetzlich nimmt die Telekom beim 150er inzwischen 47.95 Euro...

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  • pufferueberlauf
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    • 20. Oktober 2026 um 21:31
    • #750
    Zitat von pufferueberlauf

    War zu erwarten, er ist da recht konsistent in seiner Position...

    Selbe Quelle (Telekom FTTH Standardangebot):

    FB-Access FTTH 150000 Pro, monatlich: 23.03 Euro

    aber auch da kommen natuerlich noch zusaetzliche jaehrliche Kosten dazu, und kosten zur Erschliessung eines Hauptverteilers, und und und.

    Und ueber XGS wird das auch nicht realisiert... Meiner Meinung nach rechnet Edding sich das von hinten zurecht, er weiss was rauskommen muss: ca. 10 Gbps fier 20-30 Euro und pickt sich zahlen die das auf den ersten Blick zu unterstuetzen scheinen. Das ist meiner Meinung nach Agenda, nicht Analyse. Ich neige inzwischen dazu alle seine Zahlen erstmal zu ueberpruefen.

  • Edding
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    • 20. Oktober 2026 um 23:47
    • #751
    Zitat von Thomas1978

    qEdding, dann sind wir da einfach unterschiedlicher Meinung.

    Wobei ?

    Zitat von Thomas1978

    Hast du für die 15 bis 20 € beim 150er-Profil und die rund 40 € beim Gigabit eine Quelle?

    Die Preislisten der Telekom
    Eine 1und1 zahlt die vom commitment modell das was für sie als großabnehmer gültigkeit hat
    Im großen Ortsnetz:
    FB-Access FTTH 150000 Pro, monatlich ............................ 12,03€
    FB-Access FTTH 1000000 Pro, monatlich .......................... 34,03€
    FB-Access FTTH 2000000 XGS, monatlich ........................ 69,03€

    Im kleine Ortsnetz:

    FB-Access FTTH 150000 Pro, monatlich ............................ 18,03€
    FB-Access FTTH 1000000 Pro, monatlich .......................... 40,03€
    FB-Access FTTH 2000000 XGS, monatlich ........................ 75,03€

    VDSL 250 18,57 €
    Wie man sieht sind jetzt schon die Vorleistungen auf diesem Niveau.
    Es müssten nur die Bandbrieten Stufen abgeschafft werden.


    VDSL 250 als vergleich trotz abbezahlten Netz nicht billig. ( Bei VDSL weis ich jetzt nicht ob das die letzten offiziellen zahlen sind konnte auf die schnelle auch nur den 250er finden, die Telekom wollte sogar eine Erhöhung auf 22,94 €)
    Bei VDSL 50 und 100 sollten sie entsprechend niedriger sein trotz hoher Endkunden Preise.

    Zitat von Thomas1978

    Wenn deine Zahlen stimmen und die Masse der Kunden auf dem 150er-Profil sitzt, müsste sich ein Netz bei 3.000 bis 4.000 € Baukosten pro Anschluss eigentlich kaum tragen. Entweder sind die Baukosten im Schnitt niedriger, als hier immer angenommen wird, oder die Netzbetreiber rechnen mit sehr langen Laufzeiten.

    Da bin ich mir ziemlich sicher, bei uns im Netz kenne ich einige Kunden, die haben alle nur den 150er.
    Die haben alle gesagt das den zu teuer.

    Ich schätze beides trifft zu sowohl die Baukosten als auch sehr lange Laufzeiten, das Netz werden wir schließlich wohl ewig nutzen.

  • Thomas1978
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    • 21. Oktober 2026 um 00:19
    • #752

    Danke für die Zahlen. Dann erklärt sich auch der Unterschied zu pufferueberlauf: Er hat die Preise aus dem Standardangebot genannt, du die aus dem Commitment-Modell für Großabnehmer.

    Unterschiedlicher Meinung sind wir bei der Frage, ob es nach dem Abbezahlen der Netze mehr Spielraum bei den Preisen gibt. Ich denke schon, du eher nicht.

    Und beim XGS-Produkt passt es noch nicht ganz: Selbst im Commitment-Modell liegt das 2-Gbit/s-Profil bei 69 bis 75 €, nicht bei 15 bis 20 €. Würde man die Bandbreitenstufen abschaffen und alles zum Preis des 150er-Profils anbieten, fielen genau die Einnahmen aus den höheren Profilen weg, mit denen der Netzbetreiber heute mitkalkuliert. Das war ja auch pufferueberlaufs Punkt mit der Mischkalkulation.

    Schöne Grüße
    Thomas

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  • pufferueberlauf
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    • 21. Oktober 2026 um 00:19
    • #753
    Zitat von Edding

    Die Preislisten der Telekom
    Eine 1und1 zahlt die vom commitment modell das was für sie als großabnehmer gültigkeit hat

    Nochmal, Du hast das commitment-Model der Telekom nicht verstanden... Ich wette Du hast es noch nicht mal probiert das wirklich durchzurechnen...

    Zum einen gibt es da pro Anschluss und Jahr Kosten von 45.60 -> 45.6/12 = 3.8 Euro pro Monat und das fuer alle Anschluesse im Commitment, egal ob das von einem Kunden gebucht wurde oder ob das "leer" blieb... (Schaltet ein Reseller mehr Anschluesse in einem Jahr als sein Commit eigentlich zulaesst, zahlt er pro solchem Anschluss im Folgejahr 120 Euro extra (oder erhoehen ihr Commit, was nur in ganzen Prozentpunkten geht), d.h. Kunden werden tendenziell eher mehr Commit buchen als sie brauchen...)

    D.h. aus Deinen 12.03 werden dann sofort 12.03+3.8 = 15.83 Euro und das auch nur wenn alle Anschluesse des Commits auch an Kunden verkauft wurden... und dann ist der Traffic auch noch nicht vom BNG Standort abgeholt...

    Zitat von Edding

    Wie man sieht sind jetzt schon die Vorleistungen auf diesem Niveau.
    Es müssten nur die Bandbrieten Stufen abgeschafft werden.

    Und klar auch hier wieder Mischkalkulation... Bei einem Einheitsprodukt wuerden auch die Vorleistungspreise neu bestimmt werden muessen...

    Zitat von Edding

    Da bin ich mir ziemlich sicher, bei uns im Netz kenne ich einige Kunden, die haben alle nur den 150er.
    Die haben alle gesagt das den zu teuer.

    Der Plural von Anekdote ist Anekdoten, nicht "repraesentative Daten"...

  • pufferueberlauf
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    • 21. Oktober 2026 um 00:23
    • #754
    Zitat von Thomas1978

    Danke für die Zahlen. Dann erklärt sich auch der Unterschied zu pufferueberlauf: Er hat die Preise aus dem Standardangebot genannt, du die aus dem Commitment-Modell für Großabnehmer.

    Nur zum Teil, Edding ignoriert zu guten Teilen wie das Commitment-Modell funktioniert und wie man da die Preise berechnen muss. Ich meine ich haette ihm das in der Vergangenheit versucht zu erklaeren, aber offensichtlich nicht erfolgreich.

    Zitat von Thomas1978

    Und beim XGS-Produkt passt es noch nicht ganz: Selbst im Commitment-Modell liegt das 2-Gbit/s-Profil bei 69 bis 75 €, nicht bei 15 bis 20 €. Würde man die Bandbreitenstufen abschaffen und alles zum Preis des 150er-Profils anbieten, fielen genau die Einnahmen aus den höheren Profilen weg, mit denen der Netzbetreiber heute mitkalkuliert. Das war ja auch pufferueberlaufs Punkt mit der Mischkalkulation.

    Ja... das ist dann ein Problem wenn man das ganze kostenorientiert bertrachtet, die Kosten muessen halt gedeckt werden.

  • Edding
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    • 21. Oktober 2026 um 11:24
    • #755
    Zitat von Thomas1978

    Würde man die Bandbreitenstufen abschaffen und alles zum Preis des 150er-Profils anbieten, fielen genau die Einnahmen aus den höheren Profilen weg, mit denen der Netzbetreiber heute mitkalkuliert

    Da die meisten eh im 150er Tarif sitzen des Preises wegen ist das wenig relevant.
    Solange das nicht in der Masse gebucht wird ist das Wunschdenken der Investoren.

    Das übertrieben teure XGS -Profil wird von den Resellern bisher noch nicht mal angeboten.
    Geld macht man mit Masse daher sollte man die Masse anlocken.
    Mit teuren Preisen und wenig Leistung geht das eher nicht.

    Mal als vergleich die Swisscom Vorleistungspreise

    1000/1000 - 32Sfr
    10000/10000 - 33Sfr

    Auch diese sind zu hoch weswegen der Wettbewerb eigene Netztechnik im Einsatz hat.

    Die Marktbeherrschende Stellung die die Deutschen Netzbetreiber inne haben ist nur all zu deutlich zu erkennen.

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  • BlackMage2
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    • 21. Oktober 2026 um 11:34
    • #756
    Zitat von Edding

    Das übertrieben teure XGS -Profil wird von den Resellern bisher noch nicht mal angeboten.
    Geld macht man mit Masse daher sollte man die Masse anlocken.
    Mit teuren Preisen und wenig Leistung geht das eher nicht.

    endlich mal jemand der das Hauptproblem verstanden hat :thumbup:

    die niedrigeren Bandbreitenstufen sind ja schon teuer, das wird aber mit den noch viel teureren XGS-Profilen die auch gleichzeitig noch viel weniger nehmen auch nicht besser

    faire Internetpreise für Glasfaser sind für mich:

    35€ max. für 1Gbit

    60-90€ max. für 10Gbit(also etwa 8,5 Gbit/s)

    Das sind realistische Preise die genau dem EU-Durchschnitt entsprechen.

  • Edding
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    • 21. Oktober 2026 um 11:40
    • #757
    Zitat von BlackMage2

    die niedrigeren Bandbreitenstufen sind ja schon teuer

    Eben der 150er kostet bei den Resellern ja schon satte 39€ bei der Telekom 47,95 €.
    Ja wie viel soll der Deutsche Michel den noch für Internet bezahlen ?

    Für das Geld bei den Resellern gibt es schon offene XGS Profile in der teuren Schweiz.

    Die Preis Leistungs Schere ist enorm gespreizt bei uns.

  • BlackMage2
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    • 21. Oktober 2026 um 11:49
    • #758
    Zitat von Edding

    Die Preis Leistungs Schere ist enorm gespreizt bei uns.

    Ja, das meine ich ja. Da nützt uns unser fortschrittliches Netz überhaupt nichts, wenn nicht auch Leistungen darüber an die Kunden verkauft werden können. Meine Meinung ist man hätte großzügige Tarife machen sollen damit wenigstens theoretisch die Leistung genutzt wurden, aber man hat sich für das Gegenteil entscheiden, also wenig Bandbreite für viel Geld anstatt viel Bandbreite für wenig Geld, obwohl letzteres wohl die viel attraktivere Variante gewesen wäre. Dann wären die Buchungszahlen sehr wahrscheinlich auch viel höher und wir wären auch einheitlicher mit der restlichen EU.


    Zitat von Edding

    Das übertrieben teure XGS -Profil wird von den Resellern bisher noch nicht mal angeboten.
    Geld macht man mit Masse daher sollte man die Masse anlocken.
    Mit teuren Preisen und wenig Leistung geht das eher nicht.

    Eben, wer soll das auch buchen? wer jetzt wirklich XGS-Geschwindigkeiten braucht der verzieht sich ins Ausland, anstatt auf bessere Angebote im Inland zu warten

    faire Internetpreise für Glasfaser sind für mich:

    35€ max. für 1Gbit

    60-90€ max. für 10Gbit(also etwa 8,5 Gbit/s)

    Das sind realistische Preise die genau dem EU-Durchschnitt entsprechen.

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (21. Oktober 2026 um 11:57)

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  • BlackMage2
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    • 21. Oktober 2026 um 12:01
    • #759
    Zitat von Edding

    Mit teuren Preisen und wenig Leistung geht das eher nicht.

    die jetzigen XGS Angebote in Deutschland sind nämlich einfach nicht marktfähig(wo sie denn überhaupt im Massenmarkt vorhanden sind)


    Es kommt auch immer darauf an wen man fragt: einen x-normalen Arbeitnehmer oder jemanden der tief in der IT-Branche drinn steckt.

    faire Internetpreise für Glasfaser sind für mich:

    35€ max. für 1Gbit

    60-90€ max. für 10Gbit(also etwa 8,5 Gbit/s)

    Das sind realistische Preise die genau dem EU-Durchschnitt entsprechen.

    Einmal editiert, zuletzt von BlackMage2 (21. Oktober 2026 um 12:09)

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    • 21. Oktober 2026 um 12:30
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    Zitat von BlackMage2

    Es kommt auch immer darauf an wen man fragt: einen x-normalen Arbeitnehmer oder jemanden der tief in der IT-Branche drinn steckt.

    Also auf die Frage: "Wo man günstig Internet buchen kann?"

    faire Internetpreise für Glasfaser sind für mich:

    35€ max. für 1Gbit

    60-90€ max. für 10Gbit(also etwa 8,5 Gbit/s)

    Das sind realistische Preise die genau dem EU-Durchschnitt entsprechen.

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