Aber nur wenn die Kosten pro Kunden nicht ebenfalls bei 25-30 Euro liegen.
Nein, er sprach davon, dass die Unternehmen diese Summe am Kunden verdienen.
Aber nur wenn die Kosten pro Kunden nicht ebenfalls bei 25-30 Euro liegen.
Nein, er sprach davon, dass die Unternehmen diese Summe am Kunden verdienen.
Du hast Recht: Die Ausbaukosten im Ausland waren/sind durch Vorinstallationen (Kabelschächte, Masten) oft niedriger.
Dein Denkfehler liegt darin das du Open Access und Kostensenkung als Gegensätze siehst, obwohl sie Hand in Hand gehen. Ohne Wettbewerb führen niedrigere Baukosten nämlich nur zu höheren Margen beim Monopolisten – nicht zu niedrigeren Endkundenpreisen. Beispielsweise würde ein offenes Mitnutzungsrecht aller offenen Kanäle, Masten und Muffen die Baukosten massiv senken.
OK, aber dann sind wir wieder bei dem Problem, dass ob der hohen Ausbaukosten diese Vorleistungspreise hoch sein werden...
wieso?
Wenn die Telekom für 2 GBit/s 140 € verlangt, liegt das nicht daran, dass die Vorleistung 120 € kostet. Ein fairer, kostenbasierter Vorleistungspreis inkl. Rendite läge selbst bei deutschen Baukosten eher bei 30 bis 35 €. Wenn ein Reseller darauf seinen schlanken Aufschlag packt, landest du bei 50 € Endkundenpreis – nicht bei 140 €. Wenn durch Open Access und Reseller 80 % der Haushalte auf die Faser wechseln, sinkt der rechnerische Vorleistungspreis pro Kunde massiv, weil sich dieselbe Bausumme auf viel mehr Schultern verteilt.
so wie die Tatsache das Glasfaser im Boden 30 bis 50 Jahre hält, also genug Zeit die Baukosten auf diesen realistischen Zeitraum abzuschreiben
Dein Denkfehler liegt darin das du Open Access und Kostensenkung als Gegensätze siehst, obwohl sie Hand in Hand gehen. Ohne Wettbewerb führen niedrigere Baukosten nämlich nur zu höheren Margen beim Monopolisten – nicht zu niedrigeren Endkundenpreisen. Beispielsweise würde ein offenes Mitnutzungsrecht aller offenen Kanäle, Masten und Muffen die Baukosten massiv senken.
Ich zitiere mich mal selber:
ZitatDie Kostenstruktur bestimmt dabei mMn. welche Preise nachhaltig erreichbar sind, d.h. wie niedrig realistische Preise sein koennen, und der Wettbewerb ob die realen Preise sich dem Limit annaehern oder nicht.
Mehr Wettbewerb, ohne Kostensenkung wird das aktuelle Preisniveau mMn. nur milde absenken.
Das Problem ist nicht ein etwaiges Mitnutzungsrecht, das existiert bei uns naemlich, sondern ein Mangel an "offenen Kanäle, Masten " die man guenstig fuer FTTH nutzen koennte um Tiefbau zu sparen. Luftkabel an existierende Masten ist kostentechnisch sexy, wenn Du dafuer erst mal Masten aufstellen musst (und diese dann rgelmaessig ersetzen und kontrollieren) wird das weit weniger attraktiv.
wieso?
Wenn die Telekom für 2 GBit/s 140 € verlangt, liegt das nicht daran, dass die Vorleistung 120 € kostet.
Die Telekom stellt das selber bereit. Je nach dem wie sie die Kosten fuer XGS versus GPON in Rechnung stellt, kann es gut sein, dass rechnerisch die Vorleistung deutlich teurer ist. Aber das Preisniveau ist vor allem ein Halo Preis der aktuell mehr dazu dient die hoeheren Tarife unterhalb attraktiver aussehen zu lassen als selber quantitativ verkauft zu werden. Was ganz im Sinne der Telekom sein duerfte, da sie die diesen Tarif aktuell noch gar nicht in der Breite anbieten kann.
Ein fairer, kostenbasierter Vorleistungspreis inkl. Rendite läge selbst bei deutschen Baukosten eher bei 30 bis 35 €.
Das weisst Du weil Dein Buchgefuehl Dir das so gesagt hat? Im ernst aus unseren Diskussionen ist recht klar, dass weder Du keine tieferen Einsichten in die Kosten hast, oder haben willst, daher ist das mMn. auch nur Wunschdenken. Ich habe keine Idee was die Produktionskosten dieses Tarifs sind, aber ich argumentiere auch nicht damit und sehe mich daher auch nicht in irgendeiner Bringschuld...
Wenn ein Reseller darauf seinen schlanken Aufschlag packt, landest du bei 50 € Endkundenpreis – nicht bei 140 €.
Schaetzung basiert auf welchen Zahlen? Der Vorleistungspreis fuer Glasfaser2000 liegt aktuell (also die reinen monatlichen Kosten)
Wenn durch Open Access und Reseller 80 % der Haushalte auf die Faser wechseln, sinkt der rechnerische Vorleistungspreis pro Kunde massiv, weil sich dieselbe Bausumme auf viel mehr Schultern verteilt.
Ja, hoehere Auslastung kann helfen die Amortisierung schneller zu erreichen. Aber auch das wir erst mittel- bis lamngfristig zu Preisspielraeumen fuehren.
Mit Verlaub, Du bietest meiner Meinung nach keine objektive Analyse, sondern hast ein Wunschvorstellung und versuchst diese Vorstellung zu rationalisieren. Kann man tun, aber mich wirst Du damit nicht davon uzeberzeugen, dass Deine Wunschvorstellung realistisch ist.
so wie die Tatsache das Glasfaser im Boden 30 bis 50 Jahre hält, also genug Zeit die Baukosten auf diesen realistischen Zeitraum abzuschreiben
Schau, Abschreibung ist ein steuerliches Konzept, das Problem ist weniger die Steuer als die fuer Ausbau notwendigen Gelder zu akzeptablen Kosten (Zins und Tilgung/ROI der Investoren)) zu organisieren und zurueck zu zahlen.
Nein, er sprach davon, dass die Unternehmen diese Summe am Kunden verdienen.
Das ist in der Tat eine moegliche Interpretation seiner Aussage, aber so oder so ist unklar wo Seine Zahlen herkommen.
Das ist in der Tat eine moegliche Interpretation seiner Aussage, aber so oder so ist unklar wo Seine Zahlen herkommen.
Direkt aus seiner Fantasie.
Direkt aus seiner Fantasie.
Der Verdacht draengt sich, schaut man sich seine Beitraege hier im Thread an, auf.
Ein fairer, kostenbasierter Vorleistungspreis inkl. Rendite läge selbst bei deutschen Baukosten eher bei 30 bis 35 €.
Das würde sich mit den Schweizer Preisen der Swisscom decken in etwa.
1000/1000 - 32 Sfr
2500/2500 - 33 Sfr
5000/5000 - 33 Sfr
10000/10000 - 33 Sfr
Die dunkle Faser kostet in der Schweiz bei der SwissCom 24 CHF/Monat, aber da kommen noch die Kosten dazu eigene Technik im PoP zu installieren (dafuer muss man auch noch Vorleistungen der SwissCom mieten).
ABER die Baukosten waren in der Schweiz halt niedriger und damit auch die nachhaltigen Vorleistungskosten... wer also die schweizer Vorleistungspreise als Grundlage fuer die deutschen Vorleistungspreise ansieht und nicht akzeptiert, dass es zu einem kostenbedingten Aufschlag kommen muss/wird, dem ist mMn. eigentlich nicht mehr zu helfen.
dann wäre es doch mal eine Maßnahme 😃
Staatlich verordneter Verlust? Was für ein Quatsch.
ABER die Baukosten waren in der Schweiz halt niedriger und damit auch die nachhaltigen Vorleistungskosten...
Die nachfolgende Tabelle 3-2 stellt die Ergebnisse der PtP-Rechnung im Vierfaserfall im Greenfield dar. Wie Tabelle 3-2 zu entnehmen ist, liegen die durchschnittlichen Investitionen ja Anschluss mit 8.038 CHF (8.536 €) ca. 10 % höher als jene des Einfaserfalls. Die Spannweite der Investitionen über die Cluster beläuft sich dabei auf 2.408 – 20.713 CHF (2.557 – 21.997 €). Die Investitionen belaufen sich somit in diesem Fall auf insgesamt 50,32 Mrd. CHF oder umgerechnet 53,44 Mrd. €.
Quelle? Was zeigt die Tabelle? Bei 6.2 Millionen Anschluessen geht es da um einen Vollausbau der Schweiz? Wie ist das hier relevant, wo wir ueber eigenfinanzierten Ausbau sprechen?
Staatlich verordneter Verlust? Was für ein Quatsch.
nein, eher staatlich verordneter Glasfaser-Aufschwung
nein, eher staatlich verordneter Glasfaser-Aufschwung
wird dann kommen, wenn jemand seine Leistung zu einem Preis verkaufen soll, der unterhalb seiner Gestehungskosten liegt?
Vorleistungspreise unterhalb der Kosten zu erzwingen?
Das ist ja wohl totaler Blödsinn.
Schau Dir mal die originalen Posts dazu an ...
Das sind wohl theoretische Zahlen aus einer WIK Studie:
FTTH Punkt-zu-Multipunkt vs. Punkt-zu-Punkt – ein Vergleich aus einzelwirtschaftlicher und gesamtwirtschaftlicher Perspektive
Das sind nicht die Zahlen was die SwissCom im Mittel fuer ihren Ausbau bisher bezahlt hat. Da geht es auch um andere Fragen. Ein Resultat der Studie ist, dass unter der Annahme, dass die PoPs gar nicht angefasst werden (d.h. es wird wohl mit den bestehenden Vermittlungsstellen der SwissCom gerechnet) die Mehrkosten (in der Schweiz) fuer 1-Faser-PtP nur etwa 10% ueber denen fuer 1-Faser PtMP laege. Das war allerdings gar nicht strittig (wobei mir nicht klar war, dass eine Annahme hier die Verwendung der MPoPs der SwissCom war).
nein, eher staatlich verordneter Glasfaser-Aufschwung
Du scheinst vergessen zu haben, dass Du urspruenglich gefordert hattest, Vorleister sollten gezwungen werden Vorleistungen zu Preisen unterhalb der Produktionskosten der Vorleistungen abzugeben.... das hast Du dann spaeter gaendert, aber es ist unklar was Deine genaue Position hier ist.
Du scheinst vergessen zu haben, dass Du urspruenglich gefordert hattest, Vorleister sollten gezwungen werden Vorleistungen zu Preisen unterhalb der Produktionskosten der Vorleistungen abzugeben.... das hast Du dann spaeter gaendert, aber es ist unklar was Deine genaue Position hier ist.
Naja
A: die Bundesregierung zwingt alle jetzt ausgebauten privaten Ausbauten flächendeckend zu niedrigen einheitlichen Preisen anzubieten ODER
Sehe ausser hier im Thread keinen ernst gemeinten Vorschlag in diese Richtung.
B: die Bundesregierung legt es fest und bietet es „zu einem erschwinglichen Preis“ an
Und auch da sehe ich niemanden der politisches Kapital und Steuergeld investieren wird.
Sehe ausser hier im Thread keinen ernst gemeinten Vorschlag in diese Richtung.
Und auch da sehe ich niemanden der politisches Kapital und Steuergeld investieren wird.
naja die Grundhaltung war ja das sich der Markt von alleine reguliert, sobald erstmal genug gebaut ist. das war ja wohl eine Fehleinschätzung. das einzige was man jetzt noch machen kann ist Schadensbegrenzung und einen anderen Ansatz versuchen.
also d.h. Fördermittel zu entziehen und kostenbasiert zu deckeln.
also d.h. Fördermittel zu entziehen und kostenbasiert zu deckeln.
Die Fördermittel sind für die Deckungslücke. Wenn Du die streichst, wird nicht gebaut ...
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