Westconnect, keine Auftragsbestätigung

  • Hallo Zusammen,

    ich habe bei Westconnect im Dezember 2025 einen Glasfaseranschluss bestellt. In der Bestellbestätigung (nicht: Auftragsbestätigung) stand:

    Der Vertrag kommt zustande, sobald die Westconnect GmbH Ihnen schriftlich oder per E-Mail den Auftrag bestätigt hat. Mit der Auftragsbestätigung wird Ihnen auch der voraussichtliche Liefertermin mitgeteilt.

    Ich habe seitdem nicht mehr von der Westconnect gehört, ich habe auch keine Auftragsbestätigung bekommen, so dass ich letzte Woche schriftlich von meinen Angebot zurückgetreten bin, da ohne Auftragsbestätigung kein Vertrag zustande gekommen ist.

    Die Westconnect akzeptiert nicht. An wen kann ich mich nun wenden? Hat jemand Tipps für mich?

    LG

    AMWEber

  • Hallo,

    was ist denn jetzt dein Ziel? Eine Auftragsbestätigung zu bekommen oder ins Ausland abzuhauen und dass der Vertrag auf jeden Fall nicht zustande kommt? In beiden Fällen: warum?

  • bei Westconnect im Dezember 2025 einen Glasfaseranschluss bestellt.

    Das sind im besten Fall 7 Monate gerechnet oder eben auch 5 vollendete. Ob da dann auch so zwei Jahre Bindungsfrist angesetzt werden, ist noch zu beantworten.

    letzte Woche schriftlich von meinen Angebot zurückgetreten bin ... Die Westconnect akzeptiert nicht.

    Genau dieser Fall ist bis jetzt rechtlich ungeklärt. Also bei der Verbraucherzentrale beraten lassen oder einen guten Anwalt für Vertragsrecht bzw. Internetrecht. Für letzteres würdest Du aber wohl eine Rechtsschutzversicherung benötigen. Denn das könnte länger dauern.

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  • Danke an DLMttH und Schnurz für die wirklich schnelle Antwort.

    ich habe versucht bei meinem persönlichen Ansprechpartner bei westconnect herauszufinden wann denn nun in der Straße in der ich wohne Glasfaser verlegt wird. Die Antwort lautet, dass er es nicht weiß, weil die Hausverwaltung keinen Termin mit ihm ausmacht und eigentlich sollte es schon längst verlegt sein. Mich interessiert aber erstmal wann in unserer Straße Glasfaser von Westconnect verlegt wird, da muss doch irgendeine Planung sein oder etwa nicht? Unsere Hausverwaltung verwaltet nur unser Haus und nicht die gesamte Straße. Es wird nur herumgeeiert, vertröstet und auf andere geschoben. Aus diesem Grund habe ich mein Angebot zurückgezogen.

    Die Verbraucherzentrale werden ich kontaktieren, danke für den Tipp Schnurz.

    LG

    AMWeber

  • Du widersprichst dir irgendwie. Sollte nur ein Hausanschluss bestellt werden, ist das dann eh die Verantwortung der Hausverwaltung. Hier musst du gar nichts tun.

    Meinst du vielleicht, du hast einen Internettarif bestellt?

  • AMWEber Wobei sich grundsätzlich erst einmal die Frage stellt, ob die Aussicht oder Hoffnung besteht, das irgend ein anderer Netzbetreiber jemals bei euch ein weiteres Glasfasernetz errichten wollte. Denn wenn das nicht der Fall sein sollte, dann würde ich mir an deiner Stelle grundsätzlich überlegen, ob ich wirklich aus der vertraglichen Kontruktion aussteigen sollte. Denn die Aussicht auf einen GF-Anschluß, der in der Errichtungsphase ja vielfach kostenlos oder mit geringen Kosten verbunden ist (Versorgungsvertrag kostet sowieso), wird dann sehr gering sein. Das ist natürlich eher für einen Eigentümer interessant und weniger für einen Mieter.

    Was drängt dich eigentlich dazu, aus dem "Vertrag" wieder auszusteigen?

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  • Die Frage stelle ich mir auch. Warum willst du unbedingt aussteigen?

    Glaubst du in nächster Zeit kommen weitere Anbieter die einen günstigeren GF Anschluss anbieten?

    Einfach laufen lassen und abwarten wäre der richtige Weg.

    Mfg Sandalenmacher

  • ihr seid wirklich schnell mit dem Antworten, danke dafür!

    ich bin Wohnungseigentümerin (das hatte ich jetzt blöderweise nicht erwähnt) und wir hatten von der Hausverwaltung ein Schreiben bekommen, dass eine kostenlose Glasfaser-Gebäudeverkabelung erfolgt, wenn die Anwohner im Rahmen der Vorvermarktung ihr Interesse bekunden und entsprechende Produkte bestellt werden. Das habe ich getan. Aber nun passiert seit 6 Monaten nichts und überall liest man, dass sich der Ausbau ewig verzögert und ich will nicht auf einem wartenden Vertrag sitzen, von dem ich nicht weiß, wann er beginnt und dann noch zwei Jahre läuft. Ich habe ja versucht herauszufinden, wann der Bau bei uns in der Straße beginnt, aber ohne Erfolg. Das weiß offensichtlich niemand. Ich bin mehr als verunsichert.

    Ich werde morgen mal versuchen, ob die Hausverwaltung etwas weiß, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen. Vielleicht bin ich dann schlauer. Danke für euren Input.

    LG

    AMWEber

    Noch eine Frage: wenn ich das Ganze jetzt doch laufen lasse, und ich irgendwann in ferner Zukunft den Anschluss habe und der Vertrag zwei Jahre gelaufen ist, kann ich dann doch wie sonst auch zu einem anderen Anbieter wechseln?

  • Ab der Auftragsbestätigung läuft die Mindestvertragslaufzeit (meistens zwei Jahre). Gilt aber auch für deinen jetzt laufenden Vertrag bei einem Internet-Provider. Der Vertrag endet aber nach den zwei jahren nicht, wie immer mal wieder von diversesten Vertrieblern behauptet wird, sondern die Kündigungsfrist beträgt nach dem Ablauf der zwei Jahre nur noch einen Monat (§56, Absatz 3 desTKG).

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  • Ich kenne einen ähnlichen Fall. Dort wurde 2023 die GEE unterschrieben, und seitdem ist meines Wissens weder etwas ausgebaut worden noch gibt es konkrete Infos zu einem Termin.

    Vor ein paar Wochen wurde nochmal nach dem Stand gefragt, und die Antwort war wohl, dass der Ausbau noch gar nicht endgültig entschieden ist.

    Das war schon etwas überraschend, weil damals kommuniziert wurde, dass keine Mindestquote nötig ist und der Ausbau auf jeden Fall kommen soll. Die Stadt hatte die Bürger dazu auch per Brief informiert, und selbst 1&1 hat das Ganze im Gebiet beworben.

    Ich würde die Sache ehrlich gesagt erstmal einfach laufen lassen. Ob in deinem Fall schon ein Vertrag zustande gekommen ist, kann ich nicht sagen. Meine Erfahrung aus dem Fall ist nur, dass zwischen Bestellung und einem echten Ausbau manchmal sehr sehr viel Zeit vergehen kann, wenn er überhaupt realisiert wird…=O

  • dass zwischen Bestellung und einem echten Ausbau manchmal sehr sehr viel Zeit vergehen kann, wenn er überhaupt realisiert wird…

    Juni 2023 Absicht bekundet und Kundennummer erhalten. Baubeginn: ungewiß. Status: in Planung

    Im April durch Zufall gelesen das GFNW hier ausbauen will. Staus: Bauarbeiten in vollem Gange. Am DO wird in dieser Strasse die Speedpipe versenkt. Wir sind einige der letzten, bei denen das geschieht. Soll bis Ende der Woche, spätestens nächste Woche abgeschlossen sein. Dann kommen die nächsten Trupps, die dann die 7x4 / 7x1,5 Pipes zu den Häusern legen. Schätze auch mal, dass das etwa einen Monat dauert. Ob die sofort den Hausstich machen, bleibt abzuwarten. Dann müssen noch die Mikrokabel eingeblasen werden, die Gf-TA installiert und die Fasern dort montiert werden. Und natürlich in den Gf-NVt im Feld angeschlossen werden sowie zum PoP und dort angeschlossen sein.

    Also noch viel zu tun.

  • ich bin Wohnungseigentümerin (das hatte ich jetzt blöderweise nicht erwähnt) und wir hatten von der Hausverwaltung ein Schreiben bekommen, dass eine kostenlose Glasfaser-Gebäudeverkabelung erfolgt, wenn die Anwohner im Rahmen der Vorvermarktung ihr Interesse bekunden und entsprechende Produkte bestellt werden. Das habe ich getan.

    Als Miteigentümer einer WEG (das nehme ich mal an) hast Du natürlich bessere Karten, ein Mieter kann nämlich keinen Glasfaseranschluss verlangen. Dies ist ausdrücklich dem Eigentümer vorbehalten.

    Da der Gf-Anschluss (sofern nicht schon ein HFC Kabelfernsehanschluss besteht) eine priorisierte Maßnahme darstellt, darf dieses Verlangen von den Miteigentümern nicht bzw. nur in Ausnahmefällen abgelehnt werden. So weit dazu. Näheres findest Du im Wohnungseigentumsgesetz, dies solltest Du als Eigentümer auch auf dem Nachtisch liegen haben. So weit dazu.

    In einer Eigentümergemeinschaft gibt es üblicherweise immer einen Verwalter. Und nur dieser ist geschäftsfähig für und im Auftrag der Gemeinschaft, sprich nur der Verwalter kann die Beauftragung zum Ausbau an und in der Immobilie durchführen. Es sollte geklärt sein, ob bereits eine GEE erteilt wurde. Üblicherweise findet kein Ausbau ohne diese Erklärung mehr statt.

    Und nun aus dem Nähkästchen: Du kannst zwischen Unterschrift auf der GEE und Beginn der Arbeiten gut und gerne einen Zeitraum von knapp 12 Monaten ansetzen. Bis die Glasfaser in die Wohnungen verlegt ist, können durchaus noch einmal 12 Monate hinzukommen. Nach meiner Beobachtung ist dies jedoch eher die zeitliche Untergrenze, meistens dauert es länger. Und ja, die Gf-Ausbauer könnten ihre Kommunikation deutlich verbessern. Es ist nicht unüblich, dass eine mehrmonatige "Sendepause" eingelegt wird.

    Und noch etwas: Nach wie vor ist ein tatsächlich stattfindender Überbau (in der Straße) durch einen Mitbewerber selten. D. b. auf einen Mitbeweber zu warten ist wie die Wassertonne am Haus mit einem Sieb bei Regen füllen zu wollen: sinnlos.

    Bei uns baute die Deutsche Glasfaser aus. In einem Ortsteil hatte man diesem Unternehmen nicht getraut und wollte abwarten bis die Deutsche Telekom einen GF-Ausbau dort vornimmt. DG beendete den Ausbau 2021/2022. Bis heute gibt es keine Planung von der deutschen Telekom zu überbauen. Der abgehängte Ortsteil hatte dennoch Glück. Im Verfahren des Nachanschlusses begannen dort Mitte 2024 die Arbeiten und sind seit wenigen Monaten beendet. Nach wie vor ist es mit einem hohen Risiko belegt einen schon abgeschlossenen Vertrag oder Interessensbekundung einseitig auflösen zu wollen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass kein anderer ausbaut und man daher gar keinen Gf-Anschluss erhält oder erst Jahre später im Rahmen des Nachanschlusses.

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