Glasfaser NordWest - wie sieht der Ausbau in Zukunft aus? (Upgrade)

  • Müsste ich noch mal nachfragen, meine aber im Bereich des 1,5-2 fachen. Bei den Linecards handelt es sich dann um Kombokarten, die sowohl GPON als auch XGSPON unterstützen. Da kommen dann noch passende Transceiver sowie Lizenzgebühren für den XGSPON Betrieb dazu. Das ist der größte Kostentreiber, die Lizenzen.

    Aus Produkt- und Prozesssicht kann ich nachvollziehen, dass man möglichst vereinfachte Installationen haben möchte.

    Aber hier zeigt sich, dass es ohne Produktstrategie keinen Sinn ergibt, die HW auf Verdacht zu kaufen.

  • Die Kosten können nicht so exorbitant sein, wenn du das bei unseren Nachbarn für 26-39€ bekommst.
    Und da sind ONT und Router dabei.

    Und das geht sogar noch günstiger als Endkunde.

    Und es geht nicht darum ob 1Gbit reicht, es geht darum wenn da eh "10G" auf der Faser anliegen, lass sie mich doch einfach nutzen wenn ich Daten übertrage.

  • So schließt sich doch langsam der Kreis. Bei wahrscheinlich aktuell doppelten (aktiven) Infrastrukturkosten und einer weitgehenden Zufriedenheit von 99% der Kunden mit Geschwindigkeiten << 1GBits, wird kaum ein Provider im Privatkundenumfeld unnötig in Vorleistung treten.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Provider, bei denen aktuell XGSPON gesehen wird, dieses auch nur in Bereichen einsetzen in denen sich viele Geschäftskunden befinden, in der Hoffnung, dass dort was verkauft werden kann.

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  • Die meisten Kunden stehen halt nicht auf ein Produkt, wo sie nicht auswählen können.

    Viele bleiben ja bei DSL mit 50 Mbps, weil es reicht und der Kunde nicht bereit ist, mehr zu zahlen. Die würden sich ja alle tierisch freuen, wenn die mehr zahlen müssen.

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  • Die 25 Euro von pro digi in Spanien sind ein absoluter Marketing Kampfpreis, in der Hoffung, vor der Insovenz genug Masse zu haben. Realistisch ist wohl eher der Schweizer Preis von rund 50 - 70 CHF. Die günstigen Preise gibt es nur in Verbindung mit Mobilfunktarifen und die 777 CHF/Jahr bei Init 7 bekommt man nur bei jährlicher Vorauszahlung. Beides keine Massenmodelle für DE...

  • Die 25 Euro von pro digi in Spanien sind ein absoluter Marketing Kampfpreis, in der Hoffung, vor der Insovenz genug Masse zu haben.

    Digi habe ich gar nicht gemeint und die expandieren sogar, Belgien ist nun neuster Streich 20€ die 10G. Link

    Zitat

    Realistisch ist wohl eher der Schweizer Preis von rund 50 - 70 CHF. Die günstigen Preise gibt es nur in Verbindung mit Mobilfunktarifen und die 777 CHF/Jahr bei Init 7 bekommt man nur bei jährlicher Vorauszahlung. Beides keine Massenmodelle für DE...


    Mit Nachbarn meinte ich neben Schweiz wo es durchaus 39Sfr kostet ohne Mobilfunk Link
    Die Franzosen.

    Und wieso soll in Deutschland ein günstiger Preis in Verbindung mit Mobilfunktarif kein Massenmodell sein ? Das gibt es schon.

  • Die Kosten können nicht so exorbitant sein, wenn du das bei unseren Nachbarn für 26-39€ bekommst.
    Und da sind ONT und Router dabei.

    Die kriegen bei den Vendors ganz andere Rabatte und Nachlässe. Gerade in der Schweiz ist das teils absurd.

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  • Mit Nachbarn meinte ich neben Schweiz wo es durchaus 39Sfr kostet ohne Mobilfunk Link

    Das hatten wir schon mal. In der Schweiz kann ein ISP sowas anbieten, ohne Regress der Kunden aufgrund von Minderleistung befürchten zu müssen. Deswegen kan nich dort als Anbieter auch "bis 10 Gbit/s" reinschreiben und den Limiter vom Port nehmen.

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  • Das hatten wir schon mal. In der Schweiz kann ein ISP sowas anbieten, ohne Regress der Kunden aufgrund von Minderleistung befürchten zu müssen. Deswegen kan nich dort als Anbieter auch "bis 10 Gbit/s" reinschreiben und den Limiter vom Port nehmen.

    Meinst du die Kunden würden sich das gefallen lassen ? Sie Kündigen und sind weg.
    Und wie soll es da schon zu Minderleistung kommen, Gleichzeitigkeitsfaktor regelt das schon.
    Und falls alles stricke reißen halt einen niedriger Split auf dem Port.

    Ich kenne jemand der hat einen 10Gbit Salt Anschluss, da gibt es keine Probleme.

    Und auch bei uns mit der Minderregelung umsetzen, in dem man die anpasst.
    Alleine mit Max Nominal und Min kann man einiges basteln.

  • Meinst du die Kunden würden sich das gefallen lassen ? Sie Kündigen und sind weg.
    Und wie soll es da schon zu Minderleistung kommen, Gleichzeitigkeitsfaktor regelt das schon.
    Und falls alles stricke reißen halt einen niedriger Split auf dem Port.

    Ja, das geht dort, weil es gesetzlich nur einem Unternehmen gestattet wird, die Glasfaserinfrastruktur zu errichten. Im Gegenzug wurde er ja auch zum OpenAccess verpflichtet. Die Rahmenbedingungen dort sind ganz Andere. In Deutschland kannst du aber als Einzelperson gegen deinen ISP bei Minderleistung vorgehen. Das geht eben in der Schweiz nicht, da muss man den Weg der Kündigung bestreiten.

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  • Da kommen dann noch passende Transceiver sowie Lizenzgebühren für den XGSPON Betrieb dazu. Das ist der größte Kostentreiber, die Lizenzen.

    Man, dabei weiss doch jeder ITU-PON ist so viel billiger als IEEE-AON ;), wuesste jetzt nicht, dass bei 10 Gbps Ethernet (oder auch 100 Gbps Ethernet) Lizenzzahlungen faellig wuerden.

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  • Und auch bei uns mit der Minderregelung umsetzen, in dem man die anpasst.
    Alleine mit Max Nominal und Min kann man einiges basteln.

    Nein, eher nicht... in Deutschland darf nur mit der maximalen Rate beworben werden und davon muessen halt im echten Leben 90% gelegentlich messbar sein... d.h. wenn Du ein "offenes" XGSPON-Segment mit Dir und BlackMage2 als Mitnutzer erwischst, ist es halt Essig mit gelegentlich 90% von 8.2Gbps, weil Ihr ja Eure Leitung staendig an rauchen haltet... ;)

    Scherz beiseite, in Deutschland kann ein mutiger ISP ein offenes XGSPON-Segment eigentlich nicht mit mehr als ca. 8 Gbps bewerben... dieselben 8 Gbps die SwissCom und Salt im Kleingedruckten angeben, mit denen sie aber nicht werben.

    Und wie soll es da schon zu Minderleistung kommen, Gleichzeitigkeitsfaktor regelt das schon.

    Was soll das genau heissen? Ein befreundeter ISP dimensioniert sein Netz (Backbone und Zugangsnetz) so:

    (maximale Tarifrate * ceil(Anzahl der Nutzer im Segment/25)) + (Anzahl der Anschluesse * mittlere Datenrate in der Spitzenlastzeit)...

    d.h. der geht davon aus, dass einer von ca. 25 gleichzeitig einen Speedtest macht., bei PON Segmenten oft im Bereich um die 64 waere da dann gerade mal eine maximale Tarifrate von ca. 5 Gbps drin. (Was immer noch eine Menge Holz waere).

    Und falls alles stricke reißen halt einen niedriger Split auf dem Port.

    Was halt Kosten verursacht und in Netzen mit Splitter im Feld gar nicht so leicht zu realisieren ist.

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (10. Juni 2026 um 08:32)

  • Meinst du die Kunden würden sich das gefallen lassen ? Sie Kündigen und sind weg.

    Wie meinst Du bemerken normale Kunden das denn ueberhaupt, wenn statt der versprochenen 8 Gbps nur sagen 1 Gbps nutzbar ist? Die meisten interaktiven Anwendungen sind ab 25-50, spaetestens aber ab 100 Mbps bei ihrer maximalen Qualitatsstufe und koennen meist mehr Bandbreite gar nicht nutzen...