Kleiner Erfahrungsbericht zum 5G-Router Zyxel NR7302

  • HubeBube Haben wir schon mehrfach ausprobieren "müssen". Mobilfunkbackup ist nur bei Ausfall des eigenen Equipments zu gebrauchen. Bei Flächenausfall kommst du auf keinen grünen Zweig, zumindest nicht in Gewerbegebieten!

    Da berichtest Du mir nichts unbekanntes. Die gleiche Erfahrung habe ich (leider) auch machen müssen. Und zwar in einem Wohngebiet.

    Mir war es jedoch wichtig, wie auch Phino , darauf hinzuweisen, dass Internetaccess via Mobilfunk kein valides Backup darstellt. Einzige Ausnahme: man ist der Einzige, der einer Störung unterworfen ist.

  • So, die Werte der Speedtests zum Server 5733 habe ich mal grob überflogen.

    Die liefen bis 23 Uhr und ich sehe keine nennenswerte Ausreißer. Alle liegen bis -10% des zu erwarteten SQM-Wertes, also im Bereich von 475 bis 515 Mbps.

    Der Upload lag recht kostant bei den angepeilten 50 Mbps.

    Mir lag es auch fern, hier eine Diskussion über eine Backupleitung und deren Sinnhaftigkeit zu starten.

    Diese kleine Fingerübung entsprang der Möglichkeit, dass ich günstig und unlimitiert auf 5G-Mobilfunk zugreifen kann. Klar, da stehen jetzt Ausgaben in Höhe von 200 € gegenüber. Dazu wollte ich meine Erfahrung teilen.

    Bisher nutze ich DSL und hatte keinen Bedarf für ein (festes) Backup dazu. Da ich nicht weiß, wie das mit dem neuen Betreiber wird, ist das eine Überlegung. DSL fliegt dann nicht ab Tag 1 raus, aber perspektivisch schon.

    Zudem solltet ihr Bedenken, dass der 5G/LTE-Ausbau enorm viel mehr Breite in die Fläche gebracht hat. Hier im Dorf war gestern Abend jedenfalls keinerlei Einbruch zu erkennen. Ist sicherlich anders, wenn reihenweise die WLANs zumachen, wenn der ISP gestört ist.
    Aber die Netze haben deutlich an Kapazität gewonnen.

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  • Besten Dank, sehr informativ. Sieht halt so aus, als waere Deine Mobilfunkzelle nicht ansatzweise ausgelastet (weil z.B. wenig Nutzer oder weil die Nutzer noch hauptsaechlich LTE nutzen?). Das ist ein feiner Zustand... Obwohl es so aussieht als wuerde die mittlere Latenz zwischen den Tages- und Abendmessungen um ~10ms ansteigen, d.h. irgendetwas zeigt Zeichen von Auslastung, aber IMHO tiefer im Netz als Deine Funkverbindung.

    Frage an alle 5G als Fail-Over Experten: geht da bei Ausfall des Primaerzugangs gar nichts mehr wegen ueberlast, oder "lediglich" nicht mehr die normale Last? Fuer mein Zuhause wuerde mir ausreichen nicht ganz abgehaengt zu sein, 4K Streaming waere dann kein Pflichtprogramm mehr ;)

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (10. April 2025 um 10:48)

  • Zu 5G kann ich nichts sagen, da bei dem Ausfall nur LTE verfügbar/ausgebaut war. Es ging gar nichts mehr. Der Zyxel LTE-Router hatte zwar noch einen Link, jedoch keinen Datenducrhsatz mehr.

    Die Arithmetik ist hier sehr einfache: Zähle die Devices im Haushalt mit SIM-Karte und multipliziere diese mit der Einwohnerzahl.

    Wenn wir jetzt eine durchschnittliche Reichweite eines LTE-Standortes bei 800 MHz mit 10 bis 15 km annehmen und üblicherweise drei Sende und Empfangsanlagen für eine Zelle benötigt werden, vereinfachen wir die ganze Rechnung auf den Radius des Innkreises eines gleichseitigen Dreiecks.

    Der Einfachkeit halber sei die Reichweite 10 km (a = 10000). Der Innkreisradius berechnet sich wie folgt: r = a/(2*3^(-2)). Demzufolge wird eine Fläche von pi*r^2 zuverlässig (wir gehen von Sichtverbindung zu den Sendemasten aus) ausgeleuchtet. Der Innkreisradius beträgt knapp 2900 Meter und die Fläche rund 26 qkm.

    Somit kannst Du leicht überschlagsweise berechnen wie viele Devices sich in deinem Wohnort bei Ausfall des leitungsgebundenen Internetzuganges näherungsweise versuchen in das Mobilfunknetz zu verbinden.

    Mir ist durchaus klar, dass mit steigender Frequenz die ausgeleuchtete Fläche kleiner ist, dies jedoch ggf. durch mehrere Antennenstandorte ausgeglichen werden kann. In Städten ist darüber hinaus die einzelne Mobilfunkzelle prinzipiell kleiner und auf dem Land größer.

  • Ich würde die Betrachtung anders angehen.

    Datennutzung 2024 je Haushalt: 320 GB/Monat

    Datennutzung 2024 im Mobilfunk: 10 GB/Monat

    Also Faktor 32. Je Haushalt leben ca. 2 Personen. Also bleibt ein Faktor 16.

    Die Frage bleibt, wie viel dieses Datenvolumens bei einem Ausfall kompensiert werden muss (sicherlich nicht 100%) und wie viel Kapazität in der Zelle noch vorhanden ist.

    Ohne sichtbaren Einbruch wird es natürlich nicht gehen.

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  • Das ist eine Betrachtung, die für den einzelnen Haushalt gilt. Um Daten übertragen zu können, muss man allerdings erst einmal eingebucht sein. Gibt viele Devices, die sich üblicherweise hinter dem Router "verstecken", dann kann deren Einbuchung in die Zelle schon abgelehnt werden.

    Aber natürlich ist die Kapazitätsbetrachtung auch notwendig. Ich habe nur die ungefähre Anzahl an Geräten abgeschätzt.

  • Wobei diese Geraete IMHO auch im Normalfall in der Telle eingebucht sein duerften, oder?


    Aber mal eine Anekdote, wir hatten vor 3 Wochen hier einen Stromausfall der etwa 10 Haeuser betroffen hat (da hatte sich ein Aluminium-Erdkabel an einer Abzweigung aufgeloest), wir haben dass dann ueber WiFi-Hotspots vom Mobiltelephon ueberbrueckt, das was akzeptabel (aber es ging auch nur um 10 Haeuser und hier gibt es alle 3.5 Netzbetreiber mit eigenen Frequenzen). Das gab mir zu denken ob eine echte Hot-Fail Konfiguration nicht eine gute Idee waere... (nicht, dass Ausfaelle hier so haeufig sind dass es notwendig waere).

  • Nein, sicher sind nicht alle mobile Devices in der Zelle eingebucht. Tablet und Handy zu Hause sind via WLAN an den Router konnektiert.

    Anstatt das in einem 4 Personen Haushalt mindestens 4 Handys an den Router konnektiert sind, verbinden sich diese 4 Devices im Falle des Ausfalles des leitungsgebundenen Internets in die Mobilfunkzelle.

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  • Zitat

    Nein, sicher sind nicht alle mobile Devices in der Zelle eingebucht. Tablet und Handy zu Hause sind via WLAN an den Router konnektiert.

    Aber solange ich die mobilen Daten nicht abschalte, bzw. den Flugmodus aktiviere, bleibt zumindest mein Smartphone im Mobilnetz eingeloggt... zumindest sieht das so aus... (zuhause macht das kein Voice over WiFi)

  • Kann ich für iOS Geräte und Motorola Androiden nicht bestätigen. Voice over WiFi ist zumindest ein bei Android Handys ein extra zu aktivierender Punkt und es hängt natürlich auch vom Mobilfunkprovider ab, ob er dieses unterstützt.

  • Gerade Apple bleibt eigentlich im Mobilfunk eingeloggt, die machen multipath ueber WiFi und LTE/5G, z.B. macht facetime das so um fuer den Fall gewapnet zu sein, dass Du mit Deinem Telephon mit laufendem Gespraech das Haus/den WiFi-Bereich verlasesst. Ich weiss allerdings nicht 100% ob das an ein aktives Facetime Gespraech gebunden ist, ob also der Mobilfunk-Login erst bei Gespraechsstart statt findet. (Habe selber kein iPhone und kann das nicht selber testen, aber die Quelle fuer das Facetime verhalten ist verlaesslich).

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  • Nein, sicher sind nicht alle mobile Devices in der Zelle eingebucht. Tablet und Handy zu Hause sind via WLAN an den Router konnektiert.

    Anstatt das in einem 4 Personen Haushalt mindestens 4 Handys an den Router konnektiert sind, verbinden sich diese 4 Devices im Falle des Ausfalles des leitungsgebundenen Internets in die Mobilfunkzelle.

    Sofern du die Mobilfunk Nutzung nicht explizit abgeschaltet hast, sind sie immer eingebucht. Nur so ist der Mobilfunkanbieter in der Lage Telefonspräche "zuzustellen". Bei den wenigsten ist VoWlan aktiv/funktioniert.

    Man merkt es ja auch , wenn man bei laufenden videocalls das WLAN verlässt, dass du nahtlos weiler quatschen kannst. Dies qürde nicht klappen wenn WhatsApp erst die Verbindung verliert im WLAN und dann erst die Mobilfunkverbindung hergestellt wird.

  • Im Ausfallszenario wirst Du mit deinem Handy auch erst dann wieder telefonieren können, wenn Du die Zelle verlässt oder, wie ich es einmal hatte, eine Priorisierung aktiviert ist. Nur im letzten Fall kannst Du dich immer einbuchen. Notfalls wird dafür ein anderer Teilnehmer herausgeworfen.

  • Im Ausfallszenario wirst Du mit deinem Handy auch erst dann wieder telefonieren können, wenn Du die Zelle verlässt oder, wie ich es einmal hatte, eine Priorisierung aktiviert ist. Nur im letzten Fall kannst Du dich immer einbuchen. Notfalls wird dafür ein anderer Teilnehmer herausgeworfen.

    Bei der reinen Telefonie kann Telefon und Zelle bis auf 2G (GSM) zurückfallen.
    Der heutigen Zelle sind dynamisch aufgestellt. Je nach Frequenz könne sie die Bandbreiten begrenzen und dafür mehr Geräte aufnehmen.
    Aber ja, irgendwann ist die Zelle dicht.

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  • Diese kleine Fingerübung entsprang der Möglichkeit, dass ich günstig und unlimitiert auf 5G-Mobilfunk zugreifen kann. Klar, da stehen jetzt Ausgaben in Höhe von 200 € gegenüber. Dazu wollte ich meine Erfahrung teilen.

    Ist doch ganz ordentlich. Mir würden 500 Mbit/s 5G auch reichen, um die Glasfaser wieder rauszuwerfen. Den Tarif gibt es schon, leider lässt der Netzausbau auf sich warten.

  • Hallo mbo77
    Ich bin in einer sehr ähnlichen Situation.
    Telekom multi sim + nr7302 + Router mit openwrt
    Leider bekomme ich ip-passthrough mit ipv4 und ipv6 nicht ans laufen.
    Entweder habe ich funktionales ipv6 oder broken ipv4+ipv6 und mein Uplink verschwindet alle 3 Sekunden im openwrt router.
    Könntest du einmal alle Einstellungen die du im 7302 abweichend vom Werkszustand gesetzt hast screenshotten?
    Gerade die wan und lan Einstellungen wären da glaube ich sehr relevant.
    Gibt es außerdem auf der openwrt Seite was, was ich besonders beachten muss?
    Habe quasi stock openwrt im Moment.

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  • Mit etwas neuer Motivation hängt der Router nun indoor, aber unterm Dach. SQM weiterhin manuell an die Situation angepasst und liege weiterhin bei unter 100 ms unter Last.