gesetzlich geregelte Pflicht zu echtem OpenAccess
Das wäre in der Tat eine gute Idee. Darüber hinaus würde ich die Gemeinden, die immer noch nicht aus den Hufen gekommen sind, verpflichten, ein passives Zugangsnetz zu bauen.
gesetzlich geregelte Pflicht zu echtem OpenAccess
Das wäre in der Tat eine gute Idee. Darüber hinaus würde ich die Gemeinden, die immer noch nicht aus den Hufen gekommen sind, verpflichten, ein passives Zugangsnetz zu bauen.
+1; da gibt es sicher in den Details Diskussionsbedarf, aber als Grundidee nicht verkehrt. Ich vermute aber mal:
a) die Kommunen haben da eher kein Geld fuer
b) haben Problem dafuer Kredite aufzunehmen... (Schuldenbremse und so)
c) unklar wo solch ein Netz enden soll, die alten Betriebstaetten der Post gehoeren ja heute ueberwiegend der Telekom.
Ich glaube, dass kein Kunde/Teilnehmer etwas gegen "echtes Open Access" hätte, Dies würde jedoch eine Regulierung aller Glasfaserinfrastrukturbetreiber bedeuten und dies hat die BNetzA im Rahmen einer "Vorabregulierung" abgelehnt. Man wolle erst einmal den Markt beobachten..
Ich gehe davon aus, dass eine Regulierung ebensowenig erfolgt, wie eine Regulierung der Mineralölfirmen bei den Verkaufspreisen für Kraftstoffe. Es wird ab und an Ermahnungen geben, jedoch mehr nicht.
Immerhin will man sich wohl überlegen ob die Änderung der Preise in zweistelliger Anzahl pro Tag (!) eingeschränkt werden kann. Ich habe vergessen in welchem EU Mitgliedsland die Mineralölfirmen die Verkaufspreise tagesgenau melden und für 24 Stunden stabil halten müssen. Ist aber ein anderes Thema...
Dies würde jedoch eine Regulierung aller Glasfaserinfrastrukturbetreiber bedeuten und dies hat die BNetzA im Rahmen einer "Vorabregulierung" abgelehnt. Man wolle erst einmal den Markt beobachten..
Das ist wachsweich aber halt auch keine harte Absage. Der Ball waere da im Feld des Gesetzgebers, die BNetzA, da stimme ich Dir zu hat wenig Appetit auf so etwas, aus nachvollziehbaren Gruenden.
Andererseits haben wir genau so etwas bereits beim Stromnetz, das ja auch in die Verantwortung der BNetzA faellt.
Egal, hier liegt IMHO klares Marktversagen vor und daher wird da IMHO irgendwann ein regulatorischer Eingriff kommen, nur IMHO nicht so bald.
Ich gehe davon aus, dass eine Regulierung ebensowenig erfolgt, wie eine Regulierung der Mineralölfirmen bei den Verkaufspreisen für Kraftstoffe. Es wird ab und an Ermahnungen geben, jedoch mehr nicht.
Nicht ganz vergleichbar (aber IMHO auch ein Unding) es gibt ja verschieden Tankstellenbetreiber mit eigenen unabhaengigen Preisspielchen.
Ich habe vergessen in welchem EU Mitgliedsland die Mineralölfirmen die Verkaufspreise tagesgenau melden und für 24 Stunden stabil halten müssen. Ist aber ein anderes Thema...
Ich glaube, Österreich hat da was geregelt.
Meine Beobachtung aus Spanien: Die Preise sind über Tage, teils Wochen stabil und ändern sich nur selten. Dafür sind die Preisunterschiede groß. Über 10 ct günstiger habe ich oft gesehen und war als Deutscher irritiert, dass die anderen nicht nachziehen.
Zurück zum Thema: Hier jetzt nachträglich zu regulieren, wird enorm schwer. Die Chance hatte man zu Beginn.
Nachdem wir nun endlich die Schuldenbremsen-Selbstgeißelung hinter uns lassen, ergeben sich aber wieder bessere Möglichkeiten. Eine Möglichkeit wäre, dass es eine sinnvolle Regulierung auf (Layer 2) Bitstream-Ebene gibt, die verpflichtend und mit gleichen Schnittstellen/Prozessen/Preisen von allen angeboten werden müssen. Einen echten Wettbewerb auf der dunklen Faser sehe ich nicht. Selbst bei PON reden wir bereits von Varianten, die 50G im Segment symmetrisch ermöglichen. AON hätte darüber hinaus noch bessere Potenziale, die sich im Markt aber wohl nicht einstellen werden. Dafür sind die Kostenvorteile von PON zu groß.
In einem Punkt stimme ich aber zu: Ein reguliertes Datum, wann VDSL und HFC abgeschaltet werden müssen, braucht es nicht. Das wird sich von alleine regeln. Fünf Jahre mehr oder weniger machen den Kohl auch nicht fett.
Es wird irgendwann einen break even point geben, ab dem CuDA-Betrieb wirtschaftlich ein Verlustgeschäft sein wird, erst danach folgt HFC.
Vor langer Zeit schrieb ich hier etwas im Forum, ich finde leider meinen geistigen Erguss nicht mehr. Ich denke da nannte ich eine Jahreszahl nicht vor 2040 für CuDA. Da stehe ich immer noch dazu.
2040 fuer DSL ist am optimistischen Ende (aber nicht unmoeglich). Momentan gibt es die letzten Chargen neuer VDSL Linecards (und z.B. die Telekom duerfte nur einen Teil der existierenden Karten ersetzten und auch nur begrenzt Ersatzteile auf Lager legen*). Die Abschreibefristen fuer Linecards liegen bestenfalls bei 10 Jahren (als "Technische Einrichtungen für Breitbandverteilnetze"), aber das heisst ja nicht, dass die Karten i.d.R. tatsaechlich 10 Jahre halten (kann kuerzer oder laenger sein).
Zusaetzlich existiert ja auch die Frage wieviele DSL Kunden es pro DSLAM braucht um den profitabel zumindest aber ohne Verlust betrieben zu koennen.
Aber wenn der FTTH Ausbau weiter erlahmt 8wo nach es momentan aussieht) ist gut moeglich, dass 2040 durch "Streckbetrieb" notwendig wird (Rangieren gebrauchter funktinierender Linecards von abgeschalteten DSLAMs hin zu DSLAMs die noch weiter betrieben werden muessen).
*) Habe mir sagen lassen, Linecards wuerden auch im Regal altern, aber ich bin nicht mehr sicher ob das technisch oder finanziell gemeint war.
Immerhin will man sich wohl überlegen ob die Änderung der Preise in zweistelliger Anzahl pro Tag (!) eingeschränkt werden kann. Ich habe vergessen in welchem EU Mitgliedsland die Mineralölfirmen die Verkaufspreise tagesgenau melden und für 24 Stunden stabil halten müssen. Ist aber ein anderes Thema...
Österreich z.B.
Preisänderungen durch Anpassung nach oben nur 1 mal am Tag bis 12.00 Uhr, Preissenkungen sind aber jederzeit möglich.
In dem in diesem Punkt vermeintlich fortschrittlichen Schweden funktioniert das auch nur, weil es da ein nationales System gibt. Als ausländischer Besucher bekommt man dieses aber nicht, VISA/Master wird wegen der Gebühren auch oft nicht genommen. Erst diesen Sommer wieder erlebt. Ober man bezahlt mit VISA/Master dann extrem hohe Preise, damit die Gebühren gedeckt sind. Einmal Toilette mit Visa/Master = 2,50 €.
Was ja genau dies wäre für Gf. Ein nationales System, was interessieren mich Ausländer bei meinem Gf-Festnetzanschluss.
Vile Kunden behandeln IMHO den Internetzugang wie Strassen, Strom, Gas, Wasser, Dein DB-Mitarbeiter wird sich bestimmt auch bei den anderen Netzen nicht gross darum kuemmern ob/wann die Erneuert werden muessen und laesst da auch alles einfach auf sich zukommen...
Stimmt, er war nach 5 Jahren auch immer noch beim Netzbetreiber für seine Wärmepumpe unter vertrag. Genau dies zeigt die Mentalität der breiten Masse im Land: Funktioniert = interessiert mich nicht mehr.
Dass zum einen, es vielleicht was Besseres (höher, schneller, weiter, billiger) gibt
oder dass die bestehende Infrastruktur gewartet und gepflegt werden muss, ist irgendwie nach Jahrzehnten immer noch nicht angekommen. Vielleicht lag es am 1. und 2 Weltkrieg, da musste man vieles neu machen.
Aber das keine Infrastruktur auf Dauer ist, sehen wir im öffentlichen Raum zu tausenden, aber auch den Investitionstau im Privaten (WEG mit 250 T € Rücklage ist nicht bereit im Treppenhaus die Einfachverglasung aus den 60er zu ersetzen, sie »sparen« lieber weiter).
Ist das so günstig in Kombination mit Internet? Rechnen wir mal 54,95 € für DSL 250, bei meinem Anbieter kostet das 34,99 €, Magenta TV kostet einzeln 30 € ab dem 6. Monat. Telekom-basierten Mobilfunk kriegt man separat auch recht günstig, die Vorteile, die einem da vorgegaukelt werden, sind eigentlich nur welche, wenn man die hohe Grundgebühr des Internet ignoriert.
Ich habe das Magenta-Paket an meinem DNS: NET-Zugang mit Netflix, Disney plus und noch weitere
27 € wenn ich es Einzel nehme, lande ich bei 35 €
Unser Telekom-GF-Zugang ist in einer Mietwohnung mit nur Telefonflat Fest/Mobil.
Beides separate Verträge.
Das bezweifle ich stark, ein grosser Teil der Telekom DSL Kunden duerfte niemals einen anderen ISP ausprobiert haben, oder die akteullen Angebote der Mitbewerber kennen.
Spoiler alert, all die Maerchen von der unsichtbaren Hand des Marktes setzen voraus, dass die Kunden volkstaendig ueber alle Angebote informiert sind und diese objektiv bewerten koennen, bzw. bestrebt sind die Kosten zu minimieren. Beide Annahmen muss mann fuer den Internetzugangsmarkt in Deutschlend erst mal nachweisen, bevor man anhand der Marktstellung def Telekom deren Qualitaet bemessen will.
Natürlich hat der größte Teil der Kunden noch nie gewechselt, aber dies hat nichts mit dem Medium zu tun, das machen die meisten auch nicht bei Strom und Gas.
Womit wir beim 2. Teil wären.
Es interessiert die Kunden ein Scheiß, was sonst so los ist am Telekommunikationsmarkt.
Jedes Fußballspiel oder Ausflug zum See ist wichtiger. ![]()
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Wie bemisst Du das?
Fängt schon damit an, EINE Rechnung für Internet-Festnetz, Mobil für die ganze Familie und auch alles an Streaming. Sehr wichtiger Punkt.
Mmmh, MagentaTV kann jeder buchen, unabhaengig vom ISP.
Aber als Telekom-Kunde noch günstiger.
Paket-Vorteile
Wie bemisst Du das und woher weisst Du, ob das Interneterlebnis bei den Mitbewerbern nicht eben so gut oder gar besser ist?
Sagen wir es mal so, da ich bei einem Unternehmen(Finanzen) mit mehr als 10.000 MA für den Einkauf von Telekommunikation seit 1995 zuständig bin und wir viele verschiedene Dienstleister je nach Standort nutzen habe ich eine Idee von der Qualität.
D.h. bevor man solch ein Urteil faellt. Ich bezweifle hier nicht, dass das fuer Dich gilt, sondern, dass das eine hilfreiche Verallgemeinerung auf den gemeinen Deutschen ist.
Dafür sprechen meine begrenzten Erfahrunge aus meinem Umfeld, ABER auch die Markterhebungen bei check24 und verifox, dass die Deutschen an einmal abgeschlossenen Verträgen kleben, nicht nur bei der Telekommunikation. Und die betrachten den Markt schon sehr genau, damit verdienen sie ja schließlich ihr Geld.
Wenn es so nicht wäre müssten sie ja nicht immer zum Jahresende riesige Werbung in TV starten mit der aufforderung zum Wechseln bei Versicherung, Gas, Strom und Telekommunikation. ![]()
Meine erste und letzte Einlassung hierzu: Der monetäre Vorteil der Kundenbindungsbündelangebote verkehrt sich dann in das Gegenteil, wenn eine Komponente, warum auch immer, geändert werden muss. So gesehen bei vielen Teenagereltern, deren Kinder ausgezogen sind.
Gerade den Mobilfunk bekommt man mit anderen Anbietern mindestens genau so günstig mit Individualverträgen hin.
Der monetäre Vorteil der Kundenbindungsbündelangebote verkehrt sich dann in das Gegenteil, wenn eine Komponente, warum auch immer, geändert werden muss. So gesehen bei vielen Teenagereltern, deren Kinder ausgezogen sind.
Der monetäre Vorteil der Bündelangebote gilt auch haushaltsübergreifend. Warum sollte ein junger Erwachsener ohne Not eine 20€-Unlimited-5G-Flatrate im Telekom-Netz aufgeben, weil er zu Hause ausgezogen ist?
Fängt schon damit an, EINE Rechnung für Internet-Festnetz, Mobil für die ganze Familie und auch alles an Streaming. Sehr wichtiger Punkt.
Stichwort "Konvergenz". Diejenigen Marken die "Bring mich immer und überall online, egal wie" mit hoher Qualität hinbekommen, gehört die Zukunft. "LTE, 5G, WLAN, DSL, DOCSIS, GPON", Die Buchstabensuppe interessiert am Endkundenmarkt wirklich niemanden, Hauptsache es geht!
Der marktführende Zugangsanbieter macht einen Vertrag mit dem Endkunden und nutzt dann alle Technologien, die er je nach Ort zur Verfügung hat. Der Kunde wird nicht einsehen, für Technologie XY nochmal extra an jemanden anderen zahlen zu dürfen. Und genau das wird den Glasfaserinvestoren das Genick brechen.
Fängt schon damit an, EINE Rechnung für Internet-Festnetz, Mobil für die ganze Familie und auch alles an Streaming. Sehr wichtiger Punkt.
Fair. Mir persoenlich ist das egal ob ich eine oder X Rechnungen bekomme (zahle die ja nicht mehr monatlich von Hand
), aber ich erkenne an, dass das komfortabler ist, und wenn nur fuer die eigene Buchhaltung...
Aber als Telekom-Kunde noch günstiger.
Paket-Vorteile
Auch in der Summe? Weil andere Anbieter ja mitunter billigeres Internet anbieten als die Telekom? Aber ja, die Idee hinter den Koppelvertraegen ist dass die Kunden dann noch wechselunwilliger werden wenn alles aus einer Hand kommt, weshalb ein kleines bisschen Zuckerbrot angeboten wird...
Auch in der Summe? Weil andere Anbieter ja mitunter billigeres Internet anbieten als die Telekom? Aber ja, die Idee hinter den Koppelvertraegen ist dass die Kunden dann noch wechselunwilliger werden wenn alles aus einer Hand kommt, weshalb ein kleines bisschen Zuckerbrot angeboten wird...
Da gebe ich dir recht, dass ist ganz bestimmt mit dem Ziel der Kundenbindung, aber auch die Streamingdienste provitieren.
Nur wenn die Dienste klappen und wenn alles gut und einfach erklärt wird.
Beispiel: nur einmal Magenta-TV anlegen und auf allen TV im Haus reicht es, für alle Streamingdienste den QR-Code auf dem Bildschirm zu scannen, Sekunden später freigeschaltet.
Es ist halt nicht "nur" billiges Internet, ich habe testweise mal 1&1 Mobilfunkt genutzt. Dagegen war E-Plus vor 15 Jahren schneller.
Der monetäre Vorteil der Bündelangebote gilt auch haushaltsübergreifend. Warum sollte ein junger Erwachsener ohne Not eine 20€-Unlimited-5G-Flatrate im Telekom-Netz aufgeben, weil er zu Hause ausgezogen ist?
Weil er die von einem Mitbewerber als Individualvertrag für 20,99€ erhält?
Im Ernst: So lange die Eltern das bereitwillig Sponsoren, ist dies ja das Problem des Vertragsinhabers (der Eltern). Bei uns gehen alle personenbezogenen Verträge ab volljährigkeit auf die Kinder über. Diese sind dann Herr über ihre Verträge und können damit tun und lassen was sie wollen. Lediglich ein Dauerauftrag wird ggf. von uns auf das Girokonto des Kindes noch eingerichtet. Das hat bei uns sehr eigenverantwortliche, selbstbestimmte und lebensfähige, auch mit mehrmonatigen Auslandsaufenthalten verbundene, Kinder hervorgebracht.
Weil er die von einem Mitbewerber als Individualvertrag für 20,99€ erhält?
5G Unlimited im Telekom-Netz gibt die Telekom nicht an Mitbewerber ab.
Der Qualitätsunterschied zwischen anderen Netzbetreibern und Telekom sind bei mir der Unterschied zwischen 50 Mbit/s LTE (bis unter 10 Mbit/s, nachts ist Sendeschluss) und >1 Gbit/s 5G bei Magenta.
Im Ernst: So lange die Eltern das bereitwillig Sponsoren, ist dies ja das Problem des Vertragsinhabers (der Eltern). Bei uns gehen alle personenbezogenen Verträge ab volljährigkeit auf die Kinder über.
Das sind Milieu-Spezifika. Bei vielen passiert da nichts vor Berufseintritt (deutlich später als "volljährig") und danach werden halt die Eltern "gesponsort", die eh Festnetztelefon brauchen.
Und ja, wer als Glasfaserinvestor beim Marketing ganz Deutschland wie ein homogenes Milieu behandelt, fällt eben auch auf die Nase. Das sind ja genau die Erfahrungen die der hiesige Marktführer den ausländischen Neueinsteigern voraus hat.
Das sind ja genau die Erfahrungen die der hiesige Marktführer den ausländischen Neueinsteigern voraus hat.
Das und halt den von der grauen Post geerbten Stamm an wechselfaulen Kunden... und dadurch einen groesseren Geldbeutel fuer Investitionen als jeder einzelne Mitbewerber... was ihr laengeren Atem verschafft (den sie bisher in "homes passed" investiert hat).