Telekom liefert 2 GB/s in Pilotstädten Berlin und Gunzenhausen

  • Telekom hat IP-over-DWDM

    Durch die Zusammenschaltung von Optik und IP ließen sich rund 60 Prozent Energie sparen, sagte Mudesir. IP-over-DWDM (Dense Wavelength Division Multiplexing) ist eine Netzarchitektur, die IP-Routing-Funktionen direkt in die optische DWDM-Transportschicht integriert. Die Signalumwandlung über Transponder oder Muxponder entfällt. Durch die Integration von IP-Routern und Netzwerk-Switchen in das OTN (Optical Transport Network) entfällt auch die SDH/SONET-Zwischenschicht.

    Glasfaser: Für 2 GBit/s muss die Telekom nur den Stecker wechseln - Golem.de
    2 GBit/s bietet die Telekom bereits in allen geförderten Ausbaugebieten an. Dafür genügt der Austausch des SFP-Moduls, eines Steckers.
    www.golem.de
  • Das kenne ich eher unter dem Begriff der kohärenten Optiken. Da entfällt dann die Umsetzung auf die richtige Wellenlänge im OTN/ÜT System.
    Das haben schon sehr wohl andere, deutsche Provider im Einsatz. Ein SDH/SONET Unterbau dürfte die DTAG auch schon lange nicht (mehr) besitzen.

  • Manchmal zweifel ich ja ob die Telekom überhaupt schon einen Kunden mit Magenta Zuhause 2000 hat, zumindest in meinem Berliner Pilotgebiet, ist mindestens seit einem halben Jahr nichts sichtbares mehr an Bauarbeiten passiert. Ist zwar keiner dabei der den 2000er Vorbestellt hat, aber kenne auch noch keinen seinen FTTH Hausanschluss hier im Gebiet in den Keller gelegt bekommen hätte.

    Aktuell heißt es voraussichtlich fertig bis Ende Juli 2025. Auch für meine ältere GPON Insel (im XGS-PON Pilotgebiet) hat auch noch keiner mal schnell "nur das SFP getauscht", der ist für mich nach wie vor nicht buchbar.

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  • In den Medien wird oft gerne von Berlin als Pilotstadt gesprochen, das sind aber nur ein paar Teilbereiche, nicht mal ganze Bezirke, wo Ende 2023 der XGS Ausbau mit bis zu 2Gbit/s angekündigt wurde.

    Abgesehen von ein paar Handvoll Adressen gab es da zu 99,9% aber noch kein Telekom FTTH. Man konnte zwar schon beobachten das fleißig eine Rolle Speedpipes nach der anderen in den Telekomschächten verschwunden sind, haufenweise NVts aufgestellt wurden, dann aber seit knapp einem halben Jahr nichts mehr. Nie eine Firma gesehen die je Glasfasern eingeblasen hat, noch irgendwo gesehen das je ein Hausanschluss gebaut wurde.

    Sprich der 2000er ist hier in den Berliner Pilotgebieten noch ein Papiertiger, den man im Zuge des FTTH Ausbaus "Vorbestellen" könnte und auch nur da wo FTTH neu gebaut wird. Was mit FTTH Bestandsadressen in den Pilotenbereichen passieren soll, da konnte ich nie eine klare Aussage bekommen, denn eigentlich wäre ja vielleicht nur wie im Artikel angesprochen ein SFP Tausch am OLT nötig um den Tarif dort auch verfügbar machen zu können.

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  • ThomasG Die Telekom hat in ganz Deutschland überall Anschlüsse, die meisten Neubaugebiete (zumindest bei mir im größeren Umkreis) werden von der Telekom direkt mit Glasfaser angeschlossen.
    Wenn die Telekom demnach den 2G Tarif flächendeckend ausrollt, gibts endlich mal flächendeckend höhere Geschwindigkeit und bringt auch andere Anbieter, durch Konkurrenz mal dazu >1G Tarife anzubieten, z.B. die Deutsche Glasfaser.

    Die meisten Anbieter die aktuell >1G anbieten haben kein "großes" Netz, die sitzen meist in einer Stadt oder einem Bundesland und bauen nur recht lokal aus.

    Die Deutsche Giganetz schaltet z.B. den 2,5Gbit Tarif auch bei GPON, die setzen XGS-PON nicht vorraus.

  • Die Deutsche Giganetz schaltet z.B. den 2,5Gbit Tarif auch bei GPON, die setzen XGS-PON nicht vorraus.

    Ich bin ja sonst ein Fan davon, die Ressourcen ordentlich zu nutzen. Aber das halte ich doch für sehr gewagt.

    Selbst wenn sie es steuern können sollten, mit welchen anderen Anschlüssen der Port betrieben wird (z.B. nur ein Teilnehmer mit 2,5G im Split), ist das weit über die Kante genäht. Rein praktisch sind das auch nicht volle 2,5 Gbps, sondern nur 2,48 Gbps.

    Da sie aber nur 90% garantieren müssen ...

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  • Die Deutsche Giganetz schaltet z.B. den 2,5Gbit Tarif auch bei GPON, die setzen XGS-PON nicht vorraus.

    Das ist mutig...

    Zitat

    Im Falle der Realisierung von MyNet 2.500 mittels GPON beträgt die maximale Bandbreite 2,488 Gbit/s im Download und 1,244 Gbit/s im Upload.

    Im Produktinformationsblatt werden folgende Raten zugesichert:

    Richtung: maximal / normalerweise zur Verfügung stehend / minimal

    Download: 2.488 / 2.400 / 2.300 Gbps

    Upload: 1.250 / 1.240 / 1.230 Gbps

    Zumindest ueber GPON ist damit quasi garantiert, dass Endkunden nur eine Messkampagne mit der Desktop-App von breitbandmessung.de davon entfernt sind eine ausserordentliche Kuendigung oder eine Minderung zu erwirken...

    Laut BNetzA sind die Raten des Produktinformationsblatts netto zu interpretieren, aber ueber GPON, selbst wenn mann den ganzen in-Band Verwaltungstraffic ignoriert, kommt mann bestenfalls auf (mit PPPoE-Overhead, weil die DGN wohl PPPoE einsetzt):

    Code
    IPv4
    2.48832 * ((1500-8-20-20)/(1500-8+8+18+5)) = 2.37231821405 = 2.372 Gbps
    1.24416 * ((1500-8-20-20)/(1500-8+8+18+5)) = 1.18615910703 = 1.186 Gbps
     
    IPv6
    2.48832 * ((1500-8-40-20)/(1500-8+8+18+5)) = 2.33964165463 = 2.340 Gbps
    1.24416 * ((1500-8-40-20)/(1500-8+8+18+5)) = 1.16982082731 = 1.170 Gbps

    Damit erreicht man also ueber GPON weder:

    a) die notwendigen 90% der maximalen Rate also (2.488/1.25) * 0.9 0: 2.2392/1.125 Gbps

    b) die normalerweise zur Verfügung stehende Rate von 2.400/1.240 Gbps

    c) die minimale Rate von 1.230 im Upload

    selbst wenn im PON Segment nur en einzelner Anschluss aktiv ist.

    Damit ist der Nachweis einer Minderleistung quasi garantiert... das ist IMHO kein Zeichen von Kompetenz, wenn ein ISP brutto und netto nicht auseinander halten kann oder will. (Was nicht heisst, dass mann nicht trotzdem zufriedener DGN Kunde sein kann).


    Fun fact mit 2.5 Gbps Ethernet kommt mann bestenfalls auf:

    Code
    IPv4
    2.48832 * ((1500-8-20-20)/(1500-8+8+18+20)) = 2.34918117035 = 2.349 Gbps
    1.24416 * ((1500-8-20-20)/(1500-8+8+18+20)) = 1.17459058518 = 1.175 Gbps
     
    IPv6
    2.48832 * ((1500-8-40-20)/(1500-8+8+18+20)) = 2.31682330299 = 2.317 Gbps
    1.24416 * ((1500-8-40-20)/(1500-8+8+18+20)) = 1.1584116515 = 1.158 Gbps


    Der PremiumPlus-Router der Deutschen Giganetz hat angeblich nur ein 2.5 Gbps Ethernet Interface zum ONT hin...

    Also entweder meint die DGN, die Vorschriften zur Erstellung des Produktionformationsblattes oder die Methode der BNetzA zur Ueberpruefung der vertraglichen Leistungserfuellung gaelte nicht fuer die DGN, oder es mangelt an Liebe zum Detail das sinnvoll umzusetzen.

    (Die ganze Kritik ist hinfaellig, wenn die Realisierung ueber GPON nur als Ueberbrueckung dient bis der relevante OLT fuer paralleles XGS-PON ertuechtigt wurde).

    Einmal editiert, zuletzt von pufferueberlauf (31. Januar 2025 um 11:08)

  • Ich sehe das auch als Marketing-Stunt. Die wissen vermutlich, dass selbst mit weiteren Teilnehmern im Split, die Leute >2 Gbps erreichen werden und damit keine großartige Klage zu erwarten ist.

    Unprofessionell.

  • Selbst wenn sie es steuern können sollten, mit welchen anderen Anschlüssen der Port betrieben wird (z.B. nur ein Teilnehmer mit 2,5G im Split), ist das weit über die Kante genäht. Rein praktisch sind das auch nicht volle 2,5 Gbps, sondern nur 2,48 Gbps.

    Da sie aber nur 90% garantieren müssen ...

    Man kann auch beim Verfügbarkeitscheck sehen ob du GPON oder XGSPON bekommst, bei XGSPON ist der Uploadbooster möglich (2,5 Down, 2,5G Up), bei GPON nicht.

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