Fragen zu zukünftiger Verlegung von neuem Glasfaseranschluss in Eigentumswohnung

  • Hallo,

    ich wohne in einer Eigentumswohnung in einem Mehrparteienhaus. So wie es aussieht, bekommt das Gebäude in Zukunft einen Glasfaserzugang (von der Telekom). Das Gebäude ist schon älter, etwa 40 Jahre alt. Leerrohre sind keine vorhanden.

    Ich habe nun erfahren, dass die Telekom standardmäßig die Glasfaserdose in die Wohnungen nur bis maximal im 3 Meter Umkreisradius der Eingangstür installiert, was bei mir keine richtige Option ist.

    Will man die Installation weiter entfernt, dann muss selbst entsprechende Vorbereitungen treffen.

    Damit ich mir darüber überhaupt ordentliche Gedanken machen kann, stelle ich mir folgenden Fragen:

    1) Muss ich in diesem Fall komplett alles für die Leitungsverlegung vorbereiten oder nur das, was über 3 Meter hinausgeht?
    2) Kann ich irgendwie herausfinden, wo das Kabel hier oben vor der Haustür meiner Wohnung voraussichtlich ankommt, z.B. links oder rechts der Haustür, ob oben oder unten?
    3) Leider finde ich im Internet immer nur Beschreibungen und Videos, wie die Verlegung des Glasfaserzugangs in den Keller erfolgt, aber nicht, wie dann bei Mehrparteienhäusern die Verkabelung in die einzelnen Wohnung beispielsweise erfolgt. Natürlich kommt es immer auf die baulichen Gegegebenheiten an, wie das konkret erfolgt, aber so beispielhaft würde ich das schon gerne mal sehen. Nehmen wir an das Kabel kommt über das Treppenhaus oben VOR der Haustür an. Dann muss es erst mal in die Wohnung kommen und sicher nicht durch die Tür selbst. Also entweder durchs Mauerwerk links oder rechts. Oder vielleicht unter der Tür durch? Oder obendrüber im Bereich der Decke? Kennt jemand eine beispielhafte Darstellung dieser Installation in der Wohnung?

  • Warum machst Du einen zweiten Beitrag zum gleichen Thema auf?

    ... und BTW: Die Fragen 2 und 3 wird niemand seriös ohne Ortskenntnisse beantworten können. Mach Dich auf den Weg und schau Dir bereits ausgebaute MFH's an. So einfach geht das.

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  • Die 3 Meter gelten ab dem Wohnungseintrittspunkt der Glasfaser, das muss nicht zwingend bei der Wohnungstüre sein. Auf welchem Weg die Glasfaser in die Wohnung kommt, wird vorab bei einem Auskundungstermin bestimmt und in einem Protokoll festgehalten. Wenn du selber Eigentümer ist, und deine Hausverwaltung ordentlich arbeitet, wirst du das Protokoll auch vorher zu Gesicht bekommen (oder kannst am besten gleich bei der Auskundung mit dabei sein).

  • e16: Habe einen neuen Beitrag dazu erföffnet, weil es hier um eine technische Frage geht, die in diesem Forum besser aufgehoben ist. In dem anderen Thread ging es zuletzt vielmehr um das Pro und Contra, jetzt einen Glasfaseranschluss installieren zu lassen.

    Das mit dem Anschauen entsprechender Lösungen in anderen MFHs wäre eine Option, wenn ich in meinem Umfeld irgendjemanden kennen würde, der in einem MFH wohnt und bei Glasfaser bereits installiert wurde. Das ist aber nicht der Fall.

    Einmal editiert, zuletzt von Tabaluga (6. Juni 2024 um 08:28)

  • Es gibt hier seitenweise Beiträge zu dem Thema des Innenausbaus und allesamt mit guten Tipps und Empfehlungen.

    Benutze die Suchfunktion und gib dort den Begriff OBO ein.

    Hier ein Link zu einem verwandten Thema: Glasfaser im MFH ohne Leerrohre

    OK, danke für den Hinweis. Von OBO hatte ich bisher noch nie was gehört.

    Der Link zum verwandten Thema ist sehr nützlich und zeigt leider auf, wie unterschiedlich das z.T. gehandhabt wird.

    Denn wie in dem verwandten Thema ist es auch bei mir nicht möglich, den ONT direkt rechts oder links der Wohnungseingangstür zu installieren. Dort ist weder Platz noch eine Steckdose.

    Einmal editiert, zuletzt von Tabaluga (6. Juni 2024 um 07:16)

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  • Die 3 Meter gelten ab dem Wohnungseintrittspunkt der Glasfaser, das muss nicht zwingend bei der Wohnungstüre sein. Auf welchem Weg die Glasfaser in die Wohnung kommt, wird vorab bei einem Auskundungstermin bestimmt und in einem Protokoll festgehalten. Wenn du selber Eigentümer ist, und deine Hausverwaltung ordentlich arbeitet, wirst du das Protokoll auch vorher zu Gesicht bekommen (oder kannst am besten gleich bei der Auskundung mit dabei sein).

    Danke für die Infos. Dass der Wohnungseintrittspunkt der Glasfaser nicht zwingend bei der Wohnungstüre sein muss, dachte ich mir auch. Leider wird sich erst endgültig zeigen, wo dieser Wohnungseintrittspunkt der Glasfaser ist, wenn dieser Auskundungstermin stattfindet. Und das kann noch dauern.

    Schade, dass sowas nicht gleich bei dem Angebot von Glasfaser an der Haustür ermittelt/festgelegt wird. Auf die Werbesprüche des Haustürverkäufers, dass Glasfaser so toll, schnell und stabil sei, könnte ich gut verzichten, stattdessen wäre mir eine Info, wo dieser Wohnungseintrittspunkt sein wird, viel wichtiger. Aber das sind halt nur Verkäufer und keine Techniker, die diese Glasfaser-Angebote machen.

  • Schade, dass sowas nicht gleich bei dem Angebot von Glasfaser an der Haustür ermittelt/festgelegt wird. Auf die Werbesprüche des Haustürverkäufers, dass Glasfaser so toll, schnell und stabil sei, könnte ich gut verzichten, stattdessen wäre mir eine Info, wo dieser Wohnungseintrittspunkt sein wird, viel wichtiger. Aber das sind halt nur Verkäufer und keine Techniker, die diese Glasfaser-Angebote machen.

    :D guten Morgen, auch schon wach. Wenn dies so passieren soll, würde beim derzeitigen Fachkräftemangel der einzelne Anschluss wohl eher 5000 € kosten.

    Vielleicht hilft aber auch Mal eigenständig zu überlegen wie vermutlich die Leitungswegen im MFH erfolgen werden und wo dann der Übergabepunkt sein wird. Vielleicht kann man sich dabei ja an dem Telefonanschluss orientieren. Schließlich muss genau dies ja von der WEG abgeknickt werden.

    Das ein 40 Jahre altes Gebäude keine Leerrohre zumindestens für TV und Telefon ist schon ungewöhnlich/schade. Unseres ist 65 Jahre alt, da gab es so etwas schon. Man müsste allerdings erst einmal suchen im Keller und im Treppenhaus.

  • Vielleicht kann man sich dabei ja an dem Telefonanschluss orientieren. Schließlich muss genau dies ja von der WEG abgeknickt werden.

    Was soll das bedeuten "von der WEG abgeknickt werden"? DSL und normale Telefonanschlüsse bleiben im Haus weiterhin parallel vorhanden, weil nicht alle im Haus in ihrer Wohnung Glasfaser haben wollen. Sprich, es bekommen nur die Glasfaser in die Wohnung, die auch Glasfaser haben wollen.

    Oder meintest du "von der WEG abgenickt", also abgesegnet werden?

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  • Gemäß dem aktuellen WEG muss die Gemeinschaft dem Glasfaseranschluss zustimmen.
    § 29 (2) (2) Jeder Wohnungseigentümer kann angemessene bauliche Veränderungen verlangen, die
    4. dem Anschluss an ein Telekommunikationsnetz mit sehr hoher Kapazität...

    Allerding, bei der Umsetzung haben die Miteigentümer ein Mitspracherecht.
    Über die Durchführung ist im Rahmen ordnungsmäßiger Verwaltung zu beschließen.

    Dafür haben alle ISP auf ihren Seiten schon die passenden Vordrucke.

    Z.B wird die GF im Treppenhaus (Kabelkanal) oder auf der Hauswand verlegt. Daher ist es wichtig, schon vorher im Klaren zu sein (Absprachen mit den anderen Eigentümer) wie es sinnvoll umgesetzt werden soll und dann dies bei der Begehung durch die bauende Firma einzubringen.
    Es bringt nichts, wenn die Firma ihren leichtesten Weg zu Protokoll bringen und alle nur den Kopfschüttel. Damit vergeht viel Zeit, wir hatten die Situation.