Haus renovieren, neues Netzwerk

  • Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier und hoffe auf eure Hilfe und Meinung.

    Wir beginnen die Tage damit ein Haus zu renovieren und ich möchte die Vorhanden möglichkeiten nutzen.

    z.B. Leerrohre die für Telefonanschlüsse in den Zimmer gedacht sind um diese mit Cat7 Netzwerkleitung zu versorgen.

    Da ein Teil der Leerrohre in den Dachboden gehen und andere wiederum in den Keller dachte ich diese nicht Zentral sondern dezentral über Switch zusammen zu führen.

    Internet wird gerade ausgebaut hier steht in ein paar Monaten Glasfaser von Giganetz im Keller zu Verfügung, bei diesem Anbieter geht man per Kupfer an seine Fritzbox.

    Nach der Fritzbox würde ich einen Zyxel XMG1915-10EP-EU0101F Switch einsetzen, einmal ohne PoE und einmal mit für 1-2 Zyxel NWA130BE AccessPoints das Haus ausleuchten. Mit diesen hab ich schon gute erfahrungen in der 2,4Ghz ausleuchtung gemacht.

    Ansonsten bin ich Markenfrei was Switch und AP angeht.

    Nun kommt Ihr ins Spiel, mit welchen LWL Kabel verbinde ich am besten die beiden Switch? denke 20-30m Leitungsweg.

    Von FS.com wurde mir OM4 empfohlen mit passenden Modulen.


    Von der Firma Kaiser hab ich gesehe, dass es Kabel mit Stecker gibt ohne Spleißen und mit Zuglasche:

    Jedoch Single Mode OS2.

    Gibt es weitere Hersteller die LWL zum selbstverlegen ohne Spleißen anbieten? mit google kam ich da nicht groß weiter.


    Besten Dank euch bin gespannt auf eure Ideen

    Gruß Andi

  • Mir ist nicht ganz klar, was Du überhaupt vor hast. Normalerweise gibt es einen oder 2 Provider, die Glasfaser in das Haus verlegen. Nur dort wird erst einmal die GF benötigt.

    Wenn man komplett neu planen kann, dann sollte man für Wireless extra Access-Points an der Decke oder Wand, möglichst POE versorgt, vorsehen. Also wird kein Router mit integriertem WLAN benötigt (kann man, muss man nicht).
    Dort, wo die GF in das Gebäude kommt, sollte man einen 19" Verteiler vorsehen, Entweder als Wandverteiler in kleinerer Ausführung bis zum möglichen großen 42 HE Schrank für Patchpanel, Router, Switches, Server, USV, KNX-Server, VoIP-TK-Anlage, PV-Steuerung und vieles andere mögliche mehr. Dem Geldbeutel sind da keine Grenzen gesetzt.
    Grundsätzlich RJ45-Doppeldosen in jeden möglichen Raum. Ausnahmen evtl. Bad und Toilette.
    Beispielhaft im Link, die vielfach mit diversen Herstellern von Elektro-Serien kombinierbar sind.
    Verbunden über Leerrohre mit Innenverkleidung, wenn man (viel)später auch diese LAN-Kabel mal gegen GF (Fiber to the Desk) tauschen will.
    Auch Speedpipe Innenrohre könnte man parallel zu den Leerrohren legen oder später statt LAN-Kabel diese in die Leerrohre einbringen.
    Wichtig sind bei Bögen imm große Radien, damit die Kabel oder Fasern unproblematisch eingezogen werden können. Am besten immer nur senkrecht in den Keller und dort dann in Kabelkanälen am Übergang von Wand zur Kellerdecke abfangen und weiterführen.

    Es gibt noch wesentlich mehr Dinge, die man da in der Planung mit einbringen kann, aber das sprengt die Grenzen hier.

    Einmal editiert, zuletzt von Schnurz (30. Mai 2024 um 13:17)

  • Mir ist nicht ganz klar, was Du überhaupt vor hast. Normalerweise gibt es einen oder 2 Provider, die Glasfaser in das Haus verlegen. Nur dort wird erst einmal die GF benötigt.

    Also ich verstehe es so, das ei Hilfe benötigt bei der Verkabelung von 2 Standorten (Keller/Dachboden) dies hat so gar nichts mit dem Internetzugang zu tun.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Wenn Du schon einen PoE Switch nach 802.3bt (bis zu 90 Watt pro Port) vorsiehst, dann solltest Du auf einen möglichst großen Querschnitt der einzelnen Adern im Netzwerkkabel Wert legen, sonst benutzt Du das Kabel als Heizung und weniger zur Stromversorgung der APs... Du solltest beim Kauf des Verlegekabels auf eine möglichst kleine AWG-Zahl achten! Kleiner als Cat 7 empfehle ich nicht mehr! Aufgrund des Andernquerschnitts kommt natürlich auch Cat 8 in Frage.

    Kabelmaßeinheiten nach AWG
    www.elektronik-kompendium.de

    Irgendwie erscheinen mir die 130 Watt des ZYXEL Switches als zu niedrig für die 8 x 802.3bt Ports...

    Power over Ethernet (PoE): Der Standard IEEE 802.3bt | Computer Weekly
    802.3bt ist der aktuelle PoE-Standard des IEEE für die Stromversorgung über das Netzwerkkabel. Er bietet eine höhere Effizienz und mehr Leistung für Endgeräte.
    www.computerweekly.com
  • So lange die Entfernung/Kabellänge nicht rößer als 90 Meter wird, geht immer auch LAN-Kabel. Die baulichen Gegebenheiten und elektrischen Voraussetzungen kennt nur der TE. Daher ist es für Aussenstehende schwierig, genauere Angaben zu machen. Man kann hier nur mit aalgemeinen Angaben helfen. Und ja, die Kaiser Teile sind nicht verkehrt.

  • Erstmal Danke.

    Falls es Baulicht nicht möglich ist oder sehr aufwendig alle Netzwerkleitungen in den Keller an einen Zentralen Ort zu bringen würde ich gern einfach einen Switch im Keller und einen im Dach haben.

    Zwischen den SFP+ Uplinks der Switche würde ich eben Glasfaser und kein Kupfer legen wollen.

    Ist in meinen Augen zukunftssicherer oder eventuell auch Stromsparender als 10Gbit über Kupfer. Falls ich hier nicht otal auf dem Holzweg bin.

    Es wir am ende einfach so sein das es 2-3 Orte gibt an denen viele Netzwerkteilnehmer angebracht sind und der Weg aufs dach ist eben um welten kürzer als in den Keller.


    Geziehlt suche ich hilfe im Glasfaser Forum weil ich bis jetzt 0 Erfahrung mit LWL habe, sei es Händler, Hersteller, Techniken.

  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.
  • Da spricht grundsätzlich nichts gegen.

    Der Tipp mit dem 19"-Schrank kam ja bereits. Im Dachboden empfehle ich einen 10"-Schrank für Patchpanel und Switch.

    Und solange alle Kabel in Leerrohren geführt werden, bleibst du flexibel.

    Den Link zwischen den Switches kannst du natürlich per LWL ausführen. Ansonsten wird 10G auf Kupfer jetzt aber auch nicht viel mehr Leistung ziehen. Hängt vom Leerrohr ab.

  • Ich würde vermeiden auf dem Dachboden aktive Netzkomponenten zu betreiben. Üblicherweise sind die Temperaturschwankungen dort sehr groß, ein Keller ist häufiger der geeignetere Ort, sofern es kein feuchter Naturkeller ist. Ich kenne jedoch nicht die Gegebenheiten vor Ort. Gerade bei bevorstehenden Renovierungsarbeiten sollte eine sternförmige Verkabelung, abgehend vom Keller, möglich sein.

  • Klar ist der Keller die bessere Wahl.

    Aber wenn der Aufwand zu groß wird, bieten sich bestehende Möglichkeiten an.

    Zur Not greift man zu einem Switch mit erweiterten Temperaturbereich:

    DIGITUS DN651108 - Switch, 8-Port, Gigabit Ethernet, erw. Temperaturbereich
    DIGITUS Industrial 8-Port Gigabit Switch, UnmanagedIndustrial Gigabit Ethernet Switch 8-port, DIN rail, erweiterter TemperaturbereichMit dem Switch lassen sich…
    www.reichelt.de
  • Tipp: Jetzt kostenlos registrieren, mitmachen und das Forum ohne Werbebanner nutzen.