Ich wohne in einem Haus mit 4 Wohnungen (3 Eigentümer). 2022 wurde mir für meine Wohnung ein UGG-Anschluss verkauft, seit ca. 1 Jahr kommt neben dem Haus ein dünnes Rohr mit einer grünen Faser aus dem Boden.
Auf Nachfrage sagt die UGG-Hotline, der Hausanschluss würde aber nicht weitergebaut, weil kein Auftrag für ein Mehrfamilienhaus vorliegt, denn ab 4 Wohnungen wird prinzipiell immer von UGG eine Inhouse-Verkabelung zu GF-TAs in jeder Wohnung durchgeführt, und ohne den enstprechenden Auftrag von mir bzw. der Eigentümergemeinschaft wird niemand angeschlossen.
Problem 1: 3 Bewohner, die auf Glasfaser keinen Wert legen, bekommen Bauarbeiten in ihren Räumen zugemutet. Organisatorisch schwierig, aber lösbar.
Problem 2: Das Haus ist ein umgebauter Bauernhof. Die Wohnungen haben unterschiedliche Grundrisse und auch die Treppe ist kompliziert. Ich selbst habe keine Idee, wie man die 2 oberen Wohnungen mit vertretbarem Aufwand erreicht. Auf die Frage, welche Rohre oder Kabelkanäle nötig seien, sagte die Hotline, "nur" 20mm Durchmesser
!
Ich habe nun Angst, dass ein UGG-Sub ohne Rücksicht auf Verluste 20mm-Panzerrohre mit Klemmschellen kreuz und quer über Putz durch Treppenhaus und Wohnzimmer nach oben verlegt und dafür womöglich noch Aufpreise wegen Mehraufwand fällig werden (das Formular hat dafür eine Klausel). Eine Verlegung außen ist wegen Denkmalschutz schwierig (wird lt. Hotline aber sowieso nicht gemacht, weil "das bei Glasfaser nicht geht"
.)
Kann mir jemand von euch also sagen, wie eine von UGG durchgeführte Inhouse-Verkabelung praktisch aussieht? Im Netz findet man nur hübsche Prinzipskizzen. Inwiefern ist die Leitungsführung verhandelbar und mit wem (bei der Hausbegehung?)? Sind die Hausbegeher fachlich fit und kreativ bei der Lösungsfindung? Sind wirklich 20mm nötig?
Mein Ansatz wäre, die GF-TAs in die Keller zu legen und wenn jemand in den oberen Wohnungen doch noch Glasfaser will, hängt man den ONT im Keller daneben und geht mit Cat.7 weiter in die Wohnung. Dafür sind immerhin keine 20mm Rohr nötig. Meint ihr, UGG lässt sich darauf ein?
Oder gibt es irgendeine Möglichkeit, UGG doch dazu zu bewegen, keine Inhouse-Verkabelung durchzuführen? Die Grenze "bis 3 Wohneinheiten Sache der Eigentümer" vs. "ab 4 Wohneinheiten zwingend UGG, sonst kein Anschluss für niemanden" ist ja rein willkürliche UGG-Geschäftspolitik.
Und aufgrund des Fehlers vom Anfang liegt eine Faser eben auch schon da, es ist faktisch Unsinn von UGG, nicht wenigstens die dann auch gewinnbringend für meinen Vertrag zu nutzen.