DG - Zweiter PK Anschluss in EFH

  • Hallo,

    Ich wollt einmal nachfragen ob irgendwer hier im Forum Erfahrungen hat mit einem nachträglichen zweiten Privatkunden Anschluss bei der DG. Aktuelle Situation: Ich wohne in einem Einfamilienhaus mit einem HÜP der DG(ohne GF-TA) und wir haben einen Vertrag bei der DG(über meinen Vater). Wäre es praktisch möglich das ich einen zweiten Vertrag abschließe und einen zweiten Anschluss im selben Haus buchen kann? Anscheinend hat das Glasfaserkabel im HÜP nur 2 Fasern und ich denke dann müsste ja ein zweites Kabel durch die Speedpipe geblasen werden. Und würde dann auch eine GF-TA gesetzt werden? Bilder vom HÜP im Anhang(ich weiß das man diesen nicht öffnen sollte, geht aber ohne das Siegel zu zerstören da dieser nicht vernünftig montiert wurde).

  • Schau dir das Kabel genauer an, welches aus dem orangefarbenen Mikrokabelrohr im HÜP herauskommt. Üblicherweise ist dort eine Beschriftung erkennbar, welche über die Faseranzahl Auskunft gibt. Wenn man nicht gerade Adleraugen hat, dann hilft eine Vergrößerung der Schrift auf einem Foto weiter.

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  • Also. Ich kenne es so, das die Mindestfaserzahl 4 Stück sind bei diesen Kabeln. Kann natürlich sein, das 2 Stück gekappt wurden weil ja nur eine WE vorgesehen ist.

    Alles klar, da hab ich auch drüber nachgedacht, hätte halt gedacht das man dann trotzdem zumindest alle 4 Fasern ablegt. Ich schau mir das Kabel man an.

  • Sieht doch nach einem 4 Faser Kabel aus, der DG Twitter Support hat mir aber mitgeteilt das ein Nachträglicher zweite Anschluss in einem Einfamilienhaus nicht möglich ist :/, schade.

  • Da würde ich trotzdem noch einmal beim Bauherrenservice oder wie das auch immer bei DG genannt wird nachfragen. Das würde ja bedeuten, das die Umwidmung in ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung der viel zu groß gebauten Einfamilienhäuser der 1970er Jahre mit Blick auf Glasfaseranschlüsse nicht möglich sei.

    Da kann man den EFH Besitzern raten, bei der Erschließung mit Gf anzugeben, das es als Zweifamilienhaus genutzt wird?!

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  • Rxyzr

    Wenn die Sache mit den Fasern geklärt ist, kommt ja noch der nächste wichtige Punk.

    Zu beachten ist im Anschluss die "neue" Richtline zur Innenverkabelung.

    Das betrifft zwar im Regelfall keine Bestandskunden bei den ISP, aber durch das neue TK-Gesetz muss ja (leider) zwingend der passive Abschlusspunkt (mit angehängtem ONT) im Wohnraum der jeweiligen Partei bei MFH gesetzt werden, ob die Parteien das wollen oder nicht.

    Ich hoffe für dich, dass:

    a. dein GF-Unternehmen dann wenigstens kostenlos die "zwingende" Inhaus-GF-Verkabelung vornimmt

    b. wie bei manchen Anbietern noch üblich, der ONT weiterhin im Keller bei 2-3 Familienhäusern gesetzt werden kann und man mit weniger Aufwand eine eigene Ethernetverkabelung im Haus für geringere Kosten umsetzen kann, bzw. euer Objekt sowieso als "Bestandsgebäude" ohne Anwendung der neuen Richtlinie behandelt wird.

    Einmal editiert, zuletzt von sentry0815 (27. April 2024 um 14:22)

  • Das "neue" TKG ist bereits im dritten Jahr und der passive Netzabschluss seit 2016 vorgeschrieben, das "leider" kann ich nicht nachvollziehen.

    Gerade bei den von dir erwähnten MFH ist eine GF-Verkabelung in die Wohnräume genauso aufwändig wie eine nachträgliche Ethernet-Verkabelung. Ganz abgesehen davon ist eine Ansammlung von ONTs, die allen Teilnehmern zugänglich sind, nicht ideal. Korrekterweise müssten diese in dem jeweiligen Verteilerkasten des Eigentümers/Mieters angebracht sein. Nach aktuellen VDE Vorgaben ist jedoch ein nachträglicher Einbau einer Steckdose in den Verteilerkasten nicht statthaft, sondern es muss pro Eigentümer/Mieter ein zweiter, kleinerer angebracht werden. Diese Auskunft habe ich unabhängig voneinander von mehreren Meisterbetrieben erhalten. Für die Elektroinstallation werden mehrere hundert Euro pro Wohneinheit fällig.

  • Bei Altbauten könnte ich die Problematik noch verstehen. Bei neueren Bauten sollte die ITK-Verkabelung gemäß DIN 18015 in Leerrohr ausgeführt sein. Wer das als Bauherr nicht getan hat ...

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  • HubeBube

    Bei kleineren MFH , die sogar noch Mehrgenerationenhäuser (Familien) sind finde ich den Zwang nach wie vor völlig daneben. Wenn wir das hier (wie im voran erwähnten Beispiel) für die drei Wohneinheiten so hätten machen müssen, anstatt eine größtenteils bestehende LAN-Verkabelung nutzen zu können, hätten wir weiter DSL genutzt und damals nur den Anschlusspunkt für GF verlegen lassen.


    GF verlegen ist trotz allem u.U aufwändiger, die lokalen Elektriker hier z.B. verlangen deutlich höhere Preise als für eine simple Ethernetverkabelung. Die zuletzt genannte ist robust und das kann man als Laie wirklich selber ohne größere Kenntnisse machen.


    Bezüglich der Steckdosen: mit separatem Zwischenstecker/ Stromzählerfunktion (ggf. geeicht) nutzen und wenn jeder damit einverstanden sein sollte, dürfte dies das geringste Problem sein.

    Einmal editiert, zuletzt von sentry0815 (27. April 2024 um 16:46)

  • Wer neu gebaut hat, sollte seinen Architekten an

    Zitat

    § 145 TKG Netzinfrastruktur von Gebäuden, Absatz 4

    Neu errichtete Gebäude, die über Anschlüsse für Endnutzer von Telekommunikationsdiensten verfügen sollen, sind gebäudeintern bis zu den Netzabschlusspunkten mit geeigneten passiven Netzinfrastrukturen für Netze mit sehr hoher Kapazität sowie einem Zugangspunkt zu diesen passiven gebäudeinternen Netzkomponenten auszustatten.

    erinnern. Gültig seit 01.12.2021.

    Sogar das alte TKG hat passive TK Infrastrukturen schon vorgeschrieben (seit 10.11.2016). Haben sich die Bauträger und Architekten daran gehalten?

    Zitat

    § 77k TKG Netzinfrastruktur von Gebäuden, ebenfalls Absatz 4

    Neu errichtete Gebäude, die über Anschlüsse für Endnutzer von Telekommunikationsdienstleistungen verfügen sollen, sind gebäudeintern bis zu den Netzabschlusspunkten mit hochgeschwindigkeitsfähigen passiven Netzinfrastrukturen sowie einem Zugangspunkt zu diesen passiven gebäudeinternen Netzkomponenten auszustatten.

    Absatz 5 schenke ich mir an dieser Stelle. Darin wird jedoch die Pflicht zur Erstellung bei Renovierungen festgelegt.

  • Um nunmal auf das eigentliche Thema zurückzukommen, ich werde bei der DG einfach mal anrufen und sonst auch gut glück einen Vertrag abschließen um zu schauen was passiert, laut einem bekannten der Glasfaser Monteur bei der DG war ist es schon öfters passiert das die Reserve Faser in einem EFH für einen Zweiten Anschluss verwendet wurde.

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  • Üblicherweise gibt es bei DG im EFH die aktive Faser und dann noch eine Reservefaser. Beide sind im HÜP gespeisst, daher gibt es zwei nach außen geführte LC/APC Buchsen. Im PoP ist jedoch nur eine Faser (die aktive) angeschlossen. Auch dort ist die Reservefaser anschlussfertig jedoch nicht konnektiert. Bei "meinem" Faserbruch wurde von dem Techniker der Kabelbruch festgestellt, er fuhr zum ca.1000 Meter entfernten PoP konnektierte dort die Reservefaser und hat bei seiner Rückkehr nachgemessen. Das insgesamt hat zwischen 30 und 60 Minuten gedauert. Internetzugang war wieder aktiv. Happy wife, happy life...

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  • Ich werde jetzt einfach mal auf gut Glück einen Vertrag abschließen, wenn es läuft kann ich davon eh nur profitieren. Und dann könnte ich es mit einem neuen PON SFP eh mal ausprobieren. Weiß einer wie gut es bei der DG mit dem Sonderkündigungsrecht bei Umzug läuft? Werde halt wahrscheinlich nur noch 12 Monate hier wohnen und dann in eine Wohnung ziehen wo es kein DG gibt.

  • Ich habe nun 2 E-Mails von der DG erhalten:

    1: "Wir möchten Sie über einige Details bezüglich Ihres Glasfaseranschlusses informieren. In Ihrem Haus ist bereits ein Hauptübergabepunkt (HÜP) vorhanden, weshalb kein neues Glasfaserkabel vom Gehweg aus verlegt werden muss.

    Stattdessen wird Ihnen ein separates Glasfaserkabel sowie ein separater Netzabschlusspunkt (NT) direkt von dem bereits vorhandenen HÜP in Ihrer Wohneinheit bereitgestellt. Dies ermöglicht eine effiziente und reibungslose Installation Ihres Glasfaseranschlusses."

    2:"Sie werden einen Termin erhalten von unserer BP und Sie werden alle Gerate für Sie installieren und einrichten."

    Scheint also ohne Probleme möglich zu sein einen zweiten Anschluss in einem EFH zu erhalten obwohl der Twitter Support anderes behauptet hat. Mal sehen wie lange das nun dauert, so viel Arbeit ist das ja eigentlich nicht. Im Mein-DG Portal kann ich sogar schon das Anschluss aktivieren Feld betätigen, vorher war es ausgegraut. Ich bin gespannt ob eine GF-TA gesetzt wird, also nach dem aktuellen TKG gearbeitet wird. Ob dies wirklich passiert wird man sehen. Jetzt heißt es abwarten.

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  • Beim ausgehenden Kabel ist jedenfalls die Rote Faser gebrochen und liegt im HÜP... ich hatte mich gewundert warum die Fasern nicht 1:1 durchgespleißt wurden ^^ :D

    Glasfasermonteur aus Leidenschaft