"Konkurrenz der Telekom überbaut genauso häufig"

  • Bitte überall "überbauen" bis Open-Access auf Passiver ebene rechtlich vorgeschrieben wurde.

    Kein Bock ewig in Deutschland stark Rate-Limitierte Glasfaseranschlüsse für zu viel Geld buchen zu müssen.

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  • "Jeder" bietet doch OA an. Man muss sich nur auf die Tarife einigen. Oder gesetzlich vorschreiben, das nur bidirektionale Abkommen zu den identischen Kosten zulässig sind.

    Das OA ist aber auf Aktiver ebene ohne Wettbewerb sondern eben Einigung.
    Das Nutzt mir als Kunde fast nix, alter Wein in neuen Schläuchen.

  • Nehmen wir doch mal Open Infra als Beispiel.

    Wenn ich mir die Anbieter auf deren Netz ansehe, gehe ich stark davon aus, dass die XGS-PON verbauen. Damit sind heute bereits 8 Gbps symmetrisch erreichbar.

    Die nächste Stufe (40/50 Gbps) wird in anderen Ländern bereits verbaut.

    Was ich sagen will: Ein L2-Zugang zum Netz würde mir für eine Open-Acess-Vorgabe reichen.

    Was offenbar nötig ist: Die BNetzA legt die Entgelte für den Zugang für alle Marktteilnehmer fest, inklusive der Verpflichtung, einen L2-Zugang an geeigneten PoPs auch bereitstellen zu müssen.

    Einen passiven Zugang zu den Leerrohren sehe ich kaum noch als Vorteil an und bin dann lieber der Rosinenpicker, der wenigstens die Low-Hanging-Fruit haben will.

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  • OK, dann habe ich das wegen der Limitierung auf 8 Gbps falsch interpretiert.

    Ist aber nicht von großer Bedeutung: Auch xPON-Netze kann ich als L2 rausführen. Ich sehe jetzt nicht, weshalb ein Provider darauf nicht seine eigenen Angebote fahren kann.

  • Einen passiven Zugang zu den Leerrohren sehe ich kaum noch als Vorteil an und bin dann lieber der Rosinenpicker, der wenigstens die Low-Hanging-Fruit haben will.

    Genau dies kann man auch als das viel versprochene, jedoch wenig umgesetzte Open Access bezeichnen.

    Zur besseren Auslastung der Netzwerkinfrastruktur sind diese Anbieter (z.B. 1&1 oder easybell) auch gar nicht so ungern gesehen, wie manchmal in der Presse dargestellt wird. Letztlich bringen diese auch Geld in die Kasse.

  • Was ich sagen will: Ein L2-Zugang zum Netz würde mir für eine Open-Acess-Vorgabe reichen.

    Da gibt der Netzbetreiber aber die Produkte vor in form von Bandbreiten-Korridoren und Preisen.
    L2-BSA kann nur fair sein wenn die Bandbreiten-Korridore fallen.

    Was offenbar nötig ist: Die BNetzA legt die Entgelte für den Zugang für alle Marktteilnehmer fest, inklusive der Verpflichtung, einen L2-Zugang an geeigneten PoPs auch bereitstellen zu müssen.

    Was wir brauchen ist Wettbewerb und keine vorgegebenen Preise.
    Nur dann werden sie sich auf ein niedriges Niveau einpendeln.

    Die BnetzA hat hat ja schon welche vorgegeben siehe Breitband MKK 63xxx und Breitband MKK 63xxx

    Da haben wir den Salat vollkommen überhöhte Preise für Bandbreiten, die 16€ wären ja Ok wenn es ohne Bandbreiten-Korridore wäre.

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  • Was wir brauchen ist Wettbewerb und keine vorgegebenen Preise.
    Nur dann werden sie sich auf ein niedriges Niveau einpendeln.

    Hast Du schonmal irgendetwas mit Preiskalkulation zu tun gehabt und ggf. sogar dafür Verantwortung getragen? Man kann Preise nicht unbegrenzt nach unten treiben.

  • Die staatlich erzwungene Konkurrenz bringt nichts. Ein relativ aktuelles Beispiel wäre die 1und1 Mobilfunknetz. Ausbau dauert ewig, VoLTE funktioniert auf älteren Handys nicht, und die Preise bei anderen Anbietern sind auch nicht spürbar geringer geworden.

    DVB-T2 HD dasselbe: wegen zu vielen Sendern hat man auf HEVC gesetzt, was viele sonst perfekt funktionierende Fernseher unbrauchbar gemacht hat - außer man besorgt sich ein fragwürdiges Box.

    Da habe ich lieber eine Wahl zwischen Kabel, DSL und zwei Glasfaserleitungen als Scheinkonkurrenz a la Saturn und MediaMarkt.

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  • Welche Provider es sind ist im Endeffekt egal. Hauptsache sind es mehr als eins, die im echten Wettbewerb stehen.

    Wenn ich sowieso einem, auch lokalen, Monopolisten ausgeliefert bin, nehme ich dann lieber einen der Etablierten. Zwei Beispiele aus dieser Woche:

    • Vodafone schickt ohne zu viel nachzufragen ein neues Router raus nachdem ich mich telefonisch über Probleme mit dem vorhandenen Gerät beschwert habe
    • eine der Neuen Glasfaseranbieter sagt, dass sie keine Statusmeldungen zum stockenden Ausbau schicken können, weil die ein Start-Up sind. Ich soll mich gedulden.
  • Hauptsache sind es mehr als eins, die im echten Wettbewerb stehen.

    Deshalb fragte ich ja? Weil Dein Beispiel komplett ... ist. Denn Saturn und Mediamarkt gehören zur Media Saturn Holding und sind nur ganz rudimentär Wettbewerber. So wie eben z.B. Glasfaser Plus, ein JointVenture der Telekom als auch GFNW mit der Telekom im Wettbewerb stehen. Da kannst Du nicht wirklich Wettbewerb erwarten. Dann eher Deutsche Glasfaser und irgend eine "Telekom-Butze".

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