Hallo Forumtiers des Glasfaserforums,
Ich lese bereits seit einiger Zeit hier im Forum mit und bin nun seit wenigen Tagen auch an das Glasfasernetz von NetCologne (NC) angeschlossen.
Als Bewohner einer rheinischen Großstadt mit "K" wohne ich allerdings im östlichen Zonenrandgebiet dieser Stadt, welches erst vor kurzem mit Glasfaser erschlossen wurde.
Bis dahin habe ich fast alle Stufen der DFÜ durchlaufen, vom Dr. Neuhaus Fury 2400 TI über ISDN (mit channel-bundling) nach ADSL mit wenigen MBit/s und VDSL mit 30/10 MBit/s.
Eigentlich war der erste Versuch ein Akustikkoppler mit 300 Baud, aber da haben wir Daten und Programme noch auf Kassette gespeichert.
Meine Erfahrungen beim Glasfaserausbau:
Anfang 2022 erfuhr ich, dass NC vorhat, unser Gebiet an das Glasfasernetz anzuschließen.
07.2022: Erste GEE (Grundstückseigentümererklärung) abgegeben
01.2023: Zweite GEE abgegeben (aller guten Dinge sind wohl 2 bei NC)
01.2023: Bestellbestätigung von NC über einen NetSpeed 250 (Glasfaseranschluss) erhalten, Plantermin 12.2023
10.2023: Änderung Terminvorgabe auf März 2024
Zwischenzeitlich wurden die Leerrohre im Bürgersteig verlegt, das Haus über den Keller angeschlossen, aus der Kellerwand ragt ein Schutzrohr mit Abschlusskappe.
Einige Zeit später wurde die Glasfaser "eingeblasen" und der HAK gesetzt.
02.2024: Änderung Terminvorgabe auf Juni 2024
Dann überschlugen sich die Ereignisse:
02.2024: "Objektbegehung" durch NC, zwischenzeitlich waren die Leitungen gelegt und der HAK im Keller gesetzt, Stromanschluss und Netzwerkkabel zur FritzBox 7590 (FW 7.57) von mir gelegt.
Fast gleichzeitig mit der Terminänderung auf Juni 2024 wurde mir als Anschlusstermin der 13.03.2024 mitgeteilt.
Tatsächlich kamen die Techniker an diesem Tag um 08:00, setzten den ONT (FiberTwist G2120B) und keine 45 Minuten später bestätigte mir die FritzBox (nachdem wohl ein Parameter angepasst werden musste und ich von DSL auf WAN umgestellt hatte), dass der Internet-Zugang und meine Telefonnummern verbunden sind. VDSL hatte ich zwischenzeitlich abgeklemmt.
Seither läuft der Anschluss stabil mit 250/48 MBit/s und 5 ms Ping nach Frankfurt - lt. "breitbandmessung" V. 3.6.0.
Trotz aller Empfehlungen hier im Forum hatte ich keinen "Werksreset" der FritzBox gemacht, sondern alle Einstellungen (bis auf die DSL/WAN-bedingten) beibehalten.
Das alles hört sich fast zu gut an, tatsächlich gibt es für mich nur einen unschönen Punkt: Die Leistungsaufnahme des ONT. NC hat als ONT einen Kabelfernseh(CATV)-tauglichen ONT Typ G2120B (GPON) eingesetzt. Dieser ONT hat eine Leistungsaufnahme von 5,1W (gemessen mit einem bei 5W kalibrierten NZR SEM 16+ USB) inkl. Netzteil und heizte auch merkbar vor sich hin.
Auf meine Anmerkung zur unakzeptablen Leistungsaufnahme hin hat NC daraufhin scheinbar das Fernsehsignal auf der Glasfaser abgeschaltet (oder etwas am ONT modifiziert) woraufhin die Leistungsaufnahme auf 3,4W absank.
Imho ist dies immer noch zu hoch, 2W sollten reichen. Ich bin aber erst mal zufrieden und lasse alles einige Monate laufen ehe ich vielleicht auf eine FritzBox 5590 umsteige und die Glasfaserleitung bis zur FB lege.
Noch eine Besonderheit: Damit der ONT und die FB auch bei Stromausfall weiterlaufen, versorge ich sie aus einer EATON 3S Mini USV statt mit den originalen Netzteilen.
wolfp