Deutsche Glasfaser - Feste IPv4 Adresse oder festes IPv6 Präfix

  • Hallo Forum,

    vermutlich wurde das schon mehrfach gefragt, aber die Suche innerhalb des Forums war für mich nicht so zielführend...

    Welche Möglichkeiten gibt es, bei der Deutschen Glasfaser entweder eine feste IPv4 Adresse oder alternativ ein festes IPv6 Präfix zu erhalten? Laut DG Website ist eine feste IPv4 Adresse wohl nur in den "Business" Tarifen (monatliche Kosten 350 EUR oder mehr) möglich, über ein dauerhaftes festes IPv6 Präfix finde ich keine Informationen... Das Präfix in den (günstigen) "Basic" Tarifen bleibt zwar einige Monate gleich, aber leider nicht dauerhaft...

    Kennt jemand eine Möglichkeit, entweder eine feste IPv4 Adresse oder ein festes IPv6 Präfix zu "akzeptablen" Preisen (Privatanweder) zu erhalten?

    Losgelöst davon, weiß jemand wann es möglich sein wird, über einen DG Glasfaseranschluss einen Tarif eines anderen Providers (Telekom o.ä.) zu nutzen? Es wurde hier und da mal was "gemunkelt", dass dies in absehbarer Zeit wohl machbar sein sollte...

    Viele Grüße!

  • Das IPv6 Prefix ist zwar grundsätzlich dynamisch bei Deutsche Glasfaser, allerdings sind die Änderungen tatsächlich sehr selten.

    In den letzten 3 Jahren hat es sich genau 1x geändert. Modernere Router kommen auch mit der Prefixänderung gut zu Recht. Vor allem AVM und mittlerweile auch MikroTiks RouterOS.

    IPv4 ist allerdings CGNAT, da musst Du auf eine der beschriebenen Lösungen ausweichen.

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  • Ich habe den Eindruck, Änderungen am Prefix gibt es nur, wenn es größere Wartungsarbeiten gibt. Seit 2017 hat sich das Prefix seitens der DG bei mir nur einmal geändert. Und noch einmal, weil ich den Router getauscht habe. Aber ansonsten war es immer gleich.

  • HubeBube  frank_m Danke, komischerweise hatte ich schon 3 Präfix Änderungen in den letzten 3 Jahren… Der Router kann damit umgehen, das ist kein Problem. Allerdings ist es für die VPN Einwahl problematisch, wenn man gerade unterwegs ist, und der VPN Endpoint plötzlich eine andere Adresse hat (die man dann ja noch nicht kennt). Dummerweise kann der Router DynDNS nur für IPv4, sonst wäre das kein Problem.

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  • Alternativ kannst du dir aber auch einen fixen IPv6 Präfix bei Diensten wie z. B. Tunnelbroker (Hurricane Electric) kostenlos zulegen. Vorteil ist, dass sich die Adresse(n) definitiv nicht ändern wird/werden.

    Nachteil ist, daß es halt getunnelt und nicht nativ ist, aber geschwindigkeitsmäßig gibt es keine Probleme und dein Zugangspunkt für Deutschland wäre direkt in Frankfurt.


    PS: Wer das IPv6 Quiz auf der Seite erfolgreich abschließt, kann sich komplett kostenlos ein T-Shirt von HE schicken lassen. Da der Versand aus den USA erfolgt dauert die Zustellung allerdings ein paar Tage länger.

    Schöne Grüße
    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas1978 (27. März 2024 um 10:56)

  • Da brauchst du natürlich noch einen Dienst, der mit IPv6 umgehen kann, und zwar am besten einen, der eine Prefix-Aktualisierung erlaubt.

    Bei IPv6 muss man ja bedenken, dass man eine Freigabe auf dem Server und nicht auf dem Router anspricht. Das ist komplett anders, als bei IPv4. D.h., entweder muss der Server selber ein dyndns Update seiner Adresse machen, was bei Webcams oder ähnlichen Geräten oft nicht möglich ist, oder der Router macht ein Prefix Update bei einem Dienst, der dann mit den Interface-IDs der Geräte die komplette Adresse zusammenbaut. myfritz, dynv6 oder feste-ip sind Dienste, bei denen das möglich ist.

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  • Da brauchst du natürlich noch einen Dienst, der mit IPv6 umgehen kann, und zwar am besten einen, der eine Prefix-Aktualisierung erlaubt.

    Bei IPv6 muss man ja bedenken, dass man eine Freigabe auf dem Server und nicht auf dem Router anspricht. Das ist komplett anders, als bei IPv4. D.h., entweder muss der Server selber ein dyndns Update seiner Adresse machen, was bei Webcams oder ähnlichen Geräten oft nicht möglich ist, oder der Router macht ein Prefix Update bei einem Dienst, der dann mit den Interface-IDs der Geräte die komplette Adresse zusammenbaut. myfritz, dynv6 oder feste-ip sind Dienste, bei denen das möglich ist.

    Das ist bei mir vermutlich einfacher: Der Router hat ein Bridge Interface (quasi mein LAN) das eine routbare IPv6 (::1) aus dem dynamische Präfix erhält (das ist aktuell mein VPN Endpoint). Auf dieses Interface lauscht der lokale DynDNS Dienst und kann daher diese Adresse an den externen DynDNS Provider übermitteln. Ddnss.de (und andere) können ja v6… Um die einzelnen Geräte im LAN muss ich mich nicht kümmern, die erhalten ja automatisch neue Adressen bei Präfixänderung. Bei mir ist es ausreichend, wenn ich einen VPN Tunnel auf das Bridge Interface am Router aufbauen kann. Der Router „kennt“ die anderen Geräte ja. Wird sicher etwas Gebastel aber sollte eigentlich funktionieren…

    Einmal editiert, zuletzt von glandulin (27. März 2024 um 12:05)

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  • Hier nun ein kurzer Erfahrungsbericht: Im Zusammenspiel mit einem kostenlosen Account bei dem DynDNS Anbieter "selfhost.de" klappt das mit IPv6 ziemlich gut. Insbesondere da es hier auch eine Möglichkeit gibt, für die vom Client übermittelte IPv6 Adresse ein "Static Suffix" (die 4 letzten Blöcke der Adresse) zu setzen.

    Das ist in meinem Falle erforderlich, denn ich kann dem Router zwar sagen, für welches Interface er den DynDNS Client ausführen soll, aber nicht welche der zugewiesenen Adressen (static, anycast, etc.) er hierbei an den Service übermitteln soll... Mithilfe dieser Funktion verarbeitet der Service also die übertragene IPv6 Adresse und ersetzt die 4 letzten Blöcke (in meinem Falle durch "::1", was dann "immer" dem richtigen Interface entspricht).

    Noch ein Hinweis an Nachahmer: Generell funktioniert als VPN Endpoint nur eine Adresse aus dem dynamischen Präfix (IA_PD). Die von der DG für das WAN Interface des Routers via DHCPv6 zugewiesene IPv6 Adresse (IA_NA) funktioniert nicht.