Zu wenige wollen Glasfaser, Betreiber stoppt Netzausbau

  • Investoren interessieren sich eher für die Kombination aus 1 und 3. Denn 3 definiert, wie lohnenswert die Investition war. Deswegen gibt es derzeit ja auch angeblich vermehrt kalte Füsse weil die Quote aus 3 zu 1 nicht so hoch ist wie erhofft.

    Was lernen wir daraus für die Zukunft?

    Gießkannenausbau bei Take-up Raten von 15% ala Deutsche Telekom wird es nicht mehr geben.

    Die Restgebiete ohne jegliche Art von FTTH werden tendenziell kleiner (Flickenteppich).

    Unterversorgte (weiße) Flecken sind im Wesentlichen bis auf ein paar % ausgebaut.

    Graue Flecken (xVDSL, Kabel) bringen in vielen Fällen nicht die erforderlichen Quoten von 30-40% und werden damit nicht mehr umgesetzt.

    Also bleibt nur, neue Ideen für einen kleinteiligen, nachfrageorientierten Homes Activated und möglicherweise auch kostenpflichtigen Homes Connected Ausbau zu entwickeln. Alles andere wird bei Controllern und Investoren nicht mehr funktinieren.

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  • Was meinst Du damit? Eine Verpflichtung für Haushalte, sich bei gefördertem Ausbau zumindest den Hausanschluss legen zu lassen?

    Dies würde ich auch so sehen, nur dann gibt es Fördermittel. Und wenn es erst einmal im Haus ist, werden sie auch Kunden haben, vielleicht nicht sofort, aber mit den entsprechenden Angeboten beim nächsten abgelaufene Abo. Nur wenn es nicht schon im Haus ist, werden die Kunden nicht so schnell aufspringen.

  • Gießkannenausbau bei Take-up Raten von 15% ala Deutsche Telekom wird es nicht mehr geben.

    Mal sehen. Die Telekom baut ja bisher munter weiter aus.

    Bei der Telekom ist die Rechnung eben auch ein bisschen anders. Die hat ja schon Kunden, da ist es nicht ganz so kritisch dass der Anteil der Wechsler von Beginn an besonders hoch ist. Wichtig ist eher möglichst ein erhalt des Marktanteils. Wenn also Kunden von DSL weg wechseln, dann möglichst auf Telekom-FTTH.

    Dazu kommt dass der Wechsel DSL->FTTH der Telekom auch mittel- bis langfristig Vorteile bringt. Also z.B. einen günstigeren Netzbetrieb (bzgl. Energie und Service). Und letztlich ist er unvermeidlich, da DSL nicht beliebig lange von den Lieferanten unterstützt werden wird.

    Das ist eine andere Ausgangssituation als bei Investoren, die sich überlegen ob und wie sehr sie in einen Markt neu einsteigen, bzw wie viele zusätzliche Gebiete man jedes Jahr ausbaut.

    Ein anderer Anbieter der ohne Quote ausbaut ist z.B. OXG, das Vodafone-Altice Joint Venture. Deren Hauptziel ist es Gebiete mit Vodafone Kabelversorgung auf FTTH umzurüsten, bevor es andere machen. Auch Vodafone ist es da erstmal zweitrangig wieviele sofort von Kabel wechseln. Aber wenn die Leute irgendwann auf FTTH wechseln, wäre es eben idealerweise Vodafone-FTTH. Etwas heikler ist es in dem Fall natürlich schon, denn da hat man als Partner ja noch Altice, den muss man natürlich auch bei Laune halten. Aber für einen größeren alleinigen Ausbau fehlt Vodafone wohl das Geld.

  • Dies würde ich auch so sehen, nur dann gibt es Fördermittel.

    Das heißt die Gemeinde oder der Landkreis sollte vor der Ausschreibung erstmal an den potentiellen Adressen abfragen wer sich tatsächlich anschließen lassen würde, und nur die Adressen/Haushalte die das Zusagen werden ausgeschrieben? Klingt relativ bürokratisch...

    Und sorgt letztlich dafür dass Adressen nicht ausgebaut werden, nur weil aktuelle Eigentümer da nicht hinterher sind.

    Aktuell muss ein Anbieter eben alle ausgeschriebenen Adressen zumindest bis zur Grundstücksgrenze ausbauen. Dass ein bestimmter Prozentsatz das Angebot nicht nutzt ist das Risiko des Unternehmens. Aber die Adresse ist zumindest "Homes Passed" und damit ist FTTH an der Adresse verfügbar, auch wenn spätere Eigentümer da dann Interesse haben.

    Aber wenn die Adresse gleich zu Anfang aus der Förderung geflogen ist, dann ist das nicht so einfach.

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  • Das heißt die Gemeinde oder der Landkreis sollte vor der Ausschreibung erstmal an den potentiellen Adressen abfragen wer sich tatsächlich anschließen lassen würde, und nur die Adressen/Haushalte die das Zusagen werden ausgeschrieben? Klingt relativ bürokratisch...

    Und sorgt letztlich dafür dass Adressen nicht ausgebaut werden, nur weil aktuelle Eigentümer da nicht hinterher sind.

    Aktuell muss ein Anbieter eben alle ausgeschriebenen Adressen zumindest bis zur Grundstücksgrenze ausbauen. Dass ein bestimmter Prozentsatz das Angebot nicht nutzt ist das Risiko des Unternehmens. Aber die Adresse ist zumindest "Homes Passed" und damit ist FTTH an der Adresse verfügbar, auch wenn spätere Eigentümer da dann Interesse haben.

    Aber wenn die Adresse gleich zu Anfang aus der Förderung geflogen ist, dann ist das nicht so einfach.

    Wie ich schon vorher geschrieben habe, keine Ausschreibung, die Netzbetreiber bauen und bekommen, um so langsamer die Anschlüsse waren, um so mehr Kopf(Gebäude)prämie im Nachhinein. Somit steigt die Motivation, möglichst viele Gebäude zu erschließen. Und für einige ergibt sie Homes Passed automatisch.

  • Wie ich schon vorher geschrieben habe, keine Ausschreibung, die Netzbetreiber bauen und bekommen, um so langsamer die Anschlüsse waren, um so mehr Kopf(Gebäude)prämie im Nachhinein. Somit steigt die Motivation, möglichst viele Gebäude zu erschließen. Und für einige ergibt sie Homes Passed automatisch.

    Ja, das hätte durchaus was. Wobei für wirklich teuer zu erschliessende Adressen jwd bräuchte es vermutlich doch etwas jenseits von Erschließungsprämien. Andererseits dürften die sowieso weitgehend schon in den laufenden Programmen sein...

  • Die UGG hat von Telefonica und Allianz einen auf den Deckel bekommen.

    Die müssen zuerst mal Ihre bestehenden Baustellen, Orte an Netz also Online bringen.

    Die Investoren wollen Geld sehen.

    https://www.golem.de/news/telefonic…311-179918.html

    Ok, das erklärt, warum es aktuell vergleichsweise neue UGG-Veranstaltungen in "neuen Orten" gibt. - Bis Ende letztes Jahr waren das gefühlt 3-4 die Woche, aktuell vieleicht 1-2. - Und da sind dann auch Städte und Orte dabei, die schonmal eine Vorstellungsveranstaltung hatten.

    In den Veranstaltungen wird ja gerne gesagt, dass die UGG bis Ende 2025 2,2 Mio Anschlüsse bauen will, davon sei wohl aktuell die Hälfte im Bau. - Das sagt auch sehr viel aus. - Wenn die UGG tatsächllich an kleinen und mitlerwren Städten und Gemeinden 1 Mio Anschlüsse aktuell am Bauen ist, dann darf man sich auch nicht wundern.

    Ich habe meinen UGG Anschluss seit Mai 2022. Nur sind hier längst nicht alle Häuser angeschlossen. - Bis an die Grundstücksgrenze vielleicht, aber z.B. bei uns im Haus nur 1 von 7 Wohnungen. - Nur ich wollte damals einen Anschluss haben. - Wenn die anderen Mieter/Eigentümer im Haus auch einen UGG Anschluss haben wollen, wird das a) Zeit brauchen, und b) eine menge Geld Kosten für den Haus-Ausbau.

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